Runter mit den Gebühren!
435 Antworten81'026 AufrufeGestartet von sasso ·
hume131'328 Beiträge
- wie erwähnt neu definition service public. in erster linie finanzielle auftrennung von purer unterhaltung und service public relevanten sendungen auf sendern der SRG SSR (dürfen weiter ausgestrahlt werden aber privat-wirtschaftlich finanziert). in wie fern man auch in die "grauzone" (sport, dokumentationen, etc.) eingreift muss man auf politischer ebene diskutieren.Also ehrlich gesagt: Schwachsinn. Soll ich mit meinen Gebührengeldern nur noch service public und keine Unterhaltung mehr bekommen? Ich finde den Mix von Information und Unterhaltung absolut ok und ich bin bereit dafür zu zahlen.
Wie man die Gebühren einzieht, darüber kann man diskutieren. Auch ich bin der Meinung dass die Billag abgeschafft gehört. Kostet nur und bringt niemandem was. Wenn alle zahlen müssten, kämen wir wohl besser weg.
Küde191 Beiträge
Wie Snowman sehe ich das Internet auch nicht als Alternative zum heutigen Fernsehen. Ausserdem werden mit dem TV nach wie vor am meisten Leute erreicht, deshalb macht es auch kein Sinn wenn man Teile des "Service publique" ins Internet verschiebt oder ähnliches.
Wie die (unterdessen wieder sachliche) Diskussion hier zeigt, gibt es fast keine mehrheitsfähige Lösung, die alle zufrieden stellt. Es bringt deshalb wahrscheinlich auch nichts, wenn man jetzt krampfhaft versucht streng nach Gesetz das ganze SF zu zerrupfen und aufzuteilen in "service publique" und "nicht service publique". Ebenso wenig halte ich von Ideen, den ganzen Sport ausschliesslich als PayTV anzubieten. Z.B. in Deutschland und Österreich würde auch niemand auf diese Idee kommen, aus gutem Grund. Bei nationalem Fussball/Eishockey funktionert das, da SF ja auch früher nicht mehr als ein paar wenige Spiele pro Jahr live übertragen hat.
Natürlich hört man die Stammtisch-Helden, Nörgler und Weltversteher immer am lautesten Schreien. Aber wenn all diese (zum Teil unrealistischen) Szenarien umgesetzt würden... erst dann hätte man einen wirklichen Volksaufstand, dagegen ist das Theater jetzt ein laues Lüftchen. Das Hauptproblem ist schlicht und einfach das egoistische Denken einiger Leute. Jeder versteht etwas anderes unter Service publique und zählt einfach das dazu was ihm passt. Deshalb wird das SF auch weiterhin nur funktionieren mit einem vernünftigen Mix, wo das "Service publique"-Programm halt auch mal mit einem Spielfilm, Sportereignis oder einer Sendung im Unterhaltungsbereich ergänzt wird.
Schliesslich gibt es auch in keinem anderen vergleichbaren europäischen Land einen Sender, der ausschliesslich Service publique im engsten Sinne sendet.
Wie die (unterdessen wieder sachliche) Diskussion hier zeigt, gibt es fast keine mehrheitsfähige Lösung, die alle zufrieden stellt. Es bringt deshalb wahrscheinlich auch nichts, wenn man jetzt krampfhaft versucht streng nach Gesetz das ganze SF zu zerrupfen und aufzuteilen in "service publique" und "nicht service publique". Ebenso wenig halte ich von Ideen, den ganzen Sport ausschliesslich als PayTV anzubieten. Z.B. in Deutschland und Österreich würde auch niemand auf diese Idee kommen, aus gutem Grund. Bei nationalem Fussball/Eishockey funktionert das, da SF ja auch früher nicht mehr als ein paar wenige Spiele pro Jahr live übertragen hat.
Natürlich hört man die Stammtisch-Helden, Nörgler und Weltversteher immer am lautesten Schreien. Aber wenn all diese (zum Teil unrealistischen) Szenarien umgesetzt würden... erst dann hätte man einen wirklichen Volksaufstand, dagegen ist das Theater jetzt ein laues Lüftchen. Das Hauptproblem ist schlicht und einfach das egoistische Denken einiger Leute. Jeder versteht etwas anderes unter Service publique und zählt einfach das dazu was ihm passt. Deshalb wird das SF auch weiterhin nur funktionieren mit einem vernünftigen Mix, wo das "Service publique"-Programm halt auch mal mit einem Spielfilm, Sportereignis oder einer Sendung im Unterhaltungsbereich ergänzt wird.
