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Swiss Open Fiber

34 Antworten17'814 AufrufeGestartet von MichelZ ·

MichelZThemenstart672 Beiträge
#1
Eine neue, "unabhängige" Gesellschaft für den Schweizweiten ausbau von Open Access FTTH, gegründet von Sunrise und Salt:

https://drive.google.com/file/d/1KIgzab1Uk5_BH6Kj8saVoKRhE9ur824S/view

Klingt soweit sehr gut!!

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BloodMagic1'089 Beiträge
bearbeitet #2
Ich find es toll wenn Sunrise und Salt ihre Kräfte gegen die Swisscom bündeln. Die haben ja gefühl der FTTH Ausbau ist abgeschlossen. Schade halt, dass sie min. 5 Jahre zu spät sind damit. Jetzt hat man gerade bei uns in der Gegend den Boden aufgerissen um überall FTTB zu verlegen und jetzt wird es wohl schwer noch mal aufzumachen um ein weiteres Kabel zu verlegen.

Ich hoffe man hat genug grosse Rohre verlegt damit man jetzt einfach das Swiss Open Fiber Kabel verlegen kann.

Danke jedenfalls Salt & Sunrise

Hier noch der Link zu Marco.ch, weil ich den Google Drive Link irgendwie nicht öffnen kann http://e3.marco.ch/publish/sunrise/821_5156/20200519_Swiss_Open_Fiber_Presentation_DE.pdf

millernet724 Beiträge
#3
Ich frage mich, wie genau ausgebaut wird. Tiefbau ist sehr teuer und mit viel Bürokratie verbunden. Natürlich gibt es diverse Alternativen wie Micro-Trenching etc., aber auch hier entstehen Kosten. Wird P2P oder P2MP (x-PON) gebaut? Es bleiben also nur noch die Kabelanlagen der EW's, Kabeönetzbetreiber oder der Swisscom. Auch eine Koorperationspartnerschaft mit Swisscom auf XGS-PON wäre eine Möglichkeit.

AndreS658 Beiträge
#4
Endlich kommt etwas Bewegung in das Thema FTTH. Es ist zu hoffen, dass dadurch die Swisscom auch etwas stärker motiviert wird, den Ausbau von Glas bis in die Wohnungen weiter zu treiben.

Natürlich gibt es FTTH nicht gratis, ebenso wie es damals die Erschliessung per Kupfer und Koaxialkabel nicht umsonst gab. Dennoch führt langfristig kein Weg an FTTH vorbei. Die Lösungen, das letzte Quantum Geschwindigkeit aus den veralteten Kupfer- und Koxial-Infrastruktur zu pressen werden immer komplexer, ineffizienter und teurer.

Bänz146 Beiträge
bearbeitet #5
Vielleicht all die Freileitungen durch Glas ersetzen/ergänzen, da muss man nichts aufbuddeln ?

Zitat Watson:
"Laut den Angaben soll der Ausbau in den Gebieten erfolgen, die heute nicht ausreichend mit Breitband versorgt seien."

Bzw. aus obiger Präsentation:
"Fokus von Swiss Open Fiber auf Zonen mit niedriger und mittlerer Anschlussdichte, typischerweise suburbane Gebiete"

doom2'266 Beiträge
#6
Damit wäre UPC jetzt günstig zu haben. Wenn Sunrise und Salt selber bauen werden die kein Kabelnetz mehr kaufen wollen.

Error33332 Beiträge
#7
Gemäss Pressemitteilung bauen sie auf einem "bewährten Konzept" auf, das u.a. bereits in Deutschland umgesetzt wurde. Wenn ich dann lese, dass in Deutschland primär mit den GPON-Technologie ausgebaut wird (https://www.inside-digital.de/ratgeber/glasfaser-internet-unterschiede-ftth-fttb-fttc#was-ist-gpon), dann vermute ich stark, dass Salt/Sunrise ebenfalls auf GPON setzen.

doom2'266 Beiträge
#8
GPON kann auf 2 Arten gemacht werden: P2P FTTH (Salt heute, Swisscom in den Städten demnächst), und P2MP FTTH (Swisscom ab 2022, einige Kabler die auf FTTH gegen). Nur ersteres ermöglicht echten Openaccess. So wie ich das lese, und Fredys Reaktion wird es wohl ersteres sein. 

