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DVB-T über Kabel

30 Antworten8'115 AufrufeGestartet von ralfbeyeler ·

ralfbeyelerThemenstart359 Beiträge
#1
Hallo

Im aktuellen Swisscable-Magazin (also dem Magazin des Branchenverbandes der Schweizer Kabelnetz-Betreiber) hat es einen interessanten Artikel. Im Waadtland verbreitet ein Kabelnetz-Betreiber DVB-T-Signale über das Kabelnetz. Der Kunde kann einen beliebigen DVB-T-Receiver/Recorder kaufen und einsetzen. Keine Grundverschlüsselung und keine Anmeldung sind notwendig. Daneben sendet der Kabelnetz-Betreiber ein normales DVB-C-Angebot aus, dass wohl auch grundverschlüsselt ist (geht aus dem Bericht nicht klar hervor).

siehe auch http://www.swisscable.ch/templates/usage/pv.php3?att=859

Finde ich einen interessanten Ansatz.

Grüsse

Ralf Beyeler

PeterA1'032 Beiträge
#2
Keine Grundverschlüsselung und keine Anmeldung ist auch bei DVB-C möglich wenn die Programme im Kabel unverschlüsselt ausgestrahlt werden.

Die neuen LCD-TV von Sony haben alle eingebaute DVB-C Tuner, deshalb ist das eigentlich kein Argument mehr für DVB-T in Kabel.

Trotzdem ist das ein interessanter Ansatz. Meiner Meinung sollten im Kabel alle DVB-T Programme die man normalerweise mit Dachantenne empfangen kann 1:1 eingespiesen werden, speziell wenn dann irgendwann die analogen Kanälen ganz abgeschaltet werden.

Lausanne ist eine Spezial-Situation. Wenn dann über DVB-T 18 Programme aus Frankreich + 4 SRG Programme zu empfangen sind (wenn Frankreich in dieser Region auch umgestellt hat) braucht man eigentlich kein Kabel mehr, wenn man nur an französisch sprachigen Programmen interessiert ist.

Und davor haben eben die Kabel-TV-Betriebe Angst. Wie gut und ob man allerdings DVB-T aus F mittels Zimmerantenne in Wohungen empfangen kann wirds sich zeigen, da das DVB-T Netz in Frankreich nur für Dachantenne konzipiert ist.

smid12'144 Beiträge
#3
Da seh ich jetzt den Sinn nicht.

DVB-C und Grundangebot in FTA tuts auch -> Siehe Thurvision.

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#4
Es ist in erster Linie nun mal eine Kapazitätenverschwendung. DVB-T nimmt wegen des erhöhten Fehlerschutzes deutlich mehr Bandbreite ein, als etwa ein auf QAM256 aufmoduliertes Kabelsignal, wo man nebst sämtlichen SRG-Programmen in bester Qualität auch noch alle Radios mit 256 kbps auf einem Kanal unterbringt. Auf DVB-T werden gerade mal 4 TV-Programme übertragen und dies mit der Hälfte der Bitrate, über die die SRG-Sender etwa bei cablecom übertragen werden.

DVB-T wird auch bei besagtem Westschweizer Kabelnetz empfangbar sein, somit täte es für jeden DVB-T-Tuner auch eine simple Zimmerantenne.

ralfbeyeler359 Beiträge
#5
Es ist in erster Linie nun mal eine Kapazitätenverschwendung. DVB-T nimmt wegen des erhöhten Fehlerschutzes deutlich mehr Bandbreite ein, als etwa ein auf QAM256 aufmoduliertes Kabelsignal, wo man nebst sämtlichen SRG-Programmen in bester Qualität auch noch alle Radios mit 256 kbps auf einem Kanal unterbringt. Auf DVB-T werden gerade mal 4 TV-Programme übertragen und dies mit der Hälfte der Bitrate, über die die SRG-Sender etwa bei cablecom übertragen werden.
DVB-T wird auch bei besagtem Westschweizer Kabelnetz empfangbar sein, somit täte es für jeden DVB-T-Tuner auch eine simple Zimmerantenne.
Es ist zum Teil eine Bandbreitenverschwendung, doch es können auch mehr als 4 Programme übertragen werden und auch QAM64 soll möglich sein. Der Lausanner Anbieter bereitet die Programme selber auf, wie im Artikel zu lesen ist. Damit ist es auch möglich, dass die Programme mit einer höheren Qualität übertragen werden. Der Vorteil ist, dass DVB-T weiter verbreitet ist und daher auch günstiger für den Kunden. Und natürlich, dass es keine Zwangsbox geht.

Grüsse

Ralf Beyeler

crypticro689 Beiträge
#6
Jetzt muss mir jemand helfen. Ich verstehe denn Sinn nicht ganz dieses Artikels. Ist doch klar das jeder Kabelnetzbetreiber Programme die er terristrisch, ueber Glas und ueber Sat ins Kabel einspeist. Das ist doch nichts Neues, oder ?

Kann mir jemand erklaeren was mit DVB-T ueber Kabel bedeuten soll ? Das ist fuer michd ann schlussendlich wieder DVB-C egal woher die Quelle stammt ;-). Macht die Cablecom ja bei den RAI Kanaelen genau so.

