Sunrise kauft UPC Schweiz!
210 Antworten52'817 AufrufeGestartet von CHnuschti ·
doom2'266 Beiträge
Ein Kollege hat übers Wochenende eine Werbung für www.sundown.ch auf 20 Minuten entdeckt. Das scheint dann wohl die Homepage der Gegner des Deals zu sein - irgendjemand muss solche Werbung ja finanzieren. Die Site hat aber auch diverse interessante Links, wie z.B. den Kaufvertrag.
CHnuschti753 Beiträge
irgendjemand muss solche Werbung ja finanzieren.Vielleicht unter Beteiligung des Reptilienfonds der Swisscom? 🙄
Na jedenfalls geb ich der Site recht, riecht allzusehr nach Torschlusspanik.
smid12'144 Beiträge
Die GV wurde verschoben!
AndreS658 Beiträge
Guest
bearbeitet #145
Finde ich sehr schade. Der grosse Gewinner ist dann die Swisscom. Der Zusammenschluss hätte zumindest etwas druck auf Swisscom ausgelöst.
Die Aussage vom Freenet CEO, dass Glasfaser nicht mehr wichtig sei, da ja jetzt 5G gibt ist einfach nur dämlich und zeigt, dass der Herr keine Ahnung vom schweizer Umfeld hat. In den Städten und Gemeinden laufen die Leute schon fast Amok, wenn eine neue Antenne gebaut oder eine bestehende aufgerüstet werden soll. Es gibt Moratorien etc. Daher wird es noch mehrere Jahre gehen, bis 5G nahezu flächendeckend verfügbar ist.
Die Aussage vom Freenet CEO, dass Glasfaser nicht mehr wichtig sei, da ja jetzt 5G gibt ist einfach nur dämlich und zeigt, dass der Herr keine Ahnung vom schweizer Umfeld hat. In den Städten und Gemeinden laufen die Leute schon fast Amok, wenn eine neue Antenne gebaut oder eine bestehende aufgerüstet werden soll. Es gibt Moratorien etc. Daher wird es noch mehrere Jahre gehen, bis 5G nahezu flächendeckend verfügbar ist.
willehalm1'738 Beiträge
Ich weiss nicht, was für mich besser gewesen wäre. Habe super Sunrise prokukte zum halben Preis gegenüber Swisscom (Internet und Handy: Qualität ist genauso gut wie bei der Swisscom) und das lebenslang (yallo und QoQa).
Für mich läuft die Konkurrenz schon jetzt gut. Schade, dass die Kunden nicht öfter davon Gebrauch machen. Das würde Schwung in den Markt bringen.
Für mich läuft die Konkurrenz schon jetzt gut. Schade, dass die Kunden nicht öfter davon Gebrauch machen. Das würde Schwung in den Markt bringen.
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doom2'266 Beiträge
Bis zu einem gewissen Mass geht das 5G Argument aber auf Kosten von Sunrise. Sie haben die Strategie lanciert mit 5G die letzte Meile zu überbrücken und das heftig gepusht. Klar - alles Marketing - aber das verstehen lang nicht alle. Was erwartest du z.B. von Stimmrechtsberatern, die auch in Zeiten wo es einer Firma schlecht geht Millionenboni fürs Management gutheissen? Die verstehen knapp mal Zahlen, Technik aber definitiv nicht. Dass Wireline Internet noch Sinn macht sieht man bei den grossen Carriern. Swisscom investiert massiv in FTTS und bereitet PON vor. Die deutsche Telekom hat sich jahrelang gegen Fiber gewehrt, macht jetzt plötzlich aber auch FTTH. Das sind die Marktführer mit den besten Voraussetzungen für 5G. Die wären ja dumm würde sie noch einen Rappen/Cent in wireline investieren wen alles mit 5G gienge. Und auch wenn ich Swisscom nicht mag, ihre Strategie macht durchaus Sinn. Kein anderer Ehemaliger Monopolist konnte so einen hohen Marktanteil verteidigen und der Marktanteil kommt nicht nur aus der Wechselfaulheit der Kunden.
