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TV in - Facebook out

15 Antworten1'861 AufrufeGestartet von smid ·

smidThemenstart12'144 Beiträge
#1
Ein spannender Artikel

KÜSNACHT ZH - Facebook scheint bei jungen Menschen an Popularität einzubüssen. Deutlich weniger sind sie auf dem sozialen Netzwerk. Dafür schauen sie lieber fern – bei und mit Freunden. Eine Kehrtwende?

http://www.blick.ch/news/schweiz/lieber-mit-freunden-tv-schauen-junge-sind-weniger-auf-facebook-id4418263.html

BusFahrer398 Beiträge
#2
Ich halte den Artikel für Werbung und Wunschdenken der Content-Mafia.

Lustig ist der Satz "Smartphones gleich wichtig wie TV-Geräte". Das ist sehr offensichtlich gelogen.

Meiner Meinung nach gibt es im TV TrashTV (Unterhaltung auf unterstem Niveau) und translantische politische Propaganda (verpackt als "Nachrichten" und "Bildung"). Da bleibt noch Sport (!!!) und Serien/Filme (heute ist das Angebot im Internet deutlich besser)

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#3
Facebook spielt bei Jugendlichen immer weniger eine Rolle. Heute ist Instant Messaging à la WhatsApp oder Viber angesagt. Twitter - wie ich es mittlerweile hauptsächlich nutze - gilt bei meiner Tochter als "irgendwas für alte Leute".

@BusFahrer: Translantische politische Propaganda... zuviele Erzeugnisse vom Kopp-Verlag gelesen oder was?

BusFahrer398 Beiträge
#4
Facebook spielt bei Jugendlichen immer weniger eine Rolle. Heute ist Instant Messaging à la WhatsApp oder Viber angesagt. Twitter - wie ich es mittlerweile hauptsächlich nutze - gilt bei meiner Tochter als "irgendwas für alte Leute".


Es ist eigentlich egal ob es Facebook oder andere Social Media Plattformen sind (z.B 4chan). Facebook ist sicher nicht mehr beliebt.

Auf keinen Fall stimmt die Aussage, dass Junge lieber TV schauen als Social Media.

omsec505 Beiträge
#5
Ich (34) war im ganzen Leben noch nie auf twitter. Der Altersabstand zur Tochter (17) ist recht gering. Je älter wir werden, je positiver sehen wir das sogar - da bekommt man viel mit. Bei Facebook läuft bei der "Kleinen" tatsächlich nicht so viel, eher whatsapp/instagram. Ich hab erst seit November 2011 ein PRofil (musste nachschauen) aber nicht mit Familienmitgliedern vernetzt.

TV schaut sie eher Aufzeichnungen/Replay, "Shopping Queen" (mag ich auch, ist ganz witzig gemacht) und GNTM schau ich auch immer mit. "Berlin Tag und Nacht" schaut sie auch, ich mag lieber "hilf mir! jung pleite, verzweifelt" - findet sie eher doof.

Handy-Nutzung sehr intensiv (ich aber auch), Notebook zum arbeiten, Tablet auch oft, ich eher wenig, ist bei mir mehr "spotify-player".

Ich hab zwar immer gesagt, ich mach Kontrollen auf den Geräten, hab's aber nie gemacht, war mir dann doch zu krass. Das Verhältnis ist sehr gut/offen daher wohl auch nicht nötig.

magicfriend3'697 Beiträge
#6
Genau. Wir haben in unserem Umfeld Teenies häufiger zu Gast, die aktuell um die 14 Jahre sind. Die gucken tatsächlich - wenn überhaupt - TV in Form von Serien. Und dann hängen die extrem auf Whatts-App und Instagram ab. Sie sagen auch, Facebook wird in der Klasse kaum noch genutzt. Den Eindruck habe ich auch, wenn ich mein Profil hin und wieder mal besuche. Es sind nach Jahren nur noch die gleichen Hardcore-Selbstdarsteller und Obernarzissten, die da immer wieder reinschreiben. Alle über 30.

