Adam und Eva im Bio-Unterricht?
46 Antworten6'089 AufrufeGestartet von CHfish ·
astef123120 Beiträge
Von mir aus kann man das ganze gerne im Biounterricht behandeln, dann aber bitte im entsprechenden Rahmen und mit dem Aufzeigen der Widersprüche:
Es ist leider physikalisch unmöglich aus einem Stück Lehm einen Menschen zu formen, ebenso wie aus einer Rippe. Der Mann hat auch nicht eine Rippe weniger, die ja eigentlich fehlen müsste, oder?
Zudem würden wir gemäss Bibel alle aus Inzest stammen (was ironischerweise in der Religion auch eine Sünde darstellt), da ja nur Adam und Eva Söhne und Töchter hatten, (von denen dann ja noch der eine einen andern umbringt).
Bei Noah gibt es ja einen weiteren Engpass, welcher die genetische Vielfalt noch einmal einschränkt (hier werden dann gleich alle Tierarten auch noch zu Inzestopfern).
Evolution gibts keine, womit sich ja auch nichts am Mensch verändern kann, also welche Hautfarbe und Augenform hatte Noah noch mal?
Dies nur ein paar logische Hänger der Schöpfungstheorie.
Wenn die Schöpfungstheorie mit so vielen Widersprüchen in sich selbst dann noch von den Kindern als reine Wahrheit akzeptiert wird, dürfen sie gerne daran glauben.
Ich kann mich jedenfalls an meine (katholische) Kindheit erinnern, wo uns selbst im Religionsunterricht (von Pfarrern und Klosterfrauen) gesagt wurde, dass dies einfach eine Erklärungsmöglichkeit zur Entstehung der Welt darstellt, welche eher im Sinne eines Gleichnisses gedacht sei. Als Kind hatte ich keine Probleme damit, dies von der Evolutionstheorie als wissenschaftliche
Alternative auseinanderzuhalten und mit beidem zu leben. Da regt mich also dann anderes mehr auf in der christlichen Religion.
Es ist leider physikalisch unmöglich aus einem Stück Lehm einen Menschen zu formen, ebenso wie aus einer Rippe. Der Mann hat auch nicht eine Rippe weniger, die ja eigentlich fehlen müsste, oder?
Zudem würden wir gemäss Bibel alle aus Inzest stammen (was ironischerweise in der Religion auch eine Sünde darstellt), da ja nur Adam und Eva Söhne und Töchter hatten, (von denen dann ja noch der eine einen andern umbringt).
Bei Noah gibt es ja einen weiteren Engpass, welcher die genetische Vielfalt noch einmal einschränkt (hier werden dann gleich alle Tierarten auch noch zu Inzestopfern).
Evolution gibts keine, womit sich ja auch nichts am Mensch verändern kann, also welche Hautfarbe und Augenform hatte Noah noch mal?
Dies nur ein paar logische Hänger der Schöpfungstheorie.
Wenn die Schöpfungstheorie mit so vielen Widersprüchen in sich selbst dann noch von den Kindern als reine Wahrheit akzeptiert wird, dürfen sie gerne daran glauben.
Ich kann mich jedenfalls an meine (katholische) Kindheit erinnern, wo uns selbst im Religionsunterricht (von Pfarrern und Klosterfrauen) gesagt wurde, dass dies einfach eine Erklärungsmöglichkeit zur Entstehung der Welt darstellt, welche eher im Sinne eines Gleichnisses gedacht sei. Als Kind hatte ich keine Probleme damit, dies von der Evolutionstheorie als wissenschaftliche
Alternative auseinanderzuhalten und mit beidem zu leben. Da regt mich also dann anderes mehr auf in der christlichen Religion.
dakis1'007 Beiträge
bearbeitet #22
Religion hat für mich in öffentlichen Schulen nichts zu suchen. Religionswissenschaften können von mir aus als unabhängiges Schulfach angeboten werden. Aber Elemente einzelner Religionen in andere Fächer einfliessen zu lassen ist ein Skandal. Egal aus welchen Religionen diese stammen. Sonst können wir die Re-Inkarnation ja auch gleich ins Kurrikulum aufnehmen - diese Theorie scheint mir persönlich nämlich deutlich glaubwürdiger (mein Körper wird von Würmern gefressen, die Würmer werden von Vögeln gefressen, die Vögel werden von anderen Viechern gefressen und irgendwann landet dann ein Teil meines Körpers wieder in einem Menschen) als der Kreationismus.
