Fiber-Ausbau in der Schweiz
525 Antworten161'520 AufrufeGestartet von tosci ·
millernet724 Beiträge
Hier ein guter Artikel von Fredy-Künzle zum Glasfasertechnologie-Desaster in der Schweiz und Swisscom CEO Urs S. https://drive.google.com/file/d/11dQWUCQjl_cO7VC29lVOV0v18ybAZiQx/view?usp=sharing
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Gelöschtes Mitglied 757
Naja, ich bin immer noch sehr skeptisch, ob mit Steuergelder finanzierte Netze als Referenz für die Privatwirtschaft herhalten sollen.
Wieso baut Fiber7 keine eigene FTTH Netze in den jeweiligen Gemeinden.
Geld ausgeben will jeder, nur nicht das eigene.
Wieso baut Fiber7 keine eigene FTTH Netze in den jeweiligen Gemeinden.
Geld ausgeben will jeder, nur nicht das eigene.
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doom2'266 Beiträge
Wieso baut Fiber7 keine eigene FTTH Netze in den jeweiligen Gemeinden.Sorry, aber das meinst du nicht Ernst, oder? Überlege dir mal was es kostet ein eigenes Netz zu bauen und wer die finanziellen Mittel zu sowas hat. Ich geb dir einen Hint: mach dich mal schlau wer in den letzten 20 Jahren ein eigenes Netz gebaut hat.
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Gelöschtes Mitglied 757
Die Frage war schon ernst gemeint, die Antwort hingegen wusste ich bereits.
Es scheint mir aber etwas egoistisch, dass gerade die am lautesten jammern, die ihre eigene Existenz gefärdet sehen wenn nicht weiter am Prinzip OpenAccess gebaut würde.
Es scheint mir aber etwas egoistisch, dass gerade die am lautesten jammern, die ihre eigene Existenz gefärdet sehen wenn nicht weiter am Prinzip OpenAccess gebaut würde.
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creep2'589 Beiträge
Sorry, aber das meinst du nicht Ernst, oder? Überlege dir mal was es kostet ein eigenes Netz zu bauen und wer die finanziellen Mittel zu sowas hat. Ich geb dir einen Hint: mach dich mal schlau wer in den letzten 20 Jahren ein eigenes Netz gebaut hat.Die Frage ist schon berechtigt. Ein Netzbau kostet immer und diese Kosten müssen wieder hereinkommen über die Jahre. Somit könnte sich auch Fiber 7 oder andere das Geld besorgen, ein Netz bauen und dann die Fasern den eigenen Kunden anbieten und anderen Providern weitervermieten. Aber die meisten wollen halt nichts investieren sondern nur provitieren.
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vagzubi1'319 Beiträge
Das ein Ausbau sehr viel Geld kostet und nur über sehr lange Zeit amortisiert werden kann ist unbestritten. Die zentrale Frage die zu stellen ist, will man das Infrastruktur Monopol aufbrechen, denn egal wer Investiert, er wird probieren den Gewinn zu maximieren. Sobald die Gefahr besteht, das die Regulation so streng wird, dass kein Gewinn mehr gemacht werden kann wird auch keiner Investieren.
Nach meiner Ansicht ist die Kabel&Schacht Idee eine gute Lösung, die aber ein Teil der Risiken auf die Allgemeinheit überwälzt.
Nach meiner Ansicht ist die Kabel&Schacht Idee eine gute Lösung, die aber ein Teil der Risiken auf die Allgemeinheit überwälzt.
doom2'266 Beiträge
Somit könnte sich auch Fiber 7 oder andere das Geld besorgen, ein Netz bauen und dann die Fasern den eigenen Kunden anbieten und anderen Providern weitervermieten.Ein KMU soll eigene Netze bauen? Woher sollen die das Geld bekommen? Sie machen ja schon Crowdlending zum weitere Fiber7 POPs zu bauen.
Ich frage nochmals: wer hat die letzten 20 Jahre Netze gebaut? Wo bauen Firmen ohne irgend eine Grundvoraussetzung (wie z.B. EWs welche Kabelschächte in jedes Haus haben) ein Netz auf der grünen Wiese? Wieso mietet sich UPC auf FTTH Netzen ein statt selber auf der grünen Wiese etwas neues zu bauen?
