Aus für Analog bei UPC Cablecom

Das hat mit dem Ende der Grundlosverschlüsselung geändert.

Bei uns reguliert man sich ja auch nicht zu tode. 

Zudem scheinen bei uns die Vermieter kein Interesse an analogem TV zu haben, in Deutschland schon.

 
Sorry, wenn ich es so hart sage, aber ich kann Deutschland in Sachen Digitalisierung und Internet-Zugang schon lange nicht mehr ernst nehmen.

Es war einmal, da gab es in Deutschland 768 kbit/s ADSL, während die Schweiz noch mit max. 512 kbit/s fuhrwerkte. Doch bald hat sich das Blatt gewendet und in der CH wurde die maximale Geschwindigkeit auf 2 mbit/s erhöht. Seither ist meines Wissens Deutschland immer hinter der Schweiz hergehinkt, der Abstand wurde über die Jahre eher grösser als kleiner. Das kann ich nicht mit Zahlen untermauern, es ist schlicht mein Empfinden / Bauchgefühl.

Ich kenne jemanden im Raum Waldshut, der hat keine stabile Mobilfunkversorgung und 2 mbit/s downstream (den Upstream könnt ihr euch selber ausrechnen, ihr kennt ja das übliche DSL DS/US Verhältnis) sind das höchste der Gefühle. Wenn ich gnädig bin, lasse ich das noch unter Jungsteinzeit durch, wenn ich ehrlich bin, ist es Altsteinzeit.

 
Ich kenne jemanden im Raum Waldshut, der hat keine stabile Mobilfunkversorgung und 2 mbit/s downstream (den Upstream könnt ihr euch selber ausrechnen, ihr kennt ja das übliche DSL DS/US Verhältnis) sind das höchste der Gefühle. Wenn ich gnädig bin, lasse ich das noch unter Jungsteinzeit durch, wenn ich ehrlich bin, ist es Altsteinzeit.
Ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt auch hier noch krassere Fälle! Gar kein Handynetz und nur laaaaaangsaaaamstverbindung (selbst 1 mbit/s wäre eine Wonne für diesen Haushalt!!) über Telefonkabel. Kabelanschluss nicht möglich! Nach langem hin und her wird es dort jetzt eine Lösung über Sat geben. Für den Freund dort wird das eine Revolution sein! Wer aber anderes gewohnt ist und einmal über Sat gesurft hat weiss dass auch das nicht das gelbe vom Ei ist. (Stichwort Latenzzeit...) Das Datenvolumen ist natürlich auch begrenzt. Und nein, die wohnen nicht total abgelegen. Aber für Swisscom sind prestigeträchtige Maximalgeschwindigkeiten in den Städten natürlich wichtiger als sich erst mal um die wenigen Anschlüsse zu kümmern welche noch immer in der Steinzeit vor sich hin schlummern!

 
Meine Mutter hält sich einen Wohnsitz, der ebenfalls nur per Sat erschlossen ist. Funktioniert zwar, aber schreckliche Latenzzeit und ausschliesslich mit italienischer IP unterwegs. Netflix, Zattoo & Co. damit nicht nutzbar.

Eine 4G-Funkzelle wäre da schon was wahnsinnig leckeres...

 
Ob ihr es glaubt oder nicht, es gibt auch hier noch krassere Fälle! Gar kein Handynetz und nur laaaaaangsaaaamstverbindung (selbst 1 mbit/s wäre eine Wonne für diesen Haushalt!!) über Telefonkabel. Kabelanschluss nicht möglich! Nach langem hin und her wird es dort jetzt eine Lösung über Sat geben. Für den Freund dort wird das eine Revolution sein! Wer aber anderes gewohnt ist und einmal über Sat gesurft hat weiss dass auch das nicht das gelbe vom Ei ist. (Stichwort Latenzzeit...) Das Datenvolumen ist natürlich auch begrenzt. Und nein, die wohnen nicht total abgelegen. Aber für Swisscom sind prestigeträchtige Maximalgeschwindigkeiten in den Städten natürlich wichtiger als sich erst mal um die wenigen Anschlüsse zu kümmern welche noch immer in der Steinzeit vor sich hin schlummern!
Pestalozzi ist gestorben!