Schlussendlich wird auch die Finanzierung eine Rolle gespielt haben. Man schauen sich die Fremdkapitalsituation der UPC an. Die haben 2.4Mia Schulden, und davon 1.6Mia (soviel wie Sunrise insgesamt) verzinslich zu 5.375 / 5.5%. Im Zeitalter wo du gratis Geld bekommst bedeutet das doch: hohes Risiko für die Geldgeber. Und das alles hätten wir Sunrise Aktionäre übernehmen sollen. Dazu kommen die Abschreibungen fürs Netz dort wo es Cable und Fiber gibt, Abschreibungen in der Infrastruktur (UPC Carrier Switch, TV Platformen (mindestens eine, besser 2 müssten weg). Und - Cable geht wohl auf 10G, aber da braucht es nochmals massive Investitionen. Schon symmetrisch Gigabit, da muss das Netz noch gewaltig umgebaut werden. Und neben diesen Investitionen und Abschreibungen, den Kapitalkosten, soll es noch höherere Dividenden geben. Tönt fast magisch. Eigentlich sollte das vom Fair Market Value abgezogen werden, und noch noch 1-2.3 Mia (je nach Bewertung.. ISS: 4 Mia, ValueTrust: 5.3Mia) Agio draufgelegt werden. Und dazu müsste der UPC Laden endlich richtig saniert werden - die haben noch viele Hausaufgaben was Technik, Prozesse und Service angeht (sieht man ja an den Rückmeldungen hier im Forum). Da besteht ein signifikantes Risiko dass das Ganze irgendwie nicht aufgeht. Und sollte dann in ein paar Jahren eine Heuschrecke kommen die Sunrise übernimmt und auspresst, dann haben wir wieder Zustände wie Anfangs des Jahrzehnts mit miserablen Produkten und Service.
Preis runter auf ein vernünftiges Mass, dann wäre das sicher eine gute Sache denn es macht schon Sinn dass Sunrise ein eigenes Festnetz hätte.
Schlussendlich wird auch die Finanzierung eine Rolle gespielt haben. Man schauen sich die Fremdkapitalsituation der UPC an. Die haben 2.4Mia Schulden, und davon 1.6Mia (soviel wie Sunrise insgesamt) verzinslich zu 5.375 / 5.5%. Im Zeitalter wo du gratis Geld bekommst bedeutet das doch: hohes Risiko für die Geldgeber. Und das alles hätten wir Sunrise Aktionäre übernehmen sollen. Dazu kommen die Abschreibungen fürs Netz dort wo es Cable und Fiber gibt, Abschreibungen in der Infrastruktur (UPC Carrier Switch, TV Platformen (mindestens eine, besser 2 müssten weg). Und - Cable geht wohl auf 10G, aber da braucht es nochmals massive Investitionen. Schon symmetrisch Gigabit, da muss das Netz noch gewaltig umgebaut werden. Und neben diesen Investitionen und Abschreibungen, den Kapitalkosten, soll es noch höherere Dividenden geben. Tönt fast magisch. Eigentlich sollte das vom Fair Market Value abgezogen werden, und noch noch 1-2.3 Mia (je nach Bewertung.. ISS: 4 Mia, ValueTrust: 5.3Mia) Agio draufgelegt werden. Und dazu müsste der UPC Laden endlich richtig saniert werden - die haben noch viele Hausaufgaben was Technik, Prozesse und Service angeht (sieht man ja an den Rückmeldungen hier im Forum). Da besteht ein signifikantes Risiko dass das Ganze irgendwie nicht aufgeht. Und sollte dann in ein paar Jahren eine Heuschrecke kommen die Sunrise übernimmt und auspresst, dann haben wir wieder Zustände wie Anfangs des Jahrzehnts mit miserablen Produkten und Service.
