OT: nur das Take-Away einen tieferen MwSt-Satz hat als ein Restaurant. Beides sind aber Dienstleistungsbetriebe.
BigMac im McDonalds stehend essen = 8% MwSt
BigMac vor dem McDonlads stehend essen = 2,5% MwSt
Der Milionär kauft sich Champagenr und Kaviar um Delikatessenlanden = 2,5% MwSt
Der Büetzer muss am Mittag im Restaurant essen weil er nich nach Hause gehen kann = 8% MwSt
Wo ist da die Logik und die Fariness?
OT:
Es darf in diesem Fall auf keinen Fall drauf an kommen, ob ein Bettler oder ein Millionär etwas kauft (ist eine verbrauchs-, nicht einkommensabhängige Steuer), sondern ob ein entsprechender Mehrwert erbracht wird, der bei der Zubereitung einer Speise UND dem entsprechenden Service zweifelsohne erbracht wird. Also ganz klar: Restaurant muss Normalsatz (8.0 %) sein. Für mich fragt sich, ob der reduzierte Satz gerechtfertigt ist, wenn ein Mehrwert in Form der Zubereitung OHNE entsprechenden Service erbracht wird. Ich meine ja und würde den reduzierten MWSt-Satz für Take-Away falsch finden.
Nahrungsmittel im Geschäft gekauft zum reduzierten Satz - ich glaube da hat niemand etwas dagegen. Wird aber der Restaurantsatz dem reduzierten Satz gleichgesetzt, wird der Gesetzgeber natürlich die MWSt-Ausfälle ausgleichen müssen, was sie durch eine Erhöhung des reduzierten Satzes ereichen werden wollen. Dies wird durch die Initiative nicht ausgeschlossen. Wie üblich werden erst nach einer Annahme die Ausführungsbestimmung erarbeitet. Anders ist es aufgrund der Komlexität nicht möglich.
Für mich ist es einfach falsch, dass ein Take-Away auch den reduzierten Ansatz bekommt. Nahrungsmittel im Supermarkt/Nahrungsmittelgeschäft müssen für den Einkommensschwachen primär günstiger gehalten werden.
Die Initiative kommt von GastroSuisse. Aus Eigeninteresse - was ich nicht mal verurteile, so agieren alle. Aber glaubt ihr wirklich, dass für den Konsumenten so irgendetwas günstiger wird oder weniger schnell teuer? Die Restaurationsbetriebe haben bessere Margen. Und wenn man schaut, wie gewisse Restaurationsbetriebe agieren, liegt es nicht an diesen ca. CHF 0.25 pro Getränk oder ca. CHF 1.00 pro Menü, an dem es scheitert. In meinem Kanton wurde schon vor längerem das Wirtepatent abgeschafft. Jetzt eröffnet Hinz zusammen mit Kunz eine Beiz, obwohl sie gerade mal knapp eins und eins zusammenzählen können. Die Probleme liegen für mich nicht dabei, dass eine reguläre Mehrwertsteuer erhoben wird, wenn ein regulärer Mehrwert erbracht wird.
Schlussendlich ist es überall das Problem, wo die Schnittstelle festgelegt wird. Hier haben sie es, sobald eine Sitzgelegenheit besteht, hast du den regulären Satz. Ich persönlich würde meinen, dass schon die reine Zubereitung für den regulären Satz ausreichen würde. Vermutlich gäbe es dann wieder andere Probleme und andere Unzufriedene. Vielleicht welche, mit einer schwächeren Lobby.