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Joiz kommt ins analoge Netz

121 Antworten21'410 AufrufeGestartet von smid ·

smidThemenstart12'144 Beiträge
#1
Das BAKOM hat verfügt, dass Cablecom den neuen TV-Sender joiz nicht nur digital sondern auch analog aufschalten muss. Die crossmediale Plattform für junge Erwachsene kann dank dieses "Must-Carry"- Entscheids aus Biel ab Februar 2011 sein Zielpublikum noch direkter erreichen. Der Bericht:

persoenlich.com - Medien - joiz erhält quasi TV-Konzession

smid12'144 Beiträge
#2
Ich mags Joiz gönnen, hoffe aber Cableocm wirft einen Sender wie VOX raus.

Die Anzahl analoger Sender darf nicht steigen.

herr.bert56 Beiträge
#3
wohl kaum einen mit schweizer Werbefenster...

eher BR3, ORF2, ZDF oder SWR...

Snowman410'415 Beiträge
#4
Ich finde das BAKOM hat zuviel Entscheidungsrecht was ins Analoge Netz muss.

anykey5'528 Beiträge
#5
Das kann es doch echt nicht sein. Nun gehört irgendwas deutsches Privates abgeschalten.

jericho2'340 Beiträge
#6
ich würde dafür Star tv abschalten...

Sent from my iPhone using digi-tv

Rai 1730 Beiträge
#7
Ich würde die Gelegenheit nutzen und gleich mehrere analoge Sender abschalten.

jericho2'340 Beiträge
#8
ich find ja den kommentar bzw dessen letzte zeilte in diesem link sehr lustig...

persoenlich.com - Medien - joiz erhält quasi TV-Konzession

ziel erreicht: der politik und sportsender ohne zuschauer...

olifaessler4'260 Beiträge
#9
Ich könnte vomieren... Wann hört dieser Must-Carry Quatsch endlich auf? Dieser ganze Analoge-Bandbreiten-Verschwendungs-Müll muss ein Ende haben!

Noel3'777 Beiträge
#10
Bei der Settop Frage macht das BAKOM so ein Geschiess aber wenn es um analog Aufschaltungen geht, können sie von heute auf morgen bestimmen. Irgend etwas stimmt doch an diesem System einfach nicht!

Snowman410'415 Beiträge
#11
Bei der Settop Frage macht das BAKOM so ein Geschiess aber wenn es um analog Aufschaltungen geht, können sie von heute auf morgen bestimmen. Irgend etwas stimmt doch an diesem System einfach nicht!
Finde ich auch.

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#12
Die Liste an möglichen Sendern, welche durch Joiz aus dem Analognetz gekickt werden könnten, wird auch immer kleiner. Soweit ich weiss, kommen "nur" noch folgende Sender in Frage, die weder unter die Must-Carry-Regelung fallen, noch sonstwie vertraglich bei cablecom "gesichert" sind: ZDF, SWR Baden-Württemberg, BR, KI.KA/arte, ORF 2, Eurosport und CNN International.

Rai 1730 Beiträge
#13
Die Liste an möglichen Sendern, welche durch Joiz aus dem Analognetz gekickt werden könnten, wird auch immer kleiner. Soweit ich weiss, kommen "nur" noch folgende Sender in Frage, die weder unter die Must-Carry-Regelung fallen, noch sonstwie vertraglich bei cablecom "gesichert" sind: ZDF, SWR Baden-Württemberg, BR, KI.KA/arte, ORF 2, Eurosport und CNN International.
Arte ist ebenfalls Must-Carry. Viel Auswahl bleibt da nicht mehr ...

HaDeTeeVau192 Beiträge
#14
Die Liste an möglichen Sendern, welche durch Joiz aus dem Analognetz gekickt werden könnten, wird auch immer kleiner. Soweit ich weiss, kommen "nur" noch folgende Sender in Frage, die weder unter die Must-Carry-Regelung fallen, noch sonstwie vertraglich bei cablecom "gesichert" sind: ZDF, SWR Baden-Württemberg, BR, KI.KA/arte, ORF 2, Eurosport und CNN International.
hat man nicht wegen CNN damals NBC Superchannel abgewürgt... Turner wird sicher was zahlen für 1x ganze Schweiz analog...

judi771 Beitrag
#15
ein analoger Sender für digital Natives! So ein Quatsch. /emoticons/default_confused.png

smid12'144 Beiträge
#16
Viele Jugendliche haben keine Ahnung von Fernsehen, aber Raab kommt auch analog...

schnuerbel1'837 Beiträge
#17
Irgendwie find ich diese Analogaufschaltung richtig urchig und antizyklisch. Scheint offenbar dem Zielpublikum zu entsprechen: Zuschauer, die nicht digitalisiert, sowie wenig bis kaum technik-affin sind. Dieser Sender ist für mich schon out bevor er in ist. Aber meiner Oma wird er sicher gefallen (die hat noch analog).

smid12'144 Beiträge
#18
Joiz kommt digital auf Platz 24.

