Runter mit den Gebühren!
435 Antworten81'026 AufrufeGestartet von sasso ·
Snowman410'415 Beiträge
Nenee, die Gebühren gehören angehoben - und zwar für jene, die SF und die Lokalsender schauen. Für diejenigen (wie mich), die schon seit Jahren kein CH-TV mehr konsumieren, gehören die Gebühren abgeschafft. Habe echt keine Lust mehr, den Grosis den Samschtigjass zu finanzieren.So geht das nun auch wieder nicht, sonst musst du Auswandern.
robi6'764 Beiträge
Nenee, die Gebühren gehören angehoben - und zwar für jene, die SF und die Lokalsender schauen. Für diejenigen (wie mich), die schon seit Jahren kein CH-TV mehr konsumieren, gehören die Gebühren abgeschafft. Habe echt keine Lust mehr, den Grosis den Samschtigjass zu finanzieren.Ja, und weil du keine Kindre hast, zahlst du keine Steuern für die Schule. Und weil bei dir nicht eingebrochen wird, gibts kein Geld mehr für die Polizei; weils soweiso kein Krieg gibt, nix fürs Militär und weil du nie krank wirst, auch keine Krankenkasse mehr....
Entweder du profitierst von einem Wohlfahrtsstaat und zahlst brav, oder du möchtes gerne in Anarchie leben: dann empfehle ich dir aktuell Somalia, da hat der Staat nix zu sagen und die Mafia alles.
Robi
h0munkulus42 Beiträge
Ich glaube eine Diskussion über Billag und TV-Gebühren hat schon Ihre Berechtigung.
Ich glaube in einem Land welches die direkte Demokratie lebt ist ein starker und unabhängiger Staatsender Pflicht. Der "Service Public" ist denke ich definitiv berechtigt und notwendig. Allerdings sind wir in einer Zeit des Umbruchs was die Unterhaltung angeht. Radio und Fernsehen haben starke Konkurenz bekommen.
In wie fern können wir es noch rechtfertigen, dass mit Steuergeldern Radio und TV Unterhaltung finanziert wird? Mit welcher Begründung können wir "Giacobbo / Müller" bezahlen, aber mein Nachbar der einen super Satire-Youtube Channel hat bekommt keine unterstützung? Wieso werden Steuergelder aufgewendet für "Glanz und Gloria" während wir im Internet Zahlreiche Promi und Modeblogs haben mit aktuelleren und interessanteren Infos? Wieso bezahlt SF für die Sende-Rechte von "Greys Anatomie" und ich muss mir die DVDs von "The Wire" kaufen?
Ich finde eine Grundsatz-Diskussion über staatlich unterstütze Radio und TV Unterhaltung wäre sicherlich angebracht! Ich persönlich fände eine Lösung in welcher das SF ihr Unterhaltungsangebot wirtschaftlich durch Werbung/etc. finanzieren muss, aber weiterhin Geld für "Service Public" inhalte bekommt fair und notwendig. SF sollte weiterhin Werbung zwischen/während "Service Public" Sendungen austrahlen dürfen (allerdings limitiert, die heutige regelung kann übernommen werden). Während den Unterhaltungsfenstern ist das SF dann frei auch mehr Werbung zu schalten.
Natürlich müsste dann genauer definiert werden was wirklich in "Service Public" gehört. Für mich gehört da relativ viel rein. Sportevents in der Schweiz/mit Schweizer beteiligung sind sicher noch dabei, auch produktion von Dokumentationen/Reportagen über Bildungsrelevante Themen, etc. Aber schmalspurkost von koch-sendungen über gewinnspiele bis zu hollywood imports nicht mehr!
Ich glaube in einem Land welches die direkte Demokratie lebt ist ein starker und unabhängiger Staatsender Pflicht. Der "Service Public" ist denke ich definitiv berechtigt und notwendig. Allerdings sind wir in einer Zeit des Umbruchs was die Unterhaltung angeht. Radio und Fernsehen haben starke Konkurenz bekommen.