Internet hat heute für viele einen ähnlichen Stellenwert wie Strom und Wasser oder Strassen - dort gibts auch nur ein Netz. Lasst euch mal ne Offerte machen für einen Business Anschluss mit 2 separaten Zuführungen - das kostet ein Schweinegeld. Weil eben 2 separate Netze teuer sind. Für den Privatbereich macht sowas nicht viel Sinn.
Als Marktbeherrschender Provider im Mehrheitsbesitz des Bundes und einziger Provider welcher die Investitionen für ein flächendeckendes Netz stemmen kann, dürfen da schon andere Anforderungen gestellt werden. Es ist ja nicht so dass Init7 die einzige Firma ist die so agiert - bei der FMG Revision stehen sämtliche Anbieter ausser Swisscom auf derselben Linie.
Naja, ich bin immer noch sehr skeptisch, ob mit Steuergelder finanzierte Netze als Referenz für die Privatwirtschaft herhalten sollen.Und ich frage dich nach einem Gegenbeispiel. Ich habe an meinem Wohnort eine Riesenauswahl an Provider aller Couleur, mit Preisen ab 27.- und mit Bandbreiten bis 10GBit. Welcher Ort ist nur Swisscom erschlossen (oder alternativ: Kabel) und bietet dieselbe Angebotsvielfalt? Da die Infrastruktur prohibitiv teuer ist, macht es schon Sinn das als Staatsaufgabe anzusehen. Das Swisscom Netz erstand nicht aus dem Nichts - das wurde zu Monopolzeiten gebaut und die Kupferkabel für VDSL, Vectoring, G.Fast, die Kabelkanäle, all das wurde im Monopol gebaut. Auch die Kabler hatten lange ein Monopol und konnten so ohne Druck die Infrastruktur bauen die sie heute noch benutzen. Es wagt sich ja nicht mal ein neuer Anbieter auf den Mobile Markt - bei den 3G Lizenzen gab es mal 4 Anbietern, einer hat nie gebaut, und bei den 4G Lizenzen haben schon nur noch die 3 bestehenden mitgemacht - es ist davon auszugehen dass dies bei 5G genau dasselbe sein wird. Und Mobile ist im Vergleich zum Festnetz noch günstig was die Investitionen für ein flächendeckendes Netz angeht.
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Gelöschtes Mitglied 757
Wenn ich das Rad zurück drehe, würde ich mal sagen dass auch der grösste Monopolist als KMU begonnen hat und das eben auf der grünen Wiese. Nur liegt das nicht 20 sondern bis zu 90 Jahre zurück. Nur eines mussten die Unternehmungen immer beachten, was ich investiere muss möglichst bald mit Gewinn wieder eingenommen werden. Diese Installationen wurden natürlich über die Jahre erweitert, modernisiert und ausgebaut.
Zu deiner Frage, 20 Jahre ist eine lange Zeit. Nahezu sämtliche Kabelnetze haben zu Beginn ohne Glas funktioniert. Über die Jahre wurde immer mehr Coax durch Glas ersetzt. Sieht man zuhause nicht, ist aber so. Und noch heute gibt es um Zürich Provider, die ohne Unterstützung von EWs oder anderen grossen ihre Netze betreiben.
Wäre es nun deiner Meinung nach nicht marktverzerrend, wenn nun plötzlich parallel dazu ein Glasfasernetz mit Steuergeldern gebaut wird? Und das in einem Tempo, bei dem kein normales Unternehmen mehr Mithalten könnte?
Wer sagt denn nun, dass Fiber7 im gleichen Stil im gleichen Tempo ein solches Netz bauen soll. das hat früher ja auch keiner gemacht. Da wurde Haus für Haus und Strasse für Strasse angeschlossen. Gibt doch noch diverse 20k Gemeinden, die ohne Glas dastehen. Nur, würde man dann auch den GigAnschluss für 66Fr/Monat anbieten? Schliesslich muss immer Geld in der Kasse sein um weiter zu wachen und bei Bedarf zu modernisieren.
