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Fiber-Ausbau in der Schweiz

525 Antworten161'520 AufrufeGestartet von tosci ·

Gelöschtes Mitglied 757
#241
Mörschwil SG
Wird das nun wirklich so diskriminierungsfrei wenn der künftige Bau- und Betriebspartner selber als ISP auftritt?

https://www.sak.ch/private

Ich hab da irgendwie meine Zweifel.

millernet724 Beiträge
#242
FTTH lebt! (noch?). Ein interessantes Beispiel gefunden über die News. Mörschwil SG. Scheint das typische Beispiel des Duopols Swisscom/UPC in der Provinz zu sein.
http://www.moerschwil.ch/de/portrait/aktuellesinformationen/welcome.php?action=showinfo&info_id=749615&ls=0&sq=&kategorie_id=&date_from=&date_to=

Kosten 6.6Mio. Die Gemeinde hat gem. Page ca. 1400 Haushalte, mit Geschäften usw. sagen wir 1500.
Macht ca. 4500 CHF (Steuergeld) pro Anschluss, liegt in der Grössenordnung, die auch hier schon genannt wurde. Und UPC scheint nix dagegen zu haben, wenn ihr Netz dabei für lau upgegraded wird.

Die anderweitige Feststellung, dass "nur" ca. die Hälfte der Glasfaseranschlüsse mit Abo belegt ist, wird hier für das St. Gallen Netz bestätigt.
https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/die-zeit-des-glasfaser-quintetts-ist-um-ld.1145959

Und die Meldung hier aus Deutschland legt nahe, dass dabei bei 40-50% auch benutzten Anschlüssen sich der 100%ige Ausbau "lohnt":
https://www.wetterauer-zeitung.de/kreis-giessen/langgoens-ort848766/unternehmen-will-langgoens-flaechendeckend-glasfaser-ausbauen-12973583.html
Diverse Kabelnetzbetreiber und -besitzer müssen sich die Frage stellen, wie die Zukunft im Netz aussehen wird. Entweder wird mit viel Geld die bestehende HFC-Infrastruktur auf höhere Frequenzen im Upstream und Downstream ertüchtigt oder gleich auf FTTH- und/oder  FTTB hochgerüstet. HFC wird ewig einer reinen Glasfaser hinterherhinken. DOCSIS 3.1 im Vollausbau oder auch DOCSIS 4.0 werden grössere Investitionen in Form von grössflächigem Austausch diverser aktiver und passiver Komponenten im gesamten Netz bedingen. Ebenfalls wird nur mittels Open-Access-Glasfaser und mit dem bewährten 4-Faser-Modell  die Anbietervielfalt und der Wettbewerb gewährleistet. Wird sowieso FTTB angestrebt, bietet sich die Erweiterung auf FTTH an. Die grössten Kosten entstehen sowieso bei notwendigen Tiefbauarbeiten zur Glasfasererschliessung der einzelnen Gebäude. 

Vialli288 Beiträge
bearbeitet #243
Macht die SC in Mörschwil auch mit oder bleibt sie auf der Glasfaser-Technologie mit Kupfer am Ende?

Das wäre mal Wirtschaftsförderung für die Schweiz: FTTH ohne Diskriminierung für jede Liegenschaft!

1× hilfreich
doom2'266 Beiträge
#244
Macht die SC in Mörschwil auch mit oder bleibt sie auf der Glasfaser-Technologie mit Kupfer am Ende?

Das wäre mal Wirtschaftsförderung für die Schweiz: FTTH ohne Diskriminierung für jede Liegenschaft!
Die Abstimmung ist ja erst nächstes Jahr. Bei Annahme wird man sehen was passiert. Ich wette Swisscom priorisiert den eigenen Ausbau dann plötzlich

Gelöschtes Mitglied 757
#245
Schliesst sich SGSW https://www.glasfaser.sg/step-1 oder Litecom https://www.litexchange.ch/ an ?

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #246
Hab mal ein paar Tests hier gemacht für Mörschwil. https://www.dschungelkompass.ch/festnetz/checker.xhtml

UPC 600Mbit und Swisscom bis 100Mbit (wohl VDSL Niveau) ist im Angebot.