Bei der Evolutions-Theorie handelt es sich um eine THEORIE. Um eine, von der ich zwar felsenfest überzeugt bin, aber es ist dennoch nur eine THEORIE, weil sich solche über hundertausende von Jahren ablaufenden Prozesse niemals schlüssig beweisen lassen. Dies sollte im Bio-Unterricht allen klargemacht werden, aber mehr auch nicht.
dakis
Bei der Evolutions-Theorie handelt es sich um eine THEORIE. Um eine, von der ich zwar felsenfest überzeugt bin, aber es ist dennoch nur eine THEORIE, weil sich solche über hundertausende von Jahren ablaufenden Prozesse niemals schlüssig beweisen lassen. Dies sollte im Bio-Unterricht allen klargemacht werden, aber mehr auch nicht.
dakis
hume131'328 Beiträge
Bei der Evolutions-Theorie handelt es sich um eine THEORIE. Um eine, von der ich zwar felsenfest überzeugt bin, aber es ist dennoch nur eine THEORIE, weil sich solche über hundertausende von Jahren ablaufenden Prozesse niemals schlüssig beweisen lassen. Dies sollte im Bio-Unterricht allen klargemacht werden, aber mehr auch nicht.Die Evolutionstheorie besagt unter anderem, dass wir vom Affen abstammen sollen. Ich habe mal gelesen, dass rein genetisch zwar Mutationen innerhalb einer Spezies möglich sind und auch passieren, jedoch nicht zwischen den Spezies. Und da die Spezie Mensch nicht zur Spezie des Affen gehört ist es gar nicht möglich, dass der Mensch vom Affen abstammen kann. Es ist aber möglich, dass mehrere Arten von Spezies Mensch entstanden sind: weisse, schwarze, mit normalen Augen, mit Schlitzaugen, mit grosser Nase, mit kleiner Nase usw.
Somit ist mir der Gedanke an einen Schöpfer angenehmer und schlüssiger, als ein durch Zufall entstandenes Produkt zu sein. Aber das muss ja nicht jeder so sehen.
Rai 1730 Beiträge
bearbeitet #24
Religionswissenschaften können von mir aus als unabhängiges Schulfach angeboten werden.Das Oximoron des Tages: "Religionswissenschaften"! Nein, im ernst: Religiöse Menschen können häufig ihren Glauben nicht von der Realität unterscheiden, wobei ich mir nicht anmasse, die Realität zu kennen: Als Atheist und Anhänger der Evolutionstheorie bin ich mir – gerade weil von einer Theorie die Rede ist – stets bewusst, dass mein Weltwissen nur aus Erklärungsversuchen besteht und jederzeit jemand mit einer einleuchtenderen Erklärung daherkommen kann.
Religiöse Menschen sind aber so fest von ihrem Glauben überzeugt (was keine Kritik sein soll), dass sie darüber vergessen (und das ist jetzt eine Kritik), dass andere mit diesem Glauben nichts anfangen können und wundern sich, wenn dieser Glaube nicht als selbstverständlich hingenommen wird.
Die Erklärung, dass Maria von Ausserirdischen künstlich befruchtet worden sein könnte, halte ich nicht nur für realistischer als die unbefleckte Empfängnis, sie erklärt die unbefleckte Empfängnis sogar! Aber für diese Theorie, die ich rein hypothetisch ausspreche, werde ich wohl eher ausgelacht als einer, der glaubt, dass Moses das Meer tatsächlich gespalten hat.
