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Fiber-Ausbau in der Schweiz

525 Antworten161'520 AufrufeGestartet von tosci ·

CHnuschti753 Beiträge
#221
millernet724 Beiträge
#222
Und Rüschlikon ZH: ^_^

https://www.zsz.ch/horgen/trotz-swisscomprojekt-plant-rueschlikon-eigenes-glasfasernetz/story/14445060
Von solchen Projekten sollte man nie eine grosse Rendite oder einen schnellen ROI erwarten. Es sind langfristige Investitionen in den Service Public. Die gleichen Fragen muss sich das EWZ in Zürich stellen: 

https://www.nzz.ch/wirtschaft/ewz-glasfasernetze-forderungen-nach-rentablem-service-public-ld.1497175

https://www.nzz.ch/wirtschaft/glasfasernetz-rueffel-fuer-das-ewz-wegen-diskriminierenden-preisen-ld.1496978

doom2'266 Beiträge
#223
Da ist der Journi wieder mal dem Marketingsprech der Swisscom auf den Leim gekrochen. FTTx != Glasfaser. Wenn dem so wäre hätten wir schon seitdem die DSLAMs in den Telefonzentralen mit Fiber abgeschlossen wurden „Glasfaser“. Was wäre denn FTTC? Glasfaser+? Und FTTS Glasfaser++, FTTB Glasfaser+++ und FTTH Hyper Glasfaser?

CHnuschti753 Beiträge
#224
https://www.nzz.ch/wirtschaft/ewz-glasfasernetze-forderungen-nach-rentablem-service-public-ld.1497175
?

Der Kommentar Link 1 entspricht (eher indirekt) voll und ganz meiner Meinung. "Städtische/Gemeinde" Glasfasernetze "defizitär" Na und? Eine Alternative gibt es ja nicht. Würde/hätte der Ausbau durch die "Gemeinden" via EWs nicht stattgefunden, wäre gar nichts passiert, und man müsste sich weiterhin mit den "tollen", nach deren Gutdünken ausgebaute Angeboten von Swisscom und UPC begnügen. In vielen Gebieten wo die Marktwirtschaft nicht spielt, muss Vater Staat als Buhmann und Lückenbüsser einspringen eben für den "Service Public". Dieser ist von Natur aus darauf verdammt, anfällig für Defizite zu sein. Es wird andernorts auch viel Steuergeld verlocht, hier scheint es mir von unmittelbaren Nutzen für manchen 0815-Bürger. Auch wenn das Versprechen in den Abstimmungen ein anderes war ...

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CHnuschti753 Beiträge
#225
Hier gibts übrigens den Zwischenbericht an den Gemeinderat Stadt Zürich von der EWZ zum Thema Glasfaser:
https://www.gemeinderat-zuerich.ch/geschaefte/detailansicht-geschaeft?gId=8a30f53f-cae8-4567-b181-2a863d8003d9
Gibt es offenbar nur alle 4 Jahre, der hier ist für 2015-2018.
https://www.gemeinderat-zuerich.ch/Geschaefte/detailansicht-geschaeft/Dokument/c5b274c7-2cbd-400c-bb95-d34e2eaef80e/2019_0285.pdf

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #226
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doom2'266 Beiträge
#227
Ich würde sagen die sollen froh sein kriegen sie Glasfaser, egal auf welchem Weg. Da gibts noch viele die würden FTTH via Freileitung mit Handkuss nehmen. Und Swisscom ist nun halt mal ein "Privatunternehmen", da wirds schwierig mit Vorschriften machen.

millernet724 Beiträge
#228
Glasfaser über Freileitungen ist in vielen Europäischen Ländern (Spanien, Portugal, Großbritannien, Irland, Italien, Osteueropa) aber auch den USA und Südamerika gang und gäbe. Oft wird das Kabel auch einfach entlang der Fassade gezogen. Wir Schweizer sind einfach verwöhnte Bünzlis und jedes Käbelchen muss perfekt in seinem Kabelröhrchen und Schächtchen zugeführt werden. Ich würde eine Freileitungsglasfaser mit Handkuss nehmen. 

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magicfriend3'697 Beiträge
#229
Glasfaser über Freileitungen ist in vielen Europäischen Ländern (Spanien, Portugal, Großbritannien, Irland, Italien, Osteueropa) aber auch den USA und Südamerika gang und gäbe. Oft wird das Kabel auch einfach entlang der Fassade gezogen. Wir Schweizer sind einfach verwöhnte Bünzlis und jedes Käbelchen muss perfekt in seinem Kabelröhrchen und Schächtchen zugeführt werden. Ich würde eine Freileitungsglasfaser mit Handkuss nehmen. 
Dito. Müsste über 3‘500 hinblättern für das Käbelchen im Schächtchen.

