Fiber-Ausbau in der Schweiz
525 Antworten161'520 AufrufeGestartet von tosci ·
roman709'245 Beiträge
Das Swisscom bei Kupferanschlüssen von Glasfaser spricht, ist man sich ja gewohnt.Swisscom spricht von Glasfasertechnologie.
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #282
Ah ja, macht es natürlich gleich besser. Im Anwärmer auf https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/abos-tarife/inone-home/internet/glasfaser.html heisst es lapidar:
"Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 die ganze Schweiz mit Glasfaser auszurüsten. Mehr als die Hälfte der insgesamt 2'212 Gemeinden ist bereits erschlossen." Halte ich doch für etwas grossmaulig.
In https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/netzausbau-karte-glasfaser.html heisst es dann nicht nur "Glasfasertechnologie", sondern gleich "neuster Glasfasertechnologie". Man fragt sich nur, was daran von bahnbrechender Neuigkeit ist ... :lol:
"Swisscom hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2021 die ganze Schweiz mit Glasfaser auszurüsten. Mehr als die Hälfte der insgesamt 2'212 Gemeinden ist bereits erschlossen." Halte ich doch für etwas grossmaulig.
In https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/netzausbau-karte-glasfaser.html heisst es dann nicht nur "Glasfasertechnologie", sondern gleich "neuster Glasfasertechnologie". Man fragt sich nur, was daran von bahnbrechender Neuigkeit ist ... :lol:
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #283
EWZ verkündet, Glasfasernetz Zürich sei fertiggebaut: https://www.computerworld.ch/business/telekommunikation/glasfasernetz-stadt-zuerich-fertig-2449877.html
Ein paar Zahlen, die interessant sind kann man da nachlesen. Der Marktanteil (der EWZ) scheint besser zu sein als usprünglich angepeilt (magere 16%, und das in 30 Jahren glaub ich ...). Die Investitionen waren 60:40 Swisscom:EWZ aufgeteilt. Schon daran zu ersehen, dass es nur ein Verlustgeschäft für die EWZ sein kann bzw. der Steuerzahler hier drauflegt. Rund 100 Mio wurden bereits "abgeschrieben" bzw. "wertberichtigt" wg. des Preiszerfalls bei den Abos.
https://www.nzz.ch/zuerich/wo-zuercher-auf-glasfaser-surfen-working-title-ld.1323542
Kosten für zukünftigen Anschluss bei Neubauten werden ausgewiesen: 2500 CHF pro Gebäude + 100 CHF pro Nutzungseinheit + Inhouseverkabelung zulasten des Eigentümers. Scheint mir noch human, in Relation zu den sonstigen Baukosten ein Pappenstiel.
Und: Weko ermittelt bei Glasfaserausrüster: https://www.watson.ch/digital/schweiz/982094031-weko-vermutet-kartellverstoesse-bei-anbietern-von-glasfaser-technik
Bissel obskur fürs erste, als kaum Details genannt werden.
Ein paar Zahlen, die interessant sind kann man da nachlesen. Der Marktanteil (der EWZ) scheint besser zu sein als usprünglich angepeilt (magere 16%, und das in 30 Jahren glaub ich ...). Die Investitionen waren 60:40 Swisscom:EWZ aufgeteilt. Schon daran zu ersehen, dass es nur ein Verlustgeschäft für die EWZ sein kann bzw. der Steuerzahler hier drauflegt. Rund 100 Mio wurden bereits "abgeschrieben" bzw. "wertberichtigt" wg. des Preiszerfalls bei den Abos.
https://www.nzz.ch/zuerich/wo-zuercher-auf-glasfaser-surfen-working-title-ld.1323542
Kosten für zukünftigen Anschluss bei Neubauten werden ausgewiesen: 2500 CHF pro Gebäude + 100 CHF pro Nutzungseinheit + Inhouseverkabelung zulasten des Eigentümers. Scheint mir noch human, in Relation zu den sonstigen Baukosten ein Pappenstiel.
