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Cablecom rollt 500mbit schweizweit aus

59 Antworten14'640 AufrufeGestartet von vagzubi ·

vagzubiThemenstart1'319 Beiträge
#1
500 Megabit pro Sekunde und noch deutlich mehr: Cablecom erhöht Tempo im Festnetz

http://wat.is/-6QYKs2iC

Jetzt wissen wir was sie mit den freien (vom Analog TV) Frequenzen machen.

omsec505 Beiträge
#2
Auf jeden Fall besser als PAL-Sender übertragen 🙂

MichelZ672 Beiträge
#3
Cool /emoticons/default_smile.png

Jetzt noch IPv6 native (dual stack natürlich, und nicht DS-Lite), und ich bin glücklich /emoticons/default_wink.png

magicfriend3'697 Beiträge
#4
Mal schauen ob die Rechnung wieder 2 Stutz teurer wird.

Aber eines ist klar. Man kriegt die 500 nur mit der Horizon. Und dafür gibts ja dann 7 Tage Replay aus dem Guide. Ein toller Deal.

vagzubi1'319 Beiträge
bearbeitet #5
Mal schauen ob die Rechnung wieder 2 Stutz teurer wird.

Aber eines ist klar. Man kriegt die 500 nur mit der Horizon. Und dafür gibts ja dann 7 Tage Replay aus dem Guide. Ein toller Deal.
Bin mir nicht sicher, aber kann die Box nicht nur max 8 Docsis streams?
Ich glaube eher das es ein extra 500mbit Abo geben wird.

Aber teurer wirds sicher....

magicfriend3'697 Beiträge
#6
Tveter hat dies ja herausposaunt in einem Interview mit der Schweiz am Sonntag. Watson hat dann diese Aussage einfach aus dem Kontext genommen und die 500 Mbits angekündigt. Eigentlich ging es in dem Artikel grundlegend aber um noch viele weitere Themen. Tveters selbstgefälliges und gebetsmühlenartiges Auftreten grenzt an Selbstbeweihräucherungen und hat mit einer gesunden Selbstreflexion so gar nichts zu tun.

Leider ist der Artikel für die Allgemeinheit nicht online verfügbar. Es ging aber frei wiedergegeben um folgendes:

Docsis 3.1 und die Möglichkeiten: Man habe nun lange getestet und könne nach Bern nun auch 500 Mbits in der ganzen Schweiz anbieten. Zusammen mit einem Update für die Horizon - verstehe das als Voraussetzung - werde der neue Speed angeboten und kommuniziert. Man beobachte den Markt. Es sei sogar möglich bis 1 Gbits anzubieten, wenn der Markt es wolle. Swisscom könne zwar synchronen Speed anbieten, das sei aber nur von einer krassen Minderheit gewünscht und sei erst ein Thema, wenn das vermehrt ein Thema werden sollte. Zudem biete man dies im ganzen Netz an, nicht nur auf dem FTTH-Netz, wie es Swisscom tut.

Horizon: Der Journi fragte ganz direkt, warum denn 7 Tage Replay und die Auswahl über den TV-Guide so lange gedauert habe. Da kamen die alten Phrasen, die so krass an der Realität vorbeischiessen. Man sei ein Pionier gewesen. Die ersten, die eine all-in-one Box auf den Markt gebracht hätten. Da habe man eben länger gebraucht, um gewisse Probleme zu lösen. Aber man dürfe nicht vergessen. Liberty Gobal sei ein so krass guter Partner. Man habe Einkaufsmöglichkeiten durch die Grösse, da würden die Mitbewerber in der Schweiz nur davon träumen können! Angesprochen auf die propriäteren Boxen der Mitbewerber widerspricht er sich meiner Meinung nach aber. Liberty Global habe natürlich das Recht darauf zu bestehen, die von ihnen evaluierten Boxen zu verwenden in allen Gesellschaften in Europa, die ihnen gehören. Aber da kämen dann eben die hervorragenden wirtschaftlichen Voraussetzungen dazu. Die Cloud war auch ein Thema. Swisscom habe die Aufnahmen in der Cloud und UPC auf der Box mit einem beschränkten Volumen. Tveter wie immer, wenn er eine Schwäche zugeben müsste: bla bla. Eine Cloud sei ja eine Definitionsfrage und die Zukunft würde noch ganz andere Modelle bereit halten...

