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Cablecom hebt freien DVB-C Zugang in 5 Gemeinden auf

120 Antworten22'755 AufrufeGestartet von Truemmerli ·

ralfbeyeler359 Beiträge
#61
Naja, dann endet die Situation früher oder später so, dass man die SRG Sender frei empfangen kann, da der Rest auch schon auf Sat grundverschlüsselt ist... Ob das so viel besser ist?
Das wird bereits aus ökonomischen Gründen nicht passieren. Denn jeder Sender, der verschlüsselt wird, wird umgehend weniger Zuseher haben und dies wird dazu führen, dass die Einnahmen sofort massiv in den Keller gehen. Kein Sender wird dies auf das Spiel setzen.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

ralfbeyeler359 Beiträge
#62
Theoretisch (wahrscheinlich) schon. We will see.....
Ob mit oder ohne Verschlüsselung ist auch eher theoretischer Natur. Bei Bluewin wird ja jeweils nur ein oder zwei Programme übertragen. Swisscom muss in diesem Moment wissen, welches Programm übertragen wird.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

anykey5'528 Beiträge
#63
Naja, da magst du vielleicht recht haben, obwohl ich glaube, dass man sich diese Überlegungen schon macht. Was ist mit den Kunden die PayTV möchten? Die kriegen ja nach wie vor kein CI-Modul?

ralfbeyeler359 Beiträge
#64
@Truemmerli
Als ebenfalls direkt Betroffener in Wichtrach habe ich die Argumentation von Cablecom näher angeschaut. Cablecom bestätigt selbst (Dabei hat Cablecom in den letzten Jahren .... mit den folgenden Argumenten vertreten), dass die Argumente ein alter Hut sind. Dann noch zu behaupten, die Preise seien staatlich reguliert, obwohl sie nur nach oben begrenzt sind, braucht allerhand. Dass die DVB-C Geräte teuer sind, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Cablecom einen Markt schlichtweg gar nicht ermöglicht.

Deine Antworten an Cablecom sind hervorragend und treffen den Kern der Sache:

Cablecom sagt, was die Kunden zu wünschen haben. Wenn sie sich danach richten, so liefert ihnne Cablecom das Gewünschte
Günstige Kabelboxen sind für 50 Franken denkbar (für die Kunden, die einfach TV-Programme empfangen wollen), bessere Boxen sind entsprechend teuer. Aber es ist einfach eine Frechheit, den Kunden solche schlechte Boxen zu verkaufen.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

Icetiger877 Beiträge
#65
Hier noch ein Bericht im 10vor10 vom 28.11.2006. In dem Beitrag "Konsumentenschützer verklagen Cablecom" seht Ihr meinen Kabelnetzbetreiber Intergga aus Reinach Kt.Baselland. Bis heute ist das FTA-Grundangebot nicht verschlüsselt. Obwohl der Verband "swisscable" (bestehend aus 75% Cablecom-Leuten....!!!) die Verschlüsselung nur empfielt, wird bei der CC die Verschlüsselung durchgezogen. Als Grund wird mögliche "Schwarzseher" angegeben..... (selten so gelacht)

Archiv Sendung vom 28.11.2006, 10vor10, SF1

Wie gesagt, es geht auch anders liebe Cablecom: Ihr könnt es wie die Intergga machen, dann verdient ihr keinen einzigen Rappen mehr an euren (Schrott-) Boxen oder ihr gebt endlich CI-Module raus. Scheinbar braucht ihr den (politischen) Druck, dass mal was geht, so wie zum Beispiel bei der Must-Carry-Liste oder der Preisreduktion der (Schrott-) Boxen durch den Preisüberwacher. Und die nächste Angelegenheit steht ja schon fast vor der Türe.... (Motion Sommaruga).

PS Herr Fischer hat ja in der Zwischenzeit zurückbuchstabieren müssen. Ich sage nur: Analoge Programme solange ihr wollt....!!!!

PPS Trümmerli: Wünsche Dir viel Glück mit der Unterschriftensammlung

ralfbeyeler359 Beiträge
#66
Ich finde es gut , dass mal jemand was unternimmt gegen den Boxenzwang! Es ist schlicht und einfach nur eine Frechheit, wenn Cablecom uns zwingt ihre Boxen zu verwenden obwohl bekannt ist dass ihre Produkte zum Teil unausgereift sind. Je neuer desto schlechter /emoticons/default_sad.png!Tragisch finde ich es,wenn Cablecom bei ihrer Lobbyarbeit mit absoluten Fehlinformationen versucht die Politik zu beeinflussen. Ich sage nur weiter so Truemmerli
Ein Teil des Problems liegt auch an den Kunden. Wenn die Kunden im grossen Stil an ihre Politiker schreiben würden, den Kabelanschluss konsequent plombieren würden und plötzlich 2 Millionen Satellitenschüssel vor den Wohnungen wären, würde der Druck auf Cablecom so hoch werden, dass das Unternehmen reagieren müsste (um ihr eigenes Überleben zu sichern). Aber solange die Kunden sich das im grossen Stil gefallen lässt, lacht man sich bei Cablecom ins Fäustchen und freut sich über den zusätzlichen Umsatz, den man generieren kann.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

