Basel: Nein zu HDTV - Ja zu analog bis in alle Ewigkeit?
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Kabelnetz Basel11 Beiträge
bearbeitet #121
Um es gleich vorweg zu nehmen: ich fühle mich nicht von Ihnen beleidigt. Gleichwohl gebe ich zu bedenken, dass ich zwar die Stiftung vertrete, jedoch nicht die Stiftung per se bin. Dabei bin ich mir bewusst, dass Sie nicht zwischen mir und der Stiftung unterscheiden und dies auch keinesfalls tun müssen. Die Glaubwürdigkeit meiner Ferienabwesenheit sowie ein Urteil über meine Verlässlichkeit sind dabei allerdings eher - wie sagt man im Forumjargon: Off-Topic.
Bezüglich Telefonanrufen möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass ich lediglich vom telefonischen Kontaktversuch am vergangenen Dienstag weiss, welcher mir ausgerichtet wurde, da ich nicht im Büro war. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, auf dieser Plattform hier mit der gesamten Community zu kommunizieren. Vom bereits vor einigen Monaten erfolgten Telefonanruf während meiner Ferienabwesenheit weiss ich erst durch die Lektüre dieses Forums. Sollte hierbei die interne Kommunikation versagt haben, so tut mir das leid. Ich denke, mit dem Digi-TV-Forum haben wir nun einen gangbaren Weg gefunden.
Bezüglich Verhandlungen mit upc cablecom habe ich mich gestern Abend vielleicht etwas unklar ausgedrückt: bei den bevorstehenden Verhandlungen handelt es sich natürlich nicht um die ersten Gespräche zwischen der Stiftung und upc cablecom, wohl aber um einen weiteren Schritt.
Ich verfolge weiterhin mit grossem Interesse Ihre Posts und werde mich gerne wieder einklinken, bitte Sie jedoch gleichzeitig um Verständnis für eine gewisse Zurückhaltung in der Kommunikation einzelner Schritte, da dies hier ein offenes Forum ist.
Bezüglich Telefonanrufen möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass ich lediglich vom telefonischen Kontaktversuch am vergangenen Dienstag weiss, welcher mir ausgerichtet wurde, da ich nicht im Büro war. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, auf dieser Plattform hier mit der gesamten Community zu kommunizieren. Vom bereits vor einigen Monaten erfolgten Telefonanruf während meiner Ferienabwesenheit weiss ich erst durch die Lektüre dieses Forums. Sollte hierbei die interne Kommunikation versagt haben, so tut mir das leid. Ich denke, mit dem Digi-TV-Forum haben wir nun einen gangbaren Weg gefunden.
Bezüglich Verhandlungen mit upc cablecom habe ich mich gestern Abend vielleicht etwas unklar ausgedrückt: bei den bevorstehenden Verhandlungen handelt es sich natürlich nicht um die ersten Gespräche zwischen der Stiftung und upc cablecom, wohl aber um einen weiteren Schritt.
Ich verfolge weiterhin mit grossem Interesse Ihre Posts und werde mich gerne wieder einklinken, bitte Sie jedoch gleichzeitig um Verständnis für eine gewisse Zurückhaltung in der Kommunikation einzelner Schritte, da dies hier ein offenes Forum ist.
Angelo258 Beiträge
Bin ich froh, dass ich nicht mehr aufs Kabel angewiesen bin...Multytenne sei Dank!
Grundsätzlich: wäre es nicht endlich an der Zeit diese Stiftung aufzulösen, erst Recht nachdem man das Netz an die Cablecom verkauft hat? Für was braucht es die Stiftung noch? Um die Programmvielfalt zu garantieren? Diese gibt es bereits und zwar digital. Digital ist die Zukunft! Solange man aber noch 50 analoge Sender anbietet ist es nicht verwunderlich, dass die Digitalisierungsquote nur langsam steigt.