Preis runter auf ein vernünftiges Mass, dann wäre das sicher eine gute Sache denn es macht schon Sinn dass Sunrise ein eigenes Festnetz hätte.
Robsen352 Beiträge
Das fasst es wohl gut zusammen, UPC hat aufgrund seiner Struktur wohl schlicht zu viele Altlasten, die alle zu 100% von Sunrise hätten übernommen werden müssen - zum Kaufpreis von mehreren Milliarden CHF...
CHnuschti753 Beiträge
Man erlaube mir ein Schmunzeln. Halte ich ja für ein (Super?) GAU, was hier abläuft. Wochenlang war in der Presse zu lesen, wie "zuversichtlich" man allerorten und im VR sei usw., und nun sowas. Geht es darum, das Gros des Verwaltungsrats auf den Posten zu behalten? Klingt doch sehr danach bei diesem Überraschungsmanöver. Immerhin war auch die Abwahl Kurers traktandiert.
Halte ich jedenfalls für eine grössere Peinlichkeit, was hier geboten wird, frag mich auch ob auf längerer Sicht das Vorgehen schädlicher für die Sunrise ist, als wenn ein klares Nein and er AGV gefallen wäre.
Halte ich jedenfalls für eine grössere Peinlichkeit, was hier geboten wird, frag mich auch ob auf längerer Sicht das Vorgehen schädlicher für die Sunrise ist, als wenn ein klares Nein and er AGV gefallen wäre.
roku732'920 Beiträge
Die lachenden sind jetzt die Aktionäre, der Sunrise Titel ist heute stark gestiegen an der Börse...
Vielleicht war das auch so gewollt, wer weiss ?
Vielleicht war das auch so gewollt, wer weiss ?
CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #151
Die NZZ versucht sich auch mit einem Artikel "5G vs. Festnetz" im Zusammenhang mit den Sunrise-UPC Deal:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/5g-mobilfunk-ersetzt-der-standard-bald-das-internet-abo-ld.1515952
EDIT:
Neu auch ein Kommentar der NZZ zur abgesagten AGV. Sie schreibt von "Scherbenhaufen":
https://www.nzz.ch/wirtschaft/5g-mobilfunk-ersetzt-der-standard-bald-das-internet-abo-ld.1515952
Was übrigens gestern schon die FuW schrieb, bevor die Absage überaupt bekannt war: https://www.fuw.ch/article/sunrise-vor-scherbenhaufen-so-oder-so/
Und insideparadeplatz giftelt weiter: https://insideparadeplatz.ch/2019/10/22/swissair-ubs-sunrise-peter-kurers-horror-show/
Sogar die ominöse sundown.ch schreibt dazu: https://sundown.ch/2019/10/22/jetzt-wirds-peinlich/
Zitat: "Diese Uhr steht still, weil Kurer es will." :lol:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/5g-mobilfunk-ersetzt-der-standard-bald-das-internet-abo-ld.1515952
EDIT:
Neu auch ein Kommentar der NZZ zur abgesagten AGV. Sie schreibt von "Scherbenhaufen":
https://www.nzz.ch/wirtschaft/5g-mobilfunk-ersetzt-der-standard-bald-das-internet-abo-ld.1515952
Was übrigens gestern schon die FuW schrieb, bevor die Absage überaupt bekannt war: https://www.fuw.ch/article/sunrise-vor-scherbenhaufen-so-oder-so/
Und insideparadeplatz giftelt weiter: https://insideparadeplatz.ch/2019/10/22/swissair-ubs-sunrise-peter-kurers-horror-show/
Sogar die ominöse sundown.ch schreibt dazu: https://sundown.ch/2019/10/22/jetzt-wirds-peinlich/
Zitat: "Diese Uhr steht still, weil Kurer es will." :lol:
AndreS658 Beiträge
bearbeitet #152
Hier noch der Link zum erwähnten Kommentar: NZZ: Geplatzte UPC-Übernahme: Der Scherbenhaufen ist selbstverschuldet
Auch 20min.ch schreibt, wie üblich mit den fachkundigen Kommentaren dazu:
20min.ch: Sunrise sagt GV in letzter Minute ab
20min.ch: Tritt Sunrise-CEO Olaf Swantee jetzt zurück?
