Ich setze Orbi nicht selber ein, da ich in meiner Mietwohnung den Luxus von CAT7-Netzwerkverkabelung habe, daher interessiert mich deine Praxiserfahrung. Orbi ist bei den meisten Tests von Mesh-Systemen immer Testsieger gewesen, daher habe ich diese empfohlen.
Bei mir ist der Quickline Glasfaser Anschluss mit 250 Mbps hinten raus im Wohnzimmer. Das Büro ist aber vorne raus. Dazwischen ein langer Gang mit Keramikplattenboden (keine hölzernen Fussleisten, sondern auch Keramikplatten unten seitlich). Also keine Chance um selber irgendwo ein Kabel zu verlegen. In einer Mietwohnung wollte ich nicht in eine Profi-Installation mit Durchbrüchen investieren.
Einen WLAN Router hatte ich für die portablen Geräte eh. Also habe ich damals beim Einzug halt einen 2. Router gekauft, diesen in den Bridge-Mode versetzt und als WLAN-Extender benutzt (was die Bandbreite leider grundsätzlich halbiert). Einer ist hinten im Wohnzimmer beim Internet Anschluss, wo sonst alles mit Switch verkabelt ist. Den zweiten vorne im Büro, wo intern auch alles per Switch verkabelt ist. Hauptsächlich lief die Bridge vom Büro in's Wohnzimmer zum Internet Anschluss über's WLAN.
Bisher hatte ich immer noch die alten, flachen Apple AirPort Extreme Router mit 802.11n im Einsatz. Die neueren, hoch-formatigen mit 802.11ac haben einen Lüfter. Was ich bei einem 24Std./365Tg. aktiven Gerät nicht billige.
Gemessen mit der Speedtest App von Ookla blieben im Büro hinten nur noch ~75 Mbps übrig. Ein iPad Pro (802.11ac) im Wohnzimmer direkt auf den WLAN Router (802.11n) kam auf ~140 Mbps, also knapp das Doppelte (was ohne Bridge zu erwarten war). Das Apple TV 4K, welches verkabelt am Switch hängt, brachte die vollen 250 Mbps. So weit die Ausgangslage.
Die Orbis sind a.f.a.i.k. aktuell die einzigen Mesh-WLAN Router, welche ein separates drittes 5 GHz Modem nur für die Kommunikation mit dem Mesh-Backbone haben. Alle anderen müssen eines ihrer zwei Client WLAN Modems (1x 2,4 GHz + 1x 5 GHz) dauernd zwischen Client + Backbone hin- und herschalten, was einem stabilen und schnellen Durchsatz natürlich nicht gerade förderlich ist... Auch sind sie komplett passiv gekühlt und daher völlig geräuschlos. Die verschieden farbigen LEDs oben raus zeigen den Status nur nach der Installation bzw. Booten für 3 Min. an. Danach schalten sie sich ganz aus. Auch die diskrete Optik in diesem gefrosteten matt-weiss gefällt mir gut. Nicht wie manche WLAN-Router im "Spider-Alien" Design, mit -zig sichtbaren Antennen ringsum.
Daher habe ich jetzt die 2 alten Apple AirPorts durch ein Netgear Orbi RBK50 Set mit 1 Router + 1 Satelliten ersetzt. Die Installation war durch die mittelprächtige Netgear Software leider nicht so elegant, wie mit dem standard Apple AirPort Utility (was zu erwarten war). Die App ist nur gut genug für die Grundinstallation. Danach wechselt man halt auf den Webbrowser, um die Details zu konfigurieren.
Was mich aber umgehauen hat, war der Durchsatz. Die Orbis liefern mir über's WLAN locker die vollen 250 Mbps bis in's Büro! Das iPad Pro kann jetzt auch sein 802.11ac nutzen und kommt auf ~200 Mbps. Das ATV hatte ja schon verkabelt volle Kanne. Also unter dem Strich (bis auf eine unvollständige und hakelige Software) ein voller Erfolg.