Also meine Herren von der Stiftung, gebt euch endlich einen Ruck und macht den Platz frei für die digitale Zukunft in Basel. Langsam wird es nur noch peinlich...erst recht wenn man bedenkt, dass Basel eimmal das modernste Netz der Schweiz hatte!
Grundsätzlich: wäre es nicht endlich an der Zeit diese Stiftung aufzulösen, erst Recht nachdem man das Netz an die Cablecom verkauft hat? Für was braucht es die Stiftung noch? Um die Programmvielfalt zu garantieren? Diese gibt es bereits und zwar digital. Digital ist die Zukunft! Solange man aber noch 50 analoge Sender anbietet ist es nicht verwunderlich, dass die Digitalisierungsquote nur langsam steigt.
Also meine Herren von der Stiftung, gebt euch endlich einen Ruck und macht den Platz frei für die digitale Zukunft in Basel. Langsam wird es nur noch peinlich...erst recht wenn man bedenkt, dass Basel eimmal das modernste Netz der Schweiz hatte!
smid12'144 Beiträge
Ich denke die Stiftung sollte sich nicht nur in die Lage der Minderheiten versetzen (Tönt jetzt böse)
Diese können die Sender auch digital sehen. Aber eben: Ein Türke schaut kein TRT. Er schaut die Inland Programme via DigiTürk Abo.
Für uns ist es einfach ein Frust: Während GB zum Beispiel fast 60 HD Sender hat, schafft man es hier nicht analog gewisse Sender zu streichen.
Einige fordern sogar, dass digitale Angebot zu verkleinern, damit es mehr Platz für die analogen Sender hat.
Wir hätten wirklich gewünscht, dass man sich symbolisch zeigt und wenigstens einen Sender streicht.
Andere Länder haben den Schritt "Abbau von Analog" auch überlebt - ohne Krawalle.
Diese können die Sender auch digital sehen. Aber eben: Ein Türke schaut kein TRT. Er schaut die Inland Programme via DigiTürk Abo.
Für uns ist es einfach ein Frust: Während GB zum Beispiel fast 60 HD Sender hat, schafft man es hier nicht analog gewisse Sender zu streichen.
Einige fordern sogar, dass digitale Angebot zu verkleinern, damit es mehr Platz für die analogen Sender hat.
Wir hätten wirklich gewünscht, dass man sich symbolisch zeigt und wenigstens einen Sender streicht.
Andere Länder haben den Schritt "Abbau von Analog" auch überlebt - ohne Krawalle.
easypeacy422'068 Beiträge
bearbeitet #124
Das Positive mal vorweg:
Es ist sehr erfreulich, dass sich die Stiftung Kabelnetz Basel endlich zu diesem Thema äussert und offenbar auch gewillt ist, dies ab nun regelmässig hier im Forum zu tun. Danke, das ist ein wichtiger Schritt für einen konstruktiven Dialog.
Das Statement von Herrn Prétôt tönt zu Beginn auch sehr nachvollziehbar, bis man sich dann wieder hinter die alten Argumente zu verstecken beginnt: "Doch die Stiftung hat einen versorgungspolitischen Auftrag."
Die Stiftung hat nicht Politik zu machen sondern schlussendlich sicherzustellen, dass der zahlende Kunde des Kabelnetzes ein zeitgemässes und konkurrenzfähiges Angebot erhält resp. der Provider auf dem Netz grundsätzlich die Möglichkeit erhält, entsprechende Services den Kunden anzubieten. Das hat man leider jahrelang verschlafen. Es wäre angebracht, dass die Stiftung Kabelnetz dies nun endlich mit Hochdruck ändert und sich nicht wieder monatelang hinter irgendwelchen "laufenden Verhandlungen mit anderen Nachbarnetzen" versteckt. Es muss gehandelt werden, jetzt!