Und wenn immer das Salt Beispiel genannt wird. Hat sich mal einer schlau gemacht, was nur schon das Endgerät kostet und wie lange das für 27Fr./Monat laufen müsste um nur mal abgeschrieben zu werden?
Wie wird denn nun diese angebliche Staatsaufgabe genau definiert? Ist die Aufgabe damit definiert, dass ich anstelle von 500MBit/s nun 1Gig/s oder Marketing 10Gig/s erhalte?
Könnten die einfach Antennen stellen hätte es wohl auch mehr Mobileprovider.
Zu deiner Frage, 20 Jahre ist eine lange Zeit. Nahezu sämtliche Kabelnetze haben zu Beginn ohne Glas funktioniert. Über die Jahre wurde immer mehr Coax durch Glas ersetzt. Sieht man zuhause nicht, ist aber so. Und noch heute gibt es um Zürich Provider, die ohne Unterstützung von EWs oder anderen grossen ihre Netze betreiben.
Wäre es nun deiner Meinung nach nicht marktverzerrend, wenn nun plötzlich parallel dazu ein Glasfasernetz mit Steuergeldern gebaut wird? Und das in einem Tempo, bei dem kein normales Unternehmen mehr Mithalten könnte?
Wer sagt denn nun, dass Fiber7 im gleichen Stil im gleichen Tempo ein solches Netz bauen soll. das hat früher ja auch keiner gemacht. Da wurde Haus für Haus und Strasse für Strasse angeschlossen. Gibt doch noch diverse 20k Gemeinden, die ohne Glas dastehen. Nur, würde man dann auch den GigAnschluss für 66Fr/Monat anbieten? Schliesslich muss immer Geld in der Kasse sein um weiter zu wachen und bei Bedarf zu modernisieren.
Und wenn immer das Salt Beispiel genannt wird. Hat sich mal einer schlau gemacht, was nur schon das Endgerät kostet und wie lange das für 27Fr./Monat laufen müsste um nur mal abgeschrieben zu werden?
Wie wird denn nun diese angebliche Staatsaufgabe genau definiert? Ist die Aufgabe damit definiert, dass ich anstelle von 500MBit/s nun 1Gig/s oder Marketing 10Gig/s erhalte?
Internet hat heute für viele einen ähnlichen Stellenwert wie Strom und Wasser oder Strassen - dort gibts auch nur ein Netz. Lasst euch mal ne Offerte machen für einen Business Anschluss mit 2 separaten Zuführungen - das kostet ein Schweinegeld. Weil eben 2 separate Netze teuer sind. Für den Privatbereich macht sowas nicht viel Sinn.Kannst Du mir den Gedanken hinter dieser Aussage noch etwas verdeutlichen? Könnte daraus schliessen, dass es nur einen Provider braucht.
bei den 3G Lizenzen gab es mal 4 Anbietern, einer hat nie gebaut, und bei den 4G Lizenzen haben schon nur noch die 3 bestehenden mitgemacht - es ist davon auszugehen dass dies bei 5G genau dasselbe sein wirdStell Dir vor man würde in deinem Quartier eine neue Antenne aufstellen. Widerstand dürfte vorprogrammiert sein. Und nun stell dir vor EWZ/Swisscom hätte den gleichen Widerstand beim Bau ihres Glasfasernetzes erfahren. Hätten die ihr Netz am Ende überhaupt gebaut?
Könnten die einfach Antennen stellen hätte es wohl auch mehr Mobileprovider.
doom2'266 Beiträge
Zu deiner Frage, 20 Jahre ist eine lange Zeit. Nahezu sämtliche Kabelnetze haben zu Beginn ohne Glas funktioniert. Über die Jahre wurde immer mehr Coax durch Glas ersetzt. Sieht man zuhause nicht, ist aber so. Und noch heute gibt es um Zürich Provider, die ohne Unterstützung von EWs oder anderen grossen ihre Netze betreiben.Wie kommst du auf 20 Jahre? Auf das Kabelnetz kamst du vor 20 Jahren nicht als alternativer Anbieter und tust es heute nicht. Es hat sich nicht und wird sich nicht lohnen so ein Parallelnetz zu bauen wenn bereits eins besteht. Sieht man ja schön bei den Stadtwerken wie schwer Marktanteile zu verschieben.
