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Umfrage zur "No-Billag" Initiative

Stimmen Sie der "No-Billag"-Initiative zu, oder lehnen Sie diese ab?


  • Umfrageteilnehmer
    78
Einfach mal so als Gedanken-Anstoss, weil doch hier so ausgewogen und neutral diskutiert wird:

@Wrzlbrnft & @tosci: Ihr müsste beide nicht jeden Monat stark darauf achten, wie Ihr Eure Miete, Eure Krankenkasse, Eure Steuern, Euer SBB-Abo und was Ihr sonst noch absolut zwingend an Auslagen habt bezahlt, stimmts?

Es gibt Leute, denen macht die Billag 10% ihres monatlichen Budgets aus. Für null konkreten persönlichen Gegenwert. Wenn jemand wie @Henry x 10000 Franken Steuern bezahlt, sind die 451.10 Peanuts, schon klar. Aber habt Ihr auch schon mal an diejenigen gedacht, denen solche Beträge wirklich weh tun? Das hat nichts mit "Geiz ist Geil" zu tun, sondern mit der Realität, dass in der Schweiz nicht nur Reiche diese Mediensteuer bezahlen müssen. Man kann das vermutlich schon mit "Gärtchendenken" abtun, nur ist das nicht so lustig wie das einzelne hier verharmlosen.
Ich war in der Vergangenheit finanziell wahrlich nicht auf Rosen gebettet, auch heute muss ich mir mein Einkommen einteilen. Aus den so genannt "prekären Verhältnissen" bin ich aber definitiv draussen. Und ja, mein SBB-Abo ist integrierter Lohnbestandteil, gebe ich auch gerne offen zu.

Die Billag-Gebühren für TV UND Radio entsprechen aktuell noch 37 CHF im Monat. Das ist nicht nichts, aber es ist nicht die Welt. Und für diesen Betrag bekomme ich Inhalte, die mir die privaten Anbieter in dieser Qualität keinesfalls liefern können. In der West- und Italienischen Schweiz noch weniger, auch wenn ich deren Programme bis auf wenige Ausnahmen gar nicht nutze.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Beim rauchen und Ferien usw. möchte man dann natürlich nicht sparen. Weil rauchen muss man ja. Und in jeden Ferien irgendwo hin fliegen muss man auch.

 
Beim rauchen und Ferien usw. möchte man dann natürlich nicht sparen. Weil rauchen muss man ja. Und in jeden Ferien irgendwo hin fliegen muss man auch.
Ich rauche nicht und ich glaube nicht, dass ich irgendjemandem das Rauchen finanziere. Meine Ferien muss ich glaube ich auch selber bezahlen und bekomme es nicht von jemandem bezahlt der zu Hause bleibt.

 
Wenn man sagen will, dass es einem einzig und allein um das Geld geht und man die Gebührenfinanzierung nicht in einem Gesamtzusammenhang sehen will oder kann, dann kann man das durchaus als Argument bringen ;-)

 
Ich finde es schade, dass es zu solch umfangreichen Abstimmungen keine richtige unabhängige Situationsanalyse gemacht wird. Stattdessen muss ich mir die Meinung anhand von Vorstellungen, Annahmen und sonstige Angstmachereien machen.

Ich stelle mir dazu ein paar ganz einfache Fragen.

1. Wenn bei einer Annahme der freie Markt das Senderprogramm dirigieren würde, wieso passiert denn das nicht schon heute? Dazu würden mir nur zwei mögliche Erklärungen einfallen. Entweder sehen alle ein, dass sich damit kein Geld verdienen lässt. Oder aber die SRG macht einen super Job und deckt die interessanten Gebiete eben bereits schon ab.

2. Würde es bei einer Annahme wirklich günstiger werden? Es kann mir ja heute keiner sagen bei wie vielen Anbietern ich abonnieren müsste bis ich wieder den Interessensumfang abgedeckt sehe.

3. Als SAT-Gugger wäre ich mit Sicherheit am Arsch.

4. Streaming als Argument, was machen denn diejenigen, die sich noch heute das Internet in der Schmalspurversion buchen?

5. Thema Kosten. Jetzt kann ich die SRG im Kabel als Basisprodukt oder über die Luft terrestrisch empfangen. In einer Pay-Variante wird das sicher nicht mehr der Fall sein. Entweder brauche ich das Internet dazu oder entsprechende Pakete beim Provider.

6. Ich hab keine Ahnung wie aufgebläht die SRG ist, wie auch? Ich kenne deren Innereien doch gar nicht. Ein zufälliger Vergleich. Meine Tochter hat kürzlich unser altes Lager an Disneys-"Lustiges Taschenbuch" gefunden. Eines liegt nun gerade vor meiner Nase. Aufgedruckt 6.90SFr. Ok, das Buch ist nun 24 Jahre alt. Aber heute kosten die Dinger knapp 12SFr. Ist damit der Verlag nun auch automatisch aufgebläht? 

Ich würde auch eine Studie begrüssen zur Entlastung der Einkommensschwachen, sowas wie eine Prämienverbilligung.

