Weko lässt Zusammenschluss von Swisscom und Cinetrade zu

roman70

Super-Moderator
01. Jan. 1970
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BERN - Die Wettbewerbskommission (Weko) hat den Kauf einer Beteiligung von Swisscom an der Filmrechtevermarkterin Cinetrade ohne Auflagen zugelassen. Der Verdacht auf eine Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung hatte sich nicht bestätigt.


Ende November 2004 hatte die Weko entschieden, den im Oktober 2004 gemeldeten Erwerb einer Beteiligung von Swisscom an Cinetrade einer vertieften Prüfung zu unterziehen. Die Cinetrade Gruppe umfasst den Pay TV Anbieter Teleclub, die KITAG Kino Theater AG sowie den Homevideo-Anbieter PlazaVista.


Die Prüfung habe ergeben, dass aus dem Zusammenschluss weder im Pay TV-Markt noch im Markt für die Beschaffung von Erstausstrahlungsrechten an Film- und Sportsendungen (sogenannter Premium Content) eine marktbeherrschende Stellung resultiere, teilte die Weko nun mit.

Die Beteiligung an Cinetrade erleichtert Swisscom den Einstieg ins Filmgeschäft und damit die Ergänzung ihrer Kernaktivitäten Telefonie und Internet mit Fernsehen (sogenanntes Triple Play). Im Zentrum der Prüfung stand die Frage nach allfälligen aus der vertikalen Verbindung der Pay TV Plattform von Teleclub mit der Infrastruktur von Swisscom hervorgehenden Verbundvorteilen.

 
super! genial! was nun? zieht die cablecom wohl wieder vor's bundesgericht???

 
Swisscable bedauert den Entscheid der WEKO

Zürich, 10.03.2005; Swisscable* bedauert den Entscheid der Wettbewerbskommission (WEKO). Der Branchenverband der Kabelnetzbetreiber sieht eine grosse Gefahr, dass die ehemalige Monopolistin Swisscom gemeinsam mit Cinetrade anderen Netzbetreibern den Zugang zu Inhalten verwehren oder nur überteuert anbieten wird. Dies geht zu Lasten der Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz.

Mit dem Entscheid der Wettbewerbskommission, den Einstieg der ehemaligen Monopolistin bei Cinetrade ohne weitere Auflagen gutzuheissen, besteht die Gefahr, dass sich damit zwei Monopolisten zusammenschliessen. Swisscom verfügt über das einzige flächendeckende Netz in der Schweiz während Cinetrade über Teleclub einen Grossteil der Bezahlfernsehinhalte über Exklusivverträge kontrolliert, die Filmprogrammierung über die Kinokette Kitag (Kino Theater AG) in der Deutschweiz dominiert und mit der Tochter PlazaVista gross im DVD-Vertrieb aktiv ist. Vor zwei Wochen wies die NZZ am Sonntag in einem Artikel auf ?Rekordhohe Kinopreise? in der Schweiz hin.

Es sind die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz, die einmal mehr unter zu hohen Preisen oder der fehlenden Wahlmöglichkeit leiden. Falls für die Kabelnetzbetreiber der Zugang zu kostengünstigen und attraktiven Inhalten weiterhin blockiert ist, führt dies aus Sicht der Kabelbranche zu einer Wettbewerbsverzerrung und ist medienpolitisch äusserst bedenklich. Mit dem Entscheid der Weko besteht zudem die Gefahr, dass die Entwicklung des digitalen Fernsehens in der Schweiz erneut blockiert wird.

Kontakt:

Swisscable

Dr. Claudia Bolla-Vincenz, Geschäftsführerin

Mobil 079 301 59 25

E-Mail info@swisscable.ch

www.swisscable.ch

 
Es sind die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz, die einmal mehr unter zu hohen Preisen oder der fehlenden Wahlmöglichkeit leiden. Falls für die Kabelnetzbetreiber der Zugang zu kostengünstigen und attraktiven Inhalten weiterhin blockiert ist, führt dies aus Sicht der Kabelbranche zu einer Wettbewerbsverzerrung und ist medienpolitisch äusserst bedenklich. Mit dem Entscheid der Weko besteht zudem die Gefahr, dass die Entwicklung des digitalen Fernsehens in der Schweiz erneut blockiert wird.

BWAHAHAHAHAHA - das ist noch nicht ernst gemeint, oder?!!?!?!?;-) Da lach ich nicht nur bis Ostern, sondern gleich bis Weihnachten! Schon nur, dass die Swisscable die Begriffe "Monopolist", "Wettbewerbsverzerrung" und "Blockierung der Entwicklung des digitalen Fernsehens in der Schweiz" in den Mund nimmt und andere damit kritisiert, ist einfach nur lächerlich. KEHRT GEFÄLLIGST VOR EUREN EIGENEN TÜRE!!!

