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Telefoniestörung bei Swisscom

45 Antworten11'805 AufrufeGestartet von tosci ·

creep2'589 Beiträge
#21
Wird wohl Zeit, dass Urs Schäppi einem fähigeren Nachfolger den Platz freiräumt. Bei so viel Unfähigleit muss man am Kopf der incumbent Schlange beginnen.
Du hast den VR-Präsident vergessen. Loosli kann auch gleich gehen. Mit ihm hat der Niedergang der Swisscom angefangen.

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smid12'144 Beiträge
#22
Ich hab zwar hier keine Probleme, aber die Downtimes scheinen echt zugenommen zu haben. 

Da müsste man schon mal schauen, ob man an den falschen Orten gespart hat.

Es ist auch in der SAP Welt so. Wenn ICH dem Outsourcer erklären muss, wie man unter Windows eine Kommandozeile als Admin öffnet kann was nicht stimmen....

Robsen352 Beiträge
#23
Echt jetzt, wieder eine Störung?!? ???

creep2'589 Beiträge
#24
bei mir geht Mobile wieder

millernet724 Beiträge
#25
Du hast den VR-Präsident vergessen. Loosli kann auch gleich gehen. Mit ihm hat der Niedergang der Swisscom angefangen.
Genau. Schäppi und Loosli gehören fristlos vor die Tür gestellt. Der Staat soll endlich bei seiner heiligen Telekom-Kuh nach dem Rechten schauen. Der Steuerzahler leistet sich ja einen Staatskonzern mit staatlich garantiertem Monopol und Marktmacht. "Wir" oder der "Staat" sind Mehrheitseigner bei diesen Versagern aus Bern (nicht die im Bundeshaus, sondern jene in Worblaufen ?) , jetzt muss endlich mit der Sense aufgeräumt werden!  So viele grossflächige und schweizweite Störungen sind doch schlicht und ergreifend nicht "normal". Die Swisscom hat ihr Risikomanagement und die Netzstabilität einfach nicht im Griff. Ich würde der Swisscom gar nichts anvertrauen, weder Cloud-Dienste, IT-Security oder sonst irgendwelche digitale Dienste mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen. Swisscom beherrscht ihr Kerngeschäft einfach nicht. Stattdessen wird wie bei der Post mit viel Spielgeld am Unicorn der Zukunft gebastelt und in teuren Experimenten wie "Siroop" Millionen versenkt. Fail Fast - Fail Expensive scheint bei der Swisscom bereits im Leitbild verankert zu sein. 

Hier die Chronologie des Versagens:



smid12'144 Beiträge
#26
creep2'589 Beiträge
#27
Jetzt gibts Ärger

https://www.20min.ch/story/nationalratskommission-zitiert-swisscom-spitze-wegen-pannenserie-163474778505
das war doch schon bei der letzten Störung der Fall. Wahrscheinlich machen die jeweils ein Apéro und gut ist.

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BloodMagic1'089 Beiträge
#28
Geil - wir haben gerade die Info als Swisscom Enterprise Kunde bekommen dass folgendes die Ursache war: "The reason of outage was a overload situation. " 


We are currently changing the supplier for our mobile communication systems (traffic of the Voice over LTE service). Yesterday we completed the third phase of this migration, in which connections were disconnected on the old platform and re-established on the new platform. This third phase of the migration caused the disruption. The amount of new connections to be established on the new platform overloaded the routers. This overload made the VoLTE platform unreachable, which meant that the telephony service was no longer available. Business and corporate numbers are also partly linked to the VoLTE platform and were therefore also affected by the disruption.



Nice - in Zeiten von Corona wo alle zuhause hocken überlastet ihr Mobile Netz. Wer macht bitte einen solchen Change durch den Tag?

swisscomianer291 Beiträge
#29
Geil - wir haben gerade die Info als Swisscom Enterprise Kunde bekommen dass folgendes die Ursache war: "The reason of outage was a overload situation. " 


We are currently changing the supplier for our mobile communication systems (traffic of the Voice over LTE service). Yesterday we completed the third phase of this migration, in which connections were disconnected on the old platform and re-established on the new platform. This third phase of the migration caused the disruption. The amount of new connections to be established on the new platform overloaded the routers. This overload made the VoLTE platform unreachable, which meant that the telephony service was no longer available. Business and corporate numbers are also partly linked to the VoLTE platform and were therefore also affected by the disruption.