Macht die SC in Mörschwil auch mit oder bleibt sie auf der Glasfaser-Technologie mit Kupfer am Ende?
Bin auch gespannt. Schätze zwar, dass die Gemeinde die SC nicht im  Boot haben will. Vielleicht gibt es ja wieder eine ultimatives Aufdrängen wie in den städtischen FTTH-Ausbauten vorexerziert, Drohung selber auszubauen falls keine Kooperation zustande kommt. Abwarten. Als "günstigere" Option lässt sich Swisscom vielleicht aber  soweit "herab" und mietet selber eine unbeleuchtete Faser/Layer 1, falls die dann angeboten wird, verbreitet dann die frohe Kunde des "kostenlosen Upgrades" an seine Kunden und behält den Grossteil davon. Würde doch bestens zur Trittbrettfahrer Mentalität passen, kostenlos zur Glasfaser und dann mit wenigen Abstrichen (an Miete) die Kunden behalten.

doom2'266 Beiträge
#247
Macht Swisscom überhaupt noch Kooperationen? Einmieten in fremde Fasern machen sie ja gar nicht (oder kennst du ein Beispiel).

CHnuschti753 Beiträge
#248
Nein Kooperationen sind mir keine mehr bekannt, allerdings sind die "grossen Ausbauten" in den Städten ja bereits Geschichte. Denke aber dass SC "pragmatisch" wirtschaftlich denkt, und solche nicht von vornerein ausschliesst.

Was die Einmietung angeht, schwer zu sagen, kenne nicht die ganze Schweiz. Ein kategorisches Nein würde mich aber überraschen, solange es finanziell Sinn macht.
Hab mal Baden AG angeschaut, eine der neuereren FTTH Stadt-Ausbauten, auch eher ein  Spezialfall, als nicht mit Steuergeld ausgebaut wurde, sondern privat. Tatsächlich bieten dort die üblichen Verdächtigen Fiber-Abos an, nicht aber die Swisscom, habs im SC-Checker überprüft, Sie begnügt sich dort, 100mbit anzubieten, wohl VDSL (oder doch die neue Alchemie?).
SC bleibt dort bei FTTH draussen, schwer zu sagen ob aus grundsätzlichen Gründen oder weil es sich nicht wirklich lohnt, sprich der Anteil Kunden der von SC abspringt unterhalb der "Schmerzgrenze" liegt.

Denke dass der Faktor Speed insofern auch überschätzt wird, für viele 0815 User vermutlich eher Wurst solange halbwegs "ordentlich".

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #249
Das Swisscom Rumgeeiere hier muss man sich gönnen:
https://www.watson.ch/digital/schweiz/429016140-swisscom-will-die-normalen-abopreise-nicht-senken

Man besteht auf Listenpreise, die "Promotionen" werden aber dauerhaft eingerichtet. 🙄

Zitat:
"«Da liefern wir 200 bis zu 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) je nachdem, wie weit der Anschluss vom Strassenschacht entfernt ist», sagte Rossi. «Das sind Geschwindigkeiten, die man heute als Privathaushalt nicht braucht. Die Werbung von Salt mit 10 Gbit/s ist Marketing. Eine solche Geschwindigkeit kann man heute gar nicht verarbeiten.»"

A.d.R.: doch, letzteres kann man. Die Server dazu fehlen allerdings.

Nur komisch dass sie, als es um den Glasfaserausbau der Städte ging, sie sich mit Gewalt reingedrängt haben?
Und dass gem. Swisscom Forum sie selber das 10Gbit XGS-PON wie bei Salt testen und angetönt haben, dass es möglicherweise auch bei Ihnen angeboten wird? Klingt echt nach "schlechten Verlierern" ...

PeterA1'032 Beiträge
#250
In diesem Video erklärt Swisscom, wieso für einen vierköpfigen Haushalt 56 Mbit/s genügen:

https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/netzausbau-karte-glasfaser.html

(runterscrollen bis "Trainer Marcel erklärt den Netzausbau"

millernet724 Beiträge
#251
Wenn ich Stories wie diese hier lesen muss, dann wird mir Angst und Bange um die digitale Zukunft der Schweiz. Es ist einfach eine Frechheit, wie man aus maroder, veralteter rund längst amortisierter Infrastruktur noch das letzte Quäntchen herausgepresst wird. Solche Freileitungen sind in diversen ländlichen Regionen der Schweiz, auch in Wohnquartieren, leider immer noch Standard. Ich hoffe mit XGS-PON beginnt Swisscom endlich die maroden Kupferleitungen durch Glasfaser zu ersetzen. 