Ich tröste mich mit einem Zitat von Beppe Grillo: «Wenn du zu Gott sprichst, bist du am Beten. Wenn Gott zu dir spricht, bist du schizophren.» (mit diesem Zitat erklärt er, wie unsere Gesellschaft funktioniert)
hume131'328 Beiträge
Ich tröste mich mit einem Zitat von Beppe Grillo: «Wenn du zu Gott sprichst, bist du am Beten. Wenn Gott zu dir spricht, bist du schizophren.»Was bitte tröstet Dich an dieser Aussage /emoticons/default_confused.png
Rai 1730 Beiträge
Was bitte tröstet Dich an dieser Aussage /emoticons/default_confused.pngDas soll heissen, dass Menschen, die regelmässig beten und zur Kirche gehen, häufig die ersten sind, die Menschen für verrückt erklären, die Gott gehört haben wollen. Das mag grösstenteils nur auf italienische Katholiken zutreffen, aber es tröstet mich, weil ich als Atheist mit all meinen Zweifeln konsequenter bin als manch ein überzeugter Christ.
smid12'144 Beiträge
Witzig finde ich einfach, dass die Ideologie dieser Pius-Brüder wohl so abstrus wie die Ideologie dieser Herren ist:
YouTube - Saudi Cleric Muhammad Al-Munajid: Mickey Mouse Must Die!
YouTube - Iranian Scholar: Tom & Jerry is a Jewish Conspiracy
Fakt ist: Spinner haben wir überall. Es wäre falsch von einigen wenigen Exponenten auf die ganze Glaubensgemeinschaft zu schliessen.
Ich bin nicht katholisch. Ich habe aber überhaupt kein Verständnis dafür, was Benedict gemacht hat. Umso mehr hat mich die Demo im Luzern gestern gefreut.
YouTube - Saudi Cleric Muhammad Al-Munajid: Mickey Mouse Must Die!
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Fakt ist: Spinner haben wir überall. Es wäre falsch von einigen wenigen Exponenten auf die ganze Glaubensgemeinschaft zu schliessen.
Ich bin nicht katholisch. Ich habe aber überhaupt kein Verständnis dafür, was Benedict gemacht hat. Umso mehr hat mich die Demo im Luzern gestern gefreut.
astef123120 Beiträge
Und da die Spezie Mensch nicht zur Spezie des Affen gehört ist es gar nicht möglich, dass der Mensch vom Affen abstammen kann.Selbstverständlich gehören wir zur Spezies der Affen. Biologisch gesehen sind wir Primaten. Der Pietät halber bilden wir einfach eine eigene Art. Selbstverständlich haben wir uns nicht aus den Schimpansen herausentwickelt, wir hatten aber gemeinsame Vorfahren.
Somit ist mir der Gedanke an einen Schöpfer angenehmer und schlüssiger, als ein durch Zufall entstandenes Produkt zu sein. Aber das muss ja nicht jeder so sehen.Das eine schliesst das andere meines Erachtens nicht aus. Auch bei der Evolutionstheorie bleibt die Frage, wer die Evolution eingerichtet und allenfalls "gesteuert" hat und die philosophische Frage "was ist Zufall?".
... und das sage ich als Deist (wurde, da ich zur TIMM-Zielgruppe gehört aus meiner "Stammreligion" rausgejagt.)
Aber schlussendlich ist es mir egal, was in der Biologie und im Religionsunterricht gelehrt wird. Entweder jemand ist intelligent genug, dass er auch das Gelernte mal hinterfragt, oder er glaubt sowieso alles, was ihm aufgetischt wird und fürs Leben ist die Frage, von was wir abstammen ziemlich egal.
Anubis875 Beiträge
Das Oximoron des Tages: "Religionswissenschaften"! Nein, im ernst: Religiöse Menschen können häufig ihren Glauben nicht von der Realität unterscheiden, wobei ich mir nicht anmasse, die Realität zu kennen: Als Atheist und Anhänger der Evolutionstheorie bin ich mir – gerade weil von einer Theorie die Rede ist – stets bewusst, dass mein Weltwissen nur aus Erklärungsversuchen besteht und jederzeit jemand mit einer einleuchtenderen Erklärung daherkommen kann.100% zustimm
Religiöse Menschen sind aber so fest von ihrem Glauben überzeugt (was keine Kritik sein soll), dass sie darüber vergessen (und das ist jetzt eine Kritik), dass andere mit diesem Glauben nichts anfangen können und wundern sich, wenn dieser Glaube nicht als selbstverständlich hingenommen wird.