Schliesslich gibt es auch in keinem anderen vergleichbaren europäischen Land einen Sender, der ausschliesslich Service publique im engsten Sinne sendet.
Snowman410'415 Beiträge
Ich kann mich dem Beitrag von Küde voll anschliessen.
hume131'328 Beiträge
Ich kann mich dem Beitrag von Küde voll anschliessen.Dito.
boiler196 Beiträge
"um doppelspurigkeiten und kosten des inkasso zu beseitigen sollte dies ein flacher beitrag sein welcher im zuge der steuern eingezogen wird.
ich könnte auch mit einem kompromiss leben... wäre schon zufrieden wenn man wenigstens das overhead-geschwür billag auflöst. alleine eine umstellung der rechnungsstellung bringt schon millionen. einen einfachen kopf-betrag für alle steuerpflichtigen über die steuern eintreiben würde wohl soviel sparen, dass man selbst mit der hälfte des geldes pro kopf weiterhin formel 1, fussball-wm und lost finanzieren kann."
Dem ist nicht so. Würden die Gebühren über die Steuern eingezogen, so käme das wesentlich teurer, als mit einer zentralen Eintreibung der Gebühren. Ob das nun die Firma Billag ist oder eine andere Firma, ist nicht relevant.
Das ist ein Irrtum, welcher von gewissen Politikern in den Medien los getreten wurde.
ich könnte auch mit einem kompromiss leben... wäre schon zufrieden wenn man wenigstens das overhead-geschwür billag auflöst. alleine eine umstellung der rechnungsstellung bringt schon millionen. einen einfachen kopf-betrag für alle steuerpflichtigen über die steuern eintreiben würde wohl soviel sparen, dass man selbst mit der hälfte des geldes pro kopf weiterhin formel 1, fussball-wm und lost finanzieren kann."
Dem ist nicht so. Würden die Gebühren über die Steuern eingezogen, so käme das wesentlich teurer, als mit einer zentralen Eintreibung der Gebühren. Ob das nun die Firma Billag ist oder eine andere Firma, ist nicht relevant.
Das ist ein Irrtum, welcher von gewissen Politikern in den Medien los getreten wurde.
h0munkulus42 Beiträge
bearbeitet #66
[...]Dem ist nicht so. Würden die Gebühren über die Steuern eingezogen, so käme das wesentlich teurer, als mit einer zentralen Eintreibung der Gebühren. Ob das nun die Firma Billag ist oder eine andere Firma, ist nicht relevant.dafür hätte ich gerne eine quelle, oder zumindest eine begründung.
Das ist ein Irrtum, welcher von gewissen Politikern in den Medien los getreten wurde.
fakt ist, billag ändert etwas an der rechnungsstellung und dies bringt bereits einen millionen überschuss. dies zeigt deutlich wie viel "overhead" bei billag existiert.
fakt ist, billag hat eine eigene adressen-verwaltung und muss mutationen (umzüge, neubauten, etc.) selber verwalten.
fakt ist, billag überprüft ob leute beitragspflichtig sind. diese überprüfung kostet personal und geld.
fakt ist, mit den steuern werden heute schon gelder eingezogen welche nicht vom staat selbst verwendet werden (z.B. kirchen-abgaben).
und nochmal zum service public grundsatz. natürlich ist was wir heute haben eine "praktische" lösung. sie passt den meisten, steht in internationalem verhältniss (wenn auch teurer) und ist deshalb im moment sicher aus demokratischer sicht in ordnung.
ich denke nicht, dass eine grössere änderung mehrheitsfähig wäre. aber rein vom gerechtigkeits standpunkt wäre es imho schon wichtig, dass man zumindest mit blick auf die zukunft das thema "service public" in bezug auf "telekommunikations-medien" mal wieder politisch diskutiert.
boiler196 Beiträge
Der Bundesrat hat die Frage der Erhebung der RTV-Gebühren durch die Kantone
zusammen mit der direkten Bundessteuer untersucht. Der Bericht zeigt, dass die Kosten drei- bis viermal höher wären als bei zentraler Erhebung. Eine zentrale, spezialisierte Erhebungsstelle ist deutlich effizienter und günstiger als eine dezentrale Lösung, etwa mit den 26 Kantonen.
Zudem zahlen 30% der Bevölkerung keine Bundessteuer. Für die übrigen 70% müssten die RTV-Gebühren also deutlich erhöht werden.