In wie fern können wir es noch rechtfertigen, dass mit Steuergeldern Radio und TV Unterhaltung finanziert wird? Mit welcher Begründung können wir "Giacobbo / Müller" bezahlen, aber mein Nachbar der einen super Satire-Youtube Channel hat bekommt keine unterstützung? Wieso werden Steuergelder aufgewendet für "Glanz und Gloria" während wir im Internet Zahlreiche Promi und Modeblogs haben mit aktuelleren und interessanteren Infos? Wieso bezahlt SF für die Sende-Rechte von "Greys Anatomie" und ich muss mir die DVDs von "The Wire" kaufen?
Ich finde eine Grundsatz-Diskussion über staatlich unterstütze Radio und TV Unterhaltung wäre sicherlich angebracht! Ich persönlich fände eine Lösung in welcher das SF ihr Unterhaltungsangebot wirtschaftlich durch Werbung/etc. finanzieren muss, aber weiterhin Geld für "Service Public" inhalte bekommt fair und notwendig. SF sollte weiterhin Werbung zwischen/während "Service Public" Sendungen austrahlen dürfen (allerdings limitiert, die heutige regelung kann übernommen werden). Während den Unterhaltungsfenstern ist das SF dann frei auch mehr Werbung zu schalten.
Natürlich müsste dann genauer definiert werden was wirklich in "Service Public" gehört. Für mich gehört da relativ viel rein. Sportevents in der Schweiz/mit Schweizer beteiligung sind sicher noch dabei, auch produktion von Dokumentationen/Reportagen über Bildungsrelevante Themen, etc. Aber schmalspurkost von koch-sendungen über gewinnspiele bis zu hollywood imports nicht mehr!
anykey5'528 Beiträge
Sportevents in der Schweiz/mit Schweizer beteiligung sind sicher noch dabeiDann müsste man Quantum of Solace, Cargo und alle anderen Filme mit irgendeiner Schweizer Beteiligung genau gleich auch zeigen. Und gerade die Sportevents gehören zum teuersten am ganzen TV.
Snowman410'415 Beiträge
Nein, von Werbung haben wir die Nase voll und brauchen nicht noch mehr in Spielfilmen am Abend.
Was du so begeisternd vom Internet erzählst gilt für Junge Leute, aber noch lange nicht für alle, mich kannst damit nicht begeistern.
Was Service Public ist, ist gerade der Knackpunkt. Wieso gehören Sportevents mit Schweizer beteiligung dazu, vielen Leuten geht doch Fussball u.s.w. am Arsch vorbei.
Was du so begeisternd vom Internet erzählst gilt für Junge Leute, aber noch lange nicht für alle, mich kannst damit nicht begeistern.
Was Service Public ist, ist gerade der Knackpunkt. Wieso gehören Sportevents mit Schweizer beteiligung dazu, vielen Leuten geht doch Fussball u.s.w. am Arsch vorbei.
h0munkulus42 Beiträge
bearbeitet #46
Dann müsste man Quantum of Solace, Cargo und alle anderen Filme mit irgendeiner Schweizer Beteiligung genau gleich auch zeigen. Und gerade die Sportevents gehören zum teuersten am ganzen TV.wir haben ein bundesdepartement für Bevölkerungsschutz und Sport. Obwohl in der Kulturförderung auch Filme z.T. unterstützt werden ist dies in keiner weise vergleichbar mit der bedeutung von Sport für die Bevölkerung.
Ausserdem müssen Schweizerinnen und Schweizer im politischen Prozess auch über Vorlagen Abstimmen welche klaren bezug zum Sport haben national wie regional (Stadien, Events, etc.).
man könnte unter umständen das ganze auf events auf schweizer boden begrenzen. Aber Sport ist klar Teil der politischen Struktur unserer Gesellschaft und dadurch sogar noch eher Service Public als eher kulturell/bildungsrelevante Sendungen wie "Sternstunde Philosophie".
Snowman410'415 Beiträge
Klar haben wird das, aber es gibt einen grossen Teil der Bevölkerung die interessieren sich kaum für Sport.
h0munkulus42 Beiträge
Klar haben wird das, aber es gibt einen grossen Teil der Bevölkerung die interessieren sich kaum für Sport.bei service public geht es ja auch nicht um "interesse". sondern um relevante informationen unabhängig aufzuarbeiten.
reine unterhaltungssendungen, game-shows, koch-shows, spielfilme, serien, etc. sind geschmacksache. haben nichts mit dem politischen diskurs zu tun und sind anderweitig verfügbar. es ist nicht die aufgabe der steuerzahler einen werbe-freien indiana jones abend zu finanzieren. da kann sich der spielfilm fan die DVD's kaufen.