Es fehlen mir wie immer einfach etwas die sachlichen Informationen. Ich will ja nicht gleich eine Doktorarbeit schreiben.

 
Ich habe interessenshalber die Situation in Deutschland recherchiert. In Deutschland gibt es seit 2013 den Rundfunkbeitrag, die ebenfalls eine Haushaltsabgabe ist. Die Diskussionen sind ähnlich wie bei uns. Mittlerweile beschäftigen sich die Gerichte damit, wie folgender Beitrag zeigt:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Bundesverfassungsgericht-prueft-GEZ-article20061745.html

Interessant scheint mir folgender Text:

"Bisher ging das Bundesverfassungsgericht von einem staatlichen Auftrag von ARD und ZDF zur Grundversorgung aus, weil Radio- und Fernsehfrequenzen knapp waren. Doch mit dem Aufkommen von Privatsendern und dem Internet könnte sich nun - zwar mit deutlicher Verzögerung - die Beurteilung der Rahmenbedingungen ändern."

Die Rahmenbedingungen sind meines Erachtens in der Schweiz vergleichbar, weshalb selbst bei einem Nein zu No Billag das Thema noch nicht abgehakt sein dürfte.


Wir haben in der Schweiz diesbezüglich ein massives Problem. KEIN, aber wirklich KEIN TV-Sender traut sich offen gegen die Zwangsgebühren zu berichten. (Weil im Gegensatz zu DE auch (fast) alle Privatsender alle am Drogenpfropf der Billaggebühren hangen.) In DE ist dies anders. Z.B. bei RTL gibt es immer wieder Beiträge wie schamlos die Zwangsgebühreneintreiber handeln.

Gerade erst vor ein einem Monat wieder: Ehemalige Obdachlose soll Rundfunkbeitrag nachzahlen - RTL - Punkt 12 Bericht vom 11.10.2017 (Bericht über die erfolgreiche Beschwerde beim Beitragsservice, das eine ehemalige Obdachlose den Rundfunkbeitrag nachzahlen muss.)

Und hier sieht man, wie gravierend(er) die Situation hierzulande ist. Es herrschen regelrecht mafiöse Zustände. Aber hoffentlich nicht mehr lange.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Welche TV-Sender? 3+ und Konsorten? Haben die überhaupt irgendwelche News-Sendungen? Eben nicht, weil es sich nicht lohnt.

 
Weil eben kleine Regio Sender ohne Gebühren gar nicht existieren könnten.

Aber TeleZüri hat News und keine Gebühren und macht die Billag immer wieder zum Thema.

 
Ich werde "JA" stimmen, und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Diese knapp 500 Stutz, die wir jährlich ob wir wollen oder nicht löhnen, sind schlicht und ergreifend eine Frechheit und Abzocke pur. Ich wäre mit einem Gegenvorschlag, welcher eine Halbierung der Gebühren vorgesehen hätte, einverstanden gewesen. Da so ein Gegenvorschlag aber nicht ausgearbeitet und vorgeschlagen wurde, stimme ich der Initiative zu. Die SRG ist aufgeblasen bis zum geht nicht mehr. Die Arroganz, welche sie in den letzten Jahren ausgestrahlt haben, wird sich nun hoffentlich rächen. Es wird Zeit, dass man die SRG zurück auf den Boden der Tatsachen holt. Es wird Zeit für eine Reformation des Systems. 

 
Mal ganz banal nachgefragt, wer sagt, dass eine Reformation eine Verbesserung bedeuten muss resp. wird?

Wer sagt mir, dass Kostendruck und mangelnde Konkurrenz nicht zu Billigproduktionen führen wird? Vielleicht sogar wieder zu SD Inhalten?

Ich stimme sicher keiner Reformation zu, wenn nicht vorher ein entsprechender Plan besteht.

Vielleicht ist der Plan auch der, dass bei einer Annahme die Krankenkassenprämien für nächstes Jahr noch bezahlt werden können. <_<

 
Wie wärs wenn SRF mit den 500 Millionen die sie aus Werbung, Sponsoring und co. heute schon verdient sich einfach auf Informationssendungen beschränkt. Tagesschau, Arena und co. verschlingt ja laut Geschäftsbericht ein Bruchteil davon. Sport, Klamauk, Unterhaltung, Serien, Filme und co. können sie dann ja den Privaten überlassen oder auf einem zweiten Kanal senden der verschlüsselt ist. Wenn die ganzen Billag Befürworter ein Jahresabo für 365 Franken holen ist die SRF sofort wieder bei über einer Milliarde - oder ist die Bereitschaft ev. doch nicht so gross?

 
Ich möchte euch nur sagen, es steht viel auf dem Spiel. Würde die No Billag Initiative angenommen müssten innert kürzester Zeit 6'000 Mitglieder entlassen werden.

Siehe Bericht auf Watson : http://www.watson.ch/Schweiz/Interview/415683888-SRG-Boss-Marchand--«Uns-blieben-nur-Monate--um-allen-6000-Mitarbeitern-zu-kündigen»-

Ich bin gerne bereit, mehr Geld zu bezahlen wenn dadurch Arbeitsplätze verschont werden. 

