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Billag-Gschtürm

1'424 Antworten238'609 AufrufeGestartet von tosci ·

f1-tom2'494 Beiträge
#661
sorry wenn ich falsch binn oder so
Heute startet die 5 Millionen Franken teure SRF-Produktion «Wilder»Eine Minute kostet 11’750 Franken!


Klingt auf den ersten Blick wirklich nach viel. Allerdings fand ich die erste Folge durchaus sehenswert. Zudem löst sich die "Investition" in eine Serie ja nach der ersten Ausstrahlung nicht einfach so in Luft auf. Dass gut produzierte CH-Serien auch im Ausland Abnehmer findet wurde mit "Der Bestatter" gezeigt. Ein Teil der Kosten können also durchaus wieder hereingeholt werden.

Hier noch ein Vergleich der zwar etwas hinkt, aber trotzdem die Relationen etwas aufzeigt. "Wilder" ist wie gesagt eine Serie welche unter Umständen weiterverkauft werden kann. Eine Samstagabendshow ist in der Regel nach der Liveübertragung nur noch fürs Archiv gut. Darum mal der Vergleich mit "Wetten dass...?":

Die Produktion einer Sendung kostete rund 2 Millionen Euro. In besonderen Fällen, beispielsweise bei mehreren Außenwetten, konnten die Kosten auch 2,5 Millionen Euro betragen.

Quelle: Wikipedia

So gesehen ist "Wilder" eine Billigproduktion!! Ausserdem sind viele andere Unterhaltungssendungen beim SRF nicht unbedingt günstiger als diese Serie. Wenns so weiter geht wie gestern könnt ihr meine Billag-Gebühr dieses Jahr auf diese Sendung "abbuchen".

smid12'144 Beiträge
bearbeitet #662
Wie naiv und fanatisch muss man sein um für diese Vorlage zu spenden? Blocher, Frey und Co werden ihren Beitrag leisten.







PlasmaP784 Beiträge
#663
Damit dieser Thread auch ja nicht einschläft: Die SRG wird auch bei einem JA weiterbestehen.

Auszüge aus dem 20min-Artikel: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Wuerde-das-Parlament-No-Billag-gar-nicht-umsetzen--20140264

Politologe Nenad Stojanovic: «Das Parlament wird einen kreativen Weg finden, mindestens einen Teil der SRG zu retten.»

Ex-SP-Präsident Peter Bodenmann: «Neu werden Kompromisse in der Schweiz zunehmend nach erfolgreichen Initiativ-Abstimmungen verfertigt.»

Dieter Spiess vom Gewerbeverband: «Auch bei einem Ja zu No Billag wird es die SRG weiterhin geben.» Er geht davon aus, dass das Parlament bei der nötigen Gesetzesrevision die SRG mit Anträgen finanziell absichern wird.

Die Gegner der NoBillag Initiative müssen also keine Angst um die Schweizer Demokratie im Allgemeinen und die sprachfördernde, integrative, landesvereinende SRG im Speziellen haben.

Nur der Schwarzmaler & CVP-Nationalrat Martin Candinas glaubt nicht daran: «...Zwar könne die SRG auch ohne Billag-Gebühren als Verein weiterbestehen. Doch es sei eine völlige Illusion zu glauben, dass plötzlich so viele neue Vereinsmitglieder der SRG beitreten würden, um genügend Mittel für ein Angebot von Radio und Fernsehen in allen vier Landessprachen aufzutreiben...»

Da die SRG aber so toll ist, so nah am Puls seiner Zuschauer, fehlerlos und unverbesserlich, kostengünstig und ultrahip, wie kann man da zweifeln, dass nicht genügend neue Vereinsmitglieder FREIWILLIG beitreten?

Zum Schluss noch das UVEK: « ...teilt auf Anfrage mit, dass man im Falle einer Annahme im Sinne der Initiative dem Bundesrat eine rasche Umsetzung vorschlagen werde. «Der Kern der Initiative ist eindeutig: Sie will Radio und Fernsehen rein kommerziell finanzieren», sagt Sprecherin Annetta Bundi. Da gewisse Punkte der Initiative wie etwa die Versteigerung der Konzessionen aber sehr offen formuliert seien, sei die Initiative nicht direkt anwendbar, und es brauche zur Umsetzung gesetzliche Bestimmungen.»

Kein Wort von sofortiger Auflösung oder Verbot für die SRG.

Köbi411 Beiträge
#664
Alles klar, über SRF wettern und dann 20 Minuten lesen und sogar noch zitieren [emoji1]

2× hilfreich
schnuerbel1'837 Beiträge
#665
sorry wenn ich falsch binn oder so
Heute startet die 5 Millionen Franken teure SRF-Produktion «Wilder»Eine Minute kostet 11’750 Franken!
Gibt's irgendwo eine Transparenz-Tabelle, wieviel eine Sendeminute für die verschiedenen Formate bei SRF kostet?

