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UPC nutzt auch Glasfasernetze der Swisscom

13 Antworten2'554 AufrufeGestartet von roman70 ·

roman70Themenstart9'245 Beiträge
#1
Die jüngst umstrittenen Hockey-Übertragungen von UPC fliessen in Teilen der Schweiz neuerdings auch über das FTTH-Netz der Swisscom. Dies sei Teil einer neuen Strategie.

«Vor der Konkurrenz der Glasfaseranbieter müssen wir uns nicht mehr verstecken», sagte der UPC-Netzverantwortliche Alexander Lorenz noch vor einem Jahr an einer Medienkonferenz (PCtipp berichtete). Um 200'000 Neukunden zu gewinnen, investiert die Ex-Cablecom aber gemäss Recherchen der «Handelszeitung» zunehmend auch in Übertragungen ausserhalb des eigenen Versorgungsgebiets. So sind etwa die Gemeinden Riehen und Dietlikon bereits über das schnelle «fiber to the home» (FFTTH) der Konkurrenz erschlossen. Geplant sei auch ein Ausbau in Riehen und Lausanne, wie Zeitung weiter schreibt.


Angeblich vermehrte Nachfrage nach UPC-Produkten 


Wie UPC-Sprecher dem PCtipp bestätigt, handele es sich dabei um einen strategischen Entscheid. «Wir haben in Sachen Wachstum – im Gegensatz zu unseren grossen Konkurrenten – viel Potenzial, das wir ausschöpfen möchten», betont Strapp. Das geschehe via Netzkäufe oder Partnerschaften, den Ausbau des eigenen Netzes und nun auch via Nutzung von Drittnetzen. «Dieser Entscheid wurde gefällt, da die Nachfrage nach unseren Produkten auch ausserhalb unseres Footprints stattfindet. Daher prüften wir auch die Option, via Drittnetze unsere Produkte anzubieten.» Dies sei jedoch explizit nur dort der Fall, wo die eigene Infrastruktur nicht vorhanden sei, so Strapp.

Swisscom kann mit der FTTH-Glasfasertechnologie in städtischen Einzugsgebieten bis zu 1 Gbit/s anbieten. Für mehr als 1 Gbit/s wird bei UPC irgendwann eine neue ConnectBox erforderlich. Erste Pilotversuche zu 5 Gbit/s (Downstream) hat UPC bereits im letzen Jahr in Luzern und Wien gestartet.

Quelle: http://www.pctipp.ch/news/gesellschaft/artikel/upc-nutzt-auch-glasfasernetze-der-swisscom-88350/?utm_source=20170828&utm_campaign=PCtipp Newsletter&utm_medium=Newsletter

vagzubi1'319 Beiträge
#2
Bald haben wir wieder ein Monopol.
UPC kann wohl in ihrem Gebiet keine Marktanteile mehr gewinnen.

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#3
Würden die Glasfasernetze schneller ausgebaut und der Zugang für alle Anbieter geöffnet, könnten an diesen Orten auch Angebote anderer Kabelanbieter verfügbar gemacht werden. Quickline wäre hier im UPC-Land z.B. eine interessante Alternative...

2× hilfreich
doom2'266 Beiträge
#4
@vagzubi: was Monopol? Die Glasfasernetze erlauben ja gerade erst den richtigen Wettbewerb (zumindest bei 4-Faser Bau). 