Noch trauriger stimmt mich der Verweis auf irgendwelche Kabelnetz-Statistiken, in denen noch 75% aller Kunden analog-TV nutzen sollen. Auch hier gilt: Visionen sind gefragt, nicht staubige Statistiken. Wer sich hinter Statistiken versteckt, wird niemals Innovationen vorantreiben können (und wollen). Zudem bezweifle ich die Sinnhaftigkeit der Statistik. Schweizweit liegt der TV-Digitalisierungsgrad mittlerweile bei geschätzten 50% (unter Berücksichtigung aller Kabelnetze, Swisscom TV und SAT). Viele Kunden in Basel bezahlen wahrscheinlich noch unwissentlich den Kabelanschluss (da in den Miet-Nebenkosten versteckt), nutzen aber schon lange digitales TV via Swisscom-TV oder SAT. Unter der wahrscheinlich relativ realitätsnahen Annahme, dass der Digitalisierungsgrad in Basel sich ebenfalls eher beim schweizerischen Durchschnitt von 50% befindet, bezeugt die Statistik somit vielmehr, dass das Basler Kabelnetz höchst unattraktiv und unzeitgemäss ist und in Basel ein überproportionaler Anteil der digital-TV Kunden sein Glück bei anderen Providern / Verbreitungswegen sucht. Dies sollte der Stiftung Kabelnetz zu denken geben.
Schon fast schockierend empfinde ich den Schlusssatz "Unter diesen Aspekten nimmt die Stiftung nun Verhandlungen mit upc cablecom auf...". Solche Verhandlungen für diese Ziele hätten schon vor langer Zeit aufgenommen werden müssen. Um so mehr erwarte ich nun, dass die Verhandlungen im Rekord-Tempo und zugunsten der Kunden und einer zeitgemässen TV-Versorgung durchgeführt werden.
Ich freue mich bereits darauf, hier von der Stiftung Kabelnetz regelmässig über positive Entwicklungen zu lesen.
Es ist sehr erfreulich, dass sich die Stiftung Kabelnetz Basel endlich zu diesem Thema äussert und offenbar auch gewillt ist, dies ab nun regelmässig hier im Forum zu tun. Danke, das ist ein wichtiger Schritt für einen konstruktiven Dialog.
Das Statement von Herrn Prétôt tönt zu Beginn auch sehr nachvollziehbar, bis man sich dann wieder hinter die alten Argumente zu verstecken beginnt: "Doch die Stiftung hat einen versorgungspolitischen Auftrag."
Die Stiftung hat nicht Politik zu machen sondern schlussendlich sicherzustellen, dass der zahlende Kunde des Kabelnetzes ein zeitgemässes und konkurrenzfähiges Angebot erhält resp. der Provider auf dem Netz grundsätzlich die Möglichkeit erhält, entsprechende Services den Kunden anzubieten. Das hat man leider jahrelang verschlafen. Es wäre angebracht, dass die Stiftung Kabelnetz dies nun endlich mit Hochdruck ändert und sich nicht wieder monatelang hinter irgendwelchen "laufenden Verhandlungen mit anderen Nachbarnetzen" versteckt. Es muss gehandelt werden, jetzt!
Noch trauriger stimmt mich der Verweis auf irgendwelche Kabelnetz-Statistiken, in denen noch 75% aller Kunden analog-TV nutzen sollen. Auch hier gilt: Visionen sind gefragt, nicht staubige Statistiken. Wer sich hinter Statistiken versteckt, wird niemals Innovationen vorantreiben können (und wollen). Zudem bezweifle ich die Sinnhaftigkeit der Statistik. Schweizweit liegt der TV-Digitalisierungsgrad mittlerweile bei geschätzten 50% (unter Berücksichtigung aller Kabelnetze, Swisscom TV und SAT). Viele Kunden in Basel bezahlen wahrscheinlich noch unwissentlich den Kabelanschluss (da in den Miet-Nebenkosten versteckt), nutzen aber schon lange digitales TV via Swisscom-TV oder SAT. Unter der wahrscheinlich relativ realitätsnahen Annahme, dass der Digitalisierungsgrad in Basel sich ebenfalls eher beim schweizerischen Durchschnitt von 50% befindet, bezeugt die Statistik somit vielmehr, dass das Basler Kabelnetz höchst unattraktiv und unzeitgemäss ist und in Basel ein überproportionaler Anteil der digital-TV Kunden sein Glück bei anderen Providern / Verbreitungswegen sucht. Dies sollte der Stiftung Kabelnetz zu denken geben.