Wäre es nun deiner Meinung nach nicht marktverzerrend, wenn nun plötzlich parallel dazu ein Glasfasernetz mit Steuergeldern gebaut wird? Diese Fragestellung zeigt deinen grundsätzlichen Denkfehler. Du glaubst es gibt einen Markt. Was wir effektiv haben ist ein Monopol dort wo es keinen Kabler gibt, und ein Duopol dort wo es einen gibt. Die Marktanteile der Anbieter ohne eigenes Netz sind irrelevant. Das ist nicht ein Furz, das belegen die Zahlen der Comcom. Über 80% des Marktes werden durch Swisscom oder den lokalen Kabler abgedeckt. Die restlichen 19.4% sind entweder zu Swisscoms Gnaden (BBCS) oder Anbieter auf OpenAccess FTTH Netzen. Sorry, das ist kein Markt. Wer etwas anderes behauptet hat im Wirtschauftsunterricht gepennt.
Nur eines mussten die Unternehmungen immer beachten, was ich investiere muss möglichst bald mit Gewinn wieder eingenommen werden.Wenn dem so wäre hätte Swisscom nie ein flächendeckendes Netz gebaut. Dies war politisch gewollt und die Kosten wurden solidarisch auf alle Verteilt. Hätte die PTT nur aufs finanzielle Geschaut hätte nicht jedes Haus in jedem abgelegenen Weilter seinen eigenen Telefonanschluss.
Wie wird denn nun diese angebliche Staatsaufgabe genau definiert? Ist die Aufgabe damit definiert, dass ich anstelle von 500MBit/s nun 1Gig/s oder Marketing 10Gig/s erhalte?Nicht der Access Speed ist relevant Die Staatsaufgabe (aus meiner Sicht) wäre lediglich die Infrastruktur zu stellen (Dark Fibre). Wieviel Speed und zu welcher Geschwindigkeit es gibt sollte den Anbietern überlassen sein - Anbieter gibt es genug, nur keinen funktionierender Markt fehlt weil der dominierende Player das einzige flächendeckende Netz des Landes hat. Es braucht auch nicht unbedingt eine Parallelinfrastruktur - nur darf das Netz nicht in den Händen des dominierenden Players sein. Viele OpenAccess Netzte wurden ja nicht parallel sondern in Kooperation gebaut - dort gibt es dann faktisch nur 3 Netze solange das legacy Telefonienetz noch betrieben wird - und da macht Swisscom ja Druck um die Kunden auf FTTH zu migrieren sobald Liegenschaften erschlossen sind.
Kannst Du mir den Gedanken hinter dieser Aussage noch etwas verdeutlichen? Könnte daraus schliessen, dass es nur einen Provider braucht.Nein, es braucht verschiedene Anbieter. Aber Anbieter die etwas Flexibilität haben zu agieren. Ein marktbeherrschender Player der gleichzeitig das Netz kontrolliert, das kommt nicht gut. Netz und die Dienstleistung darauf müsste getrennt werden. Für die Dienstleistung da gibt es genügend interessierte Player (im Gegensatz zum Netzbau wo nur der Staat als neuer Akteur auftritt). Aber Netze da gibt es faktisch nur eines (bis auf die FTTH Gebiete), also ist dort der Hebel anzusetzen.
Könnten die einfach Antennen stellen hätte es wohl auch mehr Mobileprovider.Ob es so einfach ist? Du magst recht haben, die Schwierigkeit beim Antennen aufstellen wird seines dazu tun dass keine weiteren Anbieter auf den Markt kommen. Aber das Finanzielle ist ebenfalls relevant - so ein Netz kostet Milliarden im Aufbau und dann hunderte Millionen im Unterhalt.
Selbst der dritte Player (Salt) mag beim Netzbau nicht mehr wirklich mithalten, und was die Abdeckung angeht, da hat Swisscom immer noch eine 4-stellige Zahl Antennen mehr als Sunrise - würde connect ihre Tests mehr auf dem Land machen, da wäre ich mir nicht sicher ob Sunrise noch mithalten könnte. Und auch beim Mobilnetz müsste man sich die Frage stellen ob es vernünftig ist mehrere Infrastrukturen zu bauen. Und das Mobilnetz braucht mehr und mehr ein Fiber Backhaul wo Swisscom ganz klar im Vorteil ist.
