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Service Public Vorlage und Swisscom TV

128 Antworten23'019 AufrufeGestartet von smid ·

schnuerbel1'837 Beiträge
bearbeitet #41
Mittlerweile ist die Wortkombination "Service Public" auf Stammtisch-Niveau angekommen. Dieser Begriff wird nur noch missbraucht, um die eigene Anspruchshaltung zu validieren: "Ich zahle Steuern, also habe ich ein Anrecht auf einen "Service Public", so wie er mir gerade passt."

Ich finde es unverschämt, dass so eine Initiative überhaupt den Weg in mein Abstimmungscouvert findet. Da wird soviel Zeit gestohlen für ein Stammtisch-Thema, welches - egal ob das Resultat ein Ja oder ein Nein ergibt - keine wichtigen Probleme in diesem Land löst. 

"Ich als Steuerzahler" bin es leid, mit derartigen Initiativ-Leerläufen belästigt zu werden. Das kostet alles unnötiges Geld, welches weiss Gott anders hätte verwendet werden können.

Snowman410'415 Beiträge
#42
 "Service Public" heisst aber nicht, dass die Firmen weiterhin Innovativ sein müssen.

Mit dieser  Initiative fördert man die Privatisierung der Post und Swisscom, ob das dann besser ist?

creep2'589 Beiträge
#43
Einige Folgen bei einer Annahme:

- Die Swisscom wird privatisiert.

- Der Bund erhält nicht mehr 700 Mio. Dividende pro Jahr von der Swisscom

- Private Finanzschurken wie Blackrock und andere werde die Swisscom kontrollieren und pressen möglichst viel Geld heraus

- Viele werden entlassen und ganze Bereiche ins billige Ausland verlegt, dadurch mehr Arbeitslose, weniger Steuereinnahmen und mehr Sozialhilfekosten

- Ausserhalb der grossen Zentren wird nichts mehr investiert

- Leistung sinkt, Preise aber nicht

- etc.etc........

schnuerbel1'837 Beiträge
bearbeitet #44
@creep Die Aufzählung aller möglichen Auswirkungen eines Ja stehen auch bei einem Nein im Raum. Man wird weder eine Privatisierung öffentlicher Einrichtungen verhindern können, wenn politische Kräfte sich eines Tages zu diesem Schritt entscheiden werden. Noch wird man Finanzprofiteure wie Blackrock damit los.

Die Initiative ist deshalb blanker Unsinn und Zeitverschwendung.

Nur um das Klarzustellen: Ich habe Nein gestimmt - obschon ich den Wahl-Zettel vor lauter Ärger über die mir von der Initiative gestohlene Zeit am liebsten Entsorgt hätte. Es wäre schön, wenn die Schweiz sich irgendwann mal vom Stammtisch erheben, und Realpolitik an die Wahlurne bringen könnte.

vagzubi1'319 Beiträge
#45
"Ich als Steuerzahler" bin es leid, mit derartigen Initiativ-Leerläufen belästigt zu werden. Das kostet alles unnötiges Geld, welches weiss Gott anders hätte verwendet werden können.


Nur kurz OT 

Irgendwie währe es an der Zeit, die Hürden für eine Initiative zu erhöhen. Die Bevölkerung ist deutlich gewachsen und es ist mittlerweile sicher auch einfacher an die Unterschriften zu kommen. Die Waage zwischen "Mitbestimmung" und "jeder XXX findet genügend Unterschriften" gerät allmählich aus dem Gleichgewicht. 

Ich möchte damit nicht sagen, dass es weniger Mitbestimmungsrecht geben soll, eher dass wenn es sich so weiter entwickelt, wir Gefahr laufen uns selber mit "unsinnigen" Ideen blockieren. 

Fertig OT

Desto länger ich mich mit dieser Thematik befasse, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass diese Imitative ein Beispiel für die Mentalität "Früher war alles besser" ist. Dies empfinde ich insofern als beängstigend, da mit dieser Einstellung jegliche Form von Fortschritt verneint wird. Das Problem ist nur, das der Fortschritt sich nicht aufhalten lässt....

Meine kurze Meinung....