Schon fast schockierend empfinde ich den Schlusssatz "Unter diesen Aspekten nimmt die Stiftung nun Verhandlungen mit upc cablecom auf...". Solche Verhandlungen für diese Ziele hätten schon vor langer Zeit aufgenommen werden müssen. Um so mehr erwarte ich nun, dass die Verhandlungen im Rekord-Tempo und zugunsten der Kunden und einer zeitgemässen TV-Versorgung durchgeführt werden.
Ich freue mich bereits darauf, hier von der Stiftung Kabelnetz regelmässig über positive Entwicklungen zu lesen.
Massimo49 Beiträge
Was hindert Sie daran, kurzfristig 2 bis 3 analoge Sender abzuschalten, um das aktuelle digitale Angebot komplett an den Kunden in Basel weitergeben zu können? Dies gebe Ihnen auch die notwendige Zeit und Ruhe bis im Frühling zur Aufschaltung der SF HD-Sender eine längerfristige Lösung zu finden. Mir wäre die Aufhebung der Verschlüsselung des digitalen Grundangebotes auch lieber, aber Cablecom wird nicht davon abrücken. So kann es ja nur darum gehen, welche analogen Programme rausgeschmissen werden.
icaros60 Beiträge
Also da warte ich gerne noch einwenig, natürlich nicht Monate, Jahre, wenn dann endlich grosszügig neuer Platz geschafft wird für HD / Digital Sender mit der Abschaltung möglichst vieler analoger Programme. Das absurdeste analoge Programm ist HRT1, da nämlich die meiste Zeit verschlüsselt, also "schwarz". Ansonsten - Besten Dank Herr Prétôt für die Stellungnahmen, bei meinen bisherigen kritischen Bemerkungen betr. die Stiftung und die politischen Einflussnahmen bleibe ich allerdings.
Icetiger877 Beiträge
Liebe Teilnehmende des Digi-TV-Forums
In diesem Forum wurde vermehrt der Vergleich upc cablecom vs. Swisscom TV gezogen, doch eine weitere für uns wichtige Vergleichsreferenz sind die Kabelnetze der umliegenden Gemeinden um Basel - auch diese sind mit derselben Platz- bzw. Kapazitätsproblematik konfrontiert. Die Stiftung strebt daher bei Abschaltungen im analogen Bereich eine enge Abstimmung unserer Entscheide mit den Nachbarnetzen an (Pratteln, Muttenz, interGGA, EBM, ebl).
Unter diesen Aspekten nimmt die Stiftung nun Verhandlungen mit upc cablecom auf und ich bin gerne bereit, auf diesem Forum regelmässig über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.
Freundliche Grüsse
Dominik Prétôt
Geschäftsführer
Stiftung Kabelnetz Basel
PS @Massimo: Donnerstagabend ist Donnerstag (und ich befinde mich noch im Büro) - daher leider keine Bestätigung meiner Unzuverlässigkeit.
Diese Aussage über die koordinierte Abschaltung von analogen Sendern mit anderen Kabelnetzbetreibern in der Region Basel erstaunt mich doch ein wenig..... - Wenn ich sehe wie lange man gebraucht hat, bis die Stiftung Kabelnetz das OK gab den Sender Telebasel auf dem intergga-Netz (unverschlüsselt!) ausstrahlen zu lassen.