Content und Sportangebot: Zuerst spricht Tveter von den Beziehungen von Liberty Global zu den Hollywoodstudios und deren Rechteverwaltern. Da wäre Liberty Global durch die Grösse natürlich wieder in der Poleposition und man könne auch zukünftig super Angebote machen. Beim Sport, insbesondere Fussball werde man mitbieten für die zukünftigen Rechte. Man schliesse eine Bietergruppe mit anderen Interessenten nicht aus, könne es sich aber leisten alleine zu bieten. Zudem wolle man bei einem Zuschlag allen den Content zur Verfügung stellen, nicht wie es Swisscom aktuell tut. Dann spricht er das hängige Verfahren vor der Wettbewerbskommission an und meint erneut, dass dies unfair und verzerrend sei.

Zusammengefasst: Bei Docsis 3.1 ist es wohl definitiv so, dass die ihren einzigartigen Werbevorteil klar ausspielen werden und den Speed hochdrehen. Wenn Quickline wieder erhöht, gehen die erneut noch höher. Die Kunden wirds freuen. Bei Horizon warten wir doch einmal ab, wie die Software daherkommt. Nach einem Jahr ohne Update bin ich gespannt, wie stabil die Plattform mit 7 Tagen Replay aus dem Guide wirklich läuft.

Waudiz570 Beiträge
bearbeitet #7
Ja klar, das mit den synchronen Speeds hätte Tveter bzw. UPC natürlich genauso gesehen, wenn es umgekehrt gewesen wäre: UPC hätte sie im Angebot, SC nicht. Dann würde es in etwa so tönen, dass man sich auf ein grösser werdendes Kundensegment einrichte, der Upstream immer wichtiger werde (Cloud, Social, etc.) und dass man der Konkurrenz ganz klar einen grossen Schritt voraus sei.

Manchmal denke ich, es wäre noch amüsant, würden die Chefs von SC und UPC mal ihre Stellen tauschen. Man würde sich wohl noch verwundert die Augen reiben. Wes Brot ich ess...

Ich würde nicht drauf wetten, dass es die 500 mbit/s nur mit Horizon gibt. Vielleicht anfänglich, aber später vermutlich auch für Leute ohne Horizon. Jedenfalls musste vor wenigen Wochen (es war um Pfingsten rum) ein Freund von mir sein Modem zwangstauschen. Er hatte noch das weisse Thomson WLAN Modem. Angeblich sei das veraltet und werde nicht mehr gewartet. Es würde auch die versprochenen Speeds nicht zuverlässig liefern. Mein Freund selbst hatte aber keine Speedprobleme, die abonnierten 250 mbit/s erhielt er stets zuverlässig.

Aber eine gute Gelegenheit für meinen Freund, ganz von diesem UPC-WLAN los zu kommen. Er hat dann gleich auf das Ubee Modem ohne WLAN gewechselt, hat somit auch keine Sorgen mehr mit den ganzen UPC-Hotspot-Geschichten, die er eh nie wollte. Er verwendet stattdessen einen eigenen, deutlich leistungsfähigeren WLAN-Router und ist unterwegs auch nicht auf UPC-Hotspots angewiesen.

Auf Nachfrage, warum denn das Modem so dringend gewechselt werden müsse, wo doch alles einwandfrei laufe, hiess es dann plötzlich, wegen einer kommenden Geschwindigkeitserhöhung. DIESE könne das Thomson nicht mehr mitgehen. Das Ubee sei zudem vorbereitet für DOCSIS 3.1 (auf der Packung steht aber nur was von Eurodocsis 3.0).