Die Erklärung, dass Maria von Ausserirdischen künstlich befruchtet worden sein könnte, halte ich nicht nur für realistischer als die unbefleckte Empfängnis, sie erklärt die unbefleckte Empfängnis sogar! Aber für diese Theorie, die ich rein hypothetisch ausspreche, werde ich wohl eher ausgelacht als einer, der glaubt, dass Moses das Meer tatsächlich gespalten hat.
Ich tröste mich mit einem Zitat von Beppe Grillo: «Wenn du zu Gott sprichst, bist du am Beten. Wenn Gott zu dir spricht, bist du schizophren.» (mit diesem Zitat erklärt er, wie unsere Gesellschaft funktioniert)
Adam & Eva gehören definitiv in den religionsunterricht. Ich lasse mein kind später aber selbst eintscheiden ob religion oder nicht.
Minarette? Von mir aus, solange sie nicht mit verstärkeranlagen rumplärren können sie von mir aus ihr minarett haben.
hume131'328 Beiträge
Das soll heissen, dass Menschen, die regelmässig beten und zur Kirche gehen, häufig die ersten sind, die Menschen für verrückt erklären, die Gott gehört haben wollen. Das mag grösstenteils nur auf italienische Katholiken zutreffen, aber es tröstet mich, weil ich als Atheist mit all meinen Zweifeln konsequenter bin als manch ein überzeugter Christ.Ist mir doch etwas zu hoch: konsequenter sein mit seinen Zweifeln /emoticons/default_confused.png
In die Gemeinde, in die ich gehe, werden die Menschen nicht als verrückt gehalten, wenn sie beten und dann Antwort von Gott erhalten. Im Gegenteil, man freut sich für diejenigen. Und nein: Gott hat noch keinen beauftragt jemanden in seinem Namen umzubringen. Solche Menschen kann und will ich nicht ernst nehmen. Gott verstösst wohl kaum gegen sein eigenes Gebot.
Rai 1730 Beiträge
Ist mir doch etwas zu hoch: konsequenter sein mit seinen Zweifeln /emoticons/default_confused.pngDas war wohl zu philosophisch, entschuldige. Gläubige Menschen sind es gewohnt, auf alles eine Antwort zu haben oder zu bekommen; sie ertragen den Gedanken nicht, auf etwas die Antwort nicht zu kennen. Das hat es erst möglich gemacht, dass Religionen überhaupt entstanden sind. Und auf jede Frage, für die man keine passende Bibelerzählung hat, gilt die ultimative Antwort: Gott hat es so gewollt und seine Wege sind unergründlich. Wer kann dem schon widersprechen! (Warum wird eigentlich nie nach dem Ursprung und dem Sinn Gottes gefragt?)
Ich kann mich hingegen sehr gut damit abfinden, dass ich nicht weiss, was der Sinn des Lebens ist und wo das Universum aufhört, wenn es denn überhaupt ein Ende hat. Ich kann damit leben, dass ich mir gewisse Dinge nicht erklären kann, denn ich bin bescheiden genug, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die höher sind als mein Verstand. Und ich kann meinen Nächsten lieben, ohne vorher von ihm wissen zu wollen, wen er anbetet oder mit wem er ins Bett steigt, denn ich beurteile Menschen danach, wie sie mich behandeln, und nicht danach, was sie in ihre Steuererklärung schreiben.
anykey5'528 Beiträge
was der sinn des lebens ist42!