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Gelöschtes Mitglied 757
Wie kommst du auf 20 Jahre?
Ich frage nochmals: wer hat die letzten 20 Jahre Netze gebaut?
Diese Fragestellung zeigt deinen grundsätzlichen Denkfehler. Du glaubst es gibt einen Markt.Da ändert doch die OpenAccess Strategie nichts daran. Die kleinen buchen zwangsläufig über EWZ/Swisscom. Als Endkunde mag das zwar nach Vielfalt ausschauen, am Ende ist es doch nur EWZ-Infrastruktur bei den Kleinen und eigene Infrastruktur bei den Grossen resp. bei den Spezialisierten. Richtpreis bei EWZ 69.- für 1Gig/s. iWay, Leucom, GGA Maur. Nicht sehr spannend.
Ist das der Markt, den wir zu erwarten haben? BBCS durch EWZ.
Noch spezieller die Situation zum Beispiel in Meilen oder auch Luzern. Was wenn der Netzbauer plötzlich zum Provider mutiert oder ein Partnerprogramm mit einzelnen Providern aufzieht.
Kein Garant für den idealen freien Markt.
Zudem treten vermehrt EWs als Netzbauer auf, die aber kein Interesse an der OpenAccess Philosophie haben. Dann haste zwar ein feines Glasfasernetz aber doch nur einen Provider zur Auswahl.
Es hat sich nicht und wird sich nicht lohnen so ein Parallelnetz zu bauen wenn bereits eins besteht. Sieht man ja schön bei den Stadtwerken wie schwer Marktanteile zu verschieben.Hat wohl auch damit zu tun, dass der Wechsel für Endkunden ein sehr teuer Spass werden kann.
doom2'266 Beiträge
Als Endkunde mag das zwar nach Vielfalt ausschauen, am Ende ist es doch nur EWZ-Infrastruktur bei den Kleinen und eigene Infrastruktur bei den Grossen resp. bei den Spezialisierten. Richtpreis bei EWZ 69.- für 1Gig/s. iWay, Leucom, GGA Maur. Nicht sehr spannend.Aber immerhin 21.- pro Monat günstiger als beim Preisführer. Und, magst du dich erinnern wo wir mit dem Gigabit angefangen haben? 239.- pro Monat bei Swisscom. Für 1000/100 notabene - symmetrisch verlangen die Kunden nicht hiess es. Ohne die Möglichkeit günstig an L1 Fasern zu kommen (eben OpenAccess), wären wir heute nicht bei dem sehr attraktiven Preisniveau. Es brauchte auch Kleine die symmetrische Angebote gebracht haben bis Swisscom nach langem Zaudern nachgezogen hat. Also haben selbst Kunden bei Swisscom davon profitiert dass neue Player auf den Markt kamen - die Preise währen ohne die neuen Player auf Open Access Netzen nicht so rasch gefallen.
Wie willst du dich denn bei reinem Internet unterscheiden? Preis, Leistung (Peering... leider verstehen die meisten nicht was das ist), was noch? Zwangsrouter? Telefonie ist nicht sexy und im Zeitalter von Mobile Flats für 20 Stutz auch nicht mehr so relevant. Der Markt ist nun mal nicht so spannend. Ich hab mein Provider lieber langweilig, zuverlässig und mit guten Preis/Leistungsverhältnis als hip und sexy (wie es z.B. Salt versucht zu sein).
Was wenn der Netzbauer plötzlich zum Provider mutiert oder ein Partnerprogramm mit einzelnen Providern aufzieht.Es liegt am Geldgeber (in dem Fall der Bevölkerung der entsprechenden Gemeinden) hier die Spielregeln zu setzen. Insbesondere dort wo der Ausbau auch durch die Bevölkerung selbst in Auftrag gegeben wurde. Meiner Meinung nach ist eine Kombination von Infrastruktur und Dienstleistung nicht wünschenswert, denn das gibt Potential zu Missbrauch. Wobei man natürlich zuerst die Player mit dem höchsten Marktanteil angehen sollte 😉
Zudem treten vermehrt EWs als Netzbauer auf, die aber kein Interesse an der OpenAccess Philosophie haben. Dann haste zwar ein feines Glasfasernetz aber doch nur einen Provider zur Auswahl.Hast du Beispiele?