ralfbeyeler359 Beiträge
#67
Ja, auch die Bluewin hat logischerweise kein Interesse Ihr Monopol auf den Geräten aufzugeben. Ist schade, dass das BAKOM welches im Departement UVEK ist und von einem SP-Politiker geführt wird, nicht auf der Seite des Bürgers sonder der Abzocker steht! /emoticons/default_mad.png
Was würde das ganze bei Bluewin bringen? Ist mir unklar.

Bei Kabel gäbe es klar den DVB-C (2)-Standard, bei IP-TV hat sich eigentlich noch kein Standard durchgesetzt. Dazu kommt, dass IP-TV (und ich rede nicht von DVB-IP, das auch über Satellit angeboten werden könnte) sehr komplex ist, im Gegensatz zu DVB-C.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

Icetiger877 Beiträge
#68
@ Ralf Beyeler

Genau das ist der Punkt: Die Leute lassen alles mit sich machen. Entschieden wird sowieso auf höhere Ebene was die Leute zu sehen bekommen. Ich sage nur UPC Europe bzw. Global Liberty.....

ralfbeyeler359 Beiträge
#69
Comparis hat was gegen die Grundverschlüsselung.
Die kleinen Kabelnetze setzen ja die Swisscable-Empfehlung auch um und verschlüsseln das ganze Angebot. Im Gegensatz zur Analog-TV-ist-zeitgemäss-Cablecom wird dort die Karte aber nicht verheiratet.
Aus Sicht des Kunden darf es nur eine Lösung geben: Keine Grundverschlüsselung und freie Gerätewahl. In der Regel führt freier Wettbewerb zu besseren Produkte und die Kunden können das Produkt wählen, dass ihren Bedürfnissen am Besten entspricht.

Ausserdem zeigt die Geschichte, dass Protektionismus in der Regel langfristig häufig zu Problemen führt, weil man sich lange Zeit nicht dem Wettbewerb aussetzen muss.

Bei Swisscable gibt es Netze, die beziehen das Cablecom-Angebot, andere empfangen und verschlüsseln selbst und dann gibt es einige Netze, die das einzig richtige machen: unverschlüsselt ausstrahlen.

Der Grund von Cablecom und Co. für die Verschlüsselung ist einzig, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Und die Kunden machen das Spiel - wenn auch im kleinen Rahmen - mit.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

ralfbeyeler359 Beiträge
#70
Die Kabelnetze betrachten die reine Auslieferung von Fernseh-Signalen nicht mehr als Kernbusiness, sondern wollen zusätzliche Dienste verkaufen, z.B. zusätzliche Pay-Sender oder Pay-per-View an denen die Kabelnetze ja Provision haben. Dazu noch Internet, Telefon.
Wenn das Basis-Angebot unverschlüsselt wäre, würden alle billige FTA-Zapping-Boxen kaufen, dann wird es schwieriger Pay-TV zu verkaufen, weil man ja dann nicht einfach spontan einen Sender abbonieren kann, sondern erst eine andere Box/Modul/Smartcard organisieren muss.

Deshalb will CC dass jeder digital-Kunde grundsätzlich Pay-TV ready ist, aus diesem Grund kann man auch die Senderliste nicht anpassen und Pay-TV Sender aus der Liste entfernen.
Das ist der Hauptgrund. Ich denke, es wäre besser, wenn die Kabelnetz-Betreiber sich nicht noch als Boxenverkäufer und Programmanbieter versuchen würden. Denn die Kabelnetz-Betreiber sind in erster Linie Weiterverbreiter von Radio- und TV-Signalen, in zweiter Linie bieten sie Internet und Telefonie an. Dies sollte auch reichen. Und wenn man bei Cablecom sieht, gibt es dort noch viele Aufgaben, die zum Erledigen wären. Man denke nur an den grottenschlechten Kundenservice.

Grüsse

Ralf Beyeler

Telecom-Notizen von Ralf Beyeler (comparis.ch)

Snowman410'415 Beiträge
#71
Ueber die Verschlüsselung bei Satelitübertragungen wird aber in Deutschland ernsthaft diskutiert.

Noel3'777 Beiträge
#72
Ueber die Verschlüsselung bei Satelitübertragungen wird aber in Deutschland ernsthaft diskutiert.
Und wenn schon, Cablecom entschlüsselt sowieso und verschlüsselt wieder oder besser verschlüsselt auch solche Signale die sie gratis und franko vom Satellit abgreifen. Aber wie gesagt, ich finde die CI Module einfach die Beste Lösung! Es muss nicht zwangsläufig in einer Bastelei enden. So könnte Cablecom ihre Grundverschlüsselung beibehalten und wir haben unsere freie Boxenwahl. Aber wie oben schon öfters erwähnt wurde, will sich Cablecom nur bereichern mit dem Verkauf der Boxen sprich der Miete.

