SRG SSR / UKW-Ende am 31.12.2024
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powerzug1'157 Beiträge
Die Existenz des ursprünglichen DAB reicht mehrere Jahre zurück vor seiner offiziellen Einführung in der Schweiz. Und zu dieser Zeit liefen Arbeiten an einer Verbesserung der bestehenden Audio-Codecs.Mein Kollege ist da sehr anspruchsvoll, für ihn ist DAB+ von der Qualität zu wenig gut. Ich persönlich hab da nicht so hohe Anforderungen an die Audioqualität.
Heute kann ich mir nicht vorstellen, was man in Bezug auf die Audioqualität für den Rundfunk noch besser machen könnte.
Er produziert auch Ultra HD Filme gemischt mit Bildern ist immer wieder sehr schön zum ansehen, hat aber mit dem Thema hier nichts zu tun.
Error33332 Beiträge
bearbeitet #82
Zwei Anekdoten zum Thema DAB(+):
Und um die oben erwähnten 20 Jahre etwas zeitlich einzuordnen: Die erste im Fernsehen live übertragene Grossveranstaltung war die Krönung von Queen Elisabeth II. im Jahre 1953. "Nur" 14 Jahre später wurde das Farbfernsehen 1967 eingeführt 😵
- Ich hatte 2005(!) bei einem Gewinnspiel ein DAB-Gerät gewonnen. Als dann der Wechsel zu DAB+ kam, gab es für das Gerät ein Firmwareupdate - das Gerät läuft heute noch. Das sind 20 Jahre!!
- Im Jahr 2018 hatte ich einen Audi S4, Baujahr 2013 (Facelift) gekauft - bewusst eines der Modelle mit DAB+-Radio. 2024 habe ich das Fahrzeug dann wieder verkauft. Nachdem der Autohändler realisiert hat, dass ein originales DAB-Radio verbaut ist, konnte ich den Ankaufspreis praktisch diktieren (5'000 weniger, als ich sechs Jahre zuvor bezahlt hatte 😉).
Und um die oben erwähnten 20 Jahre etwas zeitlich einzuordnen: Die erste im Fernsehen live übertragene Grossveranstaltung war die Krönung von Queen Elisabeth II. im Jahre 1953. "Nur" 14 Jahre später wurde das Farbfernsehen 1967 eingeführt 😵
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Gelöschtes Mitglied 757
oder auch Radiohörer Mühe hat mit der Umstellung auf DAB+, hat wohl auch sonst Probleme im LebenWas soll ich dazu sagen, schon etwas frech. Für mich das klassische Beispiel unserer Wegwerfgesellschaft. Insofern habe ich wohl in der Tat Probleme damit.
Solche Geschichten haben wir doch alle. 2008 waren wir in einem Reka-Feriendorf und jedes Zimmer mit einem neuen Philips DAB Radio ausgestattet. Nur zwei Jahre später waren sämtliche Radios schon wieder verschwunden. Entsorgt weil der Empfang einfach zu schlecht war. Das waren nur gerade zwei Jahre.
Wenn wir beim Radio sind wäre doch die Sprachüberragung ein geeignetere Basis. Die heutige IP-Telefonie setzt noch immer gerne auf den G711 Codec und der wurde 1972 entwickelt, das sind über 50 Jahre.
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Error33332 Beiträge
Wenn 20+ Jahre Übergangsfrist ein Beispiel für eine Wegwerfgesellschaft sein soll, dann ist das halt so.
Ich habe seit den Nullerjahren viele DAB+-Radios angeschaut und immer wieder für Familienmitglieder Geräte beschafft: JEDES konnte/kann nebst DAB+ auch UKW empfangen.
Warum G.711 genutzt werden soll verstehe ich nicht, DAB+ kommt bei besserer Klangqualität mit weniger Bandbreite aus.
Ich habe seit den Nullerjahren viele DAB+-Radios angeschaut und immer wieder für Familienmitglieder Geräte beschafft: JEDES konnte/kann nebst DAB+ auch UKW empfangen.
Warum G.711 genutzt werden soll verstehe ich nicht, DAB+ kommt bei besserer Klangqualität mit weniger Bandbreite aus.
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Dr Heinz335 Beiträge
Was soll ich dazu sagen, schon etwas frech. Für mich das klassische Beispiel unserer Wegwerfgesellschaft.Nonstop Nonsens
merinos240 Beiträge
bearbeitet #86
Mein Kollege ist da sehr anspruchsvoll, für ihn ist DAB+ von der Qualität zu wenig gut. Ich persönlich hab da nicht so hohe Anforderungen an die Audioqualität.
DAB+ ist eine digitale Technologie (Informatik) und keine analoge.
