Politisches Statement im Forum

Roaming ist Luxus... Mh. Streng genommen ist sogar Internet Luxus, warum gibts den Grundversorgungsauftrag?

Ausländische Sims: gibts nicht mehr, alle Länder wollen jetzt Registrierungsadressen (liest sich: juristisch ladbare Adressen) AUS den entsprechenden Ländern.

...von der Problematik des "kurz im ausländischen Netz" (vgl. Grenzregionen) und "wichtiger Anruf" der sofort die Rechnung durch die Decke schiessen lässt ganz abgesehen...

Zusammenfassend: du zahlst gerne für etwas, das für andere kostenlos ist. Ok, kann ich akzeptieren... Akzeptiere du bitte, das andere sich nicht gerne benachteiligen lassen. (vor allem in der Grenzregion "schalt hald auf's schweizer Netz um" ist ein guter Rat, nur nicht umsetzbar, wenn die Antennen regelmässig ausfallen und man auf Anrufe wartet)

Bez. Abstimmung drehen:

na zum Glück kam kein "muahahahahah", sonst hätt ich dich gar nicht ernst nehmen können.

Du brauchst einen Fall, bei dem es durch die grossen Kantone gedreht hat, währenddem das SRF die eigene Hochrechnung feierte?

Minarett-Initiative. (kam nur knapp das JA, nachdem die grossen Kantone ausgezählt wurden)

oder Masseneinwanderungsinitiative. (dito.)

oder ePass (hier drehten, nachdem zuerst die Grossen ausgezählt wurden, die kleinen Kantone*)

...überal gedreht, die Hochrechnung falsch; aber das SRF muss sich nicht entschuldigen, und für Longchamps Fliege gibt es auch nach wie vor keine Verpflichtung jedesmal darauf hinzuweisen, das a) noch nicht alle Kantone ausgezählt sind  b.) das Ergebnis noch drehen kann...

Und darum ist es wichtig, das der Service Public endlich durchdiskutiert wird (was ist ServicePublic, was unternehmerische Freiheit -> vgl. Gummibärli auf der Post, aber Briefe kommen nicht an, SRF: aktives Einmischen in eigener Sache ohne dies zu deklarieren), und nach genauer Definition ebenso genau ÜBERWACHT wird.

* da war das letzte Ergebnis übrigens 50,5% Ja zu 49,5% Nein - bei 1% Fehlerquote; das SRF war aber FÜR den e-Pass (weil von SP und BDP-Lieblingsbundesrätin befürwortet), und schon war das Ergebnis definitiv. War der erste Abstimmungsskandal - denn jeder glaubte das SRF-Resultat sei das definitive Auszählergebnis, gabs keine Nachzählung. Kaum war die Einsprachefrist abgelaufen, kam ja heraus (Tamedia berichtete), das knapp 10'000 briefliche Stimmabgaben nicht gezählt wurden - bei jener Beteiligung damals hätte dies das Ergebnis nochmal drehen können!

(gsiesch s'Problem?)

EDIT: während dem Tippen von den neuen Ergebnissen überholt worden, ok, die Service-Public-Intiative ist gescheitert und wurde nicht mehr gedreht...

 
Zuletzt bearbeitet:
Wir sind jetzt halt nicht in der EU. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage.

Daher haben wir halt auch nicht diese Verpflichtung, die zum Beispiel die Telekom hat.

Sobald du ausserhalb der EU bist, wird es auch bei Telekom oder Vodaphone verdammt teuer.

Da hat diese verblödete Vorlage keinen Einfluss.

Muss ich halt in Casablanca irgendwo einen Kaffee trinken gehen und fragen «Pardon, vous etre WLAN?»

 
@smid: Eine solche Initiative würde genau von denselben Kreisen und mit demselben Argumenten bekämpft werden. Roaming ist nach wie vor eine Goldgrube. Ein einem etwas erotischeren Land kannst da das x-hundertfache für ein GB bezahlen wie mit einer lokalen SIM.

Die Herren in Bern werden schon merken dass ihre Swisscom Dividende in Gefahr ist, und dann von Ende des Netzausbaus, Stellenreduktionen und Serviceabbau argumentieren und das Ding versenken.

Sunrise und Salt werden den Ball dankend aufnehmen und sich zusammen mit Swisscom dagegenstellen. Denn ohne die Rendite aus dem Roaming haben diese Zuwenig Mittel um bei Netz und Service mit Swisscom mitzuhalten (diese hat immer noch Milliardeneinnahmen aus dem Festnetz).

Mit weniger Einnahmen kann man dann auch wieder den mit den Innovationen bringen.

