Netflix in der Schweiz?
1'622 Antworten252'885 AufrufeGestartet von Noel ·
Zusammenfassung der Erfahrungen: Netflix Schweiz — was Mitglieder in diesem und weiteren Themen berichten.
magicfriend3'697 Beiträge
Das ist eben auch ein Problem von den Buden der New-Economy ännet em Teich. Klar, Swisscom ist ein kleiner Fisch. Aber sie scheren sich auch einen Dreck um die regionalen Gegebenheiten. Und schlussendlich haben alle gekuscht. So kommen sie schlussendlich immer zum Erfolg.
Ich bin nun interessiert daran, wie dies über die nächsten Monate und Jahre weitergeht. Streaming sehe ich als einen der starken Wachstumsmärkte im TV-Bereich. Nicht lineares Fernsehen wird ganz klar zunehmen, vor allem im Unterhaltungsbereich wie Serien und Filme. Netflix hat diesbezüglich in der Schweiz das breiteste Angebot. Auch begünstigt, dass UPC und Swisscom ihr eigenes On-Demand-Angebot wegen Gewinnmaximierung nicht torpedieren wollen. Und auch weil unser Markt für andere Player schlicht zu klein ist und bisher noch nicht bearbeitet wurde. Kann mir gut vorstellen, dass wenn die Kabler und Telcos in der Schweiz feststellen, dass ihre Triple-Play-Angebote immer weniger genutzt werden und nur noch Internetanschlüsse verkauft werden, um von Streaming-Anbietern Inhalte zu konsumieren, wird sich das ändern. Teleclub wird dann garantiert ganz fix ein Zusatzabo auf den Markt bringen, wo beliebte Inhalte exklusiv angeboten werden. Es bleibt spannend.
Ich bin nun interessiert daran, wie dies über die nächsten Monate und Jahre weitergeht. Streaming sehe ich als einen der starken Wachstumsmärkte im TV-Bereich. Nicht lineares Fernsehen wird ganz klar zunehmen, vor allem im Unterhaltungsbereich wie Serien und Filme. Netflix hat diesbezüglich in der Schweiz das breiteste Angebot. Auch begünstigt, dass UPC und Swisscom ihr eigenes On-Demand-Angebot wegen Gewinnmaximierung nicht torpedieren wollen. Und auch weil unser Markt für andere Player schlicht zu klein ist und bisher noch nicht bearbeitet wurde. Kann mir gut vorstellen, dass wenn die Kabler und Telcos in der Schweiz feststellen, dass ihre Triple-Play-Angebote immer weniger genutzt werden und nur noch Internetanschlüsse verkauft werden, um von Streaming-Anbietern Inhalte zu konsumieren, wird sich das ändern. Teleclub wird dann garantiert ganz fix ein Zusatzabo auf den Markt bringen, wo beliebte Inhalte exklusiv angeboten werden. Es bleibt spannend.
easypeacy422'068 Beiträge
Das Internet hat keine "regionalen Gegebenheiten" sondern ist globales Business. Die Swisscom macht übrigens mit ihrer Marktmacht innerhalb der Schweiz nichts anderes, wie bekannte Gerichtsverhandlungen / Fälle (Zattoo/Init7 etc.) bezeugen. Nur bietet Netflix in der Tat relativ faire Alternativen, was man von der Swisscom leider nicht behaupten kann.
olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #1283
Wenn Du das von beiden Beteiligten nicht OK findest, warum kündigst Du nur Netflix?Weil ich meine Fringe Benefits als Swisscom Mitarbeiter nicht gerne aufgebe ;-)
Und bei Netflix habe ich gekündigt, resp. die Verlängerung des Abos beendet, in der Hoffnung, dass dies auf irgend einer Statistik erscheint und wenn es genug tun, dass auch von Netflix Seite die Motivation besteht eine schnelle gemeinsame Problemlösung beizuführen.
Das die Aboverlängerung kann ich ja dann wieder aktivieren wenn ich überzeugt davon bin, dass die nun offenbar installierte Lösung verhebt.