Rai 1730 Beiträge
42!42? Das ist jetzt aber kein Rechenergebnis? /emoticons/default_ohmy.png
anykey5'528 Beiträge
bearbeitet #34
42? Das ist jetzt aber kein Rechenergebnis? /emoticons/default_ohmy.pngDoch: http://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)
CHfish3'690 Beiträge
Ironie oder Zufall: 4 8 15 16 23 42 - LOST Numbers TV Episodes Discussion Forum - auch in Lost gibts 42 ;-)
CHfish
CHfish
Rai 1730 Beiträge
Doch: 42 (Antwort) ? WikipediaWitzig, das kannte ich nicht! Ich dachte eigentlich an ein simples 7x6 (oder täglich Sex). /emoticons/default_eek.png
dakis1'007 Beiträge
Somit ist mir der Gedanke an einen Schöpfer angenehmer und schlüssiger, als ein durch Zufall entstandenes Produkt zu sein. Aber das muss ja nicht jeder so sehen.Ich habe kein Problem, das zu akzeptieren - solange mein Glaube an die Evolutionstheorie ebenfalls akzeptiert wird.
Zudem: Darwin selber nannte das ganze ja eine Theorie und keinen Beweis - ich denke, kein ernsthafter Wissenschaftler würde die Evolutionstheorie als schlüssig bewiesen bezeichnen. Allerdings deute ich die Forschungsergebnisse der letzten 100 Jahre mal so, dass die Theorie zumindest teilweise korrekt sein dürfte - aber das ist meine persönliche Ansicht.
dakis1'007 Beiträge
"Religionswissenschaften"Es besteht durchaus die Möglichkeit, die verschiedenen Religionen objektiv zu studieren - daher der Begriff. Allerdings bin ich ebenfalls der Ansicht, dass ein objektives Studium der Religion kategorisch ausgeschlossen ist, sobald der Student ernsthaft gläubig ist (egal in welcher Religion).
dakis
dakis1'007 Beiträge
42!Heheh - hierzu ein kleines Anekdötchen aus meiner High School Zeit in den USA (off-topic):
Ich war reger Teilnehmer im High-School Wissensteam (Knowledge-Bowl - Knowledge Bowl - Wikipedia, the free encyclopedia). Alle von uns waren Über-Geeks und hatten Douglas Adams' Pflichtlektüre natürlich intus.
An einem Wettkampftag hatten wir uns im Schulbus über den Hitchhiker's Guide unterhalten. Als Konsequenz haben wir bei jeder Frage während den Quiz-Spielen, deren Antwort wir nicht kannten, 42 geplärrt. Nach ein paar Antworten haben wir dann die anderen Teams genervt, worauf sie lautstark forderten, dass wir mit dem Mist aufhören sollen. Wir haben also aufgehört. Lustigerweise war die Antwort auf die letzte Mathe-Frage (da hatte sich wohl einer ein Spässchen erlaubt) tatsächlich 42. Überflüssig zu sagen: waren so perplex, dass wir's versaut haben und ein anderes Team zuerst antwortete. Die Mitglieder der Gegnerteams riefen für den Rest des Tages bei jeder MCW T-Shirt Sichtung "42"!
kbx368 Beiträge
Das war wohl zu philosophisch, entschuldige. Gläubige Menschen sind es gewohnt, auf alles eine Antwort zu haben oder zu bekommen; sie ertragen den Gedanken nicht, auf etwas die Antwort nicht zu kennen. Das hat es erst möglich gemacht, dass Religionen überhaupt entstanden sind. Und auf jede Frage, für die man keine passende Bibelerzählung hat, gilt die ultimative Antwort: Gott hat es so gewollt und seine Wege sind unergründlich. Wer kann dem schon widersprechen! (Warum wird eigentlich nie nach dem Ursprung und dem Sinn Gottes gefragt?)Dem ist nichts hinzuzufügen🙂
Ich kann mich hingegen sehr gut damit abfinden, dass ich nicht weiss, was der Sinn des Lebens ist und wo das Universum aufhört, wenn es denn überhaupt ein Ende hat. Ich kann damit leben, dass ich mir gewisse Dinge nicht erklären kann, denn ich bin bescheiden genug, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die höher sind als mein Verstand. Und ich kann meinen Nächsten lieben, ohne vorher von ihm wissen zu wollen, wen er anbetet oder mit wem er ins Bett steigt, denn ich beurteile Menschen danach, wie sie mich behandeln, und nicht danach, was sie in ihre Steuererklärung schreiben.
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