Und: Weko ermittelt bei Glasfaserausrüster: https://www.watson.ch/digital/schweiz/982094031-weko-vermutet-kartellverstoesse-bei-anbietern-von-glasfaser-technik
Bissel obskur fürs erste, als kaum Details genannt werden.
millernet724 Beiträge
bearbeitet #284
Swisscom hat sich bis 2025 neue Ausbauziele gesetzt (https://www.swisscom.ch/de/about/news/2020/02/06-netzausbaustrategie-von-swisscom.html)
Swisscom will ihren Kunden auch künftig überall und jederzeit das beste Netz der Schweiz bieten und so sicherstellen, dass sie auch im neuen Jahrzehnt digitale Dienste in bester Qualität nutzen können. Deshalb haben wir uns neue Ausbauziele gesteckt: Bis Ende 2025 soll die Abdeckung mit Glasfasern bis in Wohnungen und Geschäfte (Fibre to the Home, kurz FTTH) gegenüber 2019 verdoppelt werden. 50 – 60% aller Wohnungen und Geschäfte können bis dann eine Bandbreite von bis zu 10 Gbit/s nutzen. Daneben geht die Modernisierung des bestehenden FTTS-Netzes weiter. Dadurch verfügen bis Ende 2025 zusätzlich 30 – 40% der Haushalte und Geschäfte über Bandbreiten von 300 – 500 Mbit/s.
Da bin ich mal gespannt, wie sich dieser Ausbau in ländlichen dicht besiedelten Aglomerationen so auswirkt.
Die Kriterien sind in der Grafik schön definiert:
Swisscom will ihren Kunden auch künftig überall und jederzeit das beste Netz der Schweiz bieten und so sicherstellen, dass sie auch im neuen Jahrzehnt digitale Dienste in bester Qualität nutzen können. Deshalb haben wir uns neue Ausbauziele gesteckt: Bis Ende 2025 soll die Abdeckung mit Glasfasern bis in Wohnungen und Geschäfte (Fibre to the Home, kurz FTTH) gegenüber 2019 verdoppelt werden. 50 – 60% aller Wohnungen und Geschäfte können bis dann eine Bandbreite von bis zu 10 Gbit/s nutzen. Daneben geht die Modernisierung des bestehenden FTTS-Netzes weiter. Dadurch verfügen bis Ende 2025 zusätzlich 30 – 40% der Haushalte und Geschäfte über Bandbreiten von 300 – 500 Mbit/s.
Da bin ich mal gespannt, wie sich dieser Ausbau in ländlichen dicht besiedelten Aglomerationen so auswirkt.
Die Kriterien sind in der Grafik schön definiert:
- FTTH: Gebäude >12 Wohnungen oder Geschäfte und grundsätzlich alle Neubauten, bis zu 10 Gbit/s ab Frühling 2020
- FTTS: Glasfaser bis auf 200 Meter zu den Liegenschaften, Gebäude <12 Wohnungen oder Geschäfte, bis zu 500 Mbit
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #285
Herrlichen Zeiten führe ich euch entgegen? Ah ne, das war ein anderer Kaiser.
Ob die Ankündigung in direktem Zusammenhang mit dem hier steht? : https://www.nzz.ch/digital/swisscom-leidet-unter-sinkenden-preisen-und-startet-glasfaser-offensive-ld.1538243
Ob die Ankündigung in direktem Zusammenhang mit dem hier steht? : https://www.nzz.ch/digital/swisscom-leidet-unter-sinkenden-preisen-und-startet-glasfaser-offensive-ld.1538243
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millernet724 Beiträge
Swisscom investiert geschickt in digitale Basis-Infrastruktur, welche man mit eigenen Produkten, Produkten von Tochterfirmen (MBudget, Wingo) oder über BBCS verkaufen kann. Solange Swisscom nicht zur Deregluierung gezwungen wird, lohnt sich die Investition alle mal. In den meisten Regionen der Schweiz gibt es genau ein Kabelnetz, 2 Mobilfunknetze und Swisscom Kupfer und Mobilnetz. Im Kabelnetz habe ich keine Wahlfreiheit, sondern muss UPC, Quickline, Improware etc. nehmen. Es gibt auch eine Vorleistungsprodukte für Mitbewerber. Die Kabler sind zudem zu massiven Investitionen gezwungen, wenn sie mit DOCSIS 3.1 oder DOCSIS 4.0 auch nur annähernd mit Glasfaser der Swisscom mithalten wollen. Zudem laufen bei UPC die Kunden davon.
