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Swisscom: Papierrechnung kostet neu

41 Antworten9'084 AufrufeGestartet von smid ·

olifaessler4'260 Beiträge
#21
Ja, aber eben nur Vorteile für den Rechnungssteller! Weil er dann eine Einzugsermächtigung für mein Konto hat und damit am längeren Hebel sitzt.

Für mich als Zahler hat LSV nur Nachteile. Ich habe den admin Aufwand und bin im Problemfall im Zugzwang und muss meinem Geld nachrennen.

Ich will nicht, dass Zahlungen von mir ungesehen, automatisch von Dritten abgebucht werden dürfen. Daher kommt LSV für mich grundsätzlich nicht in Frage.

Bei eBill wären beide Parteien gleichberechtigt und beide würden von einem schnelleren und weniger fehlerbehafteten Ablauf profitieren!

Ich sehe die Rechnung vorher und kann sie lokal als PDF speichern. Im Problemfall kann ich eine Rechnung auch ablehnen. Im üblichen Ablauf wird die Rechnung akzeptiert und direkt in eine Zahlung übernommen. Man braucht nur noch O.K. drücken. Trotzdem könnte ich noch manuell eingreifen und Datum oder Betrag ändern, falls das nötig sein sollte.

Es werden nicht einfach ungesehen und automatisiert irgendwelche Beträge von Dritten abgebucht, die ich erst im nachhinein sehen kann. Niemand bekommt direkten Zugriff auf mein Konto. Ich behalte die volle Kontrolle - so muss das sein!
Du kannst der LSV problemlos widersprechen, dann wird zurück gebucht. Nichts mit nachrennen. Ich hab seit Jahren diverse LSV eingerichtet und es gab noch nie ein Problem mit ungerechtfertigten Belastungen. 

Aber ja, ich habe ein gewisses Verständnis für die genannten Vorbehalte gegen LSV

magicfriend3'697 Beiträge
#22
Ja, die meisten LSV haben eine sogenannte Widerspruchsberechtigung und man kann innerhalb von 30 Tagen nach Belastung bzw. Erhalt des Kontoauszuges Widerspruch einlegen. Dann wird der Betrag sofort zurück gebucht. Nur haben wir nach wie vor das Problem, dass ich tätig sein muss und das Risiko sowie der Aufwand bei mir liegt.

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olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #23
Ja, die meisten LSV haben eine sogenannte Widerspruchsberechtigung und man kann innerhalb von 30 Tagen nach Belastung bzw. Erhalt des Kontoauszuges Widerspruch einlegen. Dann wird der Betrag sofort zurück gebucht. Nur haben wir nach wie vor das Problem, dass ich tätig sein muss und das Risiko sowie der Aufwand bei mir liegt.
Der Aufwand möglicherweise einer fehlerhaften Belastung vielleicht alle 10 Jahre (ich hatte bis heute noch nie eine) zu widersprechen ist für mich persönlich deutlich kleiner, als jede Rechnung einzeln freigeben zu müssen ?

Kommt halt auch drauf an, wie das ganze z.B. ins e-Banking integriert ist. Belastungen auf meinem Bankkonto werden mir per push von der Mobile-Banking-App angezeigt. Käme da also eine fehlerhafte Belastung daher, wäre schnell widersprochen. Ich kann die latente Angst, die offenbar viele beim Thema LSV haben, da würde irgendwer was von meinem Konto wegbuchen, der nicht soll, nicht ganz nachvollziehen. 

Im privaten Umfeld haben alle LSV heutzutage ein Widerspruchsrecht (LSV+) LSV ohne Widerspruch gibt es meines Wissens nur noch im B2B Bereich (BDD-Business Direct Debit).