Deshalb muss man richtig denken... Denn je nach Nutzung kann der Klang besser oder schlechter als bei UKW sein.
roman709'245 Beiträge
Die Technologie von DAB+ an sich ist nicht das Problem. Vielmehr, dass halt schon sehr extrem komprimiert wird. Und das höre ich dann auch beim Badzimmerradio gut (obwohl ich mir das dort trotzdem antue). Die Gründe für die starke Komprimierung? Kosten!. Bandbreite kostet und ist pro Mux halt nur beschränkt vorhanden.
creep2'589 Beiträge
Die Technologie von DAB+ an sich ist nicht das Problem. Vielmehr, dass halt schon sehr extrem komprimiert wird. Und das höre ich dann auch beim Badzimmerradio gut (obwohl ich mir das dort trotzdem antue). Die Gründe für die starke Komprimierung? Kosten!. Bandbreite kostet und ist pro Mux halt nur beschränkt vorhanden.DAB+ tönt aber für mich immer noch besser als das UKW-Gerausch.
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Error33332 Beiträge
Ich hätte auch lieber weniger stark komorimiertes DAB+ und dafür den einen oder anderen Sender weniger. Aber ich werde mich diesbezüglich sicher nicht beschweren und Musik - da kommt's auf die Qualität ja an - lokal oder über die entsprechenden Streaminganbieter hören. Diesen Kompromiss empfinde ich als sehr vertretbar.
frantic2'985 Beiträge
Offenbar komplett vergessen gegangen: 🤷♀️
Es gab noch DSR (Digitales Satelliten Radio) in der CH unter "DigitSuperRadio" vermarktet. Ca. 1991 - 2003.
Das wurde als qualitativ hochwertige, weil unkomprimierte, UKW Alternative angeboten.
DSR = 16 Bit / 32 kHz
CD = 16 Bit / 44,1 kHz
DAT = 16 Bit / 48 kHz.
Mein Vater hatte noch so ein Teil am Breitband Kabel angeschlossen. Es gab eine gute Auswahl Sender in toller Qualität.
Wikipedia: Digitales Satellitenradio
Es gab noch DSR (Digitales Satelliten Radio) in der CH unter "DigitSuperRadio" vermarktet. Ca. 1991 - 2003.
Das wurde als qualitativ hochwertige, weil unkomprimierte, UKW Alternative angeboten.
DSR = 16 Bit / 32 kHz
CD = 16 Bit / 44,1 kHz
DAT = 16 Bit / 48 kHz.
Mein Vater hatte noch so ein Teil am Breitband Kabel angeschlossen. Es gab eine gute Auswahl Sender in toller Qualität.
Wikipedia: Digitales Satellitenradio
Error33332 Beiträge
Die Tonqualität vom Nachfolger von DSR, also DVB-C Radio, war/ist ja auch ganz ok. Mit heute Glasfaser könnten all die Radiostationen problemlos in vernünftiger Qualität empfangen werden, die Stationen liefer aber wohl kein gutes Signal mehr.
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Wrzlbrnft2'742 Beiträge
DSR… hätte ich sehr gerne gehabt, war lange Jahre die einzige Möglichkeit, FM4 vom ORF ausserhalb der Ostschweiz ohne - damals noch teure - DVB-S-Anlage empfangen zu können. Wurde im Cablecom-Netz leider viel zu früh eingestellt.
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Gelöschtes Mitglied 757
Wenn 20+ Jahre Übergangsfrist ein Beispiel für eine Wegwerfgesellschaft sein soll, dann ist das halt so.Ich will damit nicht sagen, dass die Wegwerfgesellschaft durch eine Zeitspanne zu definieren ist, sondern dass wir es als total selbstverständlich sehen funktionierende Geräte zu entsorgen. Dabei geht es jetzt nicht um das neu erworbene oder gewonnene Gerät, sondern dass wir in den meisten Fällen noch funktionierende Geräte zuvor entsorgen. Wir argumentieren doch meist mit unserer Entwicklung, Marktdruck und sonstigem Blahblah - vieles mag für das menschengemachte System gelten, doch dieses System befindet sich in einem endlichen, natürlichen System und dieses läuft nach anderen Regeln.
Das klingt jetzt sicher etwas pampig, aber wenn man sich den Haufen UKW-Radios, daneben die Ohne-Win11-Support-Rechner und als nächstes die FastFashion-Müllhalde vorstellen versucht, dann ist es eben doch eine Wegwerfgesellschaft.
Nonstop NonsensGrosser Beitrag
DAB+ tönt aber für mich immer noch besser als das UKW-Gerausch.Kann ich nicht mal beurteilen, aber wäre sicher mal ein guter Versuch das parallel auszubauen. Allerdings ist für mich die Referenz UKW übers Kabel. Geht ja schliesslich um die Qualität des Nutzsignals und nicht der Störung. Über die Luft haben beide Ansätze ihre Aussetzer.