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #287
Frag mich allerdings ob die Strategie aufgeht bzw. sich rechnet? Mit dem Kupfer/Glas-Gebastel haben sie ja ohnehin weiter das Monopol, ausser der Konkurrenz durch die Kabelanbieter. Mit Glasfaser frag ich mich ob sich ein Zwang zur Öffnung gegenüber Dritten ergibt. Sie können nach BBCS Muster zwar Zugang gewähren, gleichzeitig selber mit Wingo, das bestimmt Sonderkonditionen hätte, das bekannte Margin-Squeeze betreiben. Gut, man kann damit vielleicht Marktanteile beibehalten. Bezweifle aber ob die "Beglückten" Swisscomler dann automatisch auch auf teurerere Angebote umsteigen, der Ausbau sich also irgendwie auch "lohnt".
So wie dargestellt schaut es hauptsächlich nach "Eindämmung" der Kabelanbieter aus.
So wie dargestellt schaut es hauptsächlich nach "Eindämmung" der Kabelanbieter aus.
Bänz146 Beiträge
Jedenfalls wird vermutlich kein Marktteilnehmer mehr FTTH verlegen, wenn bereits "Swisscom-FTTH" liegt. Aus dieser Sicht ist es schon ein geschickter Zug.
FTTS in Neubaugebieten ist schlicht erbärmlich.
FTTS in Neubaugebieten ist schlicht erbärmlich.
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #289
Jedenfalls wird vermutlich kein Marktteilnehmer mehr FTTH verlegen, wenn bereits "Swisscom-FTTH" liegt. Aus dieser Sicht ist es schon ein geschickter Zug.Naja, vielleicht, wie viel davon "lohnt" aber? Allenfalls werden Gemeinden davon abgehalten, auf Steuerzahler-Rechnung eigene Netze zu bauen, ist aber nach dem Ausbau der Städte SEHR übersichtlich geworden, wo sowas überhaupt noch in Erwägung gezogen wird. Aber vielleicht ist man bei Swisscom schon nur froh, die Bestandeskunden zu behalten, bzw. selbst ein teuerer Ausbau dies (finanziell) rechtfertigt. Habe aber Zweifel dass Swisscom damit gross Blumentöpfe gewinnen kann, wenn man in der Provinz "alleine" gegen die Kabelanbieter antritt.
FTTS in Neubaugebieten ist schlicht erbärmlich.Gem. dem Link von millernet werden alle Neubauten mit FTTH angeschlossen. Die i auf der Grafik geben Hinweise. Kann mir dabei auch nur schwer vorstellen, dass bei Neubau auf grüner Wiese das Glas-Kupfer-Gebastel irgendwie günstiger sein könnte als gleich FTTH zu legen.
EDIT: Hoppla, eine wesentliche Fussnote übersehen: im ersten i der Grafik heisst es: "
Fibre to the Home (FTTH)
Flächendeckend Glasfaser bis in die Wohnung, Ausbau vorzugsweise in Kooperation, bis zu 10 Gbit/s ab Frühling 2020"
Erbittet/herbeischnorret man hier direkt oder indirekt "Subventionen" für den Ausbau? :lol:
doom2'266 Beiträge
Die Zahlen sind doch sehr schwammig formuliert. 50-60%? Das doppelte von heute wären 60%. Und 30-40% FTTS? Könnte also heissen 60% FTTH und 40% FTTS = jeder Haushalt erschlossen, oder aber auch 50% FTTH, 30% FTTS und due restlichen 20% bestenfalls VDSL
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millernet724 Beiträge
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #292
Habs auch so verstanden, die vollmundige Ankündigung einer 100% Abdeckung bis 2025 Ansagen kosten ja nix ...
Interessant scheint mir aber die angetönte "Kooperation", stell wohl eine Trendwende dar. Denke betrifft nur FTTH, kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand in das proprietäre Glas-Kupfer-Gebastel investieren will. Grösseres an FTTH gibt es IMO momentan nur in Freiburg, und selbst da wird offenbar beidseitig jeweils punktuell abgeklärt, wo das lohnt. Mag mich auch an mehrere Artikel erinnern, wo das früher von Gemeinden aus sehr wohl versucht wurde, und man danach "dankend" abgesagt hat. Meine Lesart, Swisscom hat wohl mit nützlichen Idioten in der Provinz gerechnet und entspr. "Angebote" unterbreitet.