Auch 20min.ch schreibt, wie üblich mit den fachkundigen Kommentaren dazu:
20min.ch: Sunrise sagt GV in letzter Minute ab
20min.ch: Tritt Sunrise-CEO Olaf Swantee jetzt zurück?
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EMkaEL212 Beiträge
UPC veröffentlicht eine eine medienmitteilung als "Stellungnahme zur Pressemitteilung von Liberty Global"
Wallisellen, 22. Oktober 2019
Statement von Severina Pascu, CEO von UPC Schweiz:
"Was die Transaktion betrifft, so haben wir der heute Morgen veröffentlichten Pressemitteilung von Liberty Global nichts hinzuzufügen. UPC Schweiz ist ein erfolgreiches Unternehmen mit einer starken Standalone-Strategie. Unser Wachstumsplan funktioniert, wir investieren weiterhin in unser innovatives Produktportfolio und unser Gigabit-Netzwerk hat einen strategisch langfristigen Wert."
Medienmitteilung UPC Schweiz als PDF
Pressemitteilung Liberty Global als PDF
Wallisellen, 22. Oktober 2019
Statement von Severina Pascu, CEO von UPC Schweiz:
"Was die Transaktion betrifft, so haben wir der heute Morgen veröffentlichten Pressemitteilung von Liberty Global nichts hinzuzufügen. UPC Schweiz ist ein erfolgreiches Unternehmen mit einer starken Standalone-Strategie. Unser Wachstumsplan funktioniert, wir investieren weiterhin in unser innovatives Produktportfolio und unser Gigabit-Netzwerk hat einen strategisch langfristigen Wert."
Medienmitteilung UPC Schweiz als PDF
Pressemitteilung Liberty Global als PDF
doom2'266 Beiträge
Wachstumsplan ?
Pläne haben noch viele, in den Übernahmegutachten steht erstmals was wir hier schon alle lange wussten: UPC hat sich jahrelang mit einem nicht zeitgemässen TV Angebot selbst in den Fuss geschossen. Und sie scheinen jetzt noch nicht mit Vollgas zu fahren wenn man die offenen Themen der neuen Platform anschaut. Wäre interessant gewesen zu sehen ob Liberty das Problem war wieso es nicht vorwärtsgeht.
Pläne haben noch viele, in den Übernahmegutachten steht erstmals was wir hier schon alle lange wussten: UPC hat sich jahrelang mit einem nicht zeitgemässen TV Angebot selbst in den Fuss geschossen. Und sie scheinen jetzt noch nicht mit Vollgas zu fahren wenn man die offenen Themen der neuen Platform anschaut. Wäre interessant gewesen zu sehen ob Liberty das Problem war wieso es nicht vorwärtsgeht.
millernet724 Beiträge
bearbeitet #155
Ich bin froh, dass die Übernahme gescheitert ist. TV-Kabelnetze (HFC-Netze) sind eine Sackgasse:
[*]Zellgrössen/ Shared Medium / Überlastung: Eine Zelle bestehen teilweise aus mehren hundert Nutzungseinheiten. Alle Kunden in einer Zelle teilen sich die Bandbreite, da HFC resp. Coax ein shared medium ist. Kabelnetzbetreiber verkaufen massiv überbuchte Leitungen. So steht in einer Zelle gerade mal ca. 1300 Mbit/s im Downstream (16 x DOCSIS 3.0 + 64 MHz OFDM Block von DOCSIS 3.1) zur Verfügung. Wenn also zwei Kunden mit einem Connect Giga voll saugen, ist die Zelle bereits überbucht. Die Betreiber spekulieren einfach mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor und hoffen, dass die wenigsten ihre reale Geschwindigkeit messen und das nicht zu viele gleichzeitig hohe Bandbreiten abrufen möchten.