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #9
Glückwunsch! Aber, äh, abwarten. Der Zeitpunkt für Ankündigungen, weiss nicht wie passend das ist, z.Zt. gibts andere Sorgen mit der Wirtschaft usw..

Noch soviel dazu. Ende 2018 gab es 3.8 Mio Haushalte. Und gem. Bakom 1.35 FTTH Glasfaser Anschlüsse. Mit den Salt/Sunrise angekündigten +1.5 Mio innerhalb 5 (EDIT: bis 7) Jahre ergäben sich 2.85 Mio Anschlüsse, wären ziemlich genau 2/3 / 65% der Bevölkerung.

Ob die frohe Botschaft von Sunrise das gleiche meint, was sie kürzlich verkündete? Na jedenfalls ist es nun viel konkreter.

https://www.swisscom.ch/de/about/news/2020/02/06-netzausbaustrategie-von-swisscom.html
Und auch die Swisscom hat angekündigt, bis 2025, also auch in 5 Jahren, eine "Verdoppelung der FTTH Anschlüsse" bereitzustellen, 50 bis 60% an Erschliessung wurden genannt. Gegenüber obigen bestehenden 1.35 Mio=35% wären das +15-25% = 0.57 bis 0.95 Mio Anschlüsse.

Hiesse dann, wir können bis dahin nicht weniger als eine 80-90% Abdeckung (ich schliesse Doppelspurigkeiten mal aus) mit echter Glasfaster erwarten? Na immerhin hat man nicht ein über100%iger Ausbau gesamthaft angekündigt. 😉 Und mit dem sowieso angekündigten Kupfer/Glas Gebastel von Swisscom wirds ohnehin eine 100%ige Abdeckung an "Glasfasertechnologie" geben. :lol:

Ein wahres Manna erwartet uns bis 2025. Ich hab den Termin angekreuzt, wir sprechen dann nochmals darüber ... 🙄

CHnuschti753 Beiträge
#10
Noch ein Gedanke. Frage mich wie es zu dieser plötzlichen Beflissenheit kommt. Wars die Swisscom Ankündigung des Ausbaus von Febr. 2020? Man darf den Ausbau wohl hauptsächlich dort erwarten, wo er am meisten lohnt, Vororte/Agglomeration. Vielleicht zwingt das Sunrise/Salt, hier auch einzusteigen, BEVOR die Felle endgültig davon schwimmen.
Na jedenfalls sind nun alle Grossplayer dabei, spricht ja eigentlich nichts mehr dagegen, in mehrfach Kooperation auszubauen EWx(?)+Swisscom+Sunrise+Salt. Am anteilsmässig günstigsten wird der Ausbau damit ganz bestimmt.                                   

Gelöschtes Mitglied 757
#11
Offener Zugang, mit Sunrise und Salt als Kernmieter.

Hoffe es kommen nicht noch zwei Kernmieter dazu. Dann wäre es mit der Vierfaser-Variante gewesen. ;-)

Interessant, mal schauen wann es so richtig los geht.

MichelZ672 Beiträge
#12
Das <muss> ja nicht heissen das 2 Fasern reserviert sind.

frantic2'985 Beiträge
bearbeitet #13
GPON kann auf 2 Arten gemacht werden: P2P FTTH (Salt heute, Swisscom in den Städten demnächst), und P2MP FTTH (Swisscom ab 2022, einige Kabler die auf FTTH gegen). Nur ersteres ermöglicht echten Openaccess...
Will ja nicht jammern - bin froh habe ich Glasfaser.

Aber dann wird es Quickline hier als P2MP FTTH umgesetzt haben. Weil keiner der Glas-Konkurrenzangebote findet an meiner Adresse Glasfaser. Nicht mal wenn ich die OTO ID der Glas-Dose eingebe...

Das war eigentlich nicht die Idee, als man von Kupfer auf Glas wechselte! Jetzt wiederholt man die früheren Fehler, statt es besser (=Openaccess) zu machen. Die Provider finden immer wieder Schlupflöcher im Gesetz und Möglichkeiten ihre Pfründe gegen Konkurrenz abzuschirmen. Für mich eigentlich ein Fall für den Preisüberwacher und die Konsumentenschützer.