SRG-Gebühren: Keine Alternative zur Billag in Sicht - News Wirtschaft: Unternehmen - bazonline.ch
«TV-Gebühren würden nicht billiger» - Schweiz: Standard - bernerzeitung.ch
zusammen mit der direkten Bundessteuer untersucht. Der Bericht zeigt, dass die Kosten drei- bis viermal höher wären als bei zentraler Erhebung. Eine zentrale, spezialisierte Erhebungsstelle ist deutlich effizienter und günstiger als eine dezentrale Lösung, etwa mit den 26 Kantonen.
Zudem zahlen 30% der Bevölkerung keine Bundessteuer. Für die übrigen 70% müssten die RTV-Gebühren also deutlich erhöht werden.
SRG-Gebühren: Keine Alternative zur Billag in Sicht - News Wirtschaft: Unternehmen - bazonline.ch
«TV-Gebühren würden nicht billiger» - Schweiz: Standard - bernerzeitung.ch
h0munkulus42 Beiträge
danke für die links.
so wie ich das sehe wurde dort allerdings die situation angeschaut dass die kantone die gebühren gesondert verwalten müssten. dies wäre wirklich keine verbesserung.
ich kann mir nicht vorstellen, dass man das nicht effizienter lösen kann. aber dafür habe ich zu wenig kenntniss von der materie.
ich frage mich dann allerdings wieso wir es verantworten können die krichensteuer über die steuererklärung abzuhandeln. dort muss der aufwand und die notwendigen abklärungen noch um ein vielfaches komplexer sein... aber das ist ein anderes thema /emoticons/default_smile.png.
so wie ich das sehe wurde dort allerdings die situation angeschaut dass die kantone die gebühren gesondert verwalten müssten. dies wäre wirklich keine verbesserung.
ich kann mir nicht vorstellen, dass man das nicht effizienter lösen kann. aber dafür habe ich zu wenig kenntniss von der materie.
ich frage mich dann allerdings wieso wir es verantworten können die krichensteuer über die steuererklärung abzuhandeln. dort muss der aufwand und die notwendigen abklärungen noch um ein vielfaches komplexer sein... aber das ist ein anderes thema /emoticons/default_smile.png.
dakis1'007 Beiträge
Ja, und weil du keine Kindre hast, zahlst du keine Steuern für die Schule. Und weil bei dir nicht eingebrochen wird, gibts kein Geld mehr für die Polizei; weils soweiso kein Krieg gibt, nix fürs Militär und weil du nie krank wirst, auch keine Krankenkasse mehr....1. War ich selber in der Schule (und zwar ziemlich lange). Zudem habe ich ein grosses Interesse daran, dass meine Mitmenschen nicht dumm aufwachsen
Entweder du profitierst von einem Wohlfahrtsstaat und zahlst brav, oder du möchtes gerne in Anarchie leben: dann empfehle ich dir aktuell Somalia, da hat der Staat nix zu sagen und die Mafia alles.
Robi
2. wurde bei mir schon eingebrochen
3. Das Militär halte ich für überflüssig wie einen Kropf, und da bin ich nicht der einzige
4. kriege ich von der Krankenkasse eine direkte Gegenleistung
Deine gesamte Argumentation hinkt leider - alle von Dir genannten Punkte sind (oder bei der Armee: waren) essentiell für den Staat. Das schweizer Fernsehen mit dem Samschtigjass, den Skirennen, den Fussballspielen etc. etc. ist es nicht, ebensowenig Tele Diessenhofen oder Regionalfernsehen Steckborn. Im Gegenteil: TV ist Luxus. Ich bezahle mit meinen Gebühren den Luxus und die Hobbies anderer. In der Schweiz hängt man hier offenbar den Sozialstaat raus, während man den Behinderten die IV kürzt und die stärkste Partei sich massivst gegen den Sozialstaat stemmt.
conny_keller319 Beiträge
Musste mich gerade vorhin über die Billag ärgern. Habe am 17. Dezember den Online Auftrag bei Billag gestellt, dass ich weiterhin die Dreimonatsrechnung haben möchte. Habe auch gleich die Bestätigung bekommen, die ich mir ausgedruckt habe. Und somit war die Sache für mich erledigt. Heute habe ich die Einmonats Rechnung von 40.55 Fr. erhalten. Ich dachte, ich seh nicht richtig. Habe die Nummer auf der Rechnung angerufen, und musste dauernd irgendwelche Zahlen auf der Telefontastatur drücken, bis die ganze Umstellung auf Dreimonatsrechnung jetzt endlich registriert war.