Wenn die 500 mbit/s nur mit Horizon erhältlich sind, hätte UPC im Schreiben einem sicher die Box u.a. mit diesem Argument schmackhaft gemacht und nicht auf einen reinen Modemtausch gedrängt. Mein Freund verwendet nämlich Digicards.

magicfriend3'697 Beiträge
#8
Nein, die 500 werden garantiert technisch gesehen nicht rein von Horizon abhängig sein. Dann würden ja die tausenden Lösungen nicht funktionieren, wo Internet mit separatem Modem läuft. Auch ich würde nur ein Ubee akzeptieren, wo ich meinen eigenen WLAN-Router dranhänge. Ich meine aber die neusten Horizon-Kombis. Schon zuvor hat man ja diejenigen mit den alten Kombi-Paketen ausgeschlossen von Inklusiveeinheiten auf nationale Handys, MyPrime etc. Wer also Fullspeed will, muss eines der aktuellen Kombipakete haben, wo einem Horizon ja fast aufgezwungen wird. Denn auch die sieben Tage Replay sind ja mit der Digicard kaum möglich.

Gelöschtes Mitglied 757
#9
Bin mir nicht mal sicher ob die Horizon überhaupt die 500MBit schafft.

Schaue ich mir das Datenblatt an, so basiert das Modem auf einem Puma 5 Chipsatz:

http://www.unitymedia.de/content/dam/unitymedia-de/hilfe---service/doc/HorizonHD_Recorder_Technische_Daten.pdf

Dann wiederum im Datenblatt zum Chipsatz von Intel:

http://www.intel.com/content/dam/www/public/us/en/documents/product-briefs/puma5-prodbrief.pdf

<snip>

The Puma 5 family includes a DOCSIS
3.0 physical layer (PHY) interface that is
adaptable to a range of U.S. and European
configurations and can scale upward to
a 4 x 4 configuration. Channel expansion
is supported up to eight downstream
channels (8 x 4).

<snap>

creep2'589 Beiträge
#10
wenn nur 10000 Kunden das 500 mbit Angebot abonnieren würden, dann müsste Cablecom 5000 gbit liefern können. illusorisch. immer neue Bandbreiten Versprechen der Provider und ein Backbone an der Belastungsgrenze sind Tatsache

magicfriend3'697 Beiträge
#11
Cablecom sieht sich hier im Zugzwang. Die haben schlussendlich ihren Werbevorteil in Gefahr gesehen. Swisscom mit Glasfaser und danach Quickline mit der Kampfansage, die Leistungen zu erhöhen. Da mussten sie es tun, haben sie doch immer mit dem schnellsten Netz beim Downspeed geworben. Bin nun auch gespannt, wohin die Reise führt. Finde es hingegen positiv, da fast alle Kunden über alle Provider profitieren werden.

Waudiz570 Beiträge
#12
Was mir immer viel Freude macht bei der Cablecom, ist die Formulierung "unser GLASFASERkabelnetz". Sie wissen sehr wohl, dass Glasfaser die Zukunft ist. Wenn sie die Flucht nach vorne anträten, würden sie ihr Netz auf FTTH ausbauen. Dem dürfte vor allem im Wege stehen, dass heutige TV-Geräte dafür nicht vorbereitet sind. Grundangebot und Digicard gäbe es so nicht mehr. Anderseits wäre es doch eine einzigartige Gelegenheit, die Kunden mit einer Fiber-Horizon zwangszubeglücken.

MichelZ672 Beiträge
#13
Naja, der Ausbau auf Fibre auf der letzten Meile wird sich nicht lohnen, das kostet enorm Geld, und das Kabelnetz kann mit Docsis 3.1 bereits eine "nette" Geschwindigkeit bieten. Irgendwann wird DVB-C dann durch IPTV abgelöst, und die freien Frequenzen können ebenfalls noch für's Internet benutzt werden. Da besteht so schnell kein Zwang zu FTTH

hangloose167 Beiträge
#14
Wenn sie die Flucht nach vorne anträten, würden sie ihr Netz auf FTTH ausbauen. Dem dürfte vor allem im Wege stehen, dass heutige TV-Geräte dafür nicht vorbereitet sind. Grundangebot und Digicard gäbe es so nicht mehr.
FTTH heisst nicht zwangläufig, dass die TV-Geräte mit Glas angeschlossen werden. Das Glas geht bei mir bis zum Modem und von da auf dem herkömlichen Weg via Koaxial zum TV. Grundangebot und Digicard gäbe es genauso weiterhin.