Man muss das Ganze auch mal aus der Sicht des Abonnenten sehen. Wenn ich das Ganze mal durchrechne mit der Amortisation wäre ich bei der HD-Box nach ca. 14 Monaten in den schwarzen Zahlen. Da wir die Box jedoch nicht kaufen können, sind wir immer mehr in den roten Zahlen! Das finde ich absolut nicht in Ordnung und ist eine Schlechterstellung von uns Kunden, die Cablecom kann so nur gewinnen. Alleine das ist schon ein wichtiges Argument für die freie Boxenwahl ! Im freiem Markt würde die STB der Cablecom in keinster Weise konkurrenzfähig sein.

mfg

anykey5'528 Beiträge
#73
Was würde das ganze bei Bluewin bringen? Ist mir unklar.
Bei Kabel gäbe es klar den DVB-C (2)-Standard, bei IP-TV hat sich eigentlich noch kein Standard durchgesetzt. Dazu kommt, dass IP-TV (und ich rede nicht von DVB-IP, das auch über Satellit angeboten werden könnte) sehr komplex ist, im Gegensatz zu DVB-C.
Naja, auch bei Bluewin kann man Aufnahmen nicht von der Box weiterverarbeiten (sprich auf einem grösseren Medium und/oder DVD speichern).

Was bei DVB-IPI so viel komplizierter sein soll, wenn man sich die Anleitung der ARD anschaut, verstehe ich nicht.

ARD Digital - Digitales Fernsehen der ARD - Digitalfernsehen - Digital TV - IPTV-Empfang

roman709'245 Beiträge
#74
anykey5'528 Beiträge
#75
Hoffentlich bringt das was, und wenn es nur eine baldige Entscheidung im Nationalrat ist... Schöner wäre natürlich ein Entgegenkommen der Cablecom ("ihr könnt CI Module benutzen")...

stephanw1 Beitrag
#76
Da die Gebühren, nicht nur fürs (digitale) Fernsehen, durch die Übernahme der Cablecom massiv steigen, habe ich mal den Preisüberwacher angeschrieben.

Ihr findet die etwas laue Antwort in den Attachments...

Gruss aus Wichtrach

Preisüberwacher Cablecom.pdf-Seiten1.jpg

Preisüberwacher Cablecom.pdf-Seiten2.jpg

anykey5'528 Beiträge
#77
Und immer wieder dieselben lausigen Argumente. Von wegen keine Standards vorhanden...

Snowman410'415 Beiträge
#78
Da die Gebühren, nicht nur fürs (digitale) Fernsehen, durch die Übernahme der Cablecom massiv steigen, habe ich mal den Preisüberwacher angeschrieben.Ihr findet die etwas laue Antwort in den Attachments...

Gruss aus Wichtrach
Ich finde die Antwort äusserst korrekt. Wieso hat denn die Fa. xxxx überhaupt an CC verkauft, muss doch einen Grund haben.

Kabcom32 Beiträge
#79
Ich finde die Antwort äusserst korrekt. Wieso hat denn die Fa. xxxx überhaupt an CC verkauft, muss doch einen Grund haben.
Die Antwort könnte man sich aus den folgenden drei Links zusammenreimen, wenn man ein Gefühl für wirtschaftliche Zusammenhänge hat:

1.) Verkauf Medicom AG an Cablecom

2.) Kabelfernsehbetreuung Wichtrach

3.) ???

Kabcom32 Beiträge
#80
Ein Abschätzung lässt sich dem Jahresbericht 2005 der Cablecom

http://library.corporate-ir.net/library/19/191/191835/items/206343/Cablecom_Annual_Report_2005.pdf

entnehmen. Dort steht auf Seite F-16:

3. Acquisitions

During 2005, the Company entered into four business combination transactions and acquired the following

interests:

(a) the remaining 41.5% of the voting shares of KASAG on January 3, 2005 (cable network);

(/emoticons/default_cool.png 100% of the voting shares of Unified Business Solutions AG on May 24, 2005 (Internet voice

information technology);

© 100% of the voting shares of Radio TV Riedo AG (cable network) on June 30, 2005; and

(d) 100% of the voting shares of Medicom AG (cable network) on June 27, 2005.

In the aggregate, the total cost of the above listed acquisitions amounted to CHF 7.3 million including

acquisition costs of approximately CHF 0.2 million. The fair value of the net assets acquired is CHF 4.3

million, and the excess of the cost over the fair value of net assets recognized as goodwill is CHF 3.0

million.

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