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doom2'266 Beiträge
#14
@frantic Was soll der Preisüberwacher oder Konsumentenschützer machen? Die haben ja überhaupt keine Zähne. Jahrzehntelang unterstand das kabelnetz dem Preisuberwacher, und was ist passiert? UPC hat trotzdem die Preise immer wieder erhöht. Es wäre eher ein Thema für die WEKO aber das ist auch ein Papiertiger. Und mit ihrem Marktanteil sind sie eben auch weit davon weg marktbeherrschend zu sein. Kabler kommen auch aus Monopolzeiten und genauso verhalten sie sich noch heute.

MichelZ672 Beiträge
#15
Private Unternehmen sind halt keine Wohltäter... jeder will möglichst viel Geld machen. Findet euch damit ab 🙂

Das einzig richtige wäre eine staatliche Infrastrukturgesellschaft à la Swiss Open Fiber, welche das zeug wirklich diskriminierungsfrei und mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis allen anbietet.

Alles andere wird sich früher oder später halt rächen.

1× hilfreich
BloodMagic1'089 Beiträge
#16
Da bin ich ja grundsätzlich auch dafür. Als jemand der in einer IT Firma arbeitet und oft schon in Bern bei diversen Behörden in Projekten beteiligt war gehe ich aber auch davon aus, dass es dann wohl gleich doppelt so teuer wird und der Ausbau 30 Jahre dauert. 

MichelZ672 Beiträge
#17
Grundsätzlich sollte das natürlich nicht als "Behörde" sondern als normale Firma (mit 100% Aktien beim Bund) geführt werden.

Behörden sind natürlich ein Graus 🙂

BloodMagic1'089 Beiträge
#18
Grundsätzlich sollte das natürlich nicht als "Behörde" sondern als normale Firma (mit 100% Aktien beim Bund) geführt werden.

Behörden sind natürlich ein Graus 🙂
Das Problem ist eben dass Monopolfirmen eben nicht viel anders arbeiten. Ich kenne die SBB und Post nur zu gut und da ist es eben auch nicht viel anders (Swisscom hat auch diese Tendenzen)

CHnuschti753 Beiträge
#19
Bei xavierstuder.ch gibts zur Sachen ein interessanter Beitrag.

Yverdon im "Flachland" wurde 2015 bis heute ausgebaut, 15000 Anschlüsse. Kostete per Anschluss 2300 CHF. Recht günstig verglichen mit den 5500 CHF von Luthern in den "Voralpen" im anderen Thread.

Anhand der Bandbreite an Anschlusskosten lässt sich erahnen, was mit den angekündigten bis 3 Mia. von Sunrise/Salt ausbauen lässt. Sagen wir mit Schnitt 3000 CHF Kosten pro Anschluss mehrheitlich Agglomeration und der Annahme Ausbau mit Partner (EWs/Gemeinden), die 50% der Kosten tragen, ergäbe das 3000000000/3000*2 = 2 Mio Anschlüsse die realisiert werden können. Insofern erscheinen mir die von Salt/Sunrise angetönten +1.5 Mio Anschlüsse plausibel/realistisch.

frantic2'985 Beiträge
bearbeitet #20
Die alten Staatsbetriebe waren nicht so schlecht, wie mancher Neo-Liberalist und Turbo-Marktschreier sie heute darstellen will! Meist ist die Dienstleistung heute im relativen Vergleich teurer und schlechter. Gewinne werden in private Taschen gepackt, Verluste auf den Staat abgewälzt.

Das zeigt gerade die Corona Krise wieder deutlich: Einerseits grosse Gewinne einfahren und Dividenden auszahlen. Andererseits Kurzarbeit anmelden, Mitarbeiter entlassen und staatliche Finanz-Unterstützung fordern. Das ist einfach nicht länger haltbar und ethisch verwerflich. Ganz besonders nicht für umweltschädliche Branchen.

Diese Korrumpel-Manager und Lobbyisten-Politiker können so ganze Branchen und Länder für den eigenen Vorteil wie Vampire aussaugen. Das könnte auch bei uns passieren:

Digitale Verlustzone - Wie Deutschland den Anschluss verlor

Rant Ende. ?

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