Aber auch im Bereich HFC sieht es schlecht aus. Offenbar ist es möglich, dass nur ein fehlerhaftes Gerät eine ganze Zelle stören kann. Dies ist bei mir in Wauwil (EBL Telecom mit Netzbetreiber UPC) seit mehreren Wochen der Fall und ich hab mit chronischen Unterbrüchen, teils mehrere Minuten am Stück und inakzeptabel hohe Paketverluste von 0.5 % zu kämpfen. UPC sucht aktuell die Nadel im Heuhaufen. Als Kunde wird man nicht informiert und ständig vertröstet. EBL selber ist ebenfalls handlungsunfähig und man wird mit Standardantworten vertröstet. Das ab nächstem Mittwoch DOCSIS 3.1 mit Gigabit-Speed verfügbar sein wird, nützt mir rein gar nichts. Mit DOCSIS 3.1 dürften sich solche Störungen noch wesentlich verheerender Auswirken. 

Fazit: Weder FTTS mit G.fast oder HFC mit DOCSIS sind zukunftsfähig, aller höchstens in der Ausbaustufe FTTB wo das aktive Netzelemente resp. Node direkt im Keller ist. Dann dürften sich Störungen auch einfacher lokalisieren und beheben lassen. Die einzige Zukunftstechnologie ist FTTH, am besten P2P. 

1× hilfreich
millernet724 Beiträge
#252
In diesem Video erklärt Swisscom, wieso für einen vierköpfigen Haushalt 56 Mbit/s genügen:

https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/netzausbau-karte-glasfaser.html

(runterscrollen bis "Trainer Marcel erklärt den Netzausbau"
Trainer Marcel scheint ganz auf digitale Askese und Detox zu setzen. Oder: wie kann ich meine gewurstelte hybride Bastellösung im Hinblick auf 5G fixed wireless (Sunrise) oder DOCSIS 3.1 (UPC & Quickline) noch irgendwie vermarkten. Mit weniger ist mehr und nicht bigger is better? Wenn der Sohn auf einmal ein aktuelles PS- oder Steam-Game mit gegen 50 - 100 Gigabyte herunterladen wird, dann wartet der arme Kerl einfach mal 2 - 4 h bei 54 Mbit/s. Beim nächsten iOS 13 Update der ganzen Familie mit 4 iPhones und 2 iPads dauert der Spass dann auch mehre Stunden bis Tage, vor allem mit dem miserablen Peering von Swisscom. 

PeterA1'032 Beiträge
#253
Zu 5G fixed wireless (Sunrise):

Das lässt sich nun zwar bestellen, ich habe zum Test verschiedene Adressen eingegeben in der Umgebung von mir bekannten Sunrise 5G Antennen.  Das Produkt Internet 5G lässt sich nur im engen Umkreise (bis ca 200m-300m)  einer Antenne überhaupt buchen, ausserhalb bekommt man automatisch VDSL/G.fast.   

1× hilfreich
Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #254
Da (Thema Bandbreite) gibt es eben zwei Sichtweisen, die nicht so wirklich Deckungsgleich sind.

Zum einen beschreibt der Herr ausm Gulli den ganz normalen Tagesablauf ohne Spezialfälle. So gesehen gebe ich ihm Recht, im Alltag spüre ich keinen Unterschied zwischen 50MBit/s oder 10Gig/s. Ich stell mir dann die Frage, ab welcher Geschwindigkeit kann ich auf QoS verzichten? Schliesslich sollen Services durch massiven Up- oder Download nicht gestört werden. Bekommt man alles aus einer Hand kann der Provider das eher steuern als wenn man die Produkte direkt bei Anbietern bucht. Zum Beispiel, wie verhält sich Netflix wenn gleichzeitig ein Backup in die Cloud geladen wird?

Ich für mich würde sagen die Kupferleitungen sind noch lange nicht am Ende. Beim Glas haben wir ja bei 100FX auch nicht aufgehört.

Störung gibt es bei jeder Technologie. Beim GPON war es auch möglich durch ein FTTH Gerät einen ganzen Splitter lahmzulegen. Nur, mit den geeigneten Werkzeugen findet man die Störquelle schnell heraus. Als Spezialist hat man diese natürlich, egal ob Zwirbeldraht, Docsis oder Glas. Gilt hoffentlich auch für UPC.