Was mir übrigens im Umgang mit den Jungen immer wieder auffällt: Das Kommunikationsverhalten ist elektronisch, obwohl die ja ständig am Handy sind, eher dürftig. Denen kannst du heute eine Frage stellen und du bekommst übermorgen eine Antwort. Und dann beantworten sie mit dem Geschriebenen teilweise nicht einmal deine Frage🙂

Ich selbst nutze Twitter übrigens häufig. Aber eher als Infoquelle. Finde diese 140 Zeichen ideal, um kurze und knackige Infos aufzuschnappen und wenn es mich interessiert, kann ich per hinterlegtem Link oder Hashtag weitere Infos nachlesen.

Noel3'777 Beiträge
#7
Wobei bei Twitter die 140 Zeichenbegrenzung etwas aufgebohrt werden dürfte auf das doppelte meiner Meinung nach. Ich bin in Instagram und Twitter unterwegs. Facebook Account habe ich nicht.

vom iPhone mit Tapatalk

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#8
Passend dazu habe ich eben eine halbstündige Sendung von Ö1 über die Entwicklung der TV-Nutzung bei jungen Menschen gehört, die es ziemlich ausgewogen auf den Punkt bringt. TV ist weniger wichtig als früher, wird aber immer noch genutzt. Die grosse Konkurrenz ist YouTube:
 http://oe1.orf.at/programm/421884 (noch bis Di. 8.12., 18:25 abrufbar)

omsec505 Beiträge
#9
Ja, das hab ich noch vergessen: diese youtube channels/Shows Bibi, Dagibee sind ziemlich beliebt und die Mediatheken der Sender. Zum Beispiel GNTM hat sie meistens nach der Sendung im Web geschaut.

Köbi411 Beiträge
bearbeitet #10
[...], "Shopping Queen" (mag ich auch, ist ganz witzig gemacht) und GNTM schau ich auch immer mit. "Berlin Tag und Nacht" schaut sie auch, ich mag lieber "hilf mir! jung pleite, verzweifelt" - findet sie eher doof. [...]


Da kann man nichts einwenden dagegen, die Geschmäcker sind verschieden. Interessant ist es aber allemal. Jetzt weiss ich wenigstens wie ernst man deine Beiträge in der Billag-Diskussion nehmen soll;-) Aber ja, SRF ist Gaga-TV :lol:

omsec505 Beiträge
#11
Ja wenn du meinst zwischen TV-Inhalten und Intelligenz bestünde eine Relation, dann passt du ja ins Longchamp-Publikum.

Köbi411 Beiträge
#12
Ich rede von Glaubwürdigkeit und Widersprüchen, nicht von Intelligenz.

roman709'245 Beiträge
#13
Ja wenn du meinst zwischen TV-Inhalten und Intelligenz bestünde eine Relation.


Es gibt schon eine. Man darf einfach nicht vergessen, dass Intelligenz abwärts- aber nicht aufwärtskompatibel ist und dass man sie anwenden kann, aber auch nicht.

roman709'245 Beiträge
bearbeitet #14
Zurück zum Thema Jugend und TV:

Es gibt ja noch mehr Faktoren. Schauen die Jungen mehr über Handy und Tablet, weil sie damit ungebundener vom Medienkonsum der Eltern sind? Wird die Entwicklung zeigen, dass sie, wenn sie älter werden, auch couchpotatomässig komfortabler vor einem grossen Screen sitzen, wenn die wilden Jahre vorbei sind und sie es sich leisten können? Kann man das jetzt überhaupt schon prognostizieren.

Ich zähle zu den älteren hier. Als wir in dem Alter waren, hatten wir die Wahl, entweder fernzusehen, was die Eltern schauten, mobile TV-Möglichkeiten im heutigen Sinne gab es ja noch nicht und Zweitfernseher waren wirklich noch nicht üblich (da lachte man die Amis aus). Dann sind wir halt spielen (in jüngeren Jahren) oder abhängen (als wir älter waren) gegangen und hätten dabei garantiert auch Smartphones und Tablets benutzt, wenn es diese gegeben hätte.