Nur Glasfaser oder FTTH ist wirklich zukunftsfähig und auch die Basis für 5G. Alles andere sind Brückentechnologien. So wird Swisscom bereits nächstes Jahr mit der Vermarktung von XGS-PON beginnen. Im November wird die Internetbox 3 lanciert, welche XGS-PON erstmalig in einem Swisscom CPE unterstützen wird. Auch Sunrise wird vermutlich auf diesen Zug aufspringen.
- Limitierte Upstream/ Upload Kapazität: Der Kabelnetzbetreiber müsste viel Geld in die Hand nehmen um den Upstream-Frequenzbereich zu erweitern um sich auch nur annähernd an einen Gigabit-Upload anzunähern oder sie hoffen auf DOCSIS 4.0, obwohl auch hiermit massiv in die Erneuerung des Netzwerks investiert werden muss. Da kann man als Kabelnetzbetreiber auch gleich überlegen auf eine FTTB- oder gar FTTH-Architektur zu wechseln.
- Hohe Störunganfälligkeit:
Stichwort "Ingressstörungen", welche sämtliche Geräte einer kompletten Zelle betreffen können, wenn auch nur ein Gerät Störstrahlungen in den Rückkanal einkoppelt. Dies können defekte Fernseher, Empfänger, Kabel, Modems, Verteiler, Hausverstärker, Linienverstärker, Taps etc. sein. Das Phänomen ist sogar Temperaturabhängig, da sich Kabel und Stecker ausdehnen oder zusammenziehen, was eine defekte Schirmung entsprechend stärker oder schwächer hervortreten lässt.
- Eine Ingressstörung zu lokalisieren ist nur mit solider Fussarbeit möglich, da das HFC-Netz eine verästelte Baum-Stern-Struktur aufweist mit teilweise sehr alten Haus- und Netzinstallationen.
- Je weniger der Kabelnetzbetreiber in Unterhaltung Wartung investiert (e.g EBL Telecom) je schlimmer wirds. Nach 25 Jahren müsste halt mal diverse Komponenten tauschen, was Kabelnetzbetreiber auf dem Land meisst scheuen, da es sich schlicht und ergreifend nicht lohnt für die wenigen noch verbliebenen Kunden.
[*]Zellgrössen/ Shared Medium / Überlastung: Eine Zelle bestehen teilweise aus mehren hundert Nutzungseinheiten. Alle Kunden in einer Zelle teilen sich die Bandbreite, da HFC resp. Coax ein shared medium ist. Kabelnetzbetreiber verkaufen massiv überbuchte Leitungen. So steht in einer Zelle gerade mal ca. 1300 Mbit/s im Downstream (16 x DOCSIS 3.0 + 64 MHz OFDM Block von DOCSIS 3.1) zur Verfügung. Wenn also zwei Kunden mit einem Connect Giga voll saugen, ist die Zelle bereits überbucht. Die Betreiber spekulieren einfach mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor und hoffen, dass die wenigsten ihre reale Geschwindigkeit messen und das nicht zu viele gleichzeitig hohe Bandbreiten abrufen möchten.
Nur Glasfaser oder FTTH ist wirklich zukunftsfähig und auch die Basis für 5G. Alles andere sind Brückentechnologien. So wird Swisscom bereits nächstes Jahr mit der Vermarktung von XGS-PON beginnen. Im November wird die Internetbox 3 lanciert, welche XGS-PON erstmalig in einem Swisscom CPE unterstützen wird. Auch Sunrise wird vermutlich auf diesen Zug aufspringen.