Auch wenn mir das Eidgenössische Schwing und Älperfest als auch das Lauberhorn rennen am Arsch vorbei gehen muss ich als Bürger klar eingestehen, dass diese Events einerseits nicht anderweitig verfügbar sind (selbst andere sender beziehen bei solchen events die bilder meist aus dem produzierenden hersteller land) und andererseits sowohl informativ als auch politisch relevant sind.
Und als Simpsons und James Bond fan muss ich akzeptieren, dass ich keinerlei anspruch habe diese Werbefrei ausgestrahlt zu bekommen.
Snowman410'415 Beiträge
Wieso soll ich Schwinger und Alplerfeste mitfinanzieren. Lauberhornrennen kann ich auch auf anderen Sender sehen.
Ich will damit nur zeigen, wie schwierig es ist "Service Public" zu definieren.
Ich will damit nur zeigen, wie schwierig es ist "Service Public" zu definieren.
anykey5'528 Beiträge
Auch wenn mir das Eidgenössische Schwing und Älperfest als auch das Lauberhorn rennen am Arsch vorbei gehen muss ich als Bürger klar eingestehen, dass diese Events einerseits nicht anderweitig verfügbar sind (selbst andere sender beziehen bei solchen events die bilder meist aus dem produzierenden hersteller land) und andererseits sowohl informativ als auch politisch relevant sind.Das sind ja beides auch nicht unbedingt teure Sportevents. Ich dachte eher an Formel 1 und Fussball... Das gehört meiner Meinung nach ins PayTV und nicht in den Service Public.
robi6'764 Beiträge
Auch wenn mir das Eidgenössische Schwing und Älperfest als auch das Lauberhorn rennen am Arsch vorbei gehen muss ich als Bürger klar eingestehen, dass diese Events einerseits nicht anderweitig verfügbar sind (selbst andere sender beziehen bei solchen events die bilder meist aus dem produzierenden hersteller land) und andererseits sowohl informativ als auch politisch relevant sind.Ich denke, Sport ist nichts anderes als Unterhaltung - jednefalls das was im TV gezeigt wird. Vielleicht mit Ausnahme vom Engadiner Marathon ;-) Und politisch relevant ist er sowieso nicht. Arenen, die nicht mindestens zu 90% von der Bevölkerung für Breitensport genutzt werden gehören nämlich auch nicht von den Steuern, sondern von den Sportprofis bezahlt... ;-)
Meine favorisierte Version ist eine Aufsplittung der SRG in einen Service-Public Teil mit steuerlicher Unterstützung, einen Sport-Teil als reines Pay-TV und einen Unterhaltungsteil mit Werbefinanzierung. So ist der Wirtschaft, den Sportliebhabern und den Serienjunkies gedient...
Aber da dies nicht realisierbar ist, bin ich mit der momentanen Lösung als Kompromiss einverstanden.
Robi
h0munkulus42 Beiträge
Das sind ja beides auch nicht unbedingt teure Sportevents. Ich dachte eher an Formel 1 und Fussball... Das gehört meiner Meinung nach ins PayTV und nicht in den Service Public.geb ich dir zumindest teilweise recht. gerade bei sport-events ist es eine grauzone welche events für die gemeinschaft relevant genug sind um vom staatlichen fernsehen getragen zu werden.
ich denke der rahmen in welchem die schweizer fussball gezeigt wird liegt in einem guten rahmen (eine handvoll meisterschaftsspiele, endphase des cups, spiele der nationalmannschaft).
beim internationalen fussball wirds schon schwieriger. champions-league? fussball-wm?
dann natürlich auch sachen wie formel1, etc.
persönlich würde ich mir wünschen, dass diese nicht gebühren-finanziert ausgestrahlt werden. allerdings kann ich aufgrund der internationalen signifikanz dieser ereignisse (gerade fussball-wm) schon verstehen, dass diese events heute vom staatlichen fernsehen gezeigt werden.
aber bevor man solche dinge wirklich abwägen kann, bräuchte es imho wirklich einen grundsatz entscheid, wie man gebührengelder verwendet. ich finde in einer zeit in welcher TV und Radio immer mehr konkurenz bekommen ist es nicht mehr zeitgemäss, dass jeder mit einem internet anschluss unterhaltungssendungen im TV finanzieren muss.