Stephan1'261 Beiträge
#230
Glasfaser über Freileitungen ist in vielen Europäischen Ländern (Spanien, Portugal, Großbritannien, Irland, Italien, Osteueropa) aber auch den USA und Südamerika gang und gäbe. Oft wird das Kabel auch einfach entlang der Fassade gezogen. Wir Schweizer sind einfach verwöhnte Bünzlis und jedes Käbelchen muss perfekt in seinem Kabelröhrchen und Schächtchen zugeführt werden. Ich würde eine Freileitungsglasfaser mit Handkuss nehmen. 
In etwa so?
Leitungen GC 1.JPG

Das Foto schoss ich auf Gran Canaria. Ich weiss allerdings nicht genau, was es für Leitungen sind.

millernet724 Beiträge
#231
In etwa so?
Anhang anzeigen 3178

Das Foto schoss ich auf Gran Canaria. Ich weiss allerdings nicht genau, was es für Leitungen sind.
So werden Telefonleitungen in südlichen Ländern montiert. Seit mehreren Jahren auch Glasfaser. Es ist keine Augenweide, hat aber System, ist praktisch und funktional.

032F4B5B-B291-4E45-A197-C1357024B95C.png

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Acid78358 Beiträge
#232
Nope, also dann lieber bünzlig als so ein grusiges Gekable. Allein schon wenn man das BIP dieser Länder mit demjenigen der Schweiz vergleicht, lässt sich wohl getrost sagen: we can afford to do better. 

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #233
Nein, ist es definitiv nicht. Die letzte Meile betreibt ja das jeweilige Partnerunternehmen, die entscheiden selber wie sie in die Zukunft gehen. Es gibt nun ein ganzes Sammelsurium von Technologien. GAW z.B. (Solothurn) baute mit Swisscom zusammen P2P FTTH (OpenAccess). Quickline (Burgdorf) baut P2M (PON) FTTH (nix OpenAccess), andere wechseln gerade auf DoCSIS 3.1 (hab den Artikel gerade nicht zur Hand aber anscheinend kommt Gigabit bei QL auch noch dieses Jahr, aber nicht flächendeckend d.h. gewisse Partner bleiben auf DoCSIS 3.0), andere bleiben auf dem Bestehenden stehen.

Ich lese das eher so dass man die bestehenden Partnerschaften weiterbetreibt (hab mal eine Präsentation gesehen wo es heisst dass Fiber ausgebaut wird, MBB ebenfalls, und Cable nicht). Sunrise baut ihr Netzt momentan auf 3 Säulen: L1 FTTH (wie Fiber7 stellen sie ihre eigene Hardware in die Zentralen und mieten nur dark Fiber), MBB (4G/5G als DSL Alternative in ländlichen Gebieten) und BBCS (je nachdem was verfügbar ist über Fiber oder Kupfer). Es wäre doch noch mal eine ganze Stange Geld nötig um die Cable Infrastruktur auf ein FTTH Modell umzubauen, egal ob nun im P2P oder P2M Verfahren. Tiefbau ist nicht ganz günstig. Natürlich stellt sich dann die Frage was mit dem redundanten Kabelnetzen passieren wird. Vielleicht will QL seinen Footprint ja ausbauen...


Nun, danke für die Erkenntnisse.
 

Es wäre doch noch mal eine ganze Stange Geld nötig um die Cable Infrastruktur auf ein FTTH Modell umzubauen, egal ob nun im P2P oder P2M Verfahren. Tiefbau ist nicht ganz günstig.


Das ist genau die Frage, und ich vermute mal, dass es eben nicht so ganz aufwendig wäre. Equipment ist natürlich nötig, aber wenn es sich weitgehend darauf beschränkte, "nur" Kabel neu zu ziehen, wo (fast) KEINE Gräben erforderlich sind, insbesondere bei der Zuführung zu den einzelnen Gebäuden, wäre das m.E. ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mein Eindruck hier Stadt Zürich, flächig "niedrig" bebaute Rand-Peripherie, mit FTTH war: Es wurden zwar eher weniger, vereinzelte Löcher aufgerissen in den Strassen selbst, alle paar hundert Meter. Offenbar konnte die bestehende EWZ Infrastruktur "voll" benutzt werden. Bei den Gebäudeanschlüssen jedoch waren öfters/mehrheitlich Zugangsgräben zu sehen, der Teil musste offenbar ganz neu verlegt werden. Falls dies ohne möglich wäre bei den Kablern, d.h. die vorhandene (Rohr-)Zugänge weiter benutzt werden können, einfach umgenutzt, wäre das investitionsmässig sicher ein ganzes Stück interessanter/günstiger.

Daher auch die Frage, wie es denn "ausgesehen" hat bei diesem Quickline Umbau.