So sehr die Roaming Gebühren ein Ärgernis sind, aufgrund des einseitigen Marktes hätte eine Begrenzung der Roaming Einnahmen viel einschneidendere Auswirkungen auf den Telko Markt als die Service Public Initiative.

Sent from my iPhone using Digi-TV.ch mobile app

 
Das hat doch nichts mit Swisscom zu tun. Die Preise sind doch auch bei Salt oder Sunrise ähnlich.

Vielleicht verpflichten wir Fiber7 auch ins letzte Kaff zu expandieren.

 
Mhm, auf das Argument hab ich gewartet, vielen Dank :-)

Denn wenn wir nicht in der EU sind - warum wurden die schweizer Anbieter dazu via Brüssel/Bern dazu ...ist "getrieben" das richtige Wort?... die Roaming-Gebühren für EU-Sim-Nutzer in der CH zu senken? Währenddem bei CH-Sim's weiterhin in die Tasche gegriffen wird?

Ferner - Stichwort Grenzregion: neulich hat mir (und ich hab alle drei Netzanbieter durch!) der Support gesagt "Roaming ist aktiv, schalten Sie einfach auf das deutsche Netz um", als - MAL WIEDER - die Antenne hier nen Ausfall hatte... Zufall oder Absicht, das auch der hiesige Anbieter von Roaming profitiert, wenn der eigene Kunde auf dem ausl. Netz unterwegs sein muss? (btw - Salt meinte mal zu mir, das die Salt-Antennen an der Grenze mit reduzierter Leistung unterwegs sind, damit die ausl. Netze nicht gestört werden - währenddem die deutschen Antennen "am anderä Ufer" mit voller Power bis weit in die CH rein senden. Ergebnis: Salt-Kunden auf dem ausl. Netz, obwohl klar in der CH... Was meinen jene mit genug Geld? "dä chauf hald e roaming-päckli wenn'd weisch das du is usländische netz gheie chasch")

smid - ich rede nicht davon, das man mal "in's Ausland geht" (dort kann man über das Päckli reden!), sondern das CH-Kunden, die sich klar in der CH aufhalten, auf dem D- oder F-Netz (od. AT) unterwegs sind, weil die Antennen an der Grenze ... selten funktionieren oder mit reduzierter Leistung senden... Das ist nicht "freier Markt", das ist "geschützter Markt".  Da muss man auch nicht in die EU oder sowas (siehe 1. Absatz oben), da muss man den Anbietern mal auf die Finger klopfen!

Aber ok, das mit dem Roaming ist jetzt leicht OT... :-)

Btw. Service Public, ein paar Beispiele aus meiner Gegend:

Internet - ok, geht. Swisscom ist entlastet.

(Mobilfunk - gehört eig. nicht in den Service Public, aber auch hier: ...selten "up to speed" mit neuen Techniken, und man verlässt sich lieber auf die ausl. Antennen als die Eigenen am Laufen zu halten)

Post - kaum noch Poststellen. Briefe gehen verlohren (ich versende bsp. nur noch DPD-S-Päckli). Dodefür chasch bim Warte i de nöchschte Poschtstell Gummibärli chaufe und chätsche damit d'warteziit nöd so fad isch, wälls vo 3 Schalter und "full house" immer nume eine offe händ... Und de pöschtler für de "Huustüüreabwicklig" oder wie da heisst chunt zw. 07:00 und 17:00 - jede Tag zunere andere ziit, völlig unberechenbar...

ÖV - von stündlichem Verkehr zw. 5 und 21 Uhr aus Kostengründen auf "Morgens 2 Verbindungen, Mittags 1, Abends 3" geändert. Anstatt das der Preis stabil blieb, wurde es sogar teurer. Jetzt redet man darüber, die Linie abzuschaffen weil keiner mehr mit dem Bus fährt. (logisch, hesch jo kei verbindige me!)

SRF - ist klar parteiisch und zusammen mit der zunehmenden Unterbrecher-Werbung ... naja, Stichwort "No-Billag- und RTVG-Diskussion" hier im Forum...

... man kann sich darüber freuen das nun Gewinne nicht in Infrastruktur abfliessen müssen, und das sich Manager weiterhin einen "schöne Batze" genehmigen können...

Aber wir haben beim ServicePublic ein massives Problem, das gelöst werden muss! Man muss sich der Diskussion stellen, und diese nicht immer wieder abwürgen, weil sie von "der falschen Seite" (meist der SVP) angeregt wird...

Stichwort: es lebt nicht jeder "in der grossen Stadt", ausserhalb der Aglo läuft so vieles brutal falsch; man muss was machen, sonst liest man hier in ein paar Jahren "hätten wir nur die Service Public-Initiative angenommen, was jetzt kommt ist die Hölle"... Je länger man die Probleme ignoriert, desto schwerwiegender werden sie - und desto radikaler die Lösungen... Das kann und darf nicht das Ziel sein.