Matia218 Beiträge
Nein, das ist nicht korrekt. Netflix hat nicht "zuwenig Leistung eingekauft". Das Problem der Swisscom begann, weil ihr "Hauptprovider" Deutsche Telekom, ihres Zeichens ebenfalls bekannt als notorischer Verletzer der Netzneutralität, sich in einen Rechtsstreit mit Cogent begab wegen eines überlasteten Peerings (einer von zwei "Hauptprovider" von Netflix). Netflix hat als Folge davon ein direktes Peering oder alternativ das zur Verfügung stellen der Netflix Content Server angeboten. Swisscom hat das abgelehnt, weil sich die Swisscom im Gegensatz zum durchschnittlichen seriösen ISP mit ihrer aggressiven 2:1 Peering Policy eine goldene Nase verdient. Diese Einnahmen drohen wegzufallen, wenn Swisscom das Netflix Angebot annehmen würde.
Es geht hier also eigentlich gar nicht um Netflix vs. Swisscom sondern darum, dass die Swisscom krampfhaft am unseriösen "Doppelten Markt" festhalten möchte und dabei offenbar über Leichen (resp. ihre Kunden) geht. Die meisten anderen ISPs haben dieses "Problem" des doppelten Markts nicht, deshalb war es für sie auch kein Problem, eine der zwei Netflix Alternativen (Peering oder Server) anzunehmen. Denn ohne doppelten Markt haben diese Lösungen eigentlich auch für den ISP nur Vorteile, denn er entlastet damit seine regulären Peerings massiv, womit er durchaus auch Kosten sparen kann. Ausser man hat sich durch einen erzwungenen doppelten Markt einen Goldesel aufgebaut, der nun an Altersschwäche zu sterben droht. Somit steht für mich fest: Der Hauptschuldige ist eindeutig die Swisscom.
Wer am längeren Hebel sitzt? Ganz klar Netflix ... und wie es scheint hat sich die Swisscom nun dem Druck gebeugt und ist endlich ein direktes Peering eingegangen.
Nichts anderes habe ich ja gesagt. Das es irgendwo beim Transitweg hapert. Und Netflix kann da auch nicht viel machen.
Richtig, die Lösung hat für den ISP eigentlich nur Vorteile, dies gilt aber für Netflix genauso. Beide wollten (bisher) keinen cm nachgeben.
Und nein, Swisscom verlangt Geld für eine zusätzliche Leistung. Wie viele andere Firmen dies auch tun. Netflix kann dadurch Geld bei seinen regulären Peerings sparen. Der Hauptschuldige ist nicht einfach Swisscom.
Mit dem längeren Hebel hast du wohl recht. Wobei viele Netflix/Swisscomuser wohl auch von anderen Dienstleistungen (wie Swisscom TV) profitieren. Und das Netflix Abo ist schneller gekündigt, als dasjenige von Swisscom.
artan21481 Beiträge
Infos von swisscom Zum Thema Netflix: In der Zwischenzeit konnte Swisscom in Zusammenarbeit mit Netflix eine Lösung im Sinne der Kunden finden. Die Lösung funktioniert bisher gut. Wir warten aber noch die Datenspitzenlast heute Abend ab. Liebe Grüsse, Swisscom
White-Husky164 Beiträge
lonestar176 Beiträge
Ist klar dass es "schnell" geht...
- Ostern steht vor der Tür
- Das Wetter ist nicht gerade der Ober-brüller
= Netflix Zeit
Das gäbe dann spätestens ab Dienstag so richtig Stunk im Helpdesk ab all diesen Personen welche sich telefonisch beschweren.
- Ostern steht vor der Tür
- Das Wetter ist nicht gerade der Ober-brüller
= Netflix Zeit
Das gäbe dann spätestens ab Dienstag so richtig Stunk im Helpdesk ab all diesen Personen welche sich telefonisch beschweren.
easypeacy422'068 Beiträge
@Matia: Ja gut, so lasse ich dich nun in deinem (Un-)Verständnis der Internet-Welt. Ich habe alles geschrieben was zu sagen ist und was als Fakt anerkannt ist. Wenn du meinst, es sei "eine zusätzliche Leistung" und "üblich", dafür Geld zu verlangen, dann empfehle ich dir einfach, dich nochmals etwas besser über das Thema zu informieren. Fakt ist beispielsweise: Kein anderer ISP in der Schweiz verlangt Geld für das direkte Peering mit Netflix und dasselbe gilt für 99% aller direkten Peerings mit Netflix weltweit.