Hat wohl auch damit zu tun, dass der Wechsel für Endkunden ein sehr teuer Spass werden kann.Meinst du wegen so Chaos wie Salt Fiber veranstaltet? Anständige Provider haben mit beiden Faseranbietern einen Vertrag, dann ist das auch kein Thema. Ich hatte und habe Fiber7 und hab mal Sunrise ausprobiert - die hatten das innert 5 Tagen auf der anderen Faser geschalten und los gehts. Einzig der Zwangsrouter war etwas mühsam - gerade bei vielen Kleinen gibts aber ein Standardrouter, da kannst du auch die Config exportieren und auf den neuen Router einspielen.
millernet724 Beiträge
bearbeitet #92
Neu gibt's vom Incumbent eine Netzbau-Karte: https://www.swisscom.ch/de/about/unternehmen/portraet/netz/netzausbau-karte-glasfaser.html Hier kann sich jeder individuell über den geplanten Netzbau in seiner Gemeinde informieren. Teilweise ist es ziemlich fragwürdig, welche Gemeinden Swisscom bereits als "ausgebaut" erachtet. Als Beispiel nenne ich Grossdietwil: Wenn man mal mit dem Checker einige Häuser durchklickt, welche sich im Dorfzentrum oder etwas am Rande (immer 200 Meter Luftlinie zum Dorfkern, keine Bauernhöfe...) befinden, erreichen nur sehr wenige überhaupt 100 Mbit/s. Viele dürfen sich mit 80 Mbit/s oder weniger abgeben. Dies nennt Swisscom "ausgebaut"? Sorry. Dies ist einfach lachhaft. Der Incumbent baut einfach eine Mehrklassengesellschaft:
- Open Access-FTTH-Netze in grösseren Städten, welche in Koorperation errichtet wurden (1. Klasse)
- FTTH in ausgewählten Wohnanlagen und nur gegen Bezahlung mit eingeschränkter Anbieterwahl (2. Klasse)
- Klingeldraht Boost Ultra Hyper Gaga (FTTS mit G.fast) für noch mehr Segmentierung, Störungsanfälligkeit und Bandbreitenlotterie (3. Klasse)
- FTTS mit VDSL, weil man noch keine muCAN's mit G.fast in der Planungsphase verfügbar hatte und diese in den kommenden Jahren auch nicht austauschen wird... (4. Klasse)
- FTTC mit VDSL (alias "FTTD - Fiber to the Dorf") wo es Swisscom mit einem weissen MFG pro Dorf und eher langen Leitungslängen für getan hält. Zu viele Manholes für zu wenige zahlende Kunden sind teuer. Vor allem wenn im ländlichen Bereich noch Kabelnetze die Suppe versalzen. (5. Klasse)
- FTTC mit ADSL2+ über Freileitung und Internet-Booster-Lotterie (nur mit viel Glück....) für die armen Schlucker auf dem Lande. Das Internet ist dann auch gut und gerne je nach Wetterlage (Gewitter) gerne gestört. (6. Klasse)
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Gelöschtes Mitglied 757
Es könnte ja jeder Hauseigentümer seine Hütte vorbereitend auf FTTH umbauen.
Bei den Mietwohnungen liesse sich der Aufwand bestimmt einmalig auf die Nebenkosten abwälzen.
Wäre das mal durch würde der FTTH Ausbau auch schneller voran schreiten.
Diesen Aufwand würde bestimmt jeder freiwillig übernehmen damit er Glas bekommt oder? B)
Der Markt schreit nach symmetrischen Abos, also führen wir sie ein. Kunden bei gleichem Preis migriert und schlussendlich heisst es, wir hatten Recht, der Bedarf war da.
Nur wenn man sich anschliessend den Verkehr anschaut ist da überhaupt nichts symmetrisch.