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Stephan1'261 Beiträge
#24
Beide Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Ich persönlich würde nie LSV machen. Hatte diesbezüglich schon einmal Krach mit einer neu gewählten KK die meinte sie würden nur per LSV abbuchen. Da habe ich klar gesagt entweder Rechnung oder eBill und wenn ihnen das nicht passt, werde ich eine andere KK nehmen und so kam es dann auch. Bei Swisscom kommt die e-Rechnung Anfang Monat und dann wird die spätestens am nächsten Bankwerktag bezahlt. Wenn ich bei Brack bestelle, kommt die e-Rechnung, am nächsten Tag das Packet und am 3. Tag wird die Rechnung bezahlt, nachdem ich die Ware prüfen konnte. Und gerade das System Zahlbar bis finde ich im eBill klasse. Bei LSV sagt der Rechnungssteller dann wird abgebucht und Punkt. Sprich ich muss schauen, dass dann das Konto gedeckt ist und genau aus dem Grund will ich kein LSV.

Wäre noch interessant, was die KK die ich damals zuerst wollte macht, wenn ein AHV oder IV Rentner mit EL zu ihnen will. Die EL (zumindest in Luzern) zahlt immer einen Monat im Voraus. Sprich Anfang Juli überweisen Sie die Prämie für den August. Die Grundversicherung muss ja alle aufnehmen, ausser bei der vorherigen KK sind noch Schulden offen, was ja mit EL nicht passieren kann. 

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powerzug1'157 Beiträge
#25
Bald gibt es Einzahlungsscheine die man per QR Code erfassen kann, dies erleichtert dann auch einiges an abtippen. Am besten wäre es, wenn dies dann auch über Ebanking unterstützt wird.

magicfriend3'697 Beiträge
#26
Bald gibt es Einzahlungsscheine die man per QR Code erfassen kann, dies erleichtert dann auch einiges an abtippen. Am besten wäre es, wenn dies dann auch über Ebanking unterstützt wird.
Das ist Teil des neuen Zahlungsverkehrs in der Schweiz mit dem Einheitsbeleg. Es wird nur noch einen Typ Einzahlungsschein geben. Einen orangen mit oder ohne Referenznummer. Dabei ist der QR-Code Pflicht und enthält alle wichtigen Daten für die Zahlung. Es ist klar, dass jedes e-Banking dies umsetzen muss. Jedoch haben die meisten Banken auch heute schon e-Banking mit Smartphoneunterstützung und man kann die Einzahlungsscheine scannen für die einfachere und schnellere Verarbeitung als Endkunde. Funktioniert ganz gut. eBill wäre mir da aber immer noch lieber.

powerzug1'157 Beiträge
#27
Das ist Teil des neuen Zahlungsverkehrs in der Schweiz mit dem Einheitsbeleg. Es wird nur noch einen Typ Einzahlungsschein geben. Einen orangen mit oder ohne Referenznummer. Dabei ist der QR-Code Pflicht und enthält alle wichtigen Daten für die Zahlung. Es ist klar, dass jedes e-Banking dies umsetzen muss. Jedoch haben die meisten Banken auch heute schon e-Banking mit Smartphoneunterstützung und man kann die Einzahlungsscheine scannen für die einfachere und schnellere Verarbeitung als Endkunde. Funktioniert ganz gut. eBill wäre mir da aber immer noch lieber.
Solange sich Ebill nicht durchsetzt, kann man einfach nicht einmal die Hälfte der Anbieter damit abdecken.

Snowman410'415 Beiträge
#28
Solange sich Ebill nicht durchsetzt, kann man einfach nicht einmal die Hälfte der Anbieter damit abdecken.
Weche namhafte Firma ist denn nicht dabei. Sogar mein Gaswerk hat eBill.

magicfriend3'697 Beiträge
#29
Weche namhafte Firma ist denn nicht dabei. Sogar mein Gaswerk hat eBill.
Wieso namhaft? Gibt auch Miteelgrosse genug, bei denen das der Fall ist.

Green.ch hat neu, vorher nicht.

Mein Autoversicherer nicht

Mein TV-Anbieter Waly nicht

Meine Krankenkasse nicht

Mein Mobilfunkanbieter Yallo nicht

Das sind bei mir wiederkehrende Rechnungen.

dreael322 Beiträge
#30
Mehr ein Thema bei B2B: Beim sog. Vorsteuerabzug wurden bekanntlich in der EU die Rechtsvorschriften bereits 2012 angepasst: Einfaches, unsigniertes PDF reicht mittlerweilen aus. Und in der Schweiz gibt es laut verschiedenen Quellen ebenfalls eine solche Vereinfachung.