AndreS658 Beiträge
#255
Fazit: Weder FTTS mit G.fast oder HFC mit DOCSIS sind zukunftsfähig, aller höchstens in der Ausbaustufe FTTB wo das aktive Netzelemente resp. Node direkt im Keller ist. Dann dürften sich Störungen auch einfacher lokalisieren und beheben lassen. Die einzige Zukunftstechnologie ist FTTH, am besten P2P. 
So ist es. Ich warte schon jetzt gespannt auf erste Messwerte zur tatsächlich erreichbaren Bandbreite vom UPC Gigabit-Angebot. Die Bandbreite im Upload wird sowieso noch für lange Zeit knapp bleiben. Von den Stabilitätsproblemen im HFC-Netz brauche ich nichts weiter zu schreiben. Ich für mich habe meine Lektion gelernt und nutze Internet über VDSL2 via FTTS. Der g.fast Ausbau hat hier noch nicht stattgefunden. Die neusten Internet-Boxen werden XG.PON unterstützen. Ich vermute aber, dass davon bis auf weiteres höchstens bestehende FTTH-Kunden profitieren werden können. 

AndreS658 Beiträge
#256
Störung gibt es bei jeder Technologie. Beim GPON war es auch möglich durch ein FTTH Gerät einen ganzen Splitter lahmzulegen. Nur, mit den geeigneten Werkzeugen findet man die Störquelle schnell heraus. Als Spezialist hat man diese natürlich, egal ob Zwirbeldraht, Docsis oder Glas. Gilt hoffentlich auch für UPC.
Bei den HFC-Netzen hat du halt die Problematik, dass ein Teil der Installation nicht dem Anbieter gehört. In unserer Region gehört die ganze Hausinstallation historisch bedingt dem jeweiligen Hauseigentümer. Der Anbieter kann hier nur schwerlich mitbestimmen und problematische Teile renovieren. Generell müsste in die HFC-Netze mehr investiert werden. Stichwort RFoG. 

1× hilfreich
Gelöschtes Mitglied 757
#257
Ja richtig, ganz besonders mühsam wird es dann, wenn die Eigentümerschaft die Installation als genügend betrachtet. Dann muss schon fast der Provider eine neue Installation finanziell übernehmen.

Auch blöd wenn auf FTTH erneuert werden soll und bisher keine Sternverkabelung sondern lediglich kaskadierte Anschlüsse vorhanden sind. So will keiner freiwillig erneuern.

Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #258
Stichwort RFoG
Tja, irgendwann muss man sich von alten Sachen trennen. Wenn schon  FTTH ansteht und in der Wohnung umgebaut werden muss, dann soll auch gleich die Koaxverteilung entsorgt und eine RJ45-Installation erstellt werden. Natürlich gehen dann keine TV-Boxen mehr, die auf DVB-C aufbauen.

millernet724 Beiträge
#259
Störung gibt es bei jeder Technologie. Beim GPON war es auch möglich durch ein FTTH Gerät einen ganzen Splitter lahmzulegen. Nur, mit den geeigneten Werkzeugen findet man die Störquelle schnell heraus. Als Spezialist hat man diese natürlich, egal ob Zwirbeldraht, Docsis oder Glas. Gilt hoffentlich auch für UPC.
Mit dem Unterschied, dass bei PON zwischen OLT und CPE in aller Regel genau 1 Splitter ist. Somit ist die Störungssuche relativ einfach. Bei HFC mit einer verästelten historisch gewachsenen Stern-Baum-Struktur und diversen aktiven und passiven Elementen ist es die Suche der Nadel im Heuhaufen. Vor allem  wenn der Netzbetreiber eher grössere Nodes hat.

magicfriend3'697 Beiträge
#260
Ich habe 103 Mbits netto. Zwei Kids. Die haben neu jedoch fürs Smartphone 4G unlimitiert. Da fällt schon einiges weg. Sonst wird genetflixt, gestreamt und auch downgeloaded. Dieses Wochenende iOS 13 sowie ein Game für den Grösseren mit 100 GByte. Also ganz ehrlich. Das sind Ausnahmen und es ging problemlos. Wer 500 oder gar 1000 Mbits hat, der ist meiner Meinung nach für alles gerüstet. Aber für was genau? Für Downloadzeiten jenseits des Vorstellbaren?

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