White-Husky164 Beiträge
Ist klar dass es "schnell" geht...Nein ist es nicht. Ähnliche Probleme traten zwischen November 2015 und Januar 2016 bei UPC auf, dort dauerte es wesentlich länger bis eine Lösung bereit stand. Und so nebenbei: Das Wetter war zu dieser Zeit schlechter als jetzt.
- Ostern steht vor der Tür
- Das Wetter ist nicht gerade der Ober-brüller
= Netflix Zeit
Matia218 Beiträge
@Matia: Ja gut, so lasse ich dich nun in deinem (Un-)Verständnis der Internet-Welt. Ich habe alles geschrieben was zu sagen ist und was als Fakt anerkannt ist. Wenn du meinst, es sei "eine zusätzliche Leistung" und "üblich", dafür Geld zu verlangen, dann empfehle ich dir einfach, dich nochmals etwas besser über das Thema zu informieren. Fakt ist beispielsweise: Kein anderer ISP in der Schweiz verlangt Geld für das direkte Peering mit Netflix und dasselbe gilt für 99% aller direkten Peerings mit Netflix weltweit.
Wenn du meinst. Wenn ja schon immer mit der Marktmacht von Swisscom argumentiert wird, gilt diese genauso für Netflix.
Falls du in Abrede stellst, dass Netflix durch das direkte Peering Geld sparen kann, dann nur zu. Falls nein geht deine Theorie leider nicht auf. Auch wenn das Naming zugegebenermassen nicht ganz korrekt ist und es sich eher um Transferkapazität handelt. Bei dem einseitigen Volumen von Netflix ist es je nach betrachtungsweise durchaus berechtigt nicht von einem gleichwertigen Austausch zu sprechen.
Es ist alles eine Frage der Grösse. Ist der Provider gross genug, dass Netflix darauf angewiesen ist, zahlt Netflix, ist der Provider eher auf Netflix angewiesen gibts das Peering gratis und Netflix kann Geld bei ihren Transitprovidern sparen.
MichelZ672 Beiträge
@Matia: Ja gut, so lasse ich dich nun in deinem (Un-)Verständnis der Internet-Welt. Ich habe alles geschrieben was zu sagen ist und was als Fakt anerkannt ist. Wenn du meinst, es sei "eine zusätzliche Leistung" und "üblich", dafür Geld zu verlangen, dann empfehle ich dir einfach, dich nochmals etwas besser über das Thema zu informieren. Fakt ist beispielsweise: Kein anderer ISP in der Schweiz verlangt Geld für das direkte Peering mit Netflix und dasselbe gilt für 99% aller direkten Peerings mit Netflix weltweit."Als fakt anerkannt ist". Soweit würde ich jetzt nicht gehen...
Extrem viele Provider haben eine selective-peering policy. Das sich die meisten dafür entscheiden mit Netflix direkt zu peeren ist natürlich löblich. Man findet übrigens 12 schweizer peers für Netflix: http://bgp.he.net/AS2906#_peers davon noch solche dinge wie " EDU-ZG-CH - Public Schools in the Canton of Zug". Die schweiz hat wohl mehr provider als dort gelistet sind. Ob man peert ist nunmal (leider) eine Entscheidung jedes ISP.
MichelZ672 Beiträge
Nein ist es nicht. Ähnliche Probleme traten zwischen November 2015 und Januar 2016 bei UPC auf, dort dauerte es wesentlich länger bis eine Lösung bereit stand. Und so nebenbei: Das Wetter war zu dieser Zeit schlechter als jetzt.
Ich denke es ist genau wie bei der UPC der öffentliche Druck welcher zum einlenken bewogen hat.
Negative presse ist schlecht für's Geschäft.