Und wenn es wirklich eine koordinierte Abschaltung geben sollte, dann wird es in ca 2 Monaten zu etwa 5 Abschaltung analoger Programme kommen. Gefunden in den EBL Telecom News vom Juni 2011, Seite 3:
Analoges Angebot wird reduziert
Wie schon seit längerer Zeit angekündigt, müssen wir aufgrund der Erhöhung des digitalen TV-Angebotes (speziell HDTV), schnellerem Internet und interaktivem Fernsehen, das Angebot der analogen Sender reduzieren. Das heisst konkret, dass das heute sehr umfangreiche analoge Angebot mit 50 TV-Sendern im Herbst 2011 auf ca. 45 TV-Sender reduziert werden muss. Damit liegen wir im Schweizerischen Durchschnitt. Im Jahr 2012 folgen ca. 5 weitere Sender.
smid12'144 Beiträge
@Icetiger
Wie ist der Zusammenhang zwischen EBL und Inter GGA?
Wie ist der Zusammenhang zwischen EBL und Inter GGA?
sheimers422 Beiträge
In Basel befindet sich ein neues Glasfasernetz im Bau, das angeblich allen Anbietern offen steht.
Ich würde der Stiftung Kabelnetz vorschlagen langfristig auf dieses Glasfaserkabel zu setzen und nur dort neue digitale Sender aufzuschalten. Im Gegenzug müsste man dann keine analogen Programme streichen.
Somit wäre allen gedient: Der Digitalfraktion, die über Glasfaser noch viel mehr Programme empfangen kann als über das alte Kabel, und den Nostalgikern, die ihre alten Glotzbeulen noch 50 Jahre weiter benutzen können.
Glasfaser: die Technologie der Zukunft
mit freundlichen Grüssen,
Stefan Heimers
Ich würde der Stiftung Kabelnetz vorschlagen langfristig auf dieses Glasfaserkabel zu setzen und nur dort neue digitale Sender aufzuschalten. Im Gegenzug müsste man dann keine analogen Programme streichen.
Somit wäre allen gedient: Der Digitalfraktion, die über Glasfaser noch viel mehr Programme empfangen kann als über das alte Kabel, und den Nostalgikern, die ihre alten Glotzbeulen noch 50 Jahre weiter benutzen können.
Glasfaser: die Technologie der Zukunft
mit freundlichen Grüssen,
Stefan Heimers
Icetiger877 Beiträge
@IcetigerWie ist der Zusammenhang zwischen EBL und Inter GGA?Mir ist keiner bekannt... - Intergga, GGA Pratteln und EBM stellen das Programm unverschlüsselt zur Verfügung und ohne STB bzw. Digi-Karten Pflicht. In Muttenz sieht es ein wenig anders aus, da ist der Signallieferant Quickline. Bei der EBL ist der Signallieferant die UPC Cablecom.
smid12'144 Beiträge
Ok. EBM und InterGGA haben ein recht ähnliches Lineup.
easypeacy422'068 Beiträge
bearbeitet #132
Ich würde der Stiftung Kabelnetz vorschlagen langfristig auf dieses Glasfaserkabel zu setzen und nur dort neue digitale Sender aufzuschalten. Im Gegenzug müsste man dann keine analogen Programme streichen.Die Idee ist zwar gut, funktioniert aber nicht. Langfristig auf Glasfaserkabel zu setzen ist das eine. Die Abschaltung der analogen Programme ist aber eine kurzfristig notwendige Massnahme, um die heute bestehenden Kapazitätsprobleme zu lösen. Bis im Jahre 2017 die angesprochenen 20'000 Gebäude in Basel mit Glasfaser endlich erschlossen sind, ist analoges TV hoffentlich sowieso schon komplett Geschichte, auch für die Ewiggestrigen.