Nice - in Zeiten von Corona wo alle zuhause hocken überlastet ihr Mobile Netz. Wer macht bitte einen solchen Change durch den Tag?
Swisscom macht solche Changes meistens in mehreren Phasen über mehrere Tage. Mich würde es nun interessieren ob sie ein Fallbackszenario hatten und die Kunden somit noch immer auf der "alten" Umgebung sind. Das würde nämlich bedeuten, dass diese Migration in einem neuen Anlauf erneut durchgespielt wird. Ich drück schon mal die Daumen. ?

creep2'589 Beiträge
#30
Geil - wir haben gerade die Info als Swisscom Enterprise Kunde bekommen dass folgendes die Ursache war: "The reason of outage was a overload situation. " 


We are currently changing the supplier for our mobile communication systems (traffic of the Voice over LTE service). Yesterday we completed the third phase of this migration, in which connections were disconnected on the old platform and re-established on the new platform. This third phase of the migration caused the disruption. The amount of new connections to be established on the new platform overloaded the routers. This overload made the VoLTE platform unreachable, which meant that the telephony service was no longer available. Business and corporate numbers are also partly linked to the VoLTE platform and were therefore also affected by the disruption.



Nice - in Zeiten von Corona wo alle zuhause hocken überlastet ihr Mobile Netz. Wer macht bitte einen solchen Change durch den Tag?
das würde dann heissen, wenn ich 4G deaktiviert hätte, dann hätte ich noch telefonieren können?

millernet724 Beiträge
#31
Ich hab es mit meinen Kommentaren definitiv etwas übertrieben. Eigentlich finde ich die Swisscom sympathisch, da stets innovative Produkte am Markt sind:

  • InOne Mobile Go mit Zusatzsimkarten und eSIM für Tablets und Smartwatches. Bei Salt wird die eSIM erst seit kurzem überhaupt unterstützt und die Apple Watch 4G überhaupt noch nicht. Auch Sunrise sprag erst spät auf diesen Zug auf. 
  • Swisscom TV : Aus meiner Sicht die beste TV Lösung mit umfassendem Fernsehangebot. Innovative TV Box mit Sprachassistent und guter Fernbedienung, nicht dieser Apple TV quatsch mit Swipe und Klick. Auch liege ich gefült täglich mindestens einmal auf dieser dämlichen Apple TV Fernbedienung, da das Ding stets im Bett verloren geht. Auch hält man sie schnell falsch herum und klickt so auf Play und Leiser statt auf Menü. Das Ding ist ein ergonimischer Alptraum, genau wie die Magic Mouse. 
  • Internet Box 3 mit WLAN Box 2:

    Konsequente Implementierung von Wifi6, eine einfache und günstige Lösung für Swisscom Kunden, welche ihre Immobilie gerne vollständig mit schnellem WLAN versorgen möchten. Viel einstellen kann man halt nicht, dafür läufts in der Regel einfach. 
  • 10 Gigabit über XGS-PON. Wird leider auf 2.5 Gigabit "kastriert" durch den 2.5 GBaseT Port am Gerät. Ging aber offenbar bei der Entwicklung nicht anders auf Grund des Chipsets von Broadcom. Die meisten Swisscom Kunden werden sowieso keinen Unterschied merken und die wenigen Geeks werden sich irgend ein Modem besorgen, welche auch bald für XGS-PON verfügbar sein werden. 
  • Integrierte DECT-Station

[*]Swissness: viele Lösungen werden mehrheitlich Teilen in der Schweiz entwickelt, natürlich mit Teil-Outsourcing, wie halt heute üblich. Andere Anbieter kaufen sich halt vorgefertigtes ab Stange, ausser vielleicht UPC, welche über Liberty Global mehr Resourcen verfügt und in Holland ein eigenes Entwicklungszentrum betreibt. Ich unterstütze aber lieber Anbieter, welche hier in der Schweiz für Schweizer Arbeitsplätze schaffen. 