 
...jaja, diese frau bolla-vincenz hat "lustige" ansichten...

hier noch eine pressemitteilung vom letzten jahr:

Preisregulierung behindert Entwicklung des Schweizer TV- und Telekommunikationsmarktes

Mit dem heutigen Entscheid des Preisüberwachers greift dieser massiv in einen funktionierenden Infrastrukturwettbewerb ein. Swisscable spricht sich gegen eine Preisregulierung im Bereich der Kabelnetzanschlüsse aus, weil der Preisüberwacher damit den bestehenden Wettbewerb zulasten des Wirtschaftsstandortes Schweiz und dessen nachhaltige Entwicklung be-hindert.

Bern, 29. Oktober 2004 ? Mit der Regulierung der Preisgestaltung im Bereich der Kabelnetze greift der Preisüberwacher in einen funktionierenden Infrastrukturwettbewerb ein. «Der Preisüberwacher steht damit im Widerspruch zur überwiegenden Auffassung der europäischen Preisregulierungsbehörden», erklärt Claudia Bolla-Vincenz, Geschäftsführerin von Swisscable. Diese setzen sich für eine Deregulierung im Bereich der Kabelnetze ein und räumen damit den Kabelnetzunternehmen mehr Flexibilität in der Preisgestaltung ein. «Nur so sind die Kabelnetzunternehmen in der Lage, ihre Investition zu amortisieren, und nur so kann der Wettbewerb zwischen den Kabelnetzbetreibern und den ehemaligen Monopolisten zum Nutzen sowohl der Konsumentinnen und Konsumenten als auch der Wirtschaft insgesamt spielen», führt Claudia Bolla-Vincenz weiter aus.

Der regulatorische Eingriff ist umso fragwürdiger, als im TV-Markt bereits heute ein scharfer Wettbewerb herrscht. Neben dem Kabelnetz verbreiten Satelliten und das mit öffentlichen Geldern finanzierte digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) TV- und Radioprogramme. Mit Fernsehangeboten über das Internet, wie es die ehemalige Monopolistin Swisscom derzeit im Schweizer Markt einführt, verschärft sich die Wettbewerbssituation weiter.

Wie keine andere Branche im Schweizer Telekommunikationsmarkt haben die Kabelnetzunternehmen zudem in den letzten Jahren Milliardenbeträge in die eigene Netzinfrastruktur investiert und durch innovative Leistungen die einzig echte Alternative für einen verschärften Wettbewerb im Bereich des Breitband-Internets und der Festnetztelefonie geschaffen. Dies hat zu einem besseren und günstigeren Internetangebot geführt. Konsumentinnen und Konsumenten können dadurch heute über eine einzige Infrastruktur ? das TV-Kabel ? so genannte Triple-Play-Dienstleistungen beziehen: analoges und digitales Radio und Fernsehen, Breitband-Internet und Telefonie.

«Die Preisregulierung benachteiligt die privatwirtschaftliche Kabelindustrie», sagt Claudia Bolla-Vincenz. «Sie birgt die Gefahr, dass Investoren abgeschreckt werden in den Wirtschaftsstandort Schweiz zu investieren und damit entscheidend zu seiner nachhaltigen Entwicklung beizutragen.» Swisscable, der Wirtschaftsverband der Schweizer Kabelnetzbetreiber, spricht sich daher dezidiert für eine Deregulierung in der Preisgestaltung und damit für einen echten Wettbewerb und für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Schweiz aus.

Über Swisscable

Swisscable ist der Wirtschaftsverband der Schweizer Kabelnetzbetreiber. Ihm sind 260 Kabelnetzbetriebe ? privatwirtschaftlich wie auch öffentlichrechtlich organisierte ? angeschlossen. Sie vertreten rund 2130 Netze und bedienen damit heute rund 2,6 Millionen Abonnenten.

Medienkontakt und weitere Informationen

Swisscable

Dr. Claudia Bolla-Vincenz, Geschäftsführerin

Mobil 079 301 59 25

E-Mail info@swisscable.ch

www.swisscable.ch

....dann gibts auch noch andere lustige presemitteilungen wie "Swisscable wertet Nationalratsentscheid zur letzten Meile positiv"... warum nennt sich eigentlich swisscable nicht gleich cablecom oder "organisation gegen swisscom" oder so... :?

 
Jaja, dieser Swisscable Verein sorgt immer wieder für meine Belustigung. Danke vielmals! Lachen soll ja gesund sein /emoticons/default_tongue.png