Error33332 Beiträge
Kann ich nicht mal beurteilen, aber wäre sicher mal ein guter Versuch das parallel auszubauen.Hä, genau das wurde ja jetzt über 20 Jahre lang gemacht?! Wer wollte, konnte sich einen Eindruck verschaffen.
Das klingt jetzt sicher etwas pampig, aber wenn man sich den Haufen UKW-Radios, daneben die Ohne-Win11-Support-Rechner und als nächstes die FastFashion-Müllhalde vorstellen versucht, dann ist es eben doch eine Wegwerfgesellschaft.Bei den "Ohne-Win11-Support-Rechnern" und der Mode bin ich zu 100% bei Dir, das ist ein Problem für unsere Gesellschaft.
Ein Beitrag zum Thema Energiebilanz der UKW-Abschaltung: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20213672. Alleine die SRG erzielt Energieeinsparung von rund 40 Millionen kWh pro Jahr - bei einem angenommenen Energiepreis von 20 Rappen pro kWH sind das CHF 8'000'000/Jahr, nur für den Strom für die UKW-Sender!
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Markus1'750 Beiträge
Es gab noch DSR (Digitales Satelliten Radio) in der CH unter "DigitSuperRadio" vermarktet. Ca. 1991 - 2003.Da wurde digital unkomprimiert gesendet. Dann kam das ADR wo auf analogen TV-Programmplätzen Radioprogramme digital komprimiert in den Tonspuren gesendet wurden. Schliesslich dann DAB und DAB+.
Gruss Markus
Gelöschtes Mitglied 757
Hä, genau das wurde ja jetzt über 20 Jahre lang gemacht?! Wer wollte, konnte sich einen Eindruck verschaffen.Ich rede doch von mir. Ich kauf doch keine neue Hardware wenn ich eine funktionierende Lösung habe. DAB oder DAB+ hat einfach nie dazu gehört.
Und wenn diese neben UKW noch Streaming kann, dann wird nach UKW eben die IP-Basis verwendet. Der Energieverbrauch der Sender ist natürlich eines Hauptargumente für die Umstellung. Inzwischen wären auch die Clients etwas sparsamer - wenn da nicht auf Streaming gewechselt wird. Da sieht es leider ganz anders aus.
Im Auto das Gleiche, wo UKW nicht mehr geht wird eben gestreamt. Für die SRG interessiert natürlich primär die eigenen Stationen, uns sollte mehr das Gesamtbild interessieren. Dabei interessiert es auch nicht was der theoretische Nachfolger von UKW wäre sondern was schlussendlich eingesetzt wird.
Dr Heinz335 Beiträge
Es gibt auch Leute, die fahren immer noch mit dem Pferdegespann zur Arbeit... Vuel Spass noch beim Jammern über Fortschritt und Technik.
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Wrzlbrnft2'742 Beiträge
Das Gesamtbild sieht bei mir so aus, als dass eigentlich bis auf 45 tägliche Minuten "Echo der Zeit" für mich überhaupt nichts Schlaues auf Schweizer UKW-Quellen kam, ausser vielleicht in der Romandie oder ganz wenigen nur extrem lokal empfangbaren Unikom-Radios. Mit den ganzen gesichtslosen Weichspülwohlfühlsülz-Wellen der Deutschschweizer Radiowelt konnte ich nie was anfangen. Da sagt mir das DAB+-Angebot doch wesentlich mehr zu und ich sehe keinen Grund, warum ich ein reines UKW-Radio behalten sollte, wenn dort drauf ohnehin nichts Interessantes zu hören ist.
marchi816 Beiträge
Wenn ich sehe, für welchen Preis man sich heutzutage einen billigen Screen aus China im Auto installieren und damit Android Auto oder Apple Carplay benutzen kann, stelle ich mir die Frage, wie lange man DAB+ überhaupt betreiben wird....mit den x.tausenden gratis Radiosendern ohne Gequatsche wird jeder seinen Sender finden, wenn er nicht auf Spotify oder ähnlichem ist.
Gelöschtes Mitglied 757
Vuel Spass noch beim Jammern über Fortschritt und Technik.Vielleicht gehen wir ja doch als dümmste Generation in die Geschichte ein.
Screen aus China im Auto installieren und damit Android Auto oder Apple Carplay benutzen kannIn der Tat sehe ich sowas auch eher als Nachfolger in meinem Auto. Im Gegensatz zu DAB+ länderunabhängig verfügbar. Wobei die Softwareabhängigkeit schnell mal zur Sollbruchstelle resultieren kann, wenn ein Betreiber oder Hersteller keinen Sinn mehr sieht oder einen Nachfolger pushen möchte. Solange Bluetooth die funktionierende Schnittstelle ist wird es wohl dabei bleiben.
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