[*]Internet Backup bei Smart Business Connect: Das komplette Routing wird seitens Swisscom umgestellt und der SIP Trunk funktioniert anschliessend vollständig übers das Mobilnetz. 

[*]Kundendienst: Ich habe gelegentlich als Geschäftskunde mit Swisscom zu tun. Zuerst wirst du zwar immer wie ein Wanderpokal an der Hotline weiterverbunden, die Mitarbeiter sind aber meistens Schweizer, kompetent und freundlich. Bei Sunrise und UPC landest du schnell mal in Deutschland oder irgendwo im Osten. Die Mitarbeiter sind zwar auch freundlich, die Verständigung und Kompetenz ist aber manchmal eher mangelhaft. Ich kam bis jetzt aber immer zum Ziel und so viel habe ich die Hotline bei UPC und Sunrise nun auch nicht gebraucht. Bei Salt in den letzten Jahren gar nie, ausser für Preisverhandlungen. Der beste Kundendienst ist gewissermassen jener, welcher nie gebraucht wird. 



Man möge mir meine nationalistische Tendenz verzeihen, aber an der COVID19-Krise werden wir noch jahrelang zu nagen haben und die Arbeitslosigkeit wird in diesem Land massiv ansteigen. Es wird Zeit, dass die Schweizer wieder für sich selber schauen und einander solidarisch unterstützen. 

Und jetzt zum Tadel: Swisscom investiert jedes Jahr Milliarden in den Ausbau ihrer Netzinfrastruktur. Kein anderer Anbieter kann hier Schritt halten. Aber zwischen viel investieren und richtig investieren liegen Welten. Die Zuverlässigkeit des Swisscom Netzes hat klar gelitten und wurde durch diverse Softwareupdates und Migrationen korrumpiert. Ich arbeite selber in der IT- und Softwareentwicklung und weiss, dass solche Desaster leider zur Tagesordnung gehören können resp. das es nach Migrationen gerne hakt. Meistens wurde es aber nicht getestet, sondern einfach auf gut Glück und zum einsparen von Kosten migriert resp. ein Update aufgespielt. Heute leben wir ja in der Welt der rolling Releases..... Aber: Es sollte nicht im ganzen Land zu Störungen kommen. Es muss doch möglich sein, dass Netz stabiler und redundanter aufzubauen. Es kann nicht sein, dass nach einem Defekt weniger Kernkomponenten einfach überhaupt nichts mehr läuft. Alle Risiken gehören abgeschätzt, mit Gegenmassnahmen reduziert und die Restrisiken bewertet. Auch muss so etwas regelmässig simuliert und trainiert werden. Für Notfall-Dienste sollten separate Kapazitäten offen gehalten werden. Es ist für uns Schweizer eine Schmach, dass wir nicht in der Lage sind, ein zuverlässiges Fest- und Mobilfunknetz zu betreiben, während es die Chinesen bei Sunrise (Huawei) offenbar schaffen. In der Tech-Branche herrscht ein globaler Wettbewerb und eine grosse Abhängigkeit von wenigen Playern aus dem Amerikanischen und Chinesischen Lager (Amazon, Microsoft, Huawei, Cisco, Oracle, HPE etc.). Wenn wir uns nicht weiter mit Amerikanischer und Chinesischer Spyware eindecken und unterwandern lassen wollen, müssen wir hier in Europa das Zepter selber in die Hand nehmen und mit eigenen Netzwerkausrüstern, Cloudanbietern etc. auftrumpfen. Statt uns mit Microsoft Teams und Microsoft 365 noch mehr in die Fangarme der Trumpisten zu bewegen, müssen wir uns mit eigenen Unicorns in Europa platzieren. Es kann doch nicht sein, dass Microsoft bei den Desktop-Betriebssystemen immer noch Marktführer ist und Apple gleich auf Platz 2. Im Hosensack und am Handgelenk tragen wir Amerikanische Spionagewanzen von Google und Apple, welche zur allumfänglichen Datengenerierung zahlreicher Amerikansicher Interessensgruppen genutzt wird. Auch setzen viele Schweizer auch noch auf Huawei Smartphones, welche das schlimmste aus beiden Welten gleich kombiniert: Chinesische Staatsspionage, Amerikanische Interpretation von Privatsphäre und NSA Spionage. Europa muss aus dem digitalen Tiefschlaf endlich erwachen. Auch ist es Zeit für griffige Gesetze gegen die Datenpiraterie und Spionage der chinesischen und amerikanischen Geheimdienste und ihren milliardenschweren Tech Giganten als Komplizen. 