Im Artikel oben ist das sozusagen nur als wünschbare Option dargestellt, Kooperationen. Liest man hier, tönt es schon eher nach Voraussetzung: https://community.swisscom.ch/t5/Internet-Allgemein/Wann-kommt-XGS-PON-schweizweit/m-p/601185#M58548
Ich tippe mal drauf, dass Swisscoms "dargebotene Hand" hierzu wesentlich attraktiver aussehen müsste ...
Interessant scheint mir aber die angetönte "Kooperation", stell wohl eine Trendwende dar. Denke betrifft nur FTTH, kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand in das proprietäre Glas-Kupfer-Gebastel investieren will. Grösseres an FTTH gibt es IMO momentan nur in Freiburg, und selbst da wird offenbar beidseitig jeweils punktuell abgeklärt, wo das lohnt. Mag mich auch an mehrere Artikel erinnern, wo das früher von Gemeinden aus sehr wohl versucht wurde, und man danach "dankend" abgesagt hat. Meine Lesart, Swisscom hat wohl mit nützlichen Idioten in der Provinz gerechnet und entspr. "Angebote" unterbreitet.
Im Artikel oben ist das sozusagen nur als wünschbare Option dargestellt, Kooperationen. Liest man hier, tönt es schon eher nach Voraussetzung: https://community.swisscom.ch/t5/Internet-Allgemein/Wann-kommt-XGS-PON-schweizweit/m-p/601185#M58548
Ich tippe mal drauf, dass Swisscoms "dargebotene Hand" hierzu wesentlich attraktiver aussehen müsste ...
doom2'266 Beiträge
Für P2MP FTTH wird sich kaum ein Kooperationspartner finden da dies einen viel zu grossen Marktanteil voraussetzt um sich für einenen Partner zu lohnen. Die Grafik zeigt auch klar ein P2P FTTH (Option 4) für die Kooperationen. 10Gig geht natürlich immer noch, die PON Hardware kommt einfach in die Zentrale wie das Salt schon länger macht, und Swisscom ab März auch anbietet. Vielleicht kann man die 50-60% auch so interpretieren: 20% P2MP FTTH, gibt die "garantierten" 50%. Ob 50 oder 60 hängt dann davon ab ob sich Kooperationspartner für P2P FTTH Projekte finden. Und je nachdem werden dann nur 30 (bei 10% zusätzlichen P2P FTTH) oder 40% (keine P2P FTTH Projekte) => gäbe nur 10% die auf FTTC bleiben. Und ob FTTC oder Konvergent hängt wohl davon ab wieviele Aluhüte es in der Gemeinde gibt 😉
Wäre ich auf Kupferglasfaser, würd mich aber die Beschränkung auf Liegenschaften mit >= 12 NE stören. Sprich, bist du in einem kleinen MFH oder gar EFH gibts weiter kein Glas - da musst du komplett neu bauen. Und so gibts dann einen schönen Flickenteppich wo der eine FTTH hat, und der Nachbar bekommt nur massiv schlechteres Internet.
Last but not least sehen wir auch dass G.Fast2 definitiv vom Tisch ist - Option 3 sagt klar "bis in die Wohnung". G.Fast2 hätte es ermöglicht die inhouse Verkabelung weiter auf Kupfer zu lassen, und trotzdem Gigabit Speed anzubieten.
Offen bleibt die Frage ob man sich während des lokalen Ausbau gegen Kostenbeteiligung auch der Option 3 anschliessen kann (gerade dort wo bereits FTTB ist könnte das sehr interessant sein - allerdings weiss ich nicht ob FTTB bisher schon nur bei >= 12NE gebaut wurde).
Wäre ich auf Kupferglasfaser, würd mich aber die Beschränkung auf Liegenschaften mit >= 12 NE stören. Sprich, bist du in einem kleinen MFH oder gar EFH gibts weiter kein Glas - da musst du komplett neu bauen. Und so gibts dann einen schönen Flickenteppich wo der eine FTTH hat, und der Nachbar bekommt nur massiv schlechteres Internet.
Last but not least sehen wir auch dass G.Fast2 definitiv vom Tisch ist - Option 3 sagt klar "bis in die Wohnung". G.Fast2 hätte es ermöglicht die inhouse Verkabelung weiter auf Kupfer zu lassen, und trotzdem Gigabit Speed anzubieten.