Und bis jetzt wurde halt nur auf UPC rumgehackt.
olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #1293
Wenn du meinst. Wenn ja schon immer mit der Marktmacht von Swisscom argumentiert wird, gilt diese genauso für Netflix.
Falls du in Abrede stellst, dass Netflix durch das direkte Peering Geld sparen kann, dann nur zu. Falls nein geht deine Theorie leider nicht auf. Auch wenn das Naming zugegebenermassen nicht ganz korrekt ist und es sich eher um Transferkapazität handelt. Bei dem einseitigen Volumen von Netflix ist es je nach betrachtungsweise durchaus berechtigt nicht von einem gleichwertigen Austausch zu sprechen.
Es ist alles eine Frage der Grösse. Ist der Provider gross genug, dass Netflix darauf angewiesen ist, zahlt Netflix, ist der Provider eher auf Netflix angewiesen gibts das Peering gratis und Netflix kann Geld bei ihren Transitprovidern sparen.
Ich seh das ähnlich. Es wäre nicht ganz abwegig, darüber zu spekulieren, ob nicht vielleicht Netflix bewusst seine Transitkapazitäten runter gefahren hat um mit den Reaktionen der Kunden Swisscom unter Druck zu setzen. So kurz vor Ostern - ein Schelm wer Böses dabei denkt. Fakt ist, Netflix hat jetzt (wenn evtl. auch nur vorübergehend) seine Wunschlösung: direktes Peering mit Swisscom, was ihnen eine kostenneutrale Belieferung ihrer Kunden mit ihren Inhalten ermöglicht.
Matia218 Beiträge
Keine kostenneutrale, sondern eine günstigere, da bei den Transitprovidern weniger Kosten anfallen.
easypeacy422'068 Beiträge
bearbeitet #1295
@MichelZ: Ich habe nicht gesagt, dass jeder CH Provider ein Peering mit Netflix hat. Ich habe gesagt, jeder der ein Peering hat, hat eins ohne Geld zu verlangen. Die Swisscom hätte unter "normalen" Umständen evtl. tatsächlich die Möglichkeit gehabt, das Problem ohne direktes Peering zu lösen, was sie ja erfolglos versucht haben. Ich spekuliere aber mal wild, dass sie dann ihre eigenen Peering Kapazitäten mit ihren "Haupt-Providern" so weit hätten verschieben müssen, dass sie evtl. sogar selbst Opfer ihrer eigenen radikalen 2:1 Policy oder anderen Vertragsbedingungen geworden wären. Deshalb blieb ihnen als einzige Lösung wirklich nur ein direktes Peering. Aber das ist nun wirklich einfach meine persönliche, wilde Spekulation.
@Matia: Netflix bevorzugt ein direktes Peering aus zwei Gründen:
Nachtrag: Auch zu bemerken ist, dass diese spekulierte Massnahme von Netflix - laut Swisscom habe Netflix die Transit-Kapazitäten in ganz Europa massiv reduziert - lediglich alleine bei der Swisscom ein Desaster ausgelöst hat. Für alle anderen Provider in Europa gab es offenbar keine Probleme. Das zeigt doch auch, dass die Swisscom in dieser Geschichte ein sehr bedenkliches "Alleinstellungs-Merkmal" hat(te).
@Matia: Netflix bevorzugt ein direktes Peering aus zwei Gründen:
- Da sie nicht nur Content Provider sind sondern auch ihr eigener Transit-Provider, sparen sie natürlich tatsächlich Geld, wenn sie den Traffic selbst transportieren können anstatt ihn anderen Transit-Providern zu übergeben. Das widerspricht aber in keinster Weise dem, was ich gesagt habe. Viele verstehen nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem "normalen" Content Provider, der einfach Server ins Internet stellt, und Netflix, die nicht nur den Content bereit stellen, sondern ihn gerade selbst als Transit-Provider um die Welt transportieren
- Da sie ihr eigener Transit-Provider sind, haben sie eine bessere Kontrolle über den Transport des Datenverkehrs und somit auch eine bessere Kontrolle über die Qualität, die beim Kunden ankommt
Nachtrag: Auch zu bemerken ist, dass diese spekulierte Massnahme von Netflix - laut Swisscom habe Netflix die Transit-Kapazitäten in ganz Europa massiv reduziert - lediglich alleine bei der Swisscom ein Desaster ausgelöst hat. Für alle anderen Provider in Europa gab es offenbar keine Probleme. Das zeigt doch auch, dass die Swisscom in dieser Geschichte ein sehr bedenkliches "Alleinstellungs-Merkmal" hat(te).