Alles, was ich (mit Aufschlüsselung pro Sendeminute) finden konnte, sind Zahlen aus Deutschland (Stand 2015). 

"Dschungelcamp" (RTL): 21'250 € pro Sendeminute

"Donna Leon" (Das Erste): 17'500 € pro Sendeminute

"Tatort" (Das Erste): 15'500 € pro Sendeminute

"Willkommen bei Carmen Nebel" (ZDF): 10'000 € pro Sendeminute

"Der Bergdoktor" (ZDF): 8'888 € pro Sendeminute

"Terra X" (ZDF): 6'000 € pro Sendeminute

"heute-show" (ZDF): 4'666 € pro Sendeminute

"Günther Jauch" (Das Erste): 4'634 € pro Sendeminute

"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL): 2'000 € pro Sendeminute

"Das aktuelle Sportstudio" (ZDF): 2'000 € pro Sendeminute

"Markus Lanz" (ZDF): 1'230 € pro Sendeminute

"Echt lecker" (Bon Gusto TV): 170 € pro Sendeminute

Ansonsten noch - leider ohne Aufschlüsselung pro Sendung und Sendeminuten - die etwas grobgranularen Zahlen von SRF aus 2015:

https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv/artikel-redaktion1/2015/10/srf-sparrunde-so-viel-kosten-einzelne-sendungen-zahlen-veroeffentlicht-voice-10vor10-news-sport.html

creep2'589 Beiträge
#666
Alles klar, über SRF wettern und dann 20 Minuten lesen und sogar noch zitieren [emoji1]
20 Min betreibt im Gegensatz zur SRG ja auch einen hochstehenden Journalismus mit fundierten Recherchen und Hintergrundberichten.
[emoji23]


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1× hilfreich
PlasmaP784 Beiträge
#667
Wie wärs mit ein paar Film-Anspielungen?



chaose245 Beiträge
#668
20 Min betreibt im Gegensatz zur SRG ja auch einen hochstehenden Journalismus mit fundierten Recherchen und Hintergrundberichten.

[emoji23]
Und nicht zu vergessen: 20 Min ist völlig unabhängig und frei von vorgefassten Meinungen [emoji6] (Dass der Verlag Tamedia in seinen Medien aus Eigeninteresse für Nobillag wirbt, wird ziemlich offen ausgelebt)

1× hilfreich
PlasmaP784 Beiträge
#669
Dass der Verlag Tamedia in seinen Medien aus Eigeninteresse für Nobillag wirbt, wird ziemlich offen ausgelebt)
Beispiel? Quellenangabe?

frantic2'985 Beiträge
#670
I am Groot! ^_^

Gnu336 Beiträge
#671
Beispiel? Quellenangabe?
www.tages-anzeiger.ch / www.20min.ch. ?

Gruss

Gnu

1× hilfreich
chaose245 Beiträge
#672
Beispiel? Quellenangabe?
Zum Beispiel hier:
https://www.watson.ch/!645339499

Die Sonntagszeitung macht einen reisserischen Text, dass praktisch alle SRG-Mitarbeiter links seien. Nun erhebt Medienprofessor Vinzenz Wyss Vorwürfe gegen die Redaktion der Sonntagszeitung. Diese habe seine Studie falsch ausgelegt und benutzt, um politisch Stimmung zu machen.
2× hilfreich
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #673
Ich habe die Vorwürfe überflogen.

Man kann natürlich "aus allen Wolken fallen", wenn ein Journalist aus den "68% links" der Studie in seinem Artikel " Fast 70 Prozent" und im Titel grosszügig "Drei Viertel links" macht.

Man kann sich aber gleichzeitig auch fragen, wo wohl die Mitte auf einer Skala von 0 (ganz links) bis 10 (ganz rechts) ist. Nur ein Professor für Journalistik errechnet die Mitte bei "4.02".

Der gleiche Professor fängt dann an, wilde Theorien zu äussern, über "Vorgesetzte die Fakten einem Narrativ anpassen, bis sie zu seinen politischen Zielen passten", um gleich im nächsten Satz zugeben zu müssen, dass er das nicht belegen kann und wofür er sich bereits auf Twitter entschuldigt hat.

Der Autor des fraglichen Artikels, Dominik Balmer, bemerkt dazu: «...Die Aufregung über meinen Artikel – zu dem ich die Idee hatte und den ich inklusive Titel selbst verfasste – sagt allerdings mehr über die aufgeladene Stimmung vor der No-Billag-Abstimmung als über meinen Text aus...»