Offen bleibt die Frage ob man sich während des lokalen Ausbau gegen Kostenbeteiligung auch der Option 3 anschliessen kann (gerade dort wo bereits FTTB ist könnte das sehr interessant sein - allerdings weiss ich nicht ob FTTB bisher schon nur bei >= 12NE gebaut wurde).
Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #294
Swisscom will ihren Kunden auch künftig überall und jederzeit das beste Netz der Schweiz bieten und so sicherstellenEine Aussage, die auch gleich das Ausbauverhalten bei fehlender Konkurrenz beschreibt. Ohne diese hat man ja zwangsläufig das "beste Netz der Schweiz". Bin gespannt, wie man mit solchen Überbauungen und Siedlungen umgeht.
Bin auch gespannt auf diese 12WE Regelung. Je nach Siedlungsgebiet sind manchmal kaum MFH mit 9WE und mehr anzutreffen und trotzdem wären es wegen Familiensituationen interessante Kundengebiete. Schlussendlich dürfte auch die Einfachheit einer Erschliessung eine Rolle spielen.
P2MP könnte für bisher parallele Anbieter DSL/Docsis eine Möglichkeit sein. Ich frage mich da allerdings, ob das längerfristig für den schwächeren Partner zum Knieschuss wird. Ohne den ultiativen OTT Service werden kleinere Anbieter in der Senke verschwinden denn Internet kann jeder.
Die Kabler sind zudem zu massiven Investitionen gezwungen, wenn sie mit DOCSIS 3.1 oder DOCSIS 4.0 auch nur annähernd mit Glasfaser der Swisscom mithalten wollen. Zudem laufen bei UPC die Kunden davon.Docsis 4.0 ist ja erst mal noch ein Papiertiger. Die Verfügbarkeit der Endgeräte dürfte in etwa gleich ablaufen wie bei der D3.1 Hardware. D3.1 wäre eigentlich keine grosse Sache um zumindest mal starten zu können. Allerdings laufen überall noch ältere Lösungen, zum Teil proprietär, die eine weitere Entwicklung regelrecht einbremsen wenn nicht gar blockieren. DVB-C lässt sich leider nur mit zusätzlicher Internet-basierter Hardware ablösen, UKW auch nur mit enormen Aufwand oder Goodwill der Kunden (Streaming, DAB+) und zum Schluss Docsis3.0 basierte IPTV-Lösungen, die nunmal nich mit D3.1 kompatibel sind. Dummerweise alles Technologien, die per se wunderbar funktionieren aber für die Zukunft ein Klotz am Bein sind.
Bänz146 Beiträge
Sunrise setzt nach geplatztem UPC-Kauf auf ultraschnelles Glasfasernetz
"Bei den Glasfasern habe die Schweiz nach einem sehr guten Start in den letzten Jahren ihre Position ein bisschen verträumt. «Wir haben dort etwas auf die Pausentaste gedrückt.» Mittlerweise sei die Abdeckung mit der superschnellen Datenautobahn in anderen Ländern wie beispielsweise Portugal, Spanien oder Skandinavien grösser."
"Bei den Glasfasern habe die Schweiz nach einem sehr guten Start in den letzten Jahren ihre Position ein bisschen verträumt. «Wir haben dort etwas auf die Pausentaste gedrückt.» Mittlerweise sei die Abdeckung mit der superschnellen Datenautobahn in anderen Ländern wie beispielsweise Portugal, Spanien oder Skandinavien grösser."
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #296
"Bis 2025 wollen wir über Glasfaserpartnerschaften eine Bevölkerungsabdeckung von 50 bis 60 Prozent erreichen», sagte der neue Sunrise-Chef André Krause ..."
"Deshalb will Sunrise nun auf den Glasfasern an Dynamik zulegen ... Deshalb wollen wir mit Partnern vorankommen. Wir können uns nicht nur auf die Swisscom verlassen», sagte Krause ..."
Ist das nicht etwas gar leeres Geschwätz? Sunrise hat ja noch nie irgendwo direkt investiert bei Glasfaser, sondern sich ins gemachte Nest gesetzt, dort wo Swisscom mit den EWs ausgebaut hat. Das königliche "wir" oben klingt etwas deplatziert, sind das die gleichen 50-60%, die auch Swisscom angekündigt hat?