Der Glasfaserausbau ist trotzdem zu begrüssen, unterstützt er doch die sonst überall schmerzlich vermissten Innovationen und Visionen:
Die Kapazitäten reichen etwa aus, um unbegrenzt viele Fernsehprogramme in hochauflösender Qualität zeitversetzt zu schauen. Fürs 3D-Kino in der guten Stube. Oder für hochaufgelöste Videokonferenzen. Glasfaser-Anschlüsse sind die Voraussetzungen für Dinge, die heute noch Science Fiction sind.Im Gegensatz zur Stiftung Kabelnetz und gewissen Providern, die einem staubige Statistiken entgegenwerfen ("75% schauen noch analog, wer braucht schon digital TV", "Im Durchschnittshaushalt stehen nur 1.2 TVs, wer will schon mehrere Programme parallel sehen können", usw.) zeigt man hier die richtige und notwendige Haltung, um mittelfristig erfolgreich zu sein. So muss es sein, wenn die Schweiz nicht bald ins technologische Mittelalter verfallen will.
smid12'144 Beiträge
Wieso reden wir eigentlich immer davon das analoge TV zu lassen?
Man nenne mir einen Grund.
Nur weil Schweizer eben einseitig informiert sind?
Man nenne mir einen Grund.
Nur weil Schweizer eben einseitig informiert sind?
akai159 Beiträge
Weil digital=verschlüsselt, langsam und kosten verursacht für diese 75%. Die schuld liegt hier aber bei den cable firmen an der grundverschlüsselung.
easypeacy422'068 Beiträge
bearbeitet #135
Weil digital=verschlüsselt, langsam und kosten verursacht für diese 75%. Die schuld liegt hier aber bei den cable firmen an der grundverschlüsselung.Dem kann ich so nicht zustimmen. Erstens sind es definitiv nicht "75%" sondern schweizweit noch knapp die Hälfte, also genau genommen mittlerweile eine Minderheit(!). Zweitens können sich viele dieser Rest-analog-Gucker z.B. eine digicard in den TV schieben (in anderen Kabelnetzen ist manchmal nicht mal das notwendig). Kostet einmalig 99.- (also einen Bruchteil von dem, was man üblicherweise für den fetten Flachbildschirm bezahlt hat) und ist dann ohne Folgekosten, sprich gratis. Die langsamere Umschaltzeit werden die meisten wohl nicht einmal aktiv bemerken, dafür kriegen sie nebst einer Handvoll mehr Sender ein qualitativ deutlich besseres Bild (und ich rede da nicht mal von HD) und den sehr angenehmen Service eines EPGs auf den Bildschirm (wer den mal hatte, will darauf nicht mehr verzichten). Also bitte nicht immer nur von den Nachteilen vom digitalen TV reden.
Verstehe also nicht, weshalb digital-TV etwas schlechtes für den "aber-ich-brauch-doch-gar-nicht-mehr-als-jetzt" analog-TV Konsumenten ist (der wahrscheinlich gleichzeitig viel Geld für einen 20mbps oder sogar 50mbps Internetanschluss bezahlt, von dem er eigentlich nur einen Bruchteil davon nutzt...).
Edit:
Laut http://www.itreseller.ch/Artikel/67926/Swisscable-_Fast_jeder_dritte_Schweizer_Haushalt_hat_Digital-TV.html gibt es in der Schweiz im Kabelnetz mittlerweile 942'000 Kunden mit digital TV, dazu 512'000 Kunden mit Swisscom TV, total 1'454'000 digital TV Haushalte, von ca. 3.2Mio Haushalten, also 45%. Dazu kommen geschätzte 500'000 SAT Kunden, ergibt somit ca. 1'950'000 Haushalte mit digitalem TV Anschluss, also 61%.
