Swisscom investiert Milliarden in Glasfasernetz
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Swisscom-Chef Carsten Schloter will acht Milliarden Franken in den Bau eines gesamtschweizerischen Glasfasernetzes investieren.
In den kommenden fünf Jahren will der Swisscom-CEO Carsten Schloter acht Milliarden für ein schweizweites Glasfasernetz ausgeben. Dies soll der Swisscom-Chef laut der Sonntagszeitung vergangene Woche auf einem Treffen mit Vertretern der Schweizer Telco-Branche verkündet haben. Des weiteren wird vermutet, dass Swisscom die Haushalte mit vier Glasfasersträngen versorgen will: Je einen für Internet, Fernsehen und Telefonie sowie einen, der der Konkurrenz gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt werde.
Quelle:InfoWeek.ch
In den kommenden fünf Jahren will der Swisscom-CEO Carsten Schloter acht Milliarden für ein schweizweites Glasfasernetz ausgeben. Dies soll der Swisscom-Chef laut der Sonntagszeitung vergangene Woche auf einem Treffen mit Vertretern der Schweizer Telco-Branche verkündet haben. Des weiteren wird vermutet, dass Swisscom die Haushalte mit vier Glasfasersträngen versorgen will: Je einen für Internet, Fernsehen und Telefonie sowie einen, der der Konkurrenz gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt werde.
Quelle:InfoWeek.ch
diri167 Beiträge
Wie kommt man an eine solche Anbindung?
dakis1'007 Beiträge
Wie kommt man an eine solche Anbindung?In dem man zuerst mal 5 Jahre wartet 🙂
Caracho442 Beiträge
Man rechne mal mit 10 Jahren oder so
Somit hat dieses Treffen wiedermal nichts gebracht, Swisscom möchte mal wieder ein Monopol
Somit hat dieses Treffen wiedermal nichts gebracht, Swisscom möchte mal wieder ein Monopol
robi6'764 Beiträge
bearbeitet #5
Man rechne mal mit 10 Jahren oder so
Somit hat dieses Treffen wiedermal nichts gebracht, Swisscom möchte mal wieder ein Monopol
Das Monopol wird sie auch haben - überall da, wo es sich für die anderen nicht lohnt auch Glas in den Boden zu legen....
Aber wo sich die EW's breit machen, wird es viele verschiedene Glasangebote geben und emsiger Infrastrukturwettbewerb herrschen. Im Sinne eines schnellen Ausbaus wäre es, wenn Swisscom ihr Glas dort legt, wo die anderen nicht sind. Aus politischen Überlegungen wird es aber wohl so weit kommen, dass ganze Strassenzüge mehrfach Glas erschlossen sind, während dem andere Gebiete noch jahrelang (Jahrzehntelang) nur per Kupfer erschlossen bleiben. Und das nur weil gedroht wurde, die Leitungen zu regulieren - ein typischer Knieschuss der Politik auf Kosten der Konsumenten - gut gemeint, schlecht ausgeführt...
Somit werden in näherer Zukunft wohl die Kabler die höchsten Bandbreiten flächendeckend anbieten können. /emoticons/default_sad.png
Robi
dakis1'007 Beiträge
bearbeitet #6
Kupfer erschlossen bleiben. Und das nur weil gedroht wurde, die Leitungen zu regulieren - ein typischer Knieschuss der Politik auf Kosten der Konsumenten - gut gemeint, schlecht ausgeführt...selten so einen Mist gehört, sorry. Die Swisscom hat schon lange vor der Öffnung der letzten Meile nur lukrative Gebiete oder solche erschlossen, die sie vom Service-Public Vertrag her musste. Randgebiete waren schon vor 10 Jahren benachteiligt - daran ändert sich aber leider natürlich auch mit dem Fiber-Ausbau nichts. Die Swisscom wäre auch gar nicht in der Lage, das ganze Land zu erschliessen - das ist finanziell schlicht nicht machbar - Marktöffnung hin oder her.
Vergleichsweise billige Technologien wie der Mobilfunk stehen demnach fast flächendeckend zur Verfügung, während's bei ADSL und erst recht bei VDSL massiv hapert.
Die Swisscom gehört zu 51% dem schweizer Staat - diesem obläge es, den Netzausbau in Randregionen zu finanzieren und voranzutreiben. Doch auch in der Regierung sieht man schnell ein, dass die Erschliessung der Randregionen nicht finanzierbar ist, ob Öffnung oder nicht.