Gab ja neue Zahlen von Sunrise gestern. Im Paper heisst es wörtlich: https://www.sunrise.ch/content/dam/sunrise/corporate/documents/ir-reports-presentations/2020/Sunrise_Annual Report 2019.pdf
"To meet the increasing demand for higher bandwidth services and IPTV, Sunrise entered into an agreement with Swisscom that grants Sunrise access to all fiber- and copper-based access technologies, including VDSL and G.fast. Additionally, Sunrise has partnerships with the three biggest utilities (Basel, Geneva and Zürich) and Swiss Fibre Net AG, a joint venture of smaller local energy providers in Switzerland."
Weiss nicht dass das was neues ist, jedenfalls klingt das nach bestenfalls indirekten Investitionen, sprich man tut das, was swisscom auch tut.
Die Pressemitteilung lässt auch schmunzeln:
https://xmlservices.newsbox.ch/account/che/sunrise/xml_feed/press_release/executable/detail.php?atom=821_9204_u31so0.xml&isoGuiLanguage=de
"Sunrise bestimmte im Jahr 2019 die Marktdynamik". Die unbescheidene Umschreibung des gescheiterten UPC-Deals?
"Deshalb will Sunrise nun auf den Glasfasern an Dynamik zulegen ... Deshalb wollen wir mit Partnern vorankommen. Wir können uns nicht nur auf die Swisscom verlassen», sagte Krause ..."
Ist das nicht etwas gar leeres Geschwätz? Sunrise hat ja noch nie irgendwo direkt investiert bei Glasfaser, sondern sich ins gemachte Nest gesetzt, dort wo Swisscom mit den EWs ausgebaut hat. Das königliche "wir" oben klingt etwas deplatziert, sind das die gleichen 50-60%, die auch Swisscom angekündigt hat?
Gab ja neue Zahlen von Sunrise gestern. Im Paper heisst es wörtlich: https://www.sunrise.ch/content/dam/sunrise/corporate/documents/ir-reports-presentations/2020/Sunrise_Annual Report 2019.pdf
"To meet the increasing demand for higher bandwidth services and IPTV, Sunrise entered into an agreement with Swisscom that grants Sunrise access to all fiber- and copper-based access technologies, including VDSL and G.fast. Additionally, Sunrise has partnerships with the three biggest utilities (Basel, Geneva and Zürich) and Swiss Fibre Net AG, a joint venture of smaller local energy providers in Switzerland."
Weiss nicht dass das was neues ist, jedenfalls klingt das nach bestenfalls indirekten Investitionen, sprich man tut das, was swisscom auch tut.
Die Pressemitteilung lässt auch schmunzeln:
https://xmlservices.newsbox.ch/account/che/sunrise/xml_feed/press_release/executable/detail.php?atom=821_9204_u31so0.xml&isoGuiLanguage=de
"Sunrise bestimmte im Jahr 2019 die Marktdynamik". Die unbescheidene Umschreibung des gescheiterten UPC-Deals?
doom2'266 Beiträge
50-60% Fiber Footprint das entspricht doch genau dem was Swisscom für 2025 angekündigt hast. Sie werden sicher auch auf kleinere Glasfasernetze aufspringen, aber selber bauen? Nee.
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #298
Iway kündigt 10Gbit Abos an. Daneben 5 und 2.5GBit Abos
https://www.itmagazine.ch/Artikel/71818/iWay_kuendigt_10-Gbits-Angebot_per_Mai_an.html
Naja, offenbar blosses Reselling bzw. Swisscom BBCS ohne ein mü eigenes Equipment. Denke ist keine 1. April Nachricht.
Immerhin könnte man dem entnehmen, dass dann auch Swisscom spätestens ab dem genannten 1. Mai das Angebot grossflächig anbietet.