Somit sind die rein-analog-TV schauenden Haushalte in der Schweiz mitterweile eine klare Minderheit. Zeit, dies auch im Angebot widerzuspiegeln. Um so erschreckender ist es für die Stiftung Kabelnetz, wenn da angeblich noch 75% der Haushalte nur analoges TV konsumieren würden. Das würde dieses Kabelnetz sicherlich zum rückständigsten und unattraktivsten Kabelnetz der ganzen Schweiz deklarieren.
smid12'144 Beiträge
@easypeacy42
Dazu hab ich grad einen Blog-Post im Entwurf. Hast du mir etwa auf den Screen spioniert? 🙂
Aber auch wenn die Analog-Fraktion in der Minderheit ist. Die „Mainstream Medien“ (tönt schon fast rechtspopulistisch) werden und auch noch in den nächsten 10 Jahren ignorieren. Genau wie die liebe Stiftung.
Die Analog-Fans kommen immer nur mit Ausreden. Fakt ist: Zumindest in der EU schaut ein grosse Mehrheit Digital. Dort sind Zwangsboxen, 2 Fernbedienungen und Gebühren für Sky Sports HD offenbar kein Problem. Nur hier scheint das so ein Skandal, dass man jegliche Relation verliert.
Aber die Schweiz ist wohl das Land, wo eben TV keine Rolle spielt. Eine so kleine Rolle, dass man gleich die Politik im Heimatland anruft, wenn man plötzlich 20 Rappen pro Tag für eine TV Sender zahlen muss. Was kostet eigentlich der Kaffee in der Kantine?
Dazu hab ich grad einen Blog-Post im Entwurf. Hast du mir etwa auf den Screen spioniert? 🙂
Aber auch wenn die Analog-Fraktion in der Minderheit ist. Die „Mainstream Medien“ (tönt schon fast rechtspopulistisch) werden und auch noch in den nächsten 10 Jahren ignorieren. Genau wie die liebe Stiftung.
Die Analog-Fans kommen immer nur mit Ausreden. Fakt ist: Zumindest in der EU schaut ein grosse Mehrheit Digital. Dort sind Zwangsboxen, 2 Fernbedienungen und Gebühren für Sky Sports HD offenbar kein Problem. Nur hier scheint das so ein Skandal, dass man jegliche Relation verliert.
Aber die Schweiz ist wohl das Land, wo eben TV keine Rolle spielt. Eine so kleine Rolle, dass man gleich die Politik im Heimatland anruft, wenn man plötzlich 20 Rappen pro Tag für eine TV Sender zahlen muss. Was kostet eigentlich der Kaffee in der Kantine?
easypeacy422'068 Beiträge
Ja klar, ich habe meinen Trojaner schon vor langer Zeit auf deinem Compi installiert /emoticons/default_tongue.png/emoticons/default_wink.png
Nun, das liebe TV ist halt einfach ein emotionales Thema, selbst bei denjenigen, die behaupten, es wäre ihnen nicht wichtig. Ausgerechnet diejenigen, die als einzigen TV Konsum knapp täglich die Tagesschau vorweisen, scheinen ein Riesenproblem zu haben, dafür schnell zwei Fernbedienungen zu gebrauchen anstatt eine. Obwohl man sich es ja oftmals sogar einrichten kann, dass schlussendlich eine Fernbedienung genügt. Aber egal. Natürlich wird auch fleissig behauptet, die bessere Bildqualität und der EPG seien für sie nicht wichtig. Ja ganz einfach, weil man nicht vermisst, was man nie hatte. Ich bin überzeugt, mindestens 4 von 5 analog-TV Konsumenten würden gerade diese zwei Dinge nicht mehr missen wollen, wenn sie es mal für 1-2 Wochen zuhause gehabt hätten. Denn erst beim Rückschritt vermisst man, was man vorher noch nicht geschätzt hat.
Übrigens: Digitales TV im Cablecom-Land kostet lediglich 14 Rappen pro Tag ... was kostet eigentlich das Benzin pro Kilometer?