Entlarvend finde ich die folgende Aussage von Professor Wyss:

«Aber dass Tamedia-Verleger Pietro Supino mit der SRG auf Kriegsfuss steht, ist bekannt. Da ist es mindestens denkbar, dass die Angestellten eine Schere im Kopf haben, wenn sie über das Thema «No Billag» schreiben...».

Zum Vergleich ein Zitat aus der Studie vom gleichen Professor:

«... Die Gefahr einer einseitigen Berichterstattung sieht Wyss nicht. Man müsse zwischen der Rolle des Journalisten und der Rolle des Bürgers unterscheiden. Ein linker Profijournalist kann ja auch eine linke Politikerin aus Distanz und kritisch befragen.»

Was will der Professor denn nun wirklich damit sagen?

Nur die 68% linken SRG-Journalisten sind Profi? Tamedia-Journalisten sind keine Profis oder nicht links?

Professor Wyss (gehört nach eigenen Aussagen der SRG-Trägerschaft an) versieht seine Posts auf Social Media regelmässig mit dem Hashtag #NEINzuNoBillag. Aber bei ihm als (linken?) Profi-Professor macht das ja nichts aus.

Köbi411 Beiträge
#674
Ich habe die Vorwürfe überflogen.

Man kann natürlich "aus allen Wolken fallen", wenn ein Journalist aus den "68% links" der Studie in seinem Artikel " Fast 70 Prozent" und im Titel grosszügig "Drei Viertel links" macht.
Das ist ziemlich irrelevant, damit lenkst du nur wieder vom eigentlichen Thema ab. Ob es jetzt 68 oder 75 % sind spielt doch überhaupt keine Rolle. Es ist so oder so höchst unseriös und haarsträubend, wenn man diese Studie dermassen falsch auslegt, um dann eine so lächerliche und bewusst falsche Aussage abzuleiten. Der gemeine Wutbürger mit Schaum vor dem Mund nimmt solche Lügen natürlich gerne an und verbreitet sie dann auch voller Eifer weiter (wie hier im Forum). Das zeigt einmal mehr exemplarisch, dass es bei Leuten mit so extremen Ansichten nur links und rechts sowie schwarz und weiss gibt. Warum wird hier die Mitte bewusst ausgeblendet? Für mich ist 1-3 links, 4-6 Mitte und 7-9 rechts. Aber wie gesagt, für einen SVP-Anhänger fängt das linke Pack bereits bei der FDP an;-)

5× hilfreich
smid12'144 Beiträge
#675
Auf den neutralen Medien wie 3+ gibt es gar keinen Klimawandel.

Wo ist das Problem

https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/dicke-luft-am-klimagipfel-wegen-no-billag/story/23816068

Gnu336 Beiträge
#676
Die Artikel der Tamedia werden ja immer peinlicher.

Gruss

Gnu

PlasmaP784 Beiträge
#677
Bei Schliessung muss SRG 100 Millionen Franken Abfindungen für Mitarbeiter zahlen

...Eine solche Totalliquidation würde die SRG teuer zu stehen kommen, wie der

Tagesanzeiger berichtet. 2015 wurde ein grosszügiger Sozialplan für die Mitarbeiter ausgehandelt. Alle SRG-Angestellten, die mehr als ein Jahr für das Unternehmen gearbeitet haben, erhalten gemäss dem Sozialplan eine Abgangsentschädigung. Wer länger als 16 Jahre bei der SRG angestellt war, erhält zwölf Monatslöhne. Durchschnittlich sind SRG-Mitarbeiter 13 Jahre lang in ihrem Job, womit ihnen 9 Monatslöhne zustehen würde...



Quelle: http://www.watson.ch/Schweiz/Gesellschaft & Politik/537041542-Bei-Schliessung-muss-SRG-100-Millionen-Franken-Abfindungen-für-Mitarbeiter-zahlen

smid12'144 Beiträge
bearbeitet #678
texarkana1'539 Beiträge
#679
Tja, so können sich Hinterbnäkler bei Wutbürgern bekannt machen.

https://www.blick.ch/news/politik/svp-zuberbuehler-will-fernseh-infodienst-abschaffen-teletext-ist-internet-fuer-arme-id7594118.html
...ehrlich ...  hab gar nicht gewusst..dass es  Teletext noch gibt..!

Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #680
Mann kann natürlich auch auf modernem Weg darauf zugreifen:

https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.perron2.teletext

Dummerweise können diese Hinterbänkler den Artikel ja gar nicht lesen, da sie ja nur Teletext und kein Blick-Internetzugang haben. Vielleicht lesen sie es ja auch morgen am Stammtisch, wenn Blick es für druckwürdig betrachtet.

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