 
Pestalozzi ist gestorben!
Schon recht... wünsche dir jedenfalls nicht dass es dich mal erwischt! Das Geld für die Abos nehmen sie jedenfalls auch für diesen Anschluss trotz praktisch 0 Leistung gerne. Die Frage ist einfach ob es wirklich das wichtigste ist dass man auf einigen Anschlüssen immer noch mehr Leistung zur Verfügung hat (welchen die wenigsten auch wirklich benötigen bzw. ausnutzen) während einige Gebiete noch immer praktisch nicht erschlossen sind. Irgendwann sollte der Fokus auch mal auf eine vernünftige Grundversorgung gerichtet werden. Mir persönlich könnte es egal sein. Bei mir zu Hause hätte ich über das Telefonnetz mehr als genug Leistung. Und über das Kabelnetz sowieso.

 
Deutschland hat deswegen ja schon fast den Notstand ausgerufen. Wir haben in der Schweiz zwar topografisch den Zonk gezogen. Aber man muss auch klar sagen, dass wir den Vorteil der eher dichten Besiedelung haben. In good old Germany ist das mit dem Kupferkabel noch ein ganz anderes Problem. Wenn die Zentrale oder auch der nächste Verteiler mit Glas kilometerweit weg ist, dann greifen auch Vectoring und G.fast nicht. Alles mit Glas versorgen? Diese Kosten sind zu hoch, um es jemals wieder hereinzuholen.

Die Deutschen sehen ja jetzt die neu versteigerten Mobilfunkfrequenzen und die damit zusammenhängenden neuen Technologien als Heilsbringer. Daher konnten auch nur die grossen Player mitbieten und diese ersteigern. Im Gegenzug mussten sie sich aber für einen gewissen Grundversorgungsauftrag comitten. Somit setzt man also bei der bereits total verpassten Modernisierung des digitalen Netzes auf Mobilfunk. Bin gespannt, ob sie damit in ca. 3 - 5 Jahren tatsächlich im Ranking der durchschnittlichen Bandbreite pro Haushalt vom hinteren Mittelfeld weiter vorne sind. Vor allem da im Mobilfunk Best-effort zum Tragen kommt.

Vielleicht ist das gar nicht so schlecht! Ohne G.fast, wobe ich schon eine kritische Entfernung zum Verteiler habe (PUS), kann ich die nächsten Jahre mit Swisscom auf Kuper nicht mehr Bandbreite erwarten, was ich schon habe. Dann gäbe es die ganz teure Variante Doppelprovider mit Swisscom für TV und UPC für Internet. Oder aber auch hierzulande wird "LTE Advanced" ausgerollt, damit man zumindest 200 Mbits oder mehr erreicht, auch im Best-effort. Dann könnte ich mir schon vorstellen, eine Antenne zu installieren und Internet künftig via Mobilmodem zu beziehen.

 
Schon recht... wünsche dir jedenfalls nicht dass es dich mal erwischt! Das Geld für die Abos nehmen sie jedenfalls auch für diesen Anschluss trotz praktisch 0 Leistung gerne. Die Frage ist einfach ob es wirklich das wichtigste ist dass man auf einigen Anschlüssen immer noch mehr Leistung zur Verfügung hat (welchen die wenigsten auch wirklich benötigen bzw. ausnutzen) während einige Gebiete noch immer praktisch nicht erschlossen sind. Irgendwann sollte der Fokus auch mal auf eine vernünftige Grundversorgung gerichtet werden. Mir persönlich könnte es egal sein. Bei mir zu Hause hätte ich über das Telefonnetz mehr als genug Leistung. Und über das Kabelnetz sowieso.
Das Geld nehmen alle gerne. Auch der Staat, selbst wenn ich im abgelegenen Bergtal wohne und fast null Leistungen habe ( ÖV, gute Strassen, Schulen, Kultur, etc.) zahle ich viel Steuern.