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Gelöschtes Mitglied 757
#32
Vielleicht werden wir auch immer mehr Opfer rasanter werdenden Produkteentwicklung. Verantwortliche sehen es immer gerne wenn neues mit viel Tamtam auf den Markt gebracht wird. Dass aber bereits ausgerollte Systeme ihre Pflege und Wartung benötigen wird wohl gerne vernachlässigt. Gerade wenn nicht mehr aktiv angebotene Systeme nicht innerhalb nützlicher Frist ausgemustert werden wird schnell mal kein Gedanken mehr daran verschwendet. Umso mühsamer und langwieriger werden dadurch spätere Migrationen. Im dümmsten Fall weiss keiner mehr, dass ein solches System überhaupt noch in Betrieb ist.

Vielleicht muss man sich auch wieder vermehrt auf den Kern der Aufgabe fokussieren und die Experimente links und rechts einfach liegen lassen.

In der heutigen Zeit setze ich Cloudware und Spyware absolut gleich. Flexibilität, Einfachheit und Komfort sind sicher starke Argumente, trotzdem erkauft man sich das über eine komplette Ausleuchtung seiner eigenen Person. Viele erachten das inzwischen als das natürlichste der Welt und als Grundprinzip im Internet. Mich stimmt die Entwicklung eher nachdenklich.

Zu Microsoft auch noch etwas. Ich denke es ist nicht nur das Betriebssystem, ist das ganze Produktekonstrukt, das MS über die Jahre hinweg aufgebaut und nahezu perfektioniert hat. Was wäre ein Windows 10 ohne die passenden Programme, nichts. Wenn man es geschafft hat seine Produktpalette so tief in die Gesellschaft zu verwurzeln, kann man sich sogar Ausrutscher wie Windows 8 leisten. Auf der anderen Seite hat es ein Basissystem wie Linux bis heute nicht fertiggebracht einen Desktop gebaut zu bekommen, der der Windowsplattform nur annähernd das Wasser abgraben könnte. Zu viel Willkür, Gebastel und Wildwuchs. Nur am Rande, ich liebe es. 🙂 ) Aber gerade sorgt auch dafür, dass Windows 10 eben weiterhin im grossen Stil verbreitet bleibt.

Wer seine Daten so gut wie möglich schützen will, kommt ohne Verzicht und Bastelei nicht wirklich weit.

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doom2'266 Beiträge
#33
Swisscom investiert jedes Jahr Milliarden in den Ausbau ihrer Netzinfrastruktur. Kein anderer Anbieter kann hier Schritt halten.
Da vergleichst du absolute Zahlen. Als marktbeherrschendes Unternehmen ist klar dass Swisscom in absoluten Zahlen am meisten investiert. Eine Sunrise hat einen Umsatz von 1887 Mio.. die kann gar nicht 2400 Mio investieren wie die Swisscom. National gesehen investiert die Swisscom 15% vom Umsatz in den Ausbau (insgesamt sind es knapp 21%, Swisscom investiert 600 Mio im Ausland). Sunrise investiert mehr als 24%, also die haben keine Geschäftstätigkeit im Ausland, also ist das gesamte Investment in der Schweiz. (ich nehme hier Sunrise weil die als börsenkotiertes Unternehmen mehr Zahlen liefern als private gehaltene Unternehmen wie UPC oder Salt - wieviel letztere investieren behalten sie für sich).

millernet724 Beiträge
#34
Man muss vielleicht noch beachten, dass Outsourcing bei Mobilnetzbetreibern seit Jahrzehnten zum Alltagsgeschäft gehört. So hat vermutlich keiner der drei Betreiber mehr den Gesamtüberblick über ihr Netzwerk und Zulieferer wie Huawei betreiben Quasi das Netz.: https://berthub.eu/articles/posts/5g-elephant-in-the-room/

Aus meiner Sicht muss dringend internes Knowhow bei sämtlichen Betreibern aufgebaut werden. Der Betrieb, Unterhalt, Planung und Wartung gehören als absolute Kernaufgaben nicht ins Outsourcing. Sonst verliert man einfach den Überblick und damit einen Teil der Kontrolle. 

