• Swisscom TV 2.0 UHD - Test digi-tv.ch

    Am 14. April 2016 war es soweit. Die UHD-Box für Swisscom TV 2.0 ist nach einer mehrmonatigen Testphase erschienen. Unterdessen haben diverse Stabilisierungen an der Firmware der Boxen und serverseitig bei der Swisscom stattgefunden. Bei digi-tv.ch durften wir die Box schon während der Testphase auf Herz und Nieren testen. Als die Box eintraf, war sofort ersichtlich, dass sie kleiner als die Vorgängerin sein muss (Bild 1). Das notwendige Zubehör wird bereits mitgeliefert: Fernbedienung mit Voice Search, Gigabit-Ethernet-Kabel, ein UHD-taugliches HDMI-Kabel, Installations- und Betriebsanleitung. Um die UHD-Tauglichkeit zu gewährleisten, sollte das beiliegende UHD-Kabel verwendet werden.

    sctv-uhd1.pngBild 1: SCTV 2.0, unten die alte, oben die neue Box           

    Die Inbetriebnahme ist sehr ausgereift und läuft in unter fünf Minuten inklusive Installation der aktuellen Firmware ab. Die Einstellungen von der HD-Box werden übernommen und man kann gleich loslegen. Als erstes fällt auf, dass die Box im Vergleich zum Vorgängermodell geradezu rast. Navigation durch den EPG und die verschiedenen Sparten des Homescreens gehen ohne jegliche Verzögerung vor sich. Auch beim Homescreen ist das mittlerweile sehr praktisch, da die Replay-Inhalte so gut gegliedert sind, dass es seinesgleichen sucht. Neu ist die Sprachsuche, welche mit der entsprechenden Taste auf der Fernbedienung aktiviert wird. Anfängliche Probleme während der Testphase sind mittlerweile ausgemerzt. Nicht zuletzt durch die grosse Anzahl an Testpersonen aus der ganzen Deutschschweiz funktioniert die Suche auf Schweizerdeutsch überraschend zuverlässig. Hochdeutsche und englische Titel sind ebenfalls kein Problem[DTG1] , wenn man sie der Sprache entsprechend ausspricht. Auch französisch und italienisch spricht die Box einwandfrei. Es kann nach Sendungsnamen, VOD-Titeln, Schauspielern/-innen und Regisseuren/-innen gesucht werden.

    sctv-uhd2.pngBild 2: Box mit Zubehör

    UHD-Content ist leider noch nicht im Überfluss vorhanden. Anfänglich waren erst einige Filme und Dokumentationen vorhanden. Dabei ist die Qualität erkennbar besser als z.B. beim weltgrössten Streaminganbieter, was wohl auf die höhere Bandbreite zurückzuführen ist. Das Angebot wird laufend erweitert. Wer die UHD-Box während der Fussball-Europameisterschaft schon in Betrieb hatte, konnte sich bei den in UHD übertragenen Spielen auch von der deutlichen Bildqualitätssteigerung bei SRFzwei UHD gegenüber dem HD-Bild auf SRFzwei HD überzeugen. Gut erkennbar war es beim Rasen und bei den Zuschauern, welche deutlich detaillierter auf das heimische Gerät kamen. Auch bei den HD-Sendungen auf SRFzwei UHD kam die höhere Bandbreite zur Geltung und liess mehr Details erkennen, als auf SRFzwei HD. Unterdessen sind auch über Teleclub Sport heimische Fussballspiele in UHD zu geniessen. An linearen Fernsehkanälen sind seit Mai 2016 mangels weiterem Angebot erst diverse Demokanäle aufgeschaltet. Deren Bildqualität lässt aber Vorfreude auf weitere Angebote entstehen. Die Box gibt nicht nur UHD, sondern auch HD- und SD-Bildmaterial hochskaliert in UHD aus, sofern die verwendeten Kabel, das TV-Gerät und allenfalls zwischengeschaltete Geräte wie AV-Receiver HDMI 2.0 sowie HDCP 2.2 unterstützen. Die Kompatibilität wird im integrierten UHD-Assistent angezeigt. An der Aufskalierung gibt es nichts auszusetzen, sie funktioniert sehr gut. Verglichen mit einem aktuellen Samsung-TV der 8er-Serie und 55 Zoll Bilddiagonale gibt es keinen sichtbaren Unterschied. Gemäss den Spezifikationen ist die Box HDR-tauglich. Zum jetzigen Zeitpunkt ist diese Funktion allerdings noch nicht aktiviert, aber geplant. Die Box kann auch an nicht UHD-tauglichen Geräten mit HDMI-Anschluss betrieben werden, dabei wird das Bild mit der höchstmöglichen Auflösung ausgegeben, welche automatisch erkannt wird. Der Mischbetrieb mit UHD- und HD-Boxen ist problemlos möglich. Damit man für UHD-Inhalte freigeschaltet wird, ist ein Internetanschluss mit einer Bandbreite von mindestens 40 Mbit/s erforderlich.

    sctv-uhd3.pngBild 3: Vergleiche neue (links) und alte Box

    Auch bei der UHD-Box funktioniert die Fernbedienung über Bluetooth. Die zur HD-Box angebotenen Infrarot-Empfänger können weiterverwendet werden. Es sind alternativ dazu neue, nur zur UHD-Box kompatible Infrarot-Empfänger erhältlich. Das Angebot an Apps ist mittlerweile massiv gewachsen, was aufgrund der sehr viel leistungsfähigeren Hardware bewerkstelligt werden konnte. Tests würden den Rahmen hier sprengen. VLC z.B. ist aber vorhanden und erkennt auch Diskstationen, getestet mit einer Synology DS413. Die Radiofunktion entspricht der alten Box. Allerdings ist das Zappen durch die Radiosender noch langsamer als vorher. Das Problem ist aber bekannt und es wird noch daran gearbeitet.