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CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #156
Der letzte Link mit Sunrise geht ins Leere und müsste glaub ich der sein:
https://www.tec-forum.ch/FreeTextFiles/Events/4/Documents/11_Huawei.pdf
In Sachen XGS-PON wird Swisscom dort als Hardware Pilot und sogar Wholesale Pilot ausgewiesen, Sunrise als "in Verhandlung".
https://www.tec-forum.ch/FreeTextFiles/Events/4/Documents/11_Huawei.pdf
In Sachen XGS-PON wird Swisscom dort als Hardware Pilot und sogar Wholesale Pilot ausgewiesen, Sunrise als "in Verhandlung".
millernet724 Beiträge
bearbeitet #157
Der letzte Link mit Sunrise geht ins Leere und müsste glaub ich der sein:Nach der gescheiterten Übernahme wird Sunrise diesen Weg gehen müssen um sich ein Wellenlängen-Plätzchen mit TWDM-PON sichern zu können ?
https://www.tec-forum.ch/FreeTextFiles/Events/4/Documents/11_Huawei.pdf
In Sachen XGS-PON wird Swisscom dort als Hardware Pilot und sogar Wholesale Pilot ausgewiesen, Sunrise als "in Verhandlung".
Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #158
Ich bin froh, dass die Übernahme gescheitert ist. TV-Kabelnetze (HFC-Netze) sind eine Sackgasse:FTTB müsste weiterhin auf eine Coax-basierte Lösung setzen. Es gibt also nur FTTH oder Docsis. Wobei, nicht unbedingt. Es gibt da noch eine ganz witzige Lösung, die auf Moca aufsetzt.
- Limitierte Upstream/ Upload Kapazität: Der Kabelnetzbetreiber müsste viel Geld in die Hand nehmen um den Upstream-Frequenzbereich zu erweitern um sich auch nur annähernd an einen Gigabit-Upload anzunähern oder sie hoffen auf DOCSIS 4.0, obwohl auch hiermit massiv in die Erneuerung des Netzwerks investiert werden muss. Da kann man als Kabelnetzbetreiber auch gleich überlegen auf eine FTTB- oder gar FTTH-Architektur zu wechseln.
- Hohe Störunganfälligkeit:
Stichwort "Ingressstörungen", welche sämtliche Geräte einer kompletten Zelle betreffen können, wenn auch nur ein Gerät Störstrahlungen in den Rückkanal einkoppelt. Dies können defekte Fernseher, Empfänger, Kabel, Modems, Verteiler, Hausverstärker, Linienverstärker, Taps etc. sein. Das Phänomen ist sogar Temperaturabhängig, da sich Kabel und Stecker ausdehnen oder zusammenziehen, was eine defekte Schirmung entsprechend stärker oder schwächer hervortreten lässt.
- Eine Ingressstörung zu lokalisieren ist nur mit solider Fussarbeit möglich, da das HFC-Netz eine verästelte Baum-Stern-Struktur aufweist mit teilweise sehr alten Haus- und Netzinstallationen.
- Je weniger der Kabelnetzbetreiber in Unterhaltung Wartung investiert (e.g EBL Telecom) je schlimmer wirds. Nach 25 Jahren müsste halt mal diverse Komponenten tauschen, was Kabelnetzbetreiber auf dem Land meisst scheuen, da es sich schlicht und ergreifend nicht lohnt für die wenigen noch verbliebenen Kunden.
[*]Zellgrössen/ Shared Medium / Überlastung: Eine Zelle bestehen teilweise aus mehren hundert Nutzungseinheiten. Alle Kunden in einer Zelle teilen sich die Bandbreite, da HFC resp. Coax ein shared medium ist. Kabelnetzbetreiber verkaufen massiv überbuchte Leitungen. So steht in einer Zelle gerade mal ca. 1300 Mbit/s im Downstream (16 x DOCSIS 3.0 + 64 MHz OFDM Block von DOCSIS 3.1) zur Verfügung. Wenn also zwei Kunden mit einem Connect Giga voll saugen, ist die Zelle bereits überbucht. Die Betreiber spekulieren einfach mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor und hoffen, dass die wenigsten ihre reale Geschwindigkeit messen und das nicht zu viele gleichzeitig hohe Bandbreiten abrufen möchten.