Wer in einer Randregion lebt, muss damit leben, dass die Infrastruktur nicht mit jener in grösseren Städten oder Agglomerationen zu vergleichen ist - und zwar quer durchs Beet, nicht nur bei der Telekommunikation.
dakis
robi6'764 Beiträge
selten so einen Mist gehört, sorry. Die Swisscom hat schon lange vor der Öffnung der letzten Meile nur lukrative Gebiete oder solche erschlossen, die sie vom Service-Public Vertrag her musste. Randgebiete waren schon vor 10 Jahren benachteiligt - daran ändert sich aber leider natürlich auch mit dem Fiber-Ausbau nichts.Ich spreche
1. von Innenstädten, die doppelt und dreifach erschlossen werdne und
2. von Regionen, die heute gut mit DSL erschlossen sind und indirekt wegen der angedrohten Regulierung noch laaaaange nicht an Fiber gehängt werden.
3. Nicht nicht vom hinterletzten Maiensäss
Finanziell würde es sich IMO eher lohnen da auszubauen, wo Kapazität ist die Anderen (ausser Kabel) aber so schnell nicht hinkommen. Also zB. von den Dübendorf, Allschwil, Köniz dieser Welt.
dakis1'007 Beiträge
Ich sprecheHmm, aber denkst Du nicht, dass ohne die Regulierung eher noch mehr Gebiete mehrfach ausgebaut werden? Wenn die Konkurrenten keinen Zugriff auf ein reguliertes Netz haben, bauen sie doch wohl in den lukrativen Gebieten noch viel wahrscheinlicher eigene Netze. Den Randregionen, die tatsächlich ausgebaut werden müssten, profitieren auf jeden Fall nicht davon - diese sind in jedem Fall "angeschmiert". Wie gesagt - ich sehe effekt nicht, inwiefern die Regulierung etwas daran ändert, dass die Städte über- und die Randregionen unterversorgt sind.
1. von Innenstädten, die doppelt und dreifach erschlossen werdne und
2. von Regionen, die heute gut mit DSL erschlossen sind und indirekt wegen der angedrohten Regulierung noch laaaaange nicht an Fiber gehängt werden.
Finanziell würde es sich IMO eher lohnen da auszubauen, wo Kapazität ist die Anderen (ausser Kabel) aber so schnell nicht hinkommen. Also zB. von den Dübendorf, Allschwil, Köniz dieser Welt.
robi6'764 Beiträge
Hmm, aber denkst Du nicht, dass ohne die Regulierung eher noch mehr Gebiete mehrfach ausgebaut werden? Wenn die Konkurrenten keinen Zugriff auf ein reguliertes Netz haben, bauen sie doch wohl in den lukrativen Gebieten noch viel wahrscheinlicher eigene Netze. Den Randregionen, die tatsächlich ausgebaut werden müssten, profitieren auf jeden Fall nicht davon - diese sind in jedem Fall "angeschmiert". Wie gesagt - ich sehe effekt nicht, inwiefern die Regulierung etwas daran ändert, dass die Städte über- und die Randregionen unterversorgt sind.Randregionen mal aussen vor - die haben tatsächlich kaum eine Chance jemals an Fiber zu kommen: Warum soll ich bevorzugt da bauen, wo schon zwei andere das selbe anbieten? Mit den selben Kosten bekomme ich in einer dichter besiedelten Agglomeration doch mehr Kunden pro investierten Franken als dort wo sich schon massiv Konkurrenz tummelt.
Oder in einer Metapher ausgedrückt: Warum soll ich neben ein grosses Einkaufszentrum ein weiteres stellen und den vorhandenen Kundenfranken mit der Konkurrenz teilen, wenn ich an einer anderen Stelle alle potentiellen Kunden kriegen kann? 100% von 1000 sind mehr als 50% von 1500 /emoticons/default_rolleyes.gif
Robi
tosci5'731 Beiträge
Wo Robi recht hat, hat er recht...! 🙂
ralfbeyeler359 Beiträge
Wie kommt man an eine solche Anbindung?Swisscom versendet heute bereits Offerten, allerdings zu unverschämt hohen Konditionen. Vorallem städtische Wohngebiete und Vorortsgemeinden mit vielen Ein- und Zweifamilienhäuschen scheinen im Fokus zu sein.
Grüsse
Ralf Beyeler
robi6'764 Beiträge
Vorallem städtische Wohngebiete und Vorortsgemeinden mit vielen Ein- und Zweifamilienhäuschen scheinen im Fokus zu sein.Na, dann bin ich ja im Fokus - habe aber noch keine Offerte erhalten. Liegt wahrscheinlich an der Freileitung vor dem Haus /emoticons/default_sad.png
Weisst du genaueres über den Absender, resp. die Unterschreiber der Offerte?
