(Auch) Verizon hat Probleme mit Microsofts IPTV-Software

roman70

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01. Jan. 1970
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Der US Telekommunikationsdienstleister Verizon ist gemäss einem ausführlichen Bericht im 'Wall Street Journal' unzufrieden mit der Microsoft-Software für Internet-Fernsehen (IPTV). Microsoft liefert Verizon die Software für die Set-top-Boxen, über die die TV-Signale vom Internet auf die Glotze geliefert werden.

Während Hardware und Betriebssystem von Motorola kommen, sollte Microsoft die Middleware für Grundfunktionen, wie etwa das Umschalten von einem Kanal auf den anderen, der Box liefern. Zudem sollte Microsoft für Verizon raffinierte spezielle Applikationen entwickeln, so etwa einen Programmführer.

Doch die Microsoft-Software stellt gemäss Insider-Quellen zu hohe Anforderungen an die Hardware und wurde erst noch verspätet abgeliefert. Nun hat der US Telco offenbar einen Teil der Arbeit selbst übernommen und lässt die Applikationen in Texas und Indien auf eigene Kosten programmieren.

Die Situation von Verizon ist ganz ähnlich wie diejenige von Swisscom. Der Telco befindet sich in einem verzweifelten Rennen gegen die Kabel-TV-Firmen, die bereits Telefonie, Fernsehen und Internet aus einer Buchse und mit einer Rechnung liefern können.

Auch Swisscom vertraut auf die Software von Microsoft, um ihren Telefonie-Kunden endlich auch TV über Internet anbieten zu können. Swisscom musste bekanntlich den Start von 'Bluewin TV" schon mehrmals verschieben. Ob dafür Probleme mit der Microsoft-Software oder der unterschätzte Bedarf an Bandbreite Schuld ist, lässt sich keiner der beteiligten Parteien entlocken. (hc)

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