CHnuschti753 Beiträge
#35
Die Handelszeitung mir ihrem Senf dazu: https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/swisscom-hat-ein-governance-problem

IMO aber ein hoffnungsloser Fall. Bundesrat UND Parlament (in der Mehrheit) wollen ja die Swisscom so wie sie ist. Vordergründig privatisiert aber mit den 51% ganz im Dienst des Bundes. Wirklich die perfekte Sackgasse für die Ewigkeit, als jene die was daran ändern könnten es nicht wollen.

millernet724 Beiträge
#36
Schäppi hat einen entspannten Eindruck beim Blick Interview hinterlassen (https://www.blick.ch/news/wirtschaft/swisscom-chef-urs-schaeppi-bleibt-entspannt-pannen-wird-es-immer-geben-id15914975.html) Das Interview ist offen und ehrlich. Das Interview wurde auch von Blick TV ausgestrahlt. 

smid12'144 Beiträge
#37
Wird wohl Zeit, dass Urs Schäppi einem fähigeren Nachfolger den Platz freiräumt. Bei so viel Unfähigleit muss man am Kopf der incumbent Schlange beginnen.
In diesem Zusammenhang aktuelle News
Das ist nicht gut, was da passiert ist. 
ihttps://www.watson.ch/schweiz/digital/123014579-notfallnummern-erneut-ausgefallen-jetzt-waechst-die-kritik-an-swisscom

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Robsen352 Beiträge
#38
Ein Wort: beschämend

millernet724 Beiträge
#39
Naja, dass ist halt die Realität in der neuen digitalen Welt. Früher hatte man einen direkten Draht zwischen Telefon und Zentrale. In der Zentrale wurde proprietäre und sehr robuste Hardware verwendet, welche nur für die Telefonie verwendet wurde. Viele Funktionen wurden direkt mit Hardwarekomponenten und spezialisierten Chipsets umgesetzt, wesentlich weniger Software war am Werk und auch die Vernetzung über Glasfaser war exklusiv für Telefonie und wenige Datenanwendungen vorhanden. Heute ist das Ganze anders: Man verwendet möglichst commodity hardware, virtualisiert alles und bildet die meisten Funktionen in Software ab. So wird die eigentliche Hardware abstrahiert und möglichst sämtliche Funktionen als fabric virtuell abgebildet. Aus dem direkten Draht zur Zentrale wurde eine komplexe Wandlung auf VoIP über VDSL2/G.fast/Glasfaser ins Kernnetz der Swisscom und dort weiter über duzende Softwaredienste ins Telefonnetz und wieder zurück zum anderen Teilnehmer. Das schöne an der heutigen IT-Welt ist aber, dass man sehr kostengengünstig Redundanzen aufbauen kann, weil virtuelle Dienste die darunterliegende Hardwareschicht sehr schnell wechseln können. Hierfür ist aber eine entsprechende Architektur, Konfiguration, Tests und Qualitätssicherung erforderlich. Offenbar ist Swisscom mit der Komplexität der aktuellen Architektur ziemlich überfordert resp. es führen immer wieder andere Komponenten im komplexen Netz / fabric zu Problemen. Die Schweiz ist gut beraten, sich nicht nur auf die Infrastruktur der Swisscom zu verlassen. Es gibt auch noch diverse andere Provider mit eigenem Netz. 

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smid12'144 Beiträge
bearbeitet #40
Kein Zweifel.
Es ist einfach ein Unterschied, ob wir kein Netflix schauen können, oder ob Tanne Elfriede nicht den Notruf wählen kann, wenn sie auf die Schnauze fliegt.
 

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