doom2'266 Beiträge
#15
Bsndbreitentechnisch ist so eine Lösung aber Verschwendung pur. Die Zukunft von linearem TV (hat das überhaupt Zukunft außer bei Nachrichten und Live Events?) ist sicher multicast. Natürlich haben wir genug Fasern, aber das ist etwa so wie G.Fast - man will eine todgeweihte Verkabelung weiter am Leben halten. Was bringt dir die tollste Fiber Leitung wenn du im Haus immer noch mit Uralttechnik rumgurkst? IP only und Cat6 ist angesagt, sonst wirst du früher oder später wieder Strippen ziehen.

omsec505 Beiträge
#16
Machen ja schon mit 1000 Reklame???

MichelZ672 Beiträge
#17
Wie meinst du "verschwendung pur" ?

Multicast geht ganz gut auch auf einem Koax-basierten Netzwerk... was ist der Unterschied?

Und wenn sie wirklich mit Docsis 3.1 bis 10 GBit Downstream kriegen, dann sehe ich auch in Zukunft keine Probleme... bis jetzt können wir uns nur schlecht vorstellen Bandbreiten von mehr als 1 GBit wirklich zu "gebrauchen".

doom2'266 Beiträge
#18
Sagen wir ein HD Kanal nimmt 10 mbit und ein SD Kanal 5 MBit. 200 Kanäle, 1/3 HD macht 990 MBit Broadcast nur für TV.

Bei Multicast ist das worst case, normalerweise bräuchte da viel weniger.

MichelZ672 Beiträge
#19
Yup, aber wo ist der Unterschied zu Glasfaser? (ausser das Koax Shared ist natürlich - aber der Fortschritt in der Technik lindert dies ebenfalls)

garrisson33 Beiträge
#20
Yup, aber wo ist der Unterschied zu Glasfaser? (ausser das Koax Shared ist natürlich - aber der Fortschritt in der Technik lindert dies ebenfalls)
Der Unterschied ist, dass Kabel über Broadcast läuft, IPTV(Siwsscom) via Multicast.

Broadcast = Sender sendet immer alles an alle Empfänger.

Multicast = Sender sendet 1) nur an emfangswilligen Empfänger und 2) nur den gewünschten Inhalt(Kanal).

Daraus folgt eine andere Bandbreitenverwendung. Während beim Broadcast(Cablecom) konstant alle Kanäle gesendet werden, die verfügbar sind, wie doom vorgerechnet hat 990Mbit, wird beim Multicast immer nur der jeweils gewünschte Stream zum entsprechenden Empfänger(User) gesendet, sagen wir 10Mbit für einen HD-Stream.

Daraus ergibt sich, dass durch Broadcast viel Bandbreite durch Daten verloren geht, die gar nicht benötigt werden. Bzw. anders formuliert im Falle des Coax-Netzwerk viele Frequenzen, die auch zur Datenübertragung verwendet werden könnten.

In dem Sinne kann man Broadcast schon als eine Bandbreitenverschwendung sehen, da halt gewisse Frequenzen durch die TV-Kanäle blockiert werden.

Der grosse Unterschied zwischen Coax und Glas, wie du schon erwähnt hast, ist aber der Fakt, dass Coax ein shared Medium ist. Das wird auch später, wenn Kunden vermehrt grössere Bandbreiten verwenden, beim Coax der Flaschenhals sein. Da bringen die theoretischen 10Gbit durch Docis3.1 auch nicht mehr viel. Diese Engstelle zwar reduziert werden, in dem man die Kabelkopfstelle näher zum Kunden schiebt, ist aber auch mit dementsprechenden Kosten verbunden. Irgendwann wird es wohl günstiger sein, direkt Glas zum Haus zu verlegen.

Beim Glasfaser hast du im Gegensatz dazu eine Direktverbindung vom Haus bis zum Backbone von Swisscom. Einmal verlegt, braucht man nichts mehr zu ändern, mal abgesehen vom Sender und Empfänger.

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