Aber jeder kann selbst wählen wo er wohnen will und was ihm wichtig ist. Für mich zählt eine vernünftige Internetanbindung genauso dazu wie gute ÖV und nahe Autobahn und Einkaufsmöglichkeit. Meine Wohnungswahl ist auch entsprechend.

 
Das Problem ist einfach: Für 4G, von 5G ganz zu schweigen, sind zumindest zu den Sendemasten i.d.R. Glasfaserleitungen erforderlich. Ganz ohne Glas-Ausbau geht's also nicht. Genau dieser Umstand dürfte mit das Problem sein, dass "abgelegene" Regionen selbst über Mobilfunk oft nur unzureichend versorgt werden. Glück hat man vielleicht noch, wenn das Gebiet zumindest touristisch interessant ist.

Wenn ich so mit Auto und öV unterwegs bin, staune ich immer wieder, wie oft bzw. wie schnell (nur etwas von den Hauptachsen weg reicht meist schon) man ein E aufm Smartphone-Display hat für das aus heutiger Sicht schnarchige EDGE.

Und dort, wo es akzeptablen Speed zumindest übers Mobilnetz gibt, ist oft das limitierte Datenvolumen das Problem. Hätte man also endlich den Speed für Netflix & Co, wird man trotzdem nicht froh, weil man sein Datenguthaben auf diese Weise innert wenigen Stunden verbraten hätte. So kenne ich es jedenfalls aus Deutschland. Bei Swisscom könnte die Sache aber anders aussehen mit den Infinity-Abos.

 
Es gibt einige Gemeinden, die kein Kabelnetz haben,  kein VDSL nur langsames ADSL-Internet, kein LTE-Empang, teilweise nur schlechter GSM Empang oder gar kein Mobilfunk-Empang im Haus   z.B, Teile vom Gambarogno (Tessin).

 
Das ist dann aber schon eine Ausnahme. Indemini (gehört dazu) ist doch ein "Schmgglerdorf" auf einem Berg.

Vira liegt doch am See, Da müsste es doch zumindest DSL geben

 
@f1-tom

Aus welchem Grund ist Kabel nicht möglich? 
Der letzte "Aussenposten" des Kabelnetzes ist ca. 2 km entfernt. Nach meiner Kenntnis hat er das auch schon versucht. Allerdings weiss nich nicht wie intensiv er sich da ins Zeug gelegt hat. Ich an seiner Stelle würde jedenfalls da nochmals versuchen nachzuhaken weil ich dort eigentlich die grösste Chance sehen würde etwas zu erreichen. Ich glaube in seiner Situation würde ich selber anfangen zu graben wenn es etwas bringen würde! :-)

Und zum Einwand dass jeder selber aussuchen kann wo er wohnt. Natürlich ist das so. Es gibt aber Fälle wo das halt nicht so einfach ist wie es sich zuerst anhört. Er wohnt im Elternhaus, wunderschön ausgebaut mit viel Eigenleistung, hat 4 Kinder und ist sonst überglücklich dort. Ausserdem dürfte es schwierig werden für seine Familie etwas ähnlich schönes und gleichzeitig bezahlbares zu finden. Da ist halt der Internetanschluss nicht mehr unbedingt der springende Punkt. Ist aber natürlich trotzdem mühsam. Und ich vertrete die Meinung dass wir so langsam in einem Zeitalter leben in dem hier in der CH eine anständige Grundversorgung für alle gewährleistet sein sollte. Vor Jahrzehnten wurde auch in die hinterste Ecke das Telefon gezogen und ein Pöstler gabs in jedem Kaff. Alles war bezahlbar und alle hatten ihren Lohn. Wieso? Es mussten nicht Grossaktionäre und internationale Konzerne mit Millionen an Dividendenzahlungen zufriedengestellt werden. Sondern es wurde alles in die Infrastruktur gesteckt, die Löhne bezahlt und irgendwie blieb trotzdem noch etwas übrig.

 
Ok, hier geht's natürlich um UPC, doch dies zur Info: WWZ (quickline) stellt am 8. September ab. Brief kam heute.

 
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