Analog werden wir wohl sehen. Hoffen wir, Cablecom schmeisst dafür etwas anderes raus.

Dann können die "TV-Kenner" wieder aufheulen /emoticons/default_smile.png

kbx368 Beiträge
#19
Kommt joiz jetzt auf Platz 24 oder 62? Wunder nehmen wird mich auch, ob sich meine Vermutung mit "Joiz in Valora-Kiosks" bestätigt.

Der Tages-Anzeiger hat heute einen Artikel drin über Joiz. Die Yuppisierung des Fernsehens, sozusagen /emoticons/default_wink.png

«Joiz» heisst das neuste TV-Baby. Ab Montag will der Schweizer Privatsender das Fernsehen mit dem Internet verschmelzen und der «Generation online» ein digitales Zuhause bieten.
Die Jugend schaut nicht mehr fern, sie streamt. Sie chattet, bloggt und twittert. Sie surft durch Youtube-Kanäle, sie inszeniert sich auf Facebook, den Laptop immer auf den Knien. Die Flimmerkiste läuft nur noch nebenbei – wenn sie nicht schon längst von einer feinen Staubschicht bedeckt ist. Wie unterhält man ein Publikum, das begonnen hat, sich selbst zu unterhalten? Alexander Mazzara glaubt, die Antwort gefunden zu haben: «Indem man Fernsehen und Internet miteinander verknüpft.»

Mazzara ist Geschäftsführer des neuen Schweizer Jugendsenders Joiz. Der 36-jährige will das aktive Online-Leben der jungen Zuschauerschaft ausnutzen und sie zum Mitmachen animieren: «Wir haben zum Beispiel kürzlich Johnny Depp interviewt; die Fragen kamen von Fans, welche diese mit ihren Webcams aufgenommen hatten.» Auch ins Studio sollen sich die «Joizer» einschalten können, um via Kamera oder via Skype live mitzudiskutieren. Vor und nach den Sendungen können über Facebook, Twitter oder – schon fast altmodisch – per E-Mail Kommentare und Wünsche abgegeben werden.

«On air» ab Montag

Joiz – ein Wortmix aus «joy» und «choice» (engl. für «Freude» und «Auswahl») – ist ein privates Start-up. Die Studios sind in Oerlikon, keine fünf Minuten vom Schweizer Fernsehen entfernt. Knapp 40 Leute sitzen in einem Grossraumbüro an brandneuen Mac-Rechnern und treffen die letzten Vorbereitungen für den Sendestart. Übermorgen Montag gehts «on air». Programmchefin Elif Erisik (35) mag kaum mehr warten: «Ich will nach der langen Planungszeit endlich das Adrenalin spüren!»

Kernstück von Joiz ist ein komplett grün ausgekleideter Raum mit fix installierten Kameras. Moderatoren und Gäste, die sich darin befinden, können am Computer gleichsam «ausgeschnitten» und in ein virtuelles Studio eingepflanzt werden. Diese Kulisse können die Zuschauer direkt von ihren Computern aus mit Sprüchen oder Bildern versehen. «Wir gehören zu den ersten Fernsehmachern in Europa, die mit dieser Technologie arbeiten», sagt Alexander Mazzara. Seine Ziele formuliert der Sender-Chef ganz unbescheiden: «Wir wollen zur neuen Medienheimat der Jungen werden, wie es MTV mal war.»