Man kann zu jedem Zeitpunkt zurückschauen, was man vor 10 Jahren oder sogar weniger für diese Zeit prognostiziert hat. Es war immer grunderdenfalsch. Da spielen einfach zu viele Faktoren und nicht voraussehbare Wendungen mit. Es ist wie mit dem Wetter. Oder halt so wie beim Schmetterlingseffekt. Da gibt es auch so viele Faktoren, dass alles mittel- und längerfristige trotz Klimawandel reinste Spekulation ist. Auch wenn einem immer etwas anderes weisgemacht wird.

frantic2'985 Beiträge
#15
Man kann zu jedem Zeitpunkt zurückschauen, was man vor 10 Jahren oder sogar weniger für diese Zeit prognostiziert hat. Es war immer grunderdenfalsch.


OT: Die spektakulärsten Fehlprognosen der IT-Geschichte 🙂

Waudiz570 Beiträge
#16
Ach, wenn die ANALysten nichts zu anal-ysieren hätten...

Ich halte es da mit der alten Weisheit: Glaub keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Wer sind die "Jugendlichen"? Also welche hat man wann wo wie was gefragt? Ich erspare es mir, den ganzen Kriterienkatalog aufzuzählen, wonach man bitte aufschlüsseln sollte.

Dennoch: Dass an der Hauptaussage überhaupt nichts dran ist, könnte ich nicht behaupten. Zwar gehöre ich selber nicht zu den Jugendlichen und habe auch keine solchen im Haus. Aber nur schon, wenn ich unterwegs bin, sehe ich - gefühlt - häufiger Filme auf den Smartphones und Tablets der Leute laufen als noch vor so 2-3 Jahren.

Gut, was das dann jeweils genau ist, weiss ich nicht. Youtube? TV? Spielfilme?

Aber vor 2, 3 Jahren konnte ich den Leutz über die Schulter schauen und sah meist Facebook oder Whatsapp laufen. Das hat sich in meiner Wahrnehmung definitiv geändert. Der Appx-Mix auf den Phones, den ich sehe, ist bunter geworden. FB als Haupt-Dienst nicht mehr alles dominierend (also Whatsapp & Co. nicht eingeschlossen). Dafür gibt es viele Gründe:

Mehr Konkurrenz durch andere Social Media Dienste, Konkurrenz durch Streaming-Dienste (Filme schauen war mit früheren Geräten und Internettarifen schlechter möglich als heute), mehr Bedenken betr. Privatsphäre, Reiz des Neuen verflogen, Eltern/Lehrer etc. inzwischen auch auf FB. Das schadet dem "Junge-Leute-unter-sich"-Gefühl. Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Ich kann mir sogar vorstellen, dass Leute zusehends der ganzen Interaktion zu jeder Zeit, eben u.a. auch beim TV-gucken (Stichwort: Second Screen), dem sich ewig Präsentieren und sich in Erinnerung rufen, eben dem dauernd neuen "Content" generieren zu müssen, leid sind und sich einfach auch mal zurücklehnen und einen mehr oder weniger schlauen (Serien-)Streifen anschauen wollen. Dabei muss es nicht immer vom Feinsten sein, es darf durchaus auch mal trashig und ohne jeden Anspruch sein. Gefordert wird man sonst schon genug im Alltag. Wenn ich sehe, was für glühende Anhänger x-welcher Serien es gibt, dann kann man nicht sagen, dass nicht mehr ferngesehen wird bzw. TV nur noch für die Alten ist. Was sich sicher verändert hat: Das TV-Programm wird heute weniger denn je am klassischen Fernseher in der Stube geschaut. Auch zeitlich ist man unabhängig geworden, Stichwort Replay. Aber auch wenn ich eine Sendung auf dem Handy und zeitverzögert schaue: Es ist und bleibt Konsum eines TV-Programms. Wie Anbieter-exklusive Serien gezählt werden (z.B. auf Netflix) entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher ist aber, dass auch ihr Konsum nicht zuletzt zulasten der Social Media geht.

Früher war es auf FB & Co. ja noch spannend, eine richtige Aufgabe, all seine Freunde zu finden und Abstinenzler zu überzeugen. Diese Zeit liegt hinter uns. Heute ist, wer will, "social" vernetzt" - und wer es heute noch nicht ist, wird es vermutlich auch weiterhin nicht wollen.

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