Aber es gibt mittlerweilen beim rein elektronischen Verkehr ein ganz anderes Problem: Anfälligkeit auf Betrug und Schadsoftware unterjubeln! Der moderne Mensch hat sich an Firmen gewöhnt, die mittlerweilen nur noch per E-Mail kommunizieren, d.h. nie etwas per Briefpost verschicken. Das nutzt natürlich die Spam-Verschicker-"Zunft" gnadenlos aus, in dem diese Standard-E-Mails möglichst perfekt nachgeahmt werden, nur dass halt der Anhang unerwünschte Fracht mitbringt. Da ich viel mit einfachen Endbenutzern zu tun habe, weiss ich, dass diese üblicherweise komplett überfordert sind, zwischen echt und Fake noch unterscheiden zu können.

Selbst für Profis ist es auch nicht immer so ohne Weiteres möglich: Viele Firmen schicken diese E-Mails nach wie vor unsigniert (keine S/MIME-Digitalsignatur mit hochwertigem Zertifikat). Ausserdem grassiert das Auslagern an Dritte, was die Analyse der Headerzeilen ebenfalls erschwert.

Aus dieser Sicht wäre ich schon lange für ein Gesetz/Vorschrift, welches solche Papierrechnungs-Gebühren nur zulässt, wenn der elektronische Rechnungsversand ausreichend betrugssicher erfolgt, d.h. ein Anbieter muss strenge Kriterien erfüllen, damit er seine Kunden dazu bewegen darf, umzustellen.

Snowman410'415 Beiträge
#31
Wieso namhaft? Gibt auch Miteelgrosse genug, bei denen das der Fall ist.

Green.ch hat neu, vorher nicht.

Mein Autoversicherer nicht

Mein TV-Anbieter Waly nicht

Meine Krankenkasse nicht

Mein Mobilfunkanbieter Yallo nicht

Das sind bei mir wiederkehrende Rechnungen.
Das ist Pech. Alle von dir erwähnten Gebiete haben bei mir eBill.

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#32
Sieht bei mir aber ähnlich aus.

Stromanbieter hat keine e-Bill. Krankenkasse bietet nur LSV.

Da kann ich schon fast froh sein, dass UPC und Swisscom das haben. Wie schaut's eigentlich bei Serafe aus? 

frantic2'985 Beiträge
#33
Sowohl Billag wie auch Serafe haben e-Bill.

Mountainman82 Beiträge
#34
Wie sieht das mit Business-Papierrechnungen von Swisscom aus?

Habe 3 Business-Abos (2 x Tel. / 1 x Daten) über meinen Arbeitgeber abgeschlossen. Erhalte jeweils 3 separate Papierrechnungen in separaten Kuverts zugestellt (Bezahlung via LSV). Habe mich schon vor einiger Zeit erkundigt, ob ich diese Rechnungen auch elektronisch erhalten könnte. Mir wurde damals mitgeteilt, dass dies bei Business-Rechnungen nicht möglich sei. Stimmt das immer noch und sind somit Business-Rechnungen nicht von der neuen Regelung betroffen? 

Gelöschtes Mitglied 757
#35
Für mich ist das Thema um die Papierrechnung einfach eine versteckte Preiserhöhung am Kunden.

Ich glaub den ökologischen Aspekt können wir auf der Seite lassen, keine Firma agiert so wenn nicht Geld gespart oder mehr verdient wird.

Es ist natürlich doppelt schön, wenn man sich gleichzeitig als grün hinstellen kann.

Na jedenfalls, wäre es nach Betriebsaufwand nicht eher so, dass der Kunde ohne Papierrechnung eine Reduktion erhalten müsste?

Aber wie so oft gehört, was versteh ich schon vom Marketing. :huh:

frantic2'985 Beiträge
#36
Ich sehe eine Papierrechnung heute als aufwändigen Unsinn mit viel Fehlerpotential:

- Den ökologischen Gewinn, dass man weniger Wälder für Papier abholzen muss und sich grüner darstellen kann ist eines.