Matia218 Beiträge
Was hat eigentlich die Peering Diskussion mit Netzneutralität zu tun? Netzneutralität heisst, dass alle Datenpakete gleichberechtigt sind. Das steht hier ja überhaupt nicht zur Diskussion. Da werden wild Begriffe durcheinander gewirbelt um für schlechte Publicity zu sorgen.
Die 2:1 Policy sagt ja nur: Wir müssen ungefähr gleich voneinander profitieren können, um dies gratis anzubieten. Ansonsten ist es halt Transit und man hat zu zahlen. Oder man ist auf Netflix angewiesen (Zwecks Kundenzufriedenheit), dann gibt es den Zugang wieder gratis. Da ist absolut nichts verwerfliches. Und der Profit ist nun mal stark einseitig auf Netflixs Seite.
@easypeacy42: Deine selektive Wahrnehmung (Swisscom böse, Netflix gut) möchte ich nicht haben. Dafür, dass die Swisscom Geld verdienen möchte/muss, hast du kein Verständnis, dafür das Netflix (ev) seine Kunden willentlich ausbremst hast du aber Verständnis. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Hier übrigens noch ein paar Aussagen von Swisscom: http://www.watson.ch/!219136145
Die 2:1 Policy sagt ja nur: Wir müssen ungefähr gleich voneinander profitieren können, um dies gratis anzubieten. Ansonsten ist es halt Transit und man hat zu zahlen. Oder man ist auf Netflix angewiesen (Zwecks Kundenzufriedenheit), dann gibt es den Zugang wieder gratis. Da ist absolut nichts verwerfliches. Und der Profit ist nun mal stark einseitig auf Netflixs Seite.
@easypeacy42: Deine selektive Wahrnehmung (Swisscom böse, Netflix gut) möchte ich nicht haben. Dafür, dass die Swisscom Geld verdienen möchte/muss, hast du kein Verständnis, dafür das Netflix (ev) seine Kunden willentlich ausbremst hast du aber Verständnis. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Hier übrigens noch ein paar Aussagen von Swisscom: http://www.watson.ch/!219136145
MichelZ672 Beiträge
@Matia: Netflix bevorzugt ein direktes Peering aus zwei Gründen:
- Da sie nicht nur Content Provider sind sondern auch ihr eigener Transit-Provider, sparen sie natürlich tatsächlich Geld, wenn sie den Traffic selbst transportieren können anstatt ihn anderen Transit-Providern zu übergeben. Das widerspricht aber in keinster Weise dem, was ich gesagt habe. Viele verstehen nicht, dass es einen Unterschied gibt zwischen einem "normalen" Content Provider, der einfach Server ins Internet stellt, und Netflix, die nicht nur den Content bereit stellen, sondern ihn gerade selbst als Transit-Provider um die Welt transportieren
- Da sie ihr eigener Transit-Provider sind, haben sie eine bessere Kontrolle über den Transport des Datenverkehrs und somit auch eine bessere Kontrolle über die Qualität, die beim Kunden ankommt
Das ist meiner Meinung nach so nicht ganz richtig.
Viele Firmen / Content Provider / ISP's legen/mieten sich Leitungen zu IXP's und peeren dann dort. Dies ist keinesfalls eine Ausnahme bei "den grossen" (Und auch nicht bei kleineren). Ich glaube viele Website-Hoster machen dies ebenfalls so.
Die kleineren unterhalten dann kein eigenes, weltweites CDN sondern nutzen Dienste von Providern wie Akamai. (Welche dann aber wieder ihr eigenes Netz haben)
Peering ist "meistens" von Vorteil, aber auch nicht immer. Und es gibt viele Wege sich ein Peering "zu erschleichen".