Gruss

easypeacy422'068 Beiträge
#46
Ich schäme mich für die SVP! http://www.blick.ch/news/politik/sachlich-gerechtfertigte-forderung-aus-liberaler-sicht-roger-koeppel-unterstuetzt-die-service-public-initiative-id5050952.htmlSent from my iPhone using Digi-TV.ch mobile app
Ach meine Güte, das ist doch ganz einfach ein kühl berechneter Egotrip vom Köppel, um auf sich aufmerksam zu machen und bei den besoffenen Stammtischlern Bonuspunkte zu sammeln. Würde mich nicht wundern, wenn das von ihm Gesagte gar nicht seiner wirklichen Meinung entspricht sondern nur ein politischer Profilierungs-Schachzug ist. "Hey Volk, ich bin der einzige der euch versteht ..." oder so ... jaja, peinlich ists auf alle Fälle.

smid12'144 Beiträge
#47
Je mehr ich auf Facebook lese, ich sehe nur Stammtischleute für die Vorlage jodeln.

Ich denke wir machen es einfach so. Jeder der für die Vorlage stimmt, wir von Swisscom sowohl auf Mobile als auch auf allen anderen Plattformen auf 56k gebremst, weil der Status Quo ist, welcher die Befürworter wollen.

Du blöde CEO Sau verdienst mehr als ich, ich stimme ja.
-> Die Argumente der Befürworter in einem Satz.

Liebe Befürworter hier, Peter S. hat sicher ein besseres und billigeres Produkt als Swisscom TV. Ich wundere mich über eure Naivität.

P.S. Hier spricht ein UPC Fanboy

Aargovia653 Beiträge
#48
Gerade wieder den Stammtisch Spruch gehört: " ich zahle billag und dann will ich auch alles gratis haben. Sport Fussball etc und keine Werbung auf RTL usw." 

Zum Schmunzeln aber auch nervig solche Leute. 

Artan92509 Beiträge
#49
Habe mal was gefunden Swisscom-Kunden zahlen plötzlich mehr

Langjährigen Kunden des Paket-Abos Vivo Casa*** ändert die Telecomanbieterin von alleine den Vertrag – auf ein teureres Abo. http://www.20min.ch/finance/news/story/20959985

Sent from my SM-G935F using Digi-TV.ch mobile app

3D-Fan134 Beiträge
#50
Habe mal was gefunden


Hihi, ich find andauernd sowas oder ähnliche Abzockermaschen der $wi$$com. Aber ihr müsst verstehen, was für die meisten Abzocke ist, ist für den Staatsbetrieb schlicht udn einfach "Service Public" und zwar in dem, dass dem Mündigen Kunden die Entscheidung erleichtert wird. Aber bald ist Schluss damit, wetten dass?

Snowman410'415 Beiträge
#51
Ja, die Swisscom wird privatisiert. Ihr seit doch die Abzocker, es muss immer als kostenlos sein, bezahlen sollen die anderen. 

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#52
Zieht doch alle ins ImproWare-Gebiet. Hier gibt's ganz viele TV-Sender FTA im Kabel, billiges Internet (meint zumindest der Betreiber), keine versteckten Preiserhöhung... und auch kaum Innovation. Übrigens ein privatwirtschaftliches KMU.

doom2'266 Beiträge
#53
Und wieso wäre eine Swisscom Privatisierung grundsätzlich schlecht? Heute haben wir eine Situation wo ein Unternehmen mit dem Bund im Rücken und einen gigantischen Wettbewerbsvorsprung aus Monopolzeit sich wie eine Krake ausbreitet. Mit Service Public hat das nichts mehr zu tun. Und die Dividende welche die Swisscom jedes Jahr abliefert ist nichts anderes als eine versteckte Steuer  - und die zahlen nicht nur Swisscom Kunden sondern auch Kunden welche mit ihrem Anbieter auf Vorleistungen der Swisscom angewiesen sind - also alle DSL Anbieter und viele Anbieter auf Fiber Netzen. 

Service Public im Bereich Telecom ist für mich ein funktionierendes Netz mit einem gewissen Minimalleistung (heute als 2000/200 definiert.. imho zu wenig). In meiner Gemeinde hat das Stimmvolk entschieden dass der Service Public weiter geht indem ein flächendeckendes Glasfasernetz gebaut wird - das mit Steuergeldern (so ist es OK und ich zahle zumindest was die Breitbandversorgung angeht, gerne die dafür benötigten Steuern). Aber die Abos darauf, die Vivos, Infinitys, SCTV, das ist nicht Service Public. Das könnte (und imho: sollte) eine Firma ohne Rückendeckung durch den Bund machen.