EDIT: Und hoppla, sogar der -im Gegensatz zu Swisscom-, passenden Router dazu:
https://www.iway.ch/internet/schweizweit/10G/
runter scrollen
Die "kleineren" Angebote 2.5 und 5 Gbit könnten sogar ein kleiner Trumpf sein. Das Internet selbst gibt ja kaum irgendwo 10Gbit her. Die kleineren Abos 2.5/5.0 Gbit sind preislich doch etwas günstiger beim BBCS, dürfte sich wohl auch auf die Abopreise auswirken.
https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/ws/documents/D_BBCS-Dokumente/D_BBCS_Handbuch-Preise_V1-25 (gültig ab 01.12.2019).pdf.dl.res/D_BBCS_Handbuch-Preise_V1-25 (gültig ab 01.12.2019).pdf
38/41/46 CHF für 2.5/5/10Gbit, sind immerhin 8CHF Unterschied. Und mehr als 2.5GBit hab ich eigentlich noch nie erlebt im normalen Internet mit Salt Fiber.
https://www.itmagazine.ch/Artikel/71818/iWay_kuendigt_10-Gbits-Angebot_per_Mai_an.html
Naja, offenbar blosses Reselling bzw. Swisscom BBCS ohne ein mü eigenes Equipment. Denke ist keine 1. April Nachricht.
Immerhin könnte man dem entnehmen, dass dann auch Swisscom spätestens ab dem genannten 1. Mai das Angebot grossflächig anbietet.
EDIT: Und hoppla, sogar der -im Gegensatz zu Swisscom-, passenden Router dazu:
https://www.iway.ch/internet/schweizweit/10G/
runter scrollen
Die "kleineren" Angebote 2.5 und 5 Gbit könnten sogar ein kleiner Trumpf sein. Das Internet selbst gibt ja kaum irgendwo 10Gbit her. Die kleineren Abos 2.5/5.0 Gbit sind preislich doch etwas günstiger beim BBCS, dürfte sich wohl auch auf die Abopreise auswirken.
https://www.swisscom.ch/content/dam/swisscom/de/ws/documents/D_BBCS-Dokumente/D_BBCS_Handbuch-Preise_V1-25 (gültig ab 01.12.2019).pdf.dl.res/D_BBCS_Handbuch-Preise_V1-25 (gültig ab 01.12.2019).pdf
38/41/46 CHF für 2.5/5/10Gbit, sind immerhin 8CHF Unterschied. Und mehr als 2.5GBit hab ich eigentlich noch nie erlebt im normalen Internet mit Salt Fiber.
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millernet724 Beiträge
Offenbar setzt jetzt auch Sunrise wieder auf Glasfaser durch den Boden und nicht nur durch die Luft. 60% sind zwar immer noch mickrig, aber ein Weg in die richtige Richtung.: https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/sunrise-chef-andre-krause-ueber-ein-eigenes-glasfasernetz-ld.1550281 Hier einige genüssliche Auszüge:
- Dass unsere Strategie im Kern die gleiche bleibt. Sunrise hat als auf die Qualität fokussierter Herausforderer von Swisscom ein gutes Momentum, wir gewinnen Marktanteile. Gleichzeitig werden wir nach der gescheiterten Übernahme von UPC kräftig in unsere Netze investieren. Wir wollen 60% der Bevölkerung mit Glasfasern erreichen, heute sind wir bei 35%.
- Die tiefen Zinsen haben viele Investoren auf den Plan gerufen, die in Infrastruktur investieren wollen. Das viele Geld im Markt hat die Nachfrage nach Glasfaserprojekten stark erhöht. Auch als kleinerer Akteur haben wir Zugang zu diesem Kapital. Das heisst, auch wir können jetzt unsere eigene Infrastruktur aufbauen. Das ist wichtig.
- Der Glasfaserausbau hatte für die Swisscom in den letzten Jahren keine grosse Priorität mehr. Wir denken, dass wir mit einer Kombination von Glasfasern für 60% der Bewohner plus 5G sicherstellen können, dass die ganze Bevölkerung mit exzellenter Breitbandinfrastruktur versorgt ist.
- Zum 5G Ausbau: Es ist harzig. Wir sind nicht glücklich darüber, dass die Politik es versäumt hat, die richtigen Weichen zu stellen. Die einzelnen Gemeinden haben eine hohe Rechtsunsicherheit, wenn es darum geht, die neuen adaptiven Antennen punkto Strahlenschutz zu beurteilen. Nach der Versteigerung des 5G-Spektrums hätten wir uns auch eine klare Kommunikation des Bundes dazu gewünscht, was 5G ist. Das hätte geholfen, Gerüchten und Fake-News zu begegnen, wie etwa, dass wir bei 5G ein experimentelles Spektrum verwenden würden. Das ist Unsinn. Da braucht es Aufklärung, und die muss auch von der Regierung kommen.
millernet724 Beiträge
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