 
@smid

Doch, hat damit zu tun! Stichwort Randregion!

Darum benötigen wir jetzt, auch wenn die Initiative gescheitert ist, endlich die Diskussion "was ist ServicePublic", mit der entsprechenden Aufteilung der Unternehmen! Und zwar ALLEN Service-Public-Unternehmen (inkl. SRF!)!

Vgl. Swisscom/Roaminggebühren: denkst du die Swisscom verdient nichts an den Roaminggebühren? Die holen gut Kohle rein. (oh und der "super Support" den die Swisscom bietet kostet auch nicht mehr wie der von Sunrise/Salt, die Tägerwiler arbeiten zu Hungerlöhnen - ich war selber mal dort).

...solange die Anbieter an der Grenze den Antennenunterhalt ...niedrig halten... weil sie wissen "dann gehen die Kunden auf's ausländische Netz und wir verdienen uns ne goldene Nase". Nun wenn DIR das recht ist, MIR, als Betroffener, nicht.

Bsp. könnte man, nach der Service-Public-Debatte, den für Service-Public zuständigen Bereich der Swisscom (BBCS/Wholesale) in ein Tochterunternehmen auslagern; mit eigener Bilanzierung (und Offenlegung der Jahresberichte, versteht sich)... Oder bei der Post - den Kioskbetrieb vom Postbetrieb trennen; etc...

 
Nochmals: Roaming ist Luxus. Ich weiss noch, wie es für mich eine Sensation war, in meinem ersten Italien Urlaub (war wohl im Kindergarten) dem Grosi zu sagen (Telefonkabine im Hotel), dass ich heute Calamares hatte. Das war lange vor dem ersten Mobile.

Natürlich verdient Swisscom, aber auch Salt und Sunrise was mir Roaming. Irgendwie müssen sie ja auch.

Die Randregion müssen wir aber schon anschauen, hat ja auch NR Candinas heute erwähnt. Natürlich haben die auch ein Anrecht auf eine gewisse Grundversorgung. Und da finde ich auch da müssten wir mindestens über 10 Mbit reden. Da fände ich es sogar OK, wenn die Städtler eben was dran zahlen, gehört eben zur Solidarität in der Schweiz.

Aber alles im geordneten Rahmen. Würde man nämlich sachlich über Grundversorgung, Gehälter und so reden würden wir was bekommen wo am Ende wohl alle damit leben könnten.

 
Das hat doch nichts mit Swisscom zu tun. Die Preise sind doch auch bei Salt oder Sunrise ähnlich.
Doch hat es. Swisscom kann es sich eher leisten mit dem Roaming Gebühren runterzugehen als die anderen beiden. Das ist denn auch der Grund wieso Swisscom beim Thema Roaming eher auf der günstigeren Seite ist während die Abos sonst teuer sind. Ich hab die Links nicht gerade präsent, aber es kam schon in der Presse dass eine gesetzliche Senkung der Roaming Gebühren vor allem den beiden kleinen Wehtun würden. 

 Und da finde ich auch da müssten wir mindestens über 10 Mbit reden
Da müsste man erstmals die Kosten kennen. Da wäre die Kostentransparenz in der Grundversorgung eben schon kein Scheiss ;)
 
@smid

Siehst du, und genau darum muss man solche Initiativen nicht PER SE von Grundauf mit vollem Entusiasmus bekämpfen, sondern die Anliegen aufnehmen, drüber nachdenken "könnte was dran sein", mit der Ist-Situation vergleichen usw.

Wer weis, ev. kommt man dann sogar drauf "ja die Idee stimmt, die Umsetzung ist mangelhaft" * und man könnte - auch Seitens den Cheflaberis der NR und SR ein Gegenvorschlag ausarbeiten... Keinen wie bei der Minder-Initiative, sondern einen der was bewegt - und zwar in die richtige Richtung.

Du schreibst Roaming ist Luxus - Internet und Telefon sind Luxus (ging Jahrhunderte ohne), ÖV ist Luxus (früher lief man), Briefe versenden ist Luxus - mit deiner Aussage machst du's dir zu einfach, und das ist das Problem auf das ich (und zum Teil auch doom) hinweisen:

NIEMAND in diesem Land hat zur Zeit eine Ahnung was

- der Service Public ist. ==> die Diskussion wird immer abgewürgt; meist von denen, die genug Kohle haben und Leistungseinschränkungen/Mehrkosten nicht so sehr spüren. Pikant: die SVP (die "Reichenpartei") will den Service-Public definieren, die SP wiegelt ab (nennt mich "von Vorgestern", aber ich hab das anhand pol. Ausrichtung irgendwie umgekehrt als Richtig im Kopf)

- der Service Public kostet.