Rappende Grosis und Teenies

Bei Joiz dreht sich deshalb fast alles um Popkultur. Den grössten Stellenwert nimmt Musik ein. «Sieben von zehn Studiogästen werden Musiker sein», sagt Elif Erisik. Dabei soll die Schweizer Szene – auch Newcomer, die noch auf keinem Radar auftauchen – ausgiebig zum Zug kommen. Neben Sounds sind Mode, Kino und das Internet wichtige Themen. Das Programm ist punkig angehaucht. «Kochen mit Shibby» kommt nicht aus einem blitzblanken TV-KochStudio, sondern aus schmuddeligen WG-Küchen (selbstverständlich können sich interessierte WGs via Website für die Sendung bewerben). Rapper Knackeboul geht für «Knack Attack» nach draussen, um mit tramfahrenden Grosis und Teenies Freestyle-Sessions zu improvisieren. Und zwischendurch darf es auch mal ernst werden: Täglich ist eine Ratgebersendung zu den Themen Liebe & Sex, Digital, Sozial, Arbeit oder Gesundheit geplant. Die dafür eingeladenen Experten sollen aber nahe am Publikum bleiben. Elif Erisik sagt: «Der Sozialarbeiter, den ich im Studio haben werde, ist jung und gleichzeitig Gitarrist bei Karaoke From Hell.»

Ein heikler Punkt: die Moderatoren. «Alles steht und fällt mit ihnen», so Erisik. Bei Joiz kommen deshalb laut der Programmchefin keine Leute vor die Kamera, die «nur gut aussehen und ein Textli vom Teleprompter ablesen». Stattdessen habe man in den Castings spezielle Charaktere ausgewählt, die gerne auch polarisieren dürften. Erisik fordert ihre Aushängeschilder: Vor der Kamera wird frei gesprochen. Wer moderiert, ist auch redaktionell tätig und recherchiert selbst. Zwei dieser Alleskönner sind Schimun Krausz (24) und Gülsha Adilji (25). Sie machen «Noiz», das Joiz-Pendant zur «Tagesschau». Locker-ironisch spielen sich die beiden die Bälle zu – und reden lieber über Youtube-Charts statt Börsenkurse.

SF bot den Jungen nichts

Die Wurzeln von Joiz reichen bis ins Jahr 2008 zurück. Alexander Mazzara arbeitete damals beim Schweizer Fernsehen und entwickelte die Sendung «Eco». Immer wieder stach ihm das Durchschnittsalter der SF-Zuschauer ins Auge, das gegen 60 Jahre ging. Zudem war die Marke SF ländlich-konservativ ausgerichtet. SF war damit zwar «bi de Lüt», aber kaum «dunne a de Langstrass». Mazzara stellte fest: «Dem jungen, urbanen Publikum wird nichts geboten.» Zur gleichen Zeit explodierten im Internet die Zuwachsraten von sozialen Netzwerken, allen voran Facebook. Mazzara sah seine Chance und entwarf einen Businessplan für einen Fernsehsender, der Cyberspace und TV-Welt vereinen würde. Zusammen mit seinem Arbeitskollegen Kurt Schaad, einem Leutschenbach-Urgestein mit fast 40 Jahren Erfahrung, feilte er am Konzept. Im Sommer 2009 galt es ernst: Mazzara kündigte seine Kaderstelle. Zwei weitere Spezialisten wurden an Bord geholt – IT-Experte Peter Schulz, einstiger Technik-Chef bei RealNetworks, sowie Christoph Bürge, früher Sat-1-Unterhaltungschef und jetzt Geschäftsführer bei Endemol Schweiz. Zu viert hob man Joiz aus der Taufe.

Wenn es aber um konkrete Zahlen geht, wird der so kommunikative Alexander Mazzara zurückhaltend. Wie viel das supermoderne Studio gekostet hat? Schweigen. Wie viel Geld insgesamt in das Projekt floss? Keine Auskunft. Ein paar Details lässt er sich dann doch entlocken: Die Risikokapital-Gesellschaft Creathor Venture investierte «mehrere Millionen» in den Sender, die vier Gründer halten die Aktienmehrheit. In drei Jahren soll Joiz die Gewinnschwelle erreichen. Sollte das Konzept scheitern, wird es kaum am fehlenden Einsatzwillen der Macher liegen: Zwei Moderatoren brachen für Joiz ihr Studium ab. Die Chefs verzichten auf eigene Büros und sitzen an Arbeitsplätzen zwischen Redaktoren. CEO Mazzara sagts ganz knapp: «In Joiz habe ich alles reingesteckt, was ich habe.» Er meint damit weit mehr als nur seine privaten Ersparnisse.
conny_keller319 Beiträge
#20
Ich habe bei Swisscom TV den normalen joiz Sender rausgeschmissen, und nur die HD Version drinnen gelassen.

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