Robi
ralfbeyeler359 Beiträge
Das Monopol wird sie auch haben - überall da, wo es sich für die anderen nicht lohnt auch Glas in den Boden zu legen....Warum soll es sich denn für Swisscom lohnen, für die anderen nicht. Diese Strategie scheint mir nicht ganz plausibel zu sein. Swisscom wird ihr Glas dort legen, wo es lukraktiv ist und an diesen Orten werden auch andere Anbieter (vorallem Stromer und lokale Kabelanbieter) ihre Glasfaserkabel verlegen.
Aber wo sich die EW's breit machen, wird es viele verschiedene Glasangebote geben und emsiger Infrastrukturwettbewerb herrschen.Und da es viele Gemeinden gibt, die ein eigenes EW haben und durchaus die eine oder andere Gemeinde Glasfaseranbindung als wichtigen Standort-Faktor ansieht, dürfte es auch dort zu Glasfaseranbindung kommen. Wichtig erscheint mir, dass die Stromanbieter eine oder vielleicht zwei standardisierte Plattformen anbieten, auf denen andere Anbieter Dienstleistungen anbieten können.
Im Sinne eines schnellen Ausbaus wäre es, wenn Swisscom ihr Glas dort legt, wo die anderen nicht sind.Carsten Schloter dürfte es wohl nicht so gerne sehen, wenn er in Hintertupfingen und im Bergdörfli Glasfaser legen müsste, jedoch nicht in Bern, Zürich oder Glattbrugg.
Aus politischen Überlegungen wird es aber wohl so weit kommen, dass ganze Strassenzüge mehrfach Glas erschlossen sind, während dem andere Gebiete noch jahrelang (Jahrzehntelang) nur per Kupfer erschlossen bleiben.Das glaube ich so nicht. Die Stuktur der Stromanbieter und deren Eigentümer dürfen in vielen Fällen für eine Dynamik sorgen, die wir bisher im Telekom-Markt nicht gesehen haben.
Und das nur weil gedroht wurde, die Leitungen zu regulieren - ein typischer Knieschuss der Politik auf Kosten der Konsumenten - gut gemeint, schlecht ausgeführt...Ich bin auch skeptisch, was die Regulierung angeht. Doch bis die Regulierung kommt, haben die EWs längst viele Glasfaser-Kabel kostengünstig verlegt (weil man den Stromleitungs-Schaft ehh öffnen musste und nebenbei noch ein paar Glasfaserkabel verlegen konnte). Und das heisst dann, dass Swisscom nochmals eigene Glasfaserkabel verlegen müsste, und dies tendenziell teurer als die Stromer. Beim Verlegen dürfte Swisscom meines Erachtens profitieren.
Ich bin der Meinung, die Regulierung sollte man auf den Hausanschluss beschränken. Das heisst, die Schnittstellen in der Wohnung sollte klar standardisiert werden, ebenso sollte der Kunde die Möglichkeit haben, seinen Anbieter frei zu wählen. Die Inhouse-Verkabelung sollte standardisiert werden, alles andere dürfte durch Wettbewerb besser geregelt sein.
(Als Beispiel: Auch der Stromstecker geht in der ganzen Schweiz und unterscheidet sich glücklicherweise nicht vom EW)
Somit werden in näherer Zukunft wohl die Kabler die höchsten Bandbreiten flächendeckend anbieten können. /emoticons/default_sad.pngMal sehen, die Kabler sind heute bereits in vielen Fällen an der technischen Leistungsgrenze und müssen ihre Netze aufteilen. Das Ganze kostet eine Menge Geld.
Grüsse
Ralf Beyeler
ralfbeyeler359 Beiträge
Na, dann bin ich ja im Fokus - habe aber noch keine Offerte erhalten. Liegt wahrscheinlich an der Freileitung vor dem Haus /emoticons/default_sad.pngIch habe eine Offerte (bzw. ein Prospekt) gesehen. Ausserdem erhielt eine Arbeitskollegin von mir vor kurzem ein Telefon von Swisscom diesbezüglich, doch sie weiss die Details nicht (bzw. hat die Person mit kein Interesse abgewimmelt).
Weisst du genaueres über den Absender, resp. die Unterschreiber der Offerte
Freundliche Grüsse
Ralf Beyeler
ralfbeyeler359 Beiträge
Randregionen mal aussen vor - die haben tatsächlich kaum eine Chance jemals an Fiber zu kommen: Warum soll ich bevorzugt da bauen, wo schon zwei andere das selbe anbieten? Mit den selben Kosten bekomme ich in einer dichter besiedelten Agglomeration doch mehr Kunden pro investierten Franken als dort wo sich schon massiv Konkurrenz tummelt.Grundsätzlich bin ich deiner Meinung. Allerdings glaube ich, dass sich hier die Situation leicht anders darstellt. Denn viele EWs gehören den Gemeinden und die Gemeinden haben ein Interesse daran, dass möglichst viele Einwohner bei ihnen bleiben. Deshalb dürften sie auch Interesse an einem attraktiven Glasfaser-Netz haben, zumindest die Gemeinden, die entsprechend denken.