Die Gratis Politik geht nicht immer auf. 
Mitarbeiter wollte ich schreiben nicht Mitglieder.

 
Wie wärs wenn SRF mit den 500 Millionen die sie aus Werbung, Sponsoring und co. heute schon verdient sich einfach auf Informationssendungen beschränkt. Tagesschau, Arena und co. verschlingt ja laut Geschäftsbericht ein Bruchteil davon. Sport, Klamauk, Unterhaltung, Serien, Filme und co. können sie dann ja den Privaten überlassen oder auf einem zweiten Kanal senden der verschlüsselt ist. Wenn die ganzen Billag Befürworter ein Jahresabo für 365 Franken holen ist die SRF sofort wieder bei über einer Milliarde - oder ist die Bereitschaft ev. doch nicht so gross?
Ach Gottchen, wenn's denn tatsächlich so einfach wäre, wie es sich einige machen...

Stimme doch einfach NEIN, wenn es dir egal ist, wenn sich die reiche Schweiz aus deiner Sicht, als eines von wenigen Ländern in Europa, kein neutrales und unabhängiges ÖR Fernsehen mehr leisten soll (auch wenn das ein Armutszeugnis der gröberen Sorte wäre). Stimme NEIN wenn dich der Gesamtkontext nicht interessiert und du einfach Fr. 365.00 sparen willst. ABER bitte kommt doch nicht immer mit irgendwelchen hilflosen Rechtfertigungsversuchen und wilden Geschichten, die belegen sollen, dass bei einem JA alles halb so wild wäre und die Schweiz nicht massiv verlieren würde.

Natürlich kann man über den Service public diskutieren. Aber auch dein Ansatz ist die genau gleich undifferenzierte "Argumentation", die alle anderen Befürworter einander auch immer nachplappern, weil sie gerne alles aus dem Zusammenhang reissen. Service public ist nicht nur Tagesschau, Rundschau und Arena! Das beinhaltet auch einen Bildungsauftrag. Ebenso wichtig ist der kulturelle Aspekt, die Identifikation und der Austausch unter den Landesteilen.

 
Stimme doch einfach NEIN, wenn es dir egal ist, wenn sich die reiche Schweiz aus deiner Sicht, als eines von wenigen Ländern in Europa, kein neutrales und unabhängiges ÖR Fernsehen mehr leisten soll (auch wenn das ein Armutszeugnis der gröberen Sorte wäre). Stimme NEIN wenn dich der Gesamtkontext nicht interessiert und du einfach Fr. 365.00 sparen willst.
Du bist wohl schon so auf ein NEIN fixiert, dass Du nicht mehr merkst, was NEIN und JA bei dieser Initiative bedeutet?

Nur bei einem JA spart man 365 Franken Zwangsmediensteuer und bekommt dafür aus Deiner Sicht den Weltuntergang, 6000 Arbeitslose, Diktatur, Sprachverlust und die Hölle auf Erden.

 
Für diese Abstimmung müsste man eigentlich statt "Ja" oder "Nein" eine Zahl auf den Zettel schreiben können. Die Frage logischerweise als "Welchen Betrag an jährlichen Radio- und Fernsehgebühren zu zahlen sind Sie bereit?" umformuliert + leere Linie "CHF _________".

=> Wäre noch spannend, was als Durchschnittswert und Streuung (sog. Standardabweichung) resultieren würde.

 
Ich möchte euch nur sagen, es steht viel auf dem Spiel. Würde die No Billag Initiative angenommen müssten innert kürzester Zeit 6'000 Mitglieder entlassen werden.
Nur wenn Leute wie SRG-Generaldirektor Marchand tatsächlich keinen Plan B haben.

Er wiederspricht sich dabei selber "Es gibt keinen Plan B. Wir müssen diese Abstimmung gewinnen – und dann eine neue SRG angehen."

Was jetzt? Hat er keinen Plan B - also wird es auch keine neue SRG geben oder hat er sich nur versprochen und es gibt so oder so eine neue SRG?

"Wir müssen uns fragen: Was produzieren wir morgen, wie tun wir es, und wo könnten wir mit den Privaten zusammenarbeiten?"

Also funktioniert das doch?

"Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass wir unsere Regionalinhalte mit den Kollegen von den privaten Stationen teilen."

Tönt doch schon mal nach einer Idee?

Die 6'000 Kündigungen sind reine Angstmacherei. Unter neuem Namen wird in irgendeiner Form so oder so weiter TV und Radio gemacht. Vermutlich nicht mehr mit allen 6'000 Leuten, aber das ist Kaffeesatz-Lesen. Nur die Nachfolge-Firma weiss, wieviele Leute es neu braucht um ein Senderangebot unter den neuen Voraussetzungen zu produzieren.

Im Interview vergleicht sich Marchand mit seiner SRG doch tatsächlich mit einem Spital und beschwört die Solidarität von Gesunden und Kranken. Ich kanns nicht mehr hören. Unterhaltung ist gleich wichtig wie Gesundheit?

 
Und die Diskussion dreht und dreht sich im Kreis und dreht und dreht sich... Zum Glück haben wr erst Rotation #3562...

 
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