Nun, das liebe TV ist halt einfach ein emotionales Thema, selbst bei denjenigen, die behaupten, es wäre ihnen nicht wichtig. Ausgerechnet diejenigen, die als einzigen TV Konsum knapp täglich die Tagesschau vorweisen, scheinen ein Riesenproblem zu haben, dafür schnell zwei Fernbedienungen zu gebrauchen anstatt eine. Obwohl man sich es ja oftmals sogar einrichten kann, dass schlussendlich eine Fernbedienung genügt. Aber egal. Natürlich wird auch fleissig behauptet, die bessere Bildqualität und der EPG seien für sie nicht wichtig. Ja ganz einfach, weil man nicht vermisst, was man nie hatte. Ich bin überzeugt, mindestens 4 von 5 analog-TV Konsumenten würden gerade diese zwei Dinge nicht mehr missen wollen, wenn sie es mal für 1-2 Wochen zuhause gehabt hätten. Denn erst beim Rückschritt vermisst man, was man vorher noch nicht geschätzt hat.
Übrigens: Digitales TV im Cablecom-Land kostet lediglich 14 Rappen pro Tag ... was kostet eigentlich das Benzin pro Kilometer?
smid12'144 Beiträge
Bei McDo kostete ein BigMac Menü mal 9.90 – jetzt sind es 12.90. Ein Liter Benzin kostete 1990 auch ein bisschen weniger. Die Stange in der Dorfbeiz war auch mal billiger.
Hier gibt es aber keinen Mehrwert. Es ist exakt das identische Produkt, wobei die Servier-Tochter 10 Jahre älter wurde.
Beim Digital-TV gibt es für einen lächerlichen Betrag Mehrwert. Er könnte noch grösser sein, wenn CC die Pakete überdenkt.
Ich werde wohl die Analog-Fanatiker nie verstehen, besonders da ich eben über die Grenzen schaue. Vielleicht sollten die das auch mal tun, Sie werden schockiert sein, dass die ältere Generation im Ausland kein Problem mit dem Chäschtli hat.
Hier gibt es aber keinen Mehrwert. Es ist exakt das identische Produkt, wobei die Servier-Tochter 10 Jahre älter wurde.
Beim Digital-TV gibt es für einen lächerlichen Betrag Mehrwert. Er könnte noch grösser sein, wenn CC die Pakete überdenkt.
Ich werde wohl die Analog-Fanatiker nie verstehen, besonders da ich eben über die Grenzen schaue. Vielleicht sollten die das auch mal tun, Sie werden schockiert sein, dass die ältere Generation im Ausland kein Problem mit dem Chäschtli hat.
Gelöschtes Mitglied 21
Die GA Weissenstein (gehört zu Quickline) schaltet ende August 7 analog Sender ab. Das nenne ich mal vorbildlich. Es scheint so, dass im Herbst das Angeot massiv ausgebaut wird, da ich auch bei WWZ gesehen habe dass einige analog Sender per ende Oktober abgeschaltet werden.
tosci5'731 Beiträge
Das habe ich heute auch gesehen, und man beachte:
- Bereits jetzt sind digital über 120 TV und 140 Radiosender frei empfangbar
- Mit dem Grundangebot plus (CHF 4.90) sind es bereits 140 TV und 140 Radiosender
- Schon jetzt werden über 20 HD-Sender übertragen
- Mit verte! wird ein funktional sehr gutes Angebot mit VoD, Freeze24, CatchUp-TV usw. verbreitet
Mit der Streichung weiterer analoger Sender wird das Angebot wohl massiv erhöht. In Basel käme ich mir definitiv vor wie in der Steinzeit!
- Bereits jetzt sind digital über 120 TV und 140 Radiosender frei empfangbar
- Mit dem Grundangebot plus (CHF 4.90) sind es bereits 140 TV und 140 Radiosender
- Schon jetzt werden über 20 HD-Sender übertragen
- Mit verte! wird ein funktional sehr gutes Angebot mit VoD, Freeze24, CatchUp-TV usw. verbreitet
Mit der Streichung weiterer analoger Sender wird das Angebot wohl massiv erhöht. In Basel käme ich mir definitiv vor wie in der Steinzeit!
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