Es kann für Kabelanbieter durchaus Sinn machen auch ausserhalb des eigenen Footprints aktiv zu werden wenn sich die Investitionen in Grenzen halten. Wird auf jeden Fall wesentlich günstiger sein als in den genannten Orten ein zweites Glasfasernetz, äh pardon, Glasfaserkabelnetz, zu bauen. Und vielleicht hilft es ja auch das TV Produkt der UPC (und QL hat auch schon lange angekündigt man wolle schweizweite Angebote machen) mal ins IP Zeitalter zu bringen wenn das TV Signal nicht mehr per DVB-C reinkommt.

vagzubi1'319 Beiträge
#5
Aber Swisscom baut immer mit. Gab ja auch schon Orte wo die Swisscom gleichzeitig zur Gemeinde baute. Ich kenne die Verrechnungsmodelle nicht, aber wenn jemand jetzt auf so einer Faser etwas Anbietet verdient Swisscom immer mit. Wie die Verteilung EW SC geregelt ist weiss ich allerdings auch nicht, aber es duftet nach einem Infrastrukturmonopol.

PS: schlecht muss das nicht sein, solange es reguliert ist.

1× hilfreich
PeterA1'032 Beiträge
#6
Ich frage mich ja wie das technisch implementiert wird. UPC hat ja keine Box die IPTV via Ethernet-Schnittstelle kann.  Installiert dann UPC in diesen Liegenschaften eine Art Box, die Glasfaster in  Koax umwandert, so dass normale DVB-C-TV, UPC ConnectBox oder Horizon benutzt werden kann ?

Markus1'750 Beiträge
#7
Bei Interesse erhälst Du Besuch von einem UPC-Techniker. Macht die UPC-Gerätschaften mittels Adapter Glasfaser - Koax passend.

Gruss Markus

doom2'266 Beiträge
#8
Nein es ist nicht immer eine Kooperation. Es gibt wenige Orte wo parallel gebaut wird, andere wo nur Swisscom baut, und andere Orte wo nur andere als Swisscom bauen.
Natürlich ist es wünschenswert wenn mit dem neuen FMG auch Fiber erfasst würde - heute scheint das zwar zu laufen, aber so hätten kleine Anbieter auch etwas Investitionssicherheit..

Gibt es Infos zu diesem Converter? Wäre interessant zu wissen was das Teil alles macht und ob man sogar etwas direkt über die Glasfaser abgreifen könnte (Multicast Streams...)


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millernet724 Beiträge
#9
Das ist ja eine richtig tolle Technologie, wenn ich noch eine künstliche und sehr energieeffiziente Signalwandlung von Glasfaser nach Coax machen muss. Ich denke nicht, dass UPC das Signal direkt ab Faser per Modem anbietet, da sie hierfür gar nicht die passende Endkunden-Hardware hat. Jeder vernünftige FTTH-Provider bietet 1000/1000 Mbit/s an. Bei UPC wird sich dies bei 500/50 maximal bewegen mit einer fragwürdigen Signalwandlung dazwischen. Technologisch etwa gleich toll wie ein Gameboy-Emulator, welcome to the past!

PeterA1'032 Beiträge
#10
Ich glaube eher, dass UPC die Kabelsignale via Glasfaser zu den einzelnen Liegenschaften führt und dort zentral (z.B: im Keller)  in Koax umwandelt und in das bestehende hausinterne Koax-Netz einspeist.

Wrzlbrnft2'742 Beiträge
#11
So oder so ist mir ein in DVB-C-Norm angeliefertes und gegebenenfalls entschlüsselbares Broadcast-Signal wesentlich lieber, als IPTV-Streams, deren Angebot einzig mit Zwangsboxen vollständig empfang- und entschlüsselbar sind. Von daher kann ich beispielsweise mit einem Swisscom-Glasfaser-Bundle eher wenig anfangen. 1 Gbit/s symmetrisch hin oder her.

2× hilfreich
vagzubi1'319 Beiträge
#12
Da sie ja die Fasern der Swisscom nutzen muss das ganze in der Wohnung geschehen.

Im B2B bereich hat UPC bereits IP basierte Produkte.

millernet724 Beiträge
#13
"Wer bereits schon einen Glasfaseranschluss (OTO-Dose) in der Wohnung hat, erhält ein Zusatzgerät für die Nutzung und Verteilung der angelieferten Produkte via vorhandenem Koaxialkabel und UPC Set Top Box sicherstellt. Die Installation erfolgt durch einen erfahrenen UPC-Techniker.