Nur Glasfaser oder FTTH ist wirklich zukunftsfähig und auch die Basis für 5G. Alles andere sind Brückentechnologien. So wird Swisscom bereits nächstes Jahr mit der Vermarktung von XGS-PON beginnen. Im November wird die Internetbox 3 lanciert, welche XGS-PON erstmalig in einem Swisscom CPE unterstützen wird. Auch Sunrise wird vermutlich auf diesen Zug aufspringen.
https://www.incoax.com
Hätte dann nicht mehr was mit Docsis zu tun.
Wenn man sich eine Coax-Installation von früher vorstellt, als die Antennen auf dem Dach noch was zu tun hatten, und dann eine behelfsmässige Anbindung an ein Kabelnetz vorstellt indem die Zuleitung zunächst in den Dachstock gezogen wurde, dann kann man sich vorstellen, dass FTTH ziemlich teuer und aufwändig werden kann. Also warum eine solche Installation mit eigenem Geld umbauen wenn schon die eigene Infrastruktur teuer Geld kostet und für 99% der Kundschaft genügt.
Moderne Koax-Komponenten erlauben eine Fernauswertung und gleichzeitig eine Dämpfung- resp. Signalabschaltung auf einzelnen Ports. Damit können Störungen einfacher lokalisiert, abgeschwächt oder sogar ganz "abgeschaltet" werden. Aber ist so, kann schlussendlich doch noch Arbeit bedeuten eine Störung zu finden.
Also eigentlich müsste die Technologie auf den gleichen Ansatz wie bei Glas reduziert werden. Nur eine Antennendose und bis auf ein Modem kann nichts anderes mehr angeschlossen werden. DVB-C gibt es nicht mehr. Kein TV/DVB-C Receiver, kein Radio wäre mehr angeschlossen. Die Störungen würden massiv abnehmen.
Glas findet Wasser und Schmutz nicht cool. Es gibt auch solche Störungen.
Es wird immer etwas geteilt, nur ist der Faktor in den Kabelnetzen ist inzwischen sehr extrem. Ein XGS-PON Chassis mit 8x10Gig wird wohl kaum auch mit 8x10Gig angebunden. Warum wissen wir.
millernet724 Beiträge
bearbeitet #159
@Schlummi Mit solchen Ansätzen kann man auch einen virtuellen Nodesplit ohne Glasfaser machen. Hierzu bietet die Firma Giax mit GigaHFC entsprechende Produkte an. Aber Coax ist und bleibt, wie das Klingeldrähtchen der Swisscom, eine Technologie, welche nie für grossflächige bidirektionale Breitbanddatenübertragung geschaffen worden ist, sondern ein reines Broadcastmedium mit bescheidenem Rückkanal für „interaktives Fernsehen“. UPC hat sogar dieses Jahr noch DOCSIS 3.1 mit 64 MHz ins bestehende Spektrum reingewürgt, da man sich eine Frequenzerweiterung von 862 MHz auf 1000 MHz oder gar 1200 MHz auch sparen wollte. Man unterschätzte halt die anfallenden zukünftigen kosten, welche für DOCSIS 3.1 oder gar 4.0 im Vollausbau in eine längst obsolete Technologie gesteckt werden müssen.
doom2'266 Beiträge
UPC hat sogar dieses Jahr noch DOCSIS 3.1 mit 64 MHz ins bestehende Spektrum reingewürgt, da man sich eine Frequenzerweiterung von 862 MHz auf 1000 MHz oder gar 1200 MHz auch sparen wollte.Sprich, das UPC Netz ist nach wie vor nur 862MHz fähig? Da haben sie doch gros posaunt es gäbe Pläne bis 10GBit...
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