- Aber es ist auch ökonomisch nicht mehr sinnvoll. Jede Firma und ein Grossteil ihrer Kunden macht heute die Rechnungen digital, auf dem Computer. Dann wird das ausgedruckt = analog auf Papier umgewandelt. Noch in Papier eingewickelt und ein Papierchen aussen in die Ecke geklebt. Dann physisch per Schneckenpost mit unnötigem Energieaufwand in der Gegend herum gekarrt.

Zuhause wird als erstes die Verpackung weggeworfen. Dann muss der Kunde die analogen Daten auf dem Papier händisch wieder in digitale Daten umwandeln und in den Computer abtippen. Grosse Fehlerquelle! (Datatypist sollte eine Berufsgattung sein, die spätestens in den 80-igern ausgestorben ist.) Anschliessend landet auch die Papierrechnung im Abfall.

Viel Aufwand um nur eine simple Information von A nach B zu übermitteln! Jede unnötige Umwandlung braucht Energie und birgt die Möglichkeit für zusätzliche Fehler.

olifaessler4'260 Beiträge
#37
Wie sieht das mit Business-Papierrechnungen von Swisscom aus?

Habe 3 Business-Abos (2 x Tel. / 1 x Daten) über meinen Arbeitgeber abgeschlossen. Erhalte jeweils 3 separate Papierrechnungen in separaten Kuverts zugestellt (Bezahlung via LSV). Habe mich schon vor einiger Zeit erkundigt, ob ich diese Rechnungen auch elektronisch erhalten könnte. Mir wurde damals mitgeteilt, dass dies bei Business-Rechnungen nicht möglich sei. Stimmt das immer noch und sind somit Business-Rechnungen nicht von der neuen Regelung betroffen? 
Das sollte (unterdessen) gehen. Es läuft soviel ich weiss  gerade eine Initiative zur Umstellung auf E-Mail/PDF Rechnung bei Firmenkunden. Also frage nochmals an.

Gelöschtes Mitglied 757
#38
Ich sehe eine Papierrechnung heute als aufwändigen Unsinn mit viel Fehlerpotential
Das ist auch gerade der einzige Punkt, den ich so nicht bestätigen würde. Am Rechnungslauf per se ändert sich ja grundsätzlich mal nichts. Quasi wenn analog Fehler dann digital Fehler. 🙂

Die Schritte danach, also ob nun ebill, halb klassisch ebanking oder wirklich klassisch auf der Post, sind wohl gleichwertig. Da schleichen sich überall mal Fehler ein. Ungültige ESR Nummern, fehlgeleitete ebill Rechnungen, verschwundene ebanking Aufträge oder aus Gemütlichkeit die alte ESR Nummer aus der Zahlung davor übernommen. Ich würd sagen Unentschieden.

Die übrigen Punkte, da gibt nun wirklich nichts zu diskutieren.

Ich meine wo nicht anders möglich geh ich auch hin und scanne die Papierrechnung um sie anschliessend platzsparend digital ablegen zu können.

olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #39
Ich meine wo nicht anders möglich geh ich auch hin und scanne die Papierrechnung um sie anschliessend platzsparend digital ablegen zu können.
Das kommt aber *äusserst* selten noch vor. Etwa bei Warenlieferung gegen Rechnung, selbst da ist aber meist schon elektronisch bezahlt, oder wenn auf Rechnung kommt die separat per Mail. Alles was so gängig ist und Rechnungen auslöst (Miete, Krankenkasse, Telekommunikation, Versicherungen, etc.) kommt mir nicht mehr auf Papier ins Haus... Und wenn dann trotzdem mal sowas kommt (3-5 Mal pro Jahr) dann wird das mit der Mobiltelefon-App gescannt (z.B. "Scanner Pro" von Readdle) und direkt in die Wolke geschoben (wie auch Quittungen, Garantiescheine, etc.). Das Papier wird vernichtet. 

Gelöschtes Mitglied 757
#40
Versandhandel (Kleider) mit häufigen Retouren kann gar keine korrekte Rechnung stellen.

Dazu müssten sie erst wissen welche Stücke wieder retourniert werden.

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