Oder in einer Metapher ausgedrückt: Warum soll ich neben ein grosses Einkaufszentrum ein weiteres stellen und den vorhandenen Kundenfranken mit der Konkurrenz teilen, wenn ich an einer anderen Stelle alle potentiellen Kunden kriegen kann? 100% von 1000 sind mehr als 50% von 1500 /emoticons/default_rolleyes.gif
Übrigens ist in Sidders (und nicht in Zürich, Basel oder Bern) das erste Glasfaser-Netz für Privatkunden in Betrieb genommen worden, vom lokalen Kabelnetz-Betreiber (das meines Wissens im Besitz der Gemeinde bzw. mehrerer Gemeinden ist).
Grüsse
Ralf Beyeler
ralfbeyeler359 Beiträge
selten so einen Mist gehört, sorry. Die Swisscom hat schon lange vor der Öffnung der letzten Meile nur lukrative Gebiete oder solche erschlossen, die sie vom Service-Public Vertrag her musste. Randgebiete waren schon vor 10 Jahren benachteiligt - daran ändert sich aber leider natürlich auch mit dem Fiber-Ausbau nichts. Die Swisscom wäre auch gar nicht in der Lage, das ganze Land zu erschliessen - das ist finanziell schlicht nicht machbar - Marktöffnung hin oder her.Mhhm. In meiner früheren Wohnung in Visp könnte ich heute VDSL haben. Visp ist ein Randgebiet, eine Gemeinde mit 6'000 Einwohnern, inzwischen einem grossen Bahnhof (!) eingeengt zwischen den Walliser Bergen.
Jetzt wohne ich mitten in der Stadt Zürich, kann ADSL bei Swisscom mit höchstens 4000 KBit/s haben und VDSL kennt man hier nicht! Die Stadt Zürich dürfte im Monat VDSLmässig viel schlechter abgedeckt als zahlreiche "Randgebiets-Gemeinden". So ist z.B. beim Bucheggplatz (relativ zentraler Platz in Zürich), beim Albisriederplatz, in Witikon oder in Höngg oftmals Fehlanzeige mit VDSL.
Grüsse
Ralf Beyeler
PeterA1'032 Beiträge
Ich habe den Eindruck dass sich ein VDSL-Ausbau für SC für Quartiere mit hohem Mietwohnungsanteil mit günstigeren Wohnungen nicht lohnt, da diese Quartiere eh alle Kabelanschluss haben somit TV+Internet über Kabel bestens abgedeckt ist.
Interessanter für SC sind offenbar Gebiete mit hohem Ein- oder Zweifamilienhausanteil, die ev. kein Kabelanschluss haben.
Interessanter für SC sind offenbar Gebiete mit hohem Ein- oder Zweifamilienhausanteil, die ev. kein Kabelanschluss haben.
absolutjoy496 Beiträge
Denke eher, dass es in der Stadt schon verkehrstechnisch schwieriger ist, eine Strasse zu öffnen. Dies braucht wohl länger, bis es bewilligt wird. Zusätzlich ist es auch kostenintesiv in der Stadt den Boden zu öffnen.
AndreasSt216 Beiträge
Denke eher, dass es in der Stadt schon verkehrstechnisch schwieriger ist, eine Strasse zu öffnen. Dies braucht wohl länger, bis es bewilligt wird. Zusätzlich ist es auch kostenintesiv in der Stadt den Boden zu öffnen.In den Städten gibt es oft bestehende, zum Teil sogar begehbare, Versorgungsschächte. In diese ein zusätzliches Kabel zu legen ist sehr günstig möglich. Zum Anderen sind die Leitungen relativ kurz.
dakis1'007 Beiträge
Randregionen mal aussen vor - die haben tatsächlich kaum eine Chance jemals an Fiber zu kommen: Warum soll ich bevorzugt da bauen, wo schon zwei andere das selbe anbieten?Du widersprichst Dir doch hier selber, oder? Du sagtest doch gerade, dass Du etwas gegen die Mehrfacherschliessung hast - und nun sagst Du, dass es gar keine Mehrfacherschliessung gibt, wenn andere den Dienst an der gleichen Stelle schon anbieten?
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