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Wenn man diese Diskussion nicht führt, falls No Billag abgelehnt wird, dann wäre das fatal. Das ist nämlich genau das, was bei der sehr knappen Annahme des RTVG im Jahr 2015 ignoriert wurde. Damals ging es ja um den Wechsel von der Geräte- zur Haushaltsabgabe. Danach ist gar nichts geschehen. Die politisch motivierte Gebühr von CHF 365.-- pro Jahr wurde ja erst in den letzten Wochen verkündet.Schon erstaunlich, wie blauäugig einige hier von "zukünftigen Diskussionen" oder "Bruchteil der Gebühren" sprechen.
Die SRG wird sich bei einem Nein weder freiwillig der versprochenen Service Public Diskussions sellen noch wird die Zwangssteuer dauerhaft sinken.
Aber träumen vom "Zusammenhalt in unserem sprachlich und kulturell so vielseitigen Land" kostet bekanntlich nichts. Immerhin gibt es ja auf SRG auch sehr viele Sendungen für die 268'000 Portugiesen, die 83'000 Spanier, die 103'000 Afrikaner, die 78'000 Amerikaner, die 154'000 Asiaten, die 68'000 Serben, die 68'000 Türken etc. Oder sind die etwa damit gar nicht gemeint?
Also schaffen wir öffentliche Schwimmbäder oder Nachtbus-/Nachtzugsangebote (überhaupt alles, was nicht dem unmittelbaren Pendlerverkehr dient) auch gleich ab? Alles Unterhaltung, die sicher auch auf privater Ebene finanziert werden könnte.Ja. lineares Fernsehen ist nicht zeitgemäss. Jeder kann sich gut ohne Fernsehen informieren.
Freizeitunterhaltung soll nicht durch durch die Allgemeinheit finanziert werden müssen.
bleib' doch einfach bei den fakten...!Einfach mal so als Gedanken-Anstoss, weil doch hier so ausgewogen und neutral diskutiert wird:
[mention=158]Wrzlbrnft[/mention] & [mention=14]tosci[/mention]: Ihr müsste beide nicht jeden Monat stark darauf achten, wie Ihr Eure Miete, Eure Krankenkasse, Eure Steuern, Euer SBB-Abo und was Ihr sonst noch absolut zwingend an Auslagen habt bezahlt, stimmts?
Es gibt Leute, denen macht die Billag 10% ihres monatlichen Budgets aus. Für null konkreten persönlichen Gegenwert. Wenn jemand wie [mention=217]Henry[/mention] x 10000 Franken Steuern bezahlt, sind die 451.10 Peanuts, schon klar. Aber habt Ihr auch schon mal an diejenigen gedacht, denen solche Beträge wirklich weh tun? Das hat nichts mit "Geiz ist Geil" zu tun, sondern mit der Realität, dass in der Schweiz nicht nur Reiche diese Mediensteuer bezahlen müssen. Man kann das vermutlich schon mit "Gärtchendenken" abtun, nur ist das nicht so lustig wie das einzelne hier verharmlosen.
Der Unterschied zu Deutschland und Österreich ist die direkte Demoktatie in der Schweiz. Nur dadurch haben wir hier die Möglichkeit letztlich die öffentlich-rechtlichen Medien abzuschaffen. In den beiden Nachbarländern gibt es diese Möglichkeit nicht. Ob es getan würde, weiss ich nicht. Dazu kenne die entsprechenden Märkte nicht und kann nicht beurteilen, wie gut die Öffentlich-rechtlichen in der Bevölkerung verankert sind.Ich finde dies mit dem hohen Ross und der SRG etwas sehr undifferenziert. Schaut mal ins benachbarte Ausland! Auch da mischten ARD und ZDF in der Abendunterhaltung bisher kräftig mit. Zudem kommt dazu, dass dies auch die Österreicher tun! Vom Sport ganz zu schweigen. Die SRG versucht den Nerv der Zeit zu treffen. Ob sie dies erfolgreich tut, wage auch ich manchmal selber zu bezweifeln. Doch schlussendlich gibt es Gremien, die die Inhalte beeinflussen können und müssen. Das wurde allenfalls zu wenig getan. Jedoch ist auch klar festzuhalten, dass es kein Programm für den Standardbürger geben wird, da es den Standardbürger per se nicht gibt. Diskussionen über zu viele oder zu wenige Inhalte aus gewissen Genres von Sendungen wird es also immer geben.
Ja oder Nein - weiss ich noch nicht.Ich habe interessenshalber die Situation in Deutschland recherchiert. In Deutschland gibt es seit 2013 den Rundfunkbeitrag, die ebenfalls eine Haushaltsabgabe ist. Die Diskussionen sind ähnlich wie bei uns. Mittlerweile beschäftigen sich die Gerichte damit, wie folgender Beitrag zeigt:
http://www.n-tv.de/ratgeber/Bundesverfassungsgericht-prueft-GEZ-article20061745.html
Interessant scheint mir folgender Text:
"Bisher ging das Bundesverfassungsgericht von einem staatlichen Auftrag von ARD und ZDF zur Grundversorgung aus, weil Radio- und Fernsehfrequenzen knapp waren. Doch mit dem Aufkommen von Privatsendern und dem Internet könnte sich nun - zwar mit deutlicher Verzögerung - die Beurteilung der Rahmenbedingungen ändern."
Die Rahmenbedingungen sind meines Erachtens in der Schweiz vergleichbar, weshalb selbst bei einem Nein zu No Billag das Thema noch nicht abgehakt sein dürfte.
https://de.wikipedia.org/wiki/WhataboutismAlso schaffen wir öffentliche Schwimmbäder oder Nachtbus-/Nachtzugsangebote (überhaupt alles, was nicht dem unmittelbaren Pendlerverkehr dient) auch gleich ab? Alles Unterhaltung, die sicher auch auf privater Ebene finanziert werden könnte.