@smid: Wer vergisst dass die Leistung mit steigendem Lohn (ab einem gewissen Level natürlich..) abnimmt, der ist imho nicht mal mehr auf Stammtischniveau sondern entweder auch Teil vom Abzockersystem, Möchtegern, oder hat den Off Switch fürs Gehirn gefunden. Eine kleine Google Suche findet massenhaft Artikel zum Thema - und insbesondere von marktorientierten Publikationen wie Manager Magazinen oder Handelsblättern - die zeigen dass die Beziehung zwischen Entlöhnung und Leistung (oder Aktienkursentwicklung für die Marktgläubigen) schon lange nicht mehr zusammen passen.

Schäppi, Meier und Ruoff sind zwar im Vergleich zu anderen Herren (es sind ja meist Herren) noch harmlos, aber bei diesen Unternehmen ist der Bund Mehrheitsaktionär, d.h. es ist absolut in Ordnung wenn der Stimmbürger da etwas zum Vergütungsbericht zu sagen hat (und OT: es ist ne Schweinerei dass wir alle bei via 2. Säule in Firmen investieren, dort aber an der GV nicht mitbestimmen können - es ist schliesslich unser Geld und nicht das Geld der PK Verwalter). Wer selbst irgendwelche Aktien hat, kann schliesslich an der GV auch über den Vergütungsbereicht abstimmen - wieso sollte das bei Unternehmen die der Bund kontrolliert nicht so sein?

Dr Heinz335 Beiträge
#54
Lieber eine "versteckte Steuer" als dass die Kohle irgendwelchen Börsenhaien in die Taschen fliesst und auf Nimmerwiedersehen in den Cayman's oder nach Panama verschwindet.

Dümmlicher Populismus geht auch in die andere Richtung wenn man möchte 🙂

doom2'266 Beiträge
#55
Und wer sind denn die anderen 49% der Swisscom Aktionäre wenn nicht Börsenhaie?

smid12'144 Beiträge
#56
Witzig ist halt, wie auch immer wieder sie SBB ins Spiel gebracht wird.

Und eben, ich hab auch schon gegen die SBB geranted, aber wenn ich so sehe wie es bei DB oder SNCF ist.

Ich denke einfach, sooo schlecht arbeiten diese Betriebe nicht.

Es liegt halt einfach am Schweizer immer zu motzen (Da nehme ich mich nicht aus)

Köbi411 Beiträge
bearbeitet #57
Ich habe mir mal die Arenasendung zu dieser Thematik angeschaut und war schockiert wie naiv und unwissend die Initianten argumentierten. Wenigstens hat man sich bei dieser Diskussion nicht unnötig mit der völlig irrelevanten Lohnfrage aufgehalten wie es einige Dampflauderi vorwiegend tun. Ich habe noch selten einen so schlampig und schwammig formulierten Initiativtext gelesen. Vor allem hat der Initiant immer von Sachen geschwafelt, die gar nicht Gegenstand von seiner Initiative sind. Jedes Mal wenn er darauf hingewiesen wurde, sagte er "Naja, da muss sich dann halt der Bundesrat oder das Parlament damit beschäftigen oder eine Lösung finden...".

Ich weiss nicht, ob ich die Frage bezüglich der Privatisierung, die hier auch grad gestellt wurde, ernst nehmen soll oder ob die nur ironisch gemeint ist. Was wäre wohl der Nachteil, wenn staatsnahe Betriebe wie SBB, Post oder Swisscom privatisiert würden? Schaut mal ins nahe Ausland und dann müsste sich jede weitere Frage erübrigen. Sogar in weiten Teilen von Deutschland ist die Internetgeschwindigkeit unterirdisch in abgelegeneren Städten und Dörfern. Es gibt schlicht kein zweites Land, dass eine bessere Grundversorgung als die Schweiz hat. Warum soll man also diese mit einem so schwachsinnigen Vorstoss gefährden? 90 % der Argumente, die hier von der Pro-Seite gebracht werden haben ja gar nichts zu tun mit der Grundversorgung und dem Gegenstand der Initiative. Die meisten haben immer noch nicht verstanden, dass die eigentliche Grundversorgung absolut unprofitabel ist und sich kein privates Unternehmen darum reissen würde. Genau deshalb ist es unumgänglich und wichtig, dass die besagten Unternehmen zu einem gewissen Grad den Service publique quersubventionieren können.