Du musst aber auch eingestehen, dass es die Entwicklung auch ohne die OpenAccess Netze gab, sowohl beim Preis als auch beim Speed. Leider macht sich keiner die Mühe und schaut zurück was in der jeweiligen Zeit überhaupt möglich war. Die 69Fr./Monat für 1Gig im OA sind auch noch nicht lange aktuell. Zu Beginn wurden sogar nur 100MBit/s ONTs verbaut. Wie willste damit 1Gig symmetrisch anbieten?
Was wird bei den OA Netzen passieren wenn mal 10Gig zahlbar für den Endkunden wird? Neue Abstimmung und ein neuer Kredit?
Bei den Mietwohnungen liesse sich der Aufwand bestimmt einmalig auf die Nebenkosten abwälzen.
Wäre das mal durch würde der FTTH Ausbau auch schneller voran schreiten.
Diesen Aufwand würde bestimmt jeder freiwillig übernehmen damit er Glas bekommt oder? B)
Meinst du wegen so Chaos wie Salt Fiber veranstaltet?Nicht ganz, dachte mehr an DVB-C vs. Anzahl optionale STB, die pro Monat extra kosten.
Aber immerhin 21.- pro Monat günstiger als beim Preisführer. Und, magst du dich erinnern wo wir mit dem Gigabit angefangen haben? 239.- pro Monat bei Swisscom. Für 1000/100 notabene - symmetrisch verlangen die Kunden nicht hiess es.Symmetrisch wird auch beim Grossteil der Kunden weiterhin nicht verlangt. Nur weil per Glas endlich die Symmetrie möglich wurde heisst das noch lange nicht, dass auch plötzlich der Bedarf dazu da ist. Da finde auch die Argumentation der Provider manchmal ganz lustig:
Der Markt schreit nach symmetrischen Abos, also führen wir sie ein. Kunden bei gleichem Preis migriert und schlussendlich heisst es, wir hatten Recht, der Bedarf war da.
Nur wenn man sich anschliessend den Verkehr anschaut ist da überhaupt nichts symmetrisch.
Du musst aber auch eingestehen, dass es die Entwicklung auch ohne die OpenAccess Netze gab, sowohl beim Preis als auch beim Speed. Leider macht sich keiner die Mühe und schaut zurück was in der jeweiligen Zeit überhaupt möglich war. Die 69Fr./Monat für 1Gig im OA sind auch noch nicht lange aktuell. Zu Beginn wurden sogar nur 100MBit/s ONTs verbaut. Wie willste damit 1Gig symmetrisch anbieten?
Was wird bei den OA Netzen passieren wenn mal 10Gig zahlbar für den Endkunden wird? Neue Abstimmung und ein neuer Kredit?
machoff91 Beiträge
bei uns zum beispiel, da hat die dorfkorporation das netz gebaut und gehört auch ihr. vor ein paar jahren wurde es dem bürger gut verkauft vor der abstimmung mit dem argument, schnell und es werde verschiedene provider geben.Zudem treten vermehrt EWs als Netzbauer auf, die aber kein Interesse an der OpenAccess Philosophie haben. Dann haste zwar ein feines Glasfasernetz aber doch nur einen Provider zur Auswahl.Hast du Beispiele?
seit zwei jahren haben die meisten bürger den anschluss, immer wieder nehmen die verantwortlichen stellung zum super glasfasernetz, immer kommt auch die frage wieso seit jahren (als es noch koax war) NUR EIN PROVIDER ZUR VERFÜGUNG STEHT?
immer kommt die gleiche antwort, es wäre möglich andere auf das netz zu lassen, technisch kein problem, aber wir sind sehr zufrieden mit thurcom.punkt.
sauhäfelisaudeckeli
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Bänz146 Beiträge
Es könnte ja jeder Hauseigentümer seine Hütte vorbereitend auf FTTH umbauen.Ich habe der Swisscom 10'000 CHF offeriert um mein Einfamilienhaus mit FTTH erschliessen zu lassen.
Bei den Mietwohnungen liesse sich der Aufwand bestimmt einmalig auf die Nebenkosten abwälzen.
Wäre das mal durch würde der FTTH Ausbau auch schneller voran schreiten.
Diesen Aufwand würde bestimmt jeder freiwillig übernehmen damit er Glas bekommt oder? B)
Antwort: Das machen wir nicht.