Ich frage mich eigentlich, für was die Billag auf der Homepage die Einrichtung gemacht hat, um die Umstellung online zu machen, wenn es nachher doch nicht funktioniert, und man alles nochmals doppelt machen muss.
Ich frage mich eigentlich, für was die Billag auf der Homepage die Einrichtung gemacht hat, um die Umstellung online zu machen, wenn es nachher doch nicht funktioniert, und man alles nochmals doppelt machen muss.
robi6'764 Beiträge
alle von Dir genannten Punkte sind (oder bei der Armee: waren) essentiell für den Staat. Das schweizer Fernsehen mit dem Samschtigjass, den Skirennen, den Fussballspielen etc. etc. ist es nicht, ...Da sind wir eben nicht gleicher Meinung. Das Beispiel Italien zeigt, wie essentiell die Medien (und vor allem wirtschaftlich unabhängige Medien) für einen funktionierenden Staat sind. Ebenso sind vor allem im Sozialstaat die Berücksichtigung der Minderheiten essentiell. Das wird allgemein unter dem Begriff "service public" verstanden. Wie weit der geht kann IMO diskutiert werden, aber nicht ob er notwendig ist.
Robi
dakis1'007 Beiträge
Da sind wir eben nicht gleicher Meinung. Das Beispiel Italien zeigt, wie essentiell die Medien (und vor allem wirtschaftlich unabhängige Medien) für einen funktionierenden Staat sind. Ebenso sind vor allem im Sozialstaat die Berücksichtigung der Minderheiten essentiell. Das wird allgemein unter dem Begriff "service public" verstanden. Wie weit der geht kann IMO diskutiert werden, aber nicht ob er notwendig ist.wobei man sich gerade hier die Frage stellen muss, ob ein Staatsfernsehen wirklich unabhängig sein kann. SF fährt die Richtung der Regierung. Und da diese Ende Jahr einen drastischen Rechtsrutsch durchmachen wird, dürfte auch SF mittelfristig ganz anders aussehen als heute. Käme unser Modell in Italien zum Einsatz, sähe es dort in der Medienlandschaft noch viel übler aus.
Robi
Snowman410'415 Beiträge
wobei man sich gerade hier die Frage stellen muss, ob ein Staatsfernsehen wirklich unabhängig sein kann. SF fährt die Richtung der Regierung. Und da diese Ende Jahr einen drastischen Rechtsrutsch durchmachen wird, dürfte auch SF mittelfristig ganz anders aussehen als heute. Käme unser Modell in Italien zum Einsatz, sähe es dort in der Medienlandschaft noch viel übler aus.Du meinst in "Heil Schweiz" abtrifftet.
smid12'144 Beiträge
Vielleicht gibts dann für diese Leute mit SF Stammtisch einen eigenen Spartensender.
dakis1'007 Beiträge
Vielleicht gibts dann für diese Leute mit SF Stammtisch einen eigenen Spartensender.Man könnte ja aus SF2 das "Patriot TV" machen.
boiler196 Beiträge
smid12'144 Beiträge
Die Kommentare sind mal wieder peinlich auf Blick.
Ich glaub wir können bald auch eine Tea Party in der Schweiz machen.
Ich glaub wir können bald auch eine Tea Party in der Schweiz machen.
robi6'764 Beiträge
Extreme rechtslastigkeit mit allen seinen populistischen Auswüchsen ist der weltweite Megatrend im Moment. Aber das werden wir auch überleben, genau so wie die extreme Linkslastigkeit in den 60ern und 70ern und die intellektuell politische Absenz der 80er und 90er 🙂
Robi
Robi
Snowman410'415 Beiträge
Wobei ich die Rechtspartei SVP als gefährlicher ansehe, als damals die Linken.
smid12'144 Beiträge
Das hat nicht viel mit Links/Rechts zu tun.
Der Gedanke "SF soll Premium zeigen aber kostenlos sein" zieht sich durch alle Parteien.
Wie ich schon sagte. Die Schweizer scheinen einfach die TV-Realität nicht kennen zu wollen /emoticons/default_smile.png
Der Gedanke "SF soll Premium zeigen aber kostenlos sein" zieht sich durch alle Parteien.
Wie ich schon sagte. Die Schweizer scheinen einfach die TV-Realität nicht kennen zu wollen /emoticons/default_smile.png
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