Diese Buch hier ist eine sehr gute Referenz über das Thema, habe ich vor ein paar Wochen gelesen: http://www.amazon.com/The-2014-Internet-Peering-Playbook-ebook/dp/B00HOWTJ68
easypeacy422'068 Beiträge
Nein, Swisscom verwendet diese 2:1 Policy, um die Netzneutralität zu verletzen. Wer nicht zusätzlich bezahlt, dessen Datenverkehr wird nicht oder nur eingeschränkt transportiert. Was dabei passiert, haben die Netflix Kunden nun live erlebt. Schweizer Gerichte haben diese Peering Policy auch bereits als unzulässig festgestellt.
Es geht dabei übrigens nicht um "Transit", denn den Transit hat Netflix bereits selbst erledigt. Es geht um ein direktes Peering für die Swisscom Kunden im Swisscom-eigenen Netz. Das ist nicht dasselbe wie ein Transit-Abkommen, bei welchem ein Transit-Provider Daten vom Kunden A zum Kunden B durch sein eigenes Netz und durch ganz Europa transportiert. Dafür darf man natürlich Geld verlangen, denn so funktioniert das Internet-Business, aber das ist wie gesagt eine andere Geschichte, d.h. Peering und Transit sind nicht dasselbe.
Es geht dabei übrigens nicht um "Transit", denn den Transit hat Netflix bereits selbst erledigt. Es geht um ein direktes Peering für die Swisscom Kunden im Swisscom-eigenen Netz. Das ist nicht dasselbe wie ein Transit-Abkommen, bei welchem ein Transit-Provider Daten vom Kunden A zum Kunden B durch sein eigenes Netz und durch ganz Europa transportiert. Dafür darf man natürlich Geld verlangen, denn so funktioniert das Internet-Business, aber das ist wie gesagt eine andere Geschichte, d.h. Peering und Transit sind nicht dasselbe.
easypeacy422'068 Beiträge
Das ist meiner Meinung nach so nicht ganz richtig.
Viele Firmen / Content Provider / ISP's legen/mieten sich Leitungen zu IXP's und peeren dann dort. Dies ist keinesfalls eine Ausnahme bei "den grossen" (Und auch nicht bei kleineren). Ich glaube viele Website-Hoster machen dies ebenfalls so.
Die kleineren unterhalten dann kein eigenes, weltweites CDN sondern nutzen Dienste von Providern wie Akamai. (Welche dann aber wieder ihr eigenes Netz haben)
Ja eben, hab ich doch gerade geschrieben 😉
Viele machen ein Peering an einem lokalen IXP, aber sie übernehmen nicht selbst den Transit zu den Kunden. Das ist der grosse Unterschied 🙂
MichelZ672 Beiträge
Nein, Swisscom verwendet diese 2:1 Policy, um die Netzneutralität zu verletzen. Wer nicht zusätzlich bezahlt, dessen Datenverkehr wird nicht oder nur eingeschränkt transportiert. Was dabei passiert, haben die Netflix Kunden nun live erlebt. Schweizer Gerichte haben diese Peering Policy auch bereits als unzulässig festgestellt.
Es geht dabei übrigens nicht um "Transit", denn den Transit hat Netflix bereits selbst erledigt. Es geht um ein direktes Peering für die Swisscom Kunden im Swisscom-eigenen Netz. Das ist nicht dasselbe wie ein Transit-Abkommen, bei welchem ein Transit-Provider Daten vom Kunden A zum Kunden B durch sein eigenes Netz und durch ganz Europa transportiert. Dafür darf man natürlich Geld verlangen, denn so funktioniert das Internet-Business, aber das ist wie gesagt eine andere Geschichte, d.h. Peering und Transit sind nicht dasselbe.
Das ist leider falsch. Peering ist eine Netz-optimierungs Massnahme. Das Internet funktioniert jedoch auch ohne direktes Peering. (simpel gesagt... natürlich funktioniert es schlussendlich nicht wenn überhaupt niemand peert!).
Transit heisst eigentlich nur soviel wie "zugriff auf das Internet". Dein ISP ist sozusagen auch "dein Transit provider".
http://drpeering.net/core/ch2-Transit.html
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