Ich hab ja ein paar Bsp mit dem Service Public gemacht; ich hab weder beim Post-Chef noch beim Bahnvorstand verständnis dafür, das die nur EINEN EINZIGEN FRANKEN ENTLÖHNUNG bekommen. Wir finanzieren den Zubringer an S21, nach Mailand, den Franzosen eine 30km-Streckensanierung; Post in der Randregion nur noch durch die Postzustellung sichtbar - wenn nicht der ganze Postverkehr irgendwo versandet. Telco-Anbieter (auch die Swisscom) reduzieren den Unterhalt auf "markieren", denn der Luxus "Roaming" ist als fixer Bestandteil der Serviceerbringung in Grenzregionen EINGEPLANT!!. Und mit dem ÖV brauchst du auch nirgends hin wollen, das ist dann auch gleich ein Tagesausflug.

Wenn Du genug Geld hast um über sowas hinwegzusehen freut mich das für dich; wenn du bei dir perfekte Abdeckung hast dito. Denk dran: es gibt auch andere Regionen in der CH.

* bsp. BGE - damit klar ist wie ein Gegenvorschlag hätte aussehen können:

(BGE als Idee eig. gut, die Umsetzung war ...stark verbesserungsfähig, um es politisch korrekt auszudrücken)

statt "BGE für alle" werden folgende Ämter zusammengefasst:

AHV, IV, Sozialamt, ALV.

Die ersten 12 Monate hat man die "normale, jetzige" ALV-Höhe, und bekommt danach das kantonale Existenzminimum plus 200 Franken, sowie per Antrag/auf Nachweis sämtliche Kosten die eine Bewerbung so mit sich bringt (vgl. Service Public, wenn die Hälfte aller Verbindungen wegfällt, damit der Preis sich verdoppelt, etc).

Finanzierung: Beitragserhebung wie bisher (AHV/IV, ALV) und Steuern.

...durch die Synergien der genannten Ämter (bis auf AHV unterhalten ALLE separate Wiedereingliederungsmassnahmen, "Stellenvermittlungen" (also Peitschenschwinger damit sich die Antragsteller auch ja genug bewerben), usw.) kann so viel gespart werden, das man damit die 200 Franken zum "Existenzminimum" (ob nun via Sozialamt oder via der Kombi "IV+Ergänzungsleistungen" spielt ja echt keine Rolle) finanziert werden können.

Ergebnis:

- weniger Bürokratie. (Ersparnis seitens Kanton, wirkt sich auf Steuern aus)

- ein und das selbe Amt. (keine zigtausend Abklärungen welches Amt nun das Existenzminimum zahlen muss; kein "Verschleiss" der Betroffenen, die von einem Amt zum andern gejagt werden ohne das wirklich geholfen wird)

- ein und die selben Beschäftigungsmassnahmen, ohne Abbruch wenn Rahmenfrist vorbei usw -> kostet weniger, mehr stetigkeit (auch im Lebenslauf der Betrofffenen)

- AHV-Erhöhung. (die bekamen auch seit Jahren keine Inflationsausgleich, 2. und 3. Säule laufen wie bisher zusätzlich!)

- dank den "plus 200" konsumieren auch die Ärmsten wieder etwas (für diese eine Lebensverbesserung, und gut für die Wirtschaft)

- durch die gleichen Beiträge keine Mehrbelastung für die "Bejobbten"; zusätzlich aber die Sicherheit "wenn's mal passiert wirds nicht ganz so schlimm". Je nach Einsparungen kann man dann sogar über eine Reduktion der Kosten nachdenken (Stichwort "Königs-Petition" bez. keine permanente Bundesrats-Rente für jene, die nach dem Ausscheiden aus dem BR weiterjobben (vgl. Leuenberger, der vorher/nachher Implena-Verwaltungsrat (na wer baute die Neat? Huere zuefall, gäll))

...Verwaltung entschlackt, viele Ausgaben gespart, Möglichkeit der Beitragsreduktion (mehr Netto vom Brutto), den Betroffenen gehts besser, usw...

Aber man hat nicht einmal darüber diskutiert.

Einfacheres Beispiel:

Minarettverbot.

Gegenvorschlag hätte lauten können "keine Religion steht über der schweizer Bundesverfassung und den eidgenössischen Gesetzen" - basta. Keine Diskriminierung, usw... Und der SRF-hörige hätte sich auch nicht über den Unterschied "Moschee" und "Minarett" informieren müssen ;-)

...aber eben. Was nicht passt, wird zum Schweigen gebracht. DAS ist die Polarisierung in der Politik. Wenn man versucht die eine politische Seite auszublenden... :-/

(sorry den Mammutbeitrag)

 
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