Soll das heissen dass sie einfach die Modulation von den T Sendern genau gleichlassen damit T Receiver benutzt werden koennen. Falls ja, ist da ja wohl hoechstunsinnig.

olifaessler4'260 Beiträge
#7
Für DVB-C, DVB-S und DVB-T gibt es jeweils andere Normen. Und für jede Emfpangsart brauchst Du einen anderen Receiver. Jetzt gibt es aber unterdessen schon einige Fernseher die DVB-T Empfangsteile eingebaut haben, ausserdem gibt es sehr günstige DVB-T Empfänger als Set-Top Box. Für DVB-C sind die Geräte noch nicht so verbreitet.

Daher also die Idee die Signale nach der DVB-T Norm über das Kabelnetz zu schicken, damit die Kunden die bereits eingebauten Receiver oder einen Biligst-DVB-T Receiver verwenden können.

Wie oben schon von beschrieben wurde, ist die DVB-T Norm aber viel Resourcen hungriger, weshalb auf gleicher Bandbreite weniger Sender verbreitet werden können.

discokrueger1'581 Beiträge
#8
Hätte nicht gedacht, dass das funktioniert, ist aber auch in meinen Augen totaler Blödsinn.

crypticro689 Beiträge
#9
Für DVB-C, DVB-S und DVB-T gibt es jeweils andere Normen. Und für jede Emfpangsart brauchst Du einen anderen Receiver. Jetzt gibt es aber unterdessen schon einige Fernseher die DVB-T Empfangsteile eingebaut haben, ausserdem gibt es sehr günstige DVB-T Empfänger als Set-Top Box. Für DVB-C sind die Geräte noch nicht so verbreitet.
Daher also die Idee die Signale nach der DVB-T Norm über das Kabelnetz zu schicken, damit die Kunden die bereits eingebauten Receiver oder einen Biligst-DVB-T Receiver verwenden können.

Wie oben schon von beschrieben wurde, ist die DVB-T Norm aber viel Resourcen hungriger, weshalb auf gleicher Bandbreite weniger Sender verbreitet werden können.
Ah jetzt ist mir klar, was gemacht wird. Ist aber wie du schon geschrieben hast ein Resourcenfresser.

CHfish3'690 Beiträge
#10
es wär wohl sinnvoller gewesen, DVB-C & -T kompatibel zu machen (hab nicht so viel Ahnung, aber zB DVB-T = DVB-C QAM16) - an die Experten, wär das nicht möglich gewesen?

CHfish

ralfbeyeler359 Beiträge
#11
es wär wohl sinnvoller gewesen, DVB-C & -T kompatibel zu machen (hab nicht so viel Ahnung, aber zB DVB-T = DVB-C QAM16) - an die Experten, wär das nicht möglich gewesen?
Soweit ich es verstanden haben, gibt es die gleichen Modulation bei DVB-T und DVB-C. Bei DVB-C werden effizientere Modulationen eingesetzt, weil der Antennenempfang (DVB-T) störungsanfälliger ist. Bin aber nicht der Experte dafür.

Grüsse

Ralf Beyeler

roman709'245 Beiträge
#12
Soweit ich es verstanden haben, gibt es die gleichen Modulation bei DVB-T und DVB-C. Bei DVB-C werden effizientere Modulationen eingesetzt, weil der Antennenempfang (DVB-T) störungsanfälliger ist. Bin aber nicht der Experte dafür.
Das habe ich so auch schon gelesen. Aber auf jeden Fall kann ich mit einem DVB-T Receiver am Kabelnetz keine DVB-C Programme finden und umgekehrt.

CHfish3'690 Beiträge
#13
Das habe ich so auch schon gelesen. Aber auf jeden Fall kann ich mit einem DVB-T Receiver am Kabelnetz keine DVB-C Programme finden und umgekehrt.
das ein DVB-T kein DVB-C kann, leuchtet mir ein, schliesslich ist ja DVB-C "anspruchsvoller"

aber wenn DVB-C und DVB-T die gleiche Modulation haben, müsste rein theoretisch doch ein DVB-C Tuner DVB-T empfangen können?!

CHfish

roman709'245 Beiträge
#14
aber wenn DVB-C und DVB-T die gleiche Modulation haben, müsste rein theoretisch doch ein DVB-C Tuner DVB-T empfangen können?!

CHfish
Ging bei mir nicht. Dann könnten sie wirklich vermehrt in neue TV-Geräte DVB-C Tuner einbauen anstelle DVB-T. Ich glaube nicht, dass das preislich ein grosser Unterschied ist. Es gibt Geräte, die haben einen DVB-C und einen DVB-T Tuner drin.

smid12'144 Beiträge
#15
Es liegt glaub an der Symbolrate.

Aber Vampire kann das sicher besser erklären.

CHfish3'690 Beiträge
#16
Es liegt glaub an der Symbolrate.
Aber Vampire kann das sicher besser erklären.
Cablecom hat 6900 oder? Also bei PRogDVB kann ich eine Symbolrate auswählen...

Vampire539 Beiträge
#17
Es liegt daran, dass bei DVB-T COFDM als Modulationsverfahren verwendet wird.

CHfish3'690 Beiträge
#18
Es liegt daran, dass bei DVB-T COFDM als Modulationsverfahren verwendet wird.
und bei DVB-C?

Vampire539 Beiträge
#19
und bei DVB-C?
kein COFDM /emoticons/default_wink.png

CHfish3'690 Beiträge
#20
kein COFDM /emoticons/default_wink.png
das hab ich noch vermutet /emoticons/default_wink.png - aber welches Modulationsverfahren kommt bei DVB-C zum Einsatz?

/emoticons/default_wink.png CHfish

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