Snowman410'415 Beiträge
Was kommst du denn immer mit dem Internet, sorry, ist für mich immer noch keinen Ersatz für TV.
Juli124 Beiträge
Was kommst du denn immer mit dem Internet, sorry, ist für mich immer noch keinen Ersatz für TV.Aber es ist eine gute ergänzung zum analogen TV.
anykey5'528 Beiträge
Aber es ist eine gute ergänzung zum analogen TV.Zum analogen TV ist *alles* eine gute Ergänzung.
Snowman410'415 Beiträge
Aber es ist eine gute ergänzung zum analogen TV.Wir sind aber in der Zwischenzeit im HD Zeitalter eingetroffen.
smid12'144 Beiträge
Anawas?
h0munkulus42 Beiträge
Was kommst du denn immer mit dem Internet, sorry, ist für mich immer noch keinen Ersatz für TV.was das internet für dich ist, ist nicht relevant. ich habe das letzte mal vor vielleicht 5 jahren bewusst radio gehört. dennoch finanziere ich es mit steuergeldern mit.
fakt ist, dass das internet genauso ein kommunikationsweg ist wie radio und tv. aufgabe der politik ist es auf änderungen im gesellschaftlichen leben zu reagieren. das wachsende unterhaltungs angebot für die schweizer bevölkerung und die immer grösseren unterschiede in den wegen auf dieses angebot zu zugreifen machen es imho notwendig die verwendung und sinn von radio und tv gebühren neu zu evaluieren.
meiner meinung nach wäre es der richtige weg den "service public" auftrag für die SRG SSR neu zu definieren und sowohl den weg der beschaffung der gebühren als auch die verwendung der gelder anzupassen.
- aufgrund der definitiven ankunft im informationszeitalter sollte die Radio- und TV Empfangsgebühr in eine Informations-Empfangsgebühr umgewandelt werden und von allen steuerpflichtigen schweizerinnen und schweizer zu zahlen sein.
- um doppelspurigkeiten und kosten des inkasso zu beseitigen sollte dies ein flacher beitrag sein welcher im zuge der steuern eingezogen wird.
- neben radio und TV wird die SRG SSR auch verpflichtet ihre "service public" produktionen über das internet zur verfügung zu stellen (heute schon bei vielen eigenproduktionen tatsache).
- wie erwähnt neu definition service public. in erster linie finanzielle auftrennung von purer unterhaltung und service public relevanten sendungen auf sendern der SRG SSR (dürfen weiter ausgestrahlt werden aber privat-wirtschaftlich finanziert). in wie fern man auch in die "grauzone" (sport, dokumentationen, etc.) eingreift muss man auf politischer ebene diskutieren.
ich könnte auch mit einem kompromiss leben... wäre schon zufrieden wenn man wenigstens das overhead-geschwür billag auflöst. alleine eine umstellung der rechnungsstellung bringt schon millionen. einen einfachen kopf-betrag für alle steuerpflichtigen über die steuern eintreiben würde wohl soviel sparen, dass man selbst mit der hälfte des geldes pro kopf weiterhin formel 1, fussball-wm und lost finanzieren kann...
Snowman410'415 Beiträge
Du unterstützt mit deiner Meinung nur die Sender mit verblödender Werbung und da will ich nicht mitmachen.
anykey5'528 Beiträge
ich könnte auch mit einem kompromiss leben... wäre schon zufrieden wenn man wenigstens das overhead-geschwür billag auflöst. alleine eine umstellung der rechnungsstellung bringt schon millionen. einen einfachen kopf-betrag für alle steuerpflichtigen über die steuern eintreiben würde wohl soviel sparen, dass man selbst mit der hälfte des geldes pro kopf weiterhin formel 1, fussball-wm und lost finanzieren kann...Das ist schön und gut. Glücklicherweise lebst du sogar in einem Land, wo die direkte Demokratie gilt...
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