Im Fall dass die Glasfaser erst im Hausanschlussraum, jedoch nicht in der Wohnung vorhanden ist (Fiber to the Building, FTTB), wird in Absprache mit dem Liegenschaftsbesitzer und dem Netzeigentümer die Verteilung innerhalb des Hauses bis in die Wohnung des UPC-Kunden gebaut. Dieses Vorgehen dauert in der Regel 4-6 Wochen ab Bestellung." (https://community.upc.ch/t5/Ankündigungen/UPC-nun-auch-in-Lausanne-verfügbar/ba-p/109601)

Voltaire72 Beiträge
bearbeitet #14
Aber Swisscom baut immer mit. Gab ja auch schon Orte wo die Swisscom gleichzeitig zur Gemeinde baute. Ich kenne die Verrechnungsmodelle nicht, aber wenn jemand jetzt auf so einer Faser etwas Anbietet verdient Swisscom immer mit. Wie die Verteilung EW SC geregelt ist weiss ich allerdings auch nicht, aber es duftet nach einem Infrastrukturmonopol.

PS: schlecht muss das nicht sein, solange es reguliert ist.


Nein, Swisscom baut nicht immer mit. Swisscom hat "das eigene Glasfasernetz", das natürlich bewirtschaftet werden will. Bestes Beispiel, dass eben nicht alle Glasfasernetze "der Swisscom gehören", war eine Überbauung in einem umgenutzten ehemaligen Gewerbequartier: da wurde dem Einwohnerrat vorgelegt, wer den Glasfaserausbau bewerkstelligen soll; Swisscom oder die Gemeinde selbst. Der Unterschied: Swisscom als Glasfaserverleger würde den Ausbau zwar "gratis" übernehmen; potentielle Kunden wären aber gezwungen, während 5 Jahren das Signal ausschliesslich von Swisscom zu beziehen. Ihnen stünden somit nur (überteuerte) Swisscom-Angebote zur Verfügung. Der Einwohnerrat liess sich nicht auf solche Kundengängelungsspielchen ein und entschied, dass die Gemeinde den Ausbau selbst vornimmt; sie betreibt ihr eigenes Kabelnetz (und ist an einem Kabelnetzbetreiber mehrerer Gemeinden beteiligt). Die potentiellen Kunden sind dann frei in der Anbieterwahl; für den Anschluss selbst ist aber der übliche Obolus zu entrichten (bei einem Kabelanschluss liegt der bei ca. Fr. 10.-/Mt.; bei der Nutzung von Glas könnte noch etwas dazukommen).

Nachtrag: so eine Situation würde natürlich Swisscom nicht daran hindern, parallel dazu auch die eigenen Glasfasern in jenes Quartier zu ziehen (auf eigene Kosten). Diese würden nur dann genutzt, wenn ein potentieller Kunde ein Swisscom-Angebot abonnieren würde. Andere Angebote (von Drittanbietern) könnten dann über die gemeindeeigenen Glasfasern laufen (wobei die 5-Jahresfrist so dann auch nicht gelten würde).

Ach, und bzgl. Riehen: dort wurde bekanntlich UPC/CC aus den Netz geschmissen, trotz (resp. dank) drei Volksabstimmungen. Offenbar sind einige Kunden derart auf UPC/CC eingschossen, dass die unbedingt weiterhin diesen Anbieter haben müssen. Und wenn wir schon bei einem Providerwechsel sind. Theoretisch könnte ImproWare ihr Angebot auch über Glasfaser im interGGA-Gebiet anbieten (dort, wo schon Glasfaser verlegt ist). Es darf die Frage gestellt werden, ob das (nur) aus Anstand nicht geschieht (und die ImproWare gleich (wieder) vor Gericht gezerrt werden könne, wenn sie es dennoch tun würde).

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