    Fazit

    Die neue Box bringt einige lohnenswerte Verbesserungen. Nicht nur für die Besitzer von UHD-Fernsehern lohnt sich das Böxlein, auch alle anderen können von der viel höheren Performance und der Voice Search Funktion profitieren. Seit dem Erscheinen, wo noch sporadisch Probleme auftraten, wurde schon diverses gefixt. Da die Swisscom selber entwickelt respektive entwickeln lässt, geht die Weiterentwicklung sehr rasch vor sich. Sie werden sicher noch mehr Potential aus der auf Android basierenden Box herausholen und fehlende Funktionen nachreichen. Die Tests dazu laufen schon. Die Box kann als klare Empfehlung gehandelt werden. Die Swisscom hat da gegenüber der Konkurrenz eine saftige Vorlage gesetzt.

    digi-tv.ch
    19.9.2016 / roman70



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    • @Aargovia: auf den neuen Angeboten steht im Kleingedruckten:    Die Verrechnung des Kabelanschlusses durch ein UPC Partnernetz wird in Form einer Gutschrift berücksichtigt.
    • Na dann wird wahrscheinlich Usenet/OCH für mich weiterhin eher die erste Wahl bleiben. Schade.   Und was das mit einer gewissen "Swisscom-Gläubigkeit" zu tun haben soll, kann ich nicht recht nachvollziehen. Hier wird auch gepflegt über Dreamboxen, in Deutschland abgeschlossenen Sky-Abos oder irgendwelchen ORF-Karten diskutiert, solange es in einem für die Betreiber rechtlich nicht zu beanstandenden Rahmen stattfindet. Ich finde das proprietäre Swisscom-TV-Angebot auch Käse. Und ich wüsste nicht, wann mir die Forenleitung diese Meinung mal verboten hätte. Und wenn hier Werbung vom "Ex-Monopolisten" geschaltet wird, findet das in einem zumindest von mir stets als klar gekennzeichnet empfundenen Rahmen statt.   Sorry fürs OT...
    • Sie lassen sich, je nach Anbieter, sowohl ausserhalb wie auch "innerhalb" des Angebots konsumieren.   In meinem Fall von fast jedem Endgerät direkt oder indirekt aus.    Dies ist aber scheinbar für dieses Forum der falsche Ansatz, da ja die Swisscom Gläubigkeit schon auf der Startseite ersichtlich ist.   @Wrzlbrnft : nein, ist es nicht, wie auch bei Swisscom TV auch nicht. Kosumieren und bei Iihnen Aufnehmen ja, aber wehe, du willst was bei dir auf dem PC ziehen....NIJET !   Alles wird gut, nur mit dem " schweizer Angebot" wird es sehr spannend...   So long   Kevin   P.S: Habt ihr Euch mal ausserhalb des "Angebots" umgesehen...??
    • Bei den beiden Toppaketen kannst du ja immerhin die Horizon in die Ecke stellen und die Digicard in einem Receiver nutzen.


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    • Bezüglich der TV-Senderpakete gilt scheinbar die folgende Schlüsselung bezüglich bisher und neu:   bisher                   neu Grundangebot         Basic TV Compact                 gibt es nicht mehr Classic                    Horizon TV Comfort                  Premium TV + Sport TV   Es bleibt abzuwarten, wie lange die alten Pakete noch weitergepflegt werden, d.h. ob dort neue Sender noch aufgeschaltet werden. Insbesondere ist das für die heute im Comfort-Paket enthaltenen Sportsender von Interesse. Vermutlich werden aber die neuen UPC eigenen Sender ab 2017 nicht im Comfort-Paket verfügbar gemacht werden.   Ich vermute, dass UPC die alten Abos vorderhand weiterlaufen lässt. Bereits jetzt ist es aber im Kundencenter so, dass man an den bestehenden alten Abos nichts mehr ändern kann. Noch schnell von Classic auf Comfort zu wechseln bei einer bestehenden Digicard, ist also bereits nicht mehr möglich.    Da alle Preise nun inkl. den Grundkosten aufgeführt sind, ist bei jeder Neubestellung von einem zusätzlichen Aufwand auszugehen, und zwar dann, wenn der Kunde bereits UPC nutzt, das aber über die Mietnebenkosten abgerechnet wird. Hier ist von UPC zu erwarten, dass sie aktiv den Kunden darauf aufmerksam machen, dass man beim Vermieter, eine Reduktion der Nebenkosten verlangen muss, bzw. ein entsprechendes Formschreiben zur Verfügung stellt. Sonst würde UPC ja doppelt kassieren (vom Vermieter und vom Kunden). Das scheint mir alles etwas kompliziert.   Das neue Preismodell scheint es auch unmöglich zu machen, dass Bestandeskunden, die das Grundangebot weiterhin via Nebenkosten abgerechnet haben wollen, etwas neues bei UPC bestellen können. Es scheint, als ob man verpflichetet ist, auf das neue Modell zu wechseln, sobald man etwas zusätzliches bei UPC bestellen will. Dann wird man somit zu einem Neukunden, für die das bisherige Modell über die Nebenkosten nicht mehr möglich ist.   Wie bei Swisscom und anderen Anbietern setzt UPC nun ausschliesslich auf Kombi-Abos. Zwar macht die Herausnahme der Grundkosten aus den Mietnebenkosten Sinn und führt sicherlich zu mehr Transparenz. Jedoch wäre es für mich wünschbar, wenn man sich ein Angebot ausgehend vom Grundservice selber nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen könnte. Der Horizonboxzwang stört dabei eindeutig am meisten.