Auch wenn ich momentan nicht Swisscom-Kunde bin und auch schon kritische Statements zur Swisscom abgegeben habe (die jedoch ebenfalls nicht den Service publique betreffen;-)), bekomme ist Schreikrämpfe wenn ich so pauschalen und geistigen Dünnpfiff wie "$wi$$com-Abzocker" lese, ohne auch nur ein nachvollziehbares Argument zu finden. Und man kann es nicht oft genug wiederholen... Es geht nicht nur um die Swisscom und das Thema ist der Service publique! Vielleicht müsste sich das jeder mal zu Herzen nehmen, bevor er hier mit Schaum vor dem Mund drauf los schreibt...

doom2'266 Beiträge
#58
@Köbi: Was meinst du wieso Swisscom das Netz ausbaut? Sicher nicht weil sie so lieb und nett ist. Sondern weil sei handfeste Konkurrenz hat. In der Schweiz haben wir viel mehr Kabelanschlüsse als im benachbarten Ausland und Kabel bringt mehr Dampf auf die Leitung als Zweidraht. Zusätzlich hat Swisscom seit 2009 auf Stadtgebieten noch die EWs die mitmischen. Der Grundversorgungsanschluss in Hinterpfupfigen der steht schon seit Monopolzeiten. Aber in Hinterpfupfigen bekommst du kein FTTH, egal ob mit einer Staatstelco oder einer privaten. Da muss schon die Gemeinde den Ausbau bezahlen.

Beim Natelnetz ist es genau dasselbe. Der Grundstock konnte in einer geschützten Werkstatt aufgebaut werden, und dann kamen die Mitbewerber. Swisscom investiert nicht ins Mobilnetz weil der Bund die Mehrheit hat, sondern weil es 2 Mittbewerber gibt, die sie sonst irgendwann überholen würden. 

Hat sich der Bund schon jemals eingemischt als es um Arbeitsplätze bei der Swisscom ging? Ich kenne diverse Personen die waren mal bei der Swisscom tätig, und da hiess es von einem Tag auf den anderen "sorry, das machen wir jetzt nicht mehr und damit braucht es dich auch nicht mehr". Wer glaubt die "Bundesbetriebe" seien auch so sozial und lieb und nett lebt in einer Traumwelt. Die SBB, Mitglied des Trios das auf dem Markt ohne Bund massive Probleme hätte - dort dürfen sich Mitarbeiter in gewissen Bereichen alle paar Jahre auf ihre eigene Stelle neu bewerben. Nix da von wegen sozial und lieb und nett - das ist genauso knallhartes Business wie bei einer Bank (bei UBS läuft das momentan auch gerade.. wenn die Musik aufhört zu spielen fehlen dann ein paar Stühle und es gibt ein paar Stellen weniger).

Die meisten haben immer noch nicht verstanden, dass die eigentliche Grundversorgung absolut unprofitabel ist und sich kein privates Unternehmen darum reissen würde. Genau deshalb ist es unumgänglich und wichtig, dass die besagten Unternehmen zu einem gewissen Grad den Service publique quersubventionieren können.
Und wer sagt dass die Initiative das nicht zulässt? Ist das Vivo S in einem anderen Verwaltungsbereich als das Vivo L? Wohl kaum.

Ich gehe davon aus dass die Grundversorgung bei Swisscom (2mbit Internet, Telefonanschluss) kostendeckend ist - sonst würde Swisscom nicht den meisten einen günstigeren Grundanschluss anbieten. Aber gross Gewinn wird dabei nicht herausschauen. Bei der Post ist es wohl eher negativ und bei der Bahn bestimmt negativ. Also wird erstmal nix billiger - soweit hast du recht. Aber es bleiben dann auch noch 2.2 Milliarden Dividenden der Swisscom und Post die nicht mehr bezahlt werden müssen und die anderwertig investiert werden können. Damit könnte man Preise senken.. oder aber investieren (z.B. weniger FTTS Blödsinn und mehr FTTH).

Und damit müsste der Bund sparen oder Steuern erhöhen weil in der Bundekasse 1.2Ma fehlen.

+los152 Beiträge
#59
Wenn ich lese, was der Stammtisch an Kommentaren in den sozialen Medien hinterlässt, frage ich mich, ob nicht das Bildungssystem das grössere Problem ist als der Service Public.

smid12'144 Beiträge
#60
Wenn ich lese, was der Stammtisch an Kommentaren in den sozialen Medien hinterlässt, frage ich mich, ob nicht das Bildungssystem das grössere Problem ist als der Service Public.


Es ist doch wie bei NoBillag.

Die meisten Befürworter haben keine Ahnung von der Materie aber motzen halt einfach rum. Und daher müsste man die Hürden für Volksbegehren wirklich wohl erhöhen.

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