Der Studer Blog fragt sich BTW auch, ob das Stottern des 5G Ausbaus/Angebots, in Zusammenhang mit dem angekündigten, baldingen Upgrade auf 1GBit der UPC dazu führen könnte, dass der Glasfaser/FTTH Ausbau einen neuen Schub bekommen könnte.
Etwas spekulativ, aber ein Gedanke wert.
https://www.xavierstuder.com/2019/08/upc-va-t-il-relancer-la-pose-de-fibre-optique-avec-son-offre-gigabit/

AndreS658 Beiträge
#234
Ich war diesen Sommer auf den Azoren (Portugal). Dort werden Stromversorgung, Kabel-TV (Koax), Telefon und vereinzelt Glasfaser auf der Fassade montiert. Wobei die Glasfasern wohl vor allem als Zubringer/Node für das Kabel-TV dienen. Schön anzuschauen ist diese Installation nicht. Ich habe in Kanada aber schon schlimmere Installationen gesehen. Das Stromnetz mal aussen vor gelassen, dies beurteile ich in Nordamerika für unsere Verhältnisse sowieso als steinzeitlich. Der Vorteil bei dieser Montageart ist halt, dass man relativ einfach eine neue zusätzliche Leitung anbringen kann. Bei uns in der Schweiz sieht man den Zustand der Leitungen zum Glück nicht. Es gibt noch sehr vieles was in schlechtem Zustand ist und kaum auszuwechseln ist, weil nicht in passenden Rohren oder Schächten verlegt.

Die Gigabit-Offensive von UPC wird die Swisscom mit Sicherheit unter Zugzwang bringen. So wie es auch die Multi-Gigabit-Offensive von Salt getan hat. Immerhin arbeitet die Swisscom ja offenbar (siehe Swisscom-Community) auch an entsprechenden Angeboten auf Basis der XG(S)-PON-Technologie. Die Kupfer-Doppelader ist mit g.fast ausgereizt und kommt nicht in den Gigabit-Bereich. Obwohl man sagen muss, dass UPC auch nur im optimalen Fall überhaupt ein Gigabit/s liefern kann, denn das Kabel-TV-Netz ist nun mal ein Shared-Medium. Ich bin gespannt, auf einen Rollout von XGS-PON ausserhalb der heutigen FTTH-Gebiete...

roman709'245 Beiträge
#235
Das mit dem Kabelgewirr ist in sehr vielen Ländern auf allen Kontinenten so ähnlich.

Kabelgewirr.jpg

doom2'266 Beiträge
#236
Die Kupfer-Doppelader ist mit g.fast ausgereizt und kommt nicht in den Gigabit-Bereich.
Mit XG-Fast steht das bereits in den Startlöchern. Allerdings auf Kabellängen die FTTB quasi voraussetzen. Es wird dann aber spannend zu sehen ob Swisscom mit PON bis in die Wohnung geht oder ob man es bei FTTB bleiben lässt. So wie Swisscom momentan kurzfristigen Profit über langfristigen Ausbau priorisiert, erachte ich es als nicht gegeben dass in Zukunft massiv mehr Wohnungen eine OTO Dose kriegen, aber schauen wir doch was dann ab 2022 wirklich passiert.

derGockel55 Beiträge
#237
[SIZE=11pt]XGS-PON    I am testing.[/SIZE]

millernet724 Beiträge
#238
[SIZE=11pt]XGS-PON    I am [/SIZE]
Bilder oder weitere Details darfst du wohl nicht angeben? Grundsätzlich nutzen ja bereits mehrere tausend Kunden bei Salt XGS-PON.

Bänz146 Beiträge
#239
Im Tessin sind Freileitungen weit verbreitet, da dürfte es niemanden interessieren ob Glas oder Kupfer drin ist. Trotzdem baut Swisscom immer noch neue Kupfer-Freileitungen.

PS; Neulich im Nordkanton:

Telekom testet zehnmal schnelleres FTTH-Verlegeverfahren

CHnuschti753 Beiträge
#240
FTTH lebt! (noch?). Ein interessantes Beispiel gefunden über die News. Mörschwil SG. Scheint das typische Beispiel des Duopols Swisscom/UPC in der Provinz zu sein.
http://www.moerschwil.ch/de/portrait/aktuellesinformationen/welcome.php?action=showinfo&info_id=749615&ls=0&sq=&kategorie_id=&date_from=&date_to=

Kosten 6.6Mio. Die Gemeinde hat gem. Page ca. 1400 Haushalte, mit Geschäften usw. sagen wir 1500.
Macht ca. 4500 CHF (Steuergeld) pro Anschluss, liegt in der Grössenordnung, die auch hier schon genannt wurde. Und UPC scheint nix dagegen zu haben, wenn ihr Netz dabei für lau upgegraded wird.

Die anderweitige Feststellung, dass "nur" ca. die Hälfte der Glasfaseranschlüsse mit Abo belegt ist, wird hier für das St. Gallen Netz bestätigt.
https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/die-zeit-des-glasfaser-quintetts-ist-um-ld.1145959

Und die Meldung hier aus Deutschland legt nahe, dass dabei bei 40-50% auch benutzten Anschlüssen sich der 100%ige Ausbau "lohnt":
https://www.wetterauer-zeitung.de/kreis-giessen/langgoens-ort848766/unternehmen-will-langgoens-flaechendeckend-glasfaser-ausbauen-12973583.html

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