XMBomb3 Beiträge
Hallo schön hier auch andere Leidensgenossen zu finden.
Weder Salt noch Swisscom können mir richtige Infos liefern.
Mit dem Fiber Check von Swisscom bekomme ich folgende Meldung:
In der 4. Woche Juli 2018 wird der Standort mit Glasfaser-Technologie ausgebaut. Damit können Sie neu von ultraschnellem Internet mit voraussichtlich 200 Mbit/s Download und 60 Mbit/s Upload profitieren
So wie ich das verstehe heisst das, es wird FTTS installiert richtig?
Ich habe dann mal Salt Fiber angerufen, und diese sagten mir Sie könnten dann die Leitung noch von der Strasse bis in die Wohnung ziehen. Ich bin hier aber ein wenig skeptisch.
Weiss hier jemand mehr?
Weder Salt noch Swisscom können mir richtige Infos liefern.
Mit dem Fiber Check von Swisscom bekomme ich folgende Meldung:
In der 4. Woche Juli 2018 wird der Standort mit Glasfaser-Technologie ausgebaut. Damit können Sie neu von ultraschnellem Internet mit voraussichtlich 200 Mbit/s Download und 60 Mbit/s Upload profitieren
So wie ich das verstehe heisst das, es wird FTTS installiert richtig?
Ich habe dann mal Salt Fiber angerufen, und diese sagten mir Sie könnten dann die Leitung noch von der Strasse bis in die Wohnung ziehen. Ich bin hier aber ein wenig skeptisch.
Weiss hier jemand mehr?
frantic2'985 Beiträge
Wenn es echtes FTTH wäre, müsste es ein symmetrisches Profil haben. Also Up- und Download gleich schnell. Da es immer noch asymmetrisch ist, wird es irgendwo noch alte Kupferkabel-Technik dazwischen haben...
Bauliche Massnahmen mit all ihren Vorschriften, Bewilligungen, verschiedenen Seiten und Interessen können sehr lange dauern. Auch wenn nur noch ein paar Meter fehlen würden.
Auf jeden Fall das bestehende Internet-Abo nicht kündigen, bevor das neue wirklich steht und zuverlässig funktioniert. Lieber zwei Abos etwas überlappend, als monatelang gar keines!
Bauliche Massnahmen mit all ihren Vorschriften, Bewilligungen, verschiedenen Seiten und Interessen können sehr lange dauern. Auch wenn nur noch ein paar Meter fehlen würden.
Auf jeden Fall das bestehende Internet-Abo nicht kündigen, bevor das neue wirklich steht und zuverlässig funktioniert. Lieber zwei Abos etwas überlappend, als monatelang gar keines!
XMBomb3 Beiträge
bearbeitet #98
Wenn es echtes FTTH wäre, müsste es ein symmetrisches Profil haben. Also Up- und Download gleich schnell. Da es immer noch asymmetrisch ist, wird es irgendwo noch alte Kupferkabel-Technik dazwischen haben...Ich hatte eben erst gerade gezügelt und wollte kein Abo bei Swisscom abschliessen müssen, nur um dann doppelt zu zahlen (Swisscom hat ja eine Mindestlaufzeit von einem Jahr).
Bauliche Massnahmen mit all ihren Vorschriften, Bewilligungen, verschiedenen Seiten und Interessen können sehr lange dauern. Auch wenn nur noch ein paar Meter fehlen würden.
Auf jeden Fall das bestehende Internet-Abo nicht kündigen, bevor das neue wirklich steht und zuverlässig funktioniert. Lieber zwei Abos etwas überlappend, als monatelang gar keines!
Mir sind leider keine anderen Anbieter an diesem Standort bekannt, die lokale Kabel Firma schätzt die Wohnung als "nicht Internet tauglich" ein ?
doom2'266 Beiträge
@xmbomb: wo wohnst du? Nicht nur Swisscom baut FTTH. Aber Salt legt definitiv keine Kabel.
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XMBomb3 Beiträge
@xmbomb: wo wohnst du? Nicht nur Swisscom baut FTTH. Aber Salt legt definitiv keine Kabel.In Dübendorf. Darum war ich ja auch skeptisch, als sie mir das erzählt hatten
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