Swisscom verführt zu (il)legalen Downloads
22 Antworten4'923 AufrufeGestartet von texarkana ·
BusFahrer398 Beiträge
Diesen Vorwurf kann Swisscom-Sprecher Carsten Roetz nicht nachvollziehen. «Unsere Werbung richtet sich an Kunden, die ganz legal in Onlinestores Musik kaufen»,genau wegen solchen Aussagen hole ich mir meine Musik lieber als Torrent. Diese Musikschaffende Schweiz (auch die Mafiosi-Kollegen in anderen Ländern) verarschen ihre eigenen Kunden.
In der Swisscom Werbung ist z.B der iTunes Store gemeint
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #3
Via Torrent ist das ganze nur legal, solange Du jeglichen Upload abklemmst. Normalerweise wird jeder Torrent-Download mindestens solange für alle anderen Teilnehmer zur Verfügung gestellt, bis er bei Dir komplett ist. Während dieser Zeit handelst Du illegal. Saugst Du Musik über Stream oder One-Click-Hoster bist Du auf der sichereren Seite.
@texarkana: Der direkte Link wäre http://www.20min.ch/finance/news/story/-Swisscom-verfuehrt-zu-illegalen-Downloads--10330604
@texarkana: Der direkte Link wäre http://www.20min.ch/finance/news/story/-Swisscom-verfuehrt-zu-illegalen-Downloads--10330604
smid12'144 Beiträge
Was ich krass finde: 20min "zensiert" Kommentare.
Ich weiss, das Wort Zensur sollte man nicht einfach so verwenden. Aber bei unzähligen Artikeln gibt es neue Kommentare. Bei diesem warten offenbar 80 auf Freischaltung, der neuste ist von 15:04.
Entweder ist das Kommentar Team blind, oder jemand hat massiv Druck auf 20min gemacht. Es ist nicht das erste Mal, dass bei einem Copyright Artikel, wo die Meinungen klar sind, einfach abgeklemmt wird.
Ich weiss, das Wort Zensur sollte man nicht einfach so verwenden. Aber bei unzähligen Artikeln gibt es neue Kommentare. Bei diesem warten offenbar 80 auf Freischaltung, der neuste ist von 15:04.
Entweder ist das Kommentar Team blind, oder jemand hat massiv Druck auf 20min gemacht. Es ist nicht das erste Mal, dass bei einem Copyright Artikel, wo die Meinungen klar sind, einfach abgeklemmt wird.
Gelöschtes Mitglied 757
bearbeitet #5
Was wäre wenn im Gegenzug die Texte der Musiker entsprechend interpretiert würden?
Aber die Diskussion zeigt wie schwer es ist gute Verkaufsargumente für die grossen Abos zu finden. /emoticons/default_cool.png
Aber die Diskussion zeigt wie schwer es ist gute Verkaufsargumente für die grossen Abos zu finden. /emoticons/default_cool.png
robi6'764 Beiträge
bearbeitet #6
Via Torrent ist das ganze nur legal, solange Du jeglichen Upload abklemmst.Das kommt auf den Inhalt an. Ich zB. leeche und seede selbstverständlich nur Linuxdistributionen 🙂
magicfriend3'697 Beiträge
Manchmal frage ich mich schon, ob dies einfach nur grottenschlechte Agumentationstechnik ist oder einfach nur Verzweiflung? Es ist ganz klar: Die Piraterie gibt es. Jedoch das Angebot höherer Bandbreite 1:1 mit der Anstiftung zur Umgehung des Urheberrechts gleichzusetzen, das zeugt von einem Weitblick eines Maulwurfs. Oder von extremster Verzweiflung. Man will darauf eine Abgabe, genau gleich wie bei externen Datenträgern. Bei dieser Interpretation der Sachlage, könnte der "Verein der Verkehrsgeschädigten" genausogut von allen Importeuren von schnellen Autos eine Abgabe verlangen, wenn die Höchstgeschwindigkeit über 220 km/h möglich ist. Denn das sind alles potenzielle Raser hinter dem Steuer und müssen deshalb präventiv zur Kasse gebeten werden.
discokrueger1'581 Beiträge
Unclevere Aktion, so macht sich die Musikindustrie nur noch unbeliebter.
Grundsätzlich muss man aber schon unterscheiden:
Gesetzlich ist der Download von Sharehostern,Torrent (ohne upload),... zwar legal, moralisch aber verwerflich.
Egal ob Filme, Serien, Musik, Bücher: Das Zeug muss produziert werden, was Geld kostet. Alles gratis zu wollen, ohne es in irgend einer Form (Geld, Werbung, Daten) zu finanzieren, ist einfach nicht richtig.
Beim Pricing, Verteilung und Verfügbarkeit werden von der Branche viele Fehler gemacht, keine Frage. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass man alles gratis einfordern darf. Man sollte viel eher die Diskussion führen, was ein fairer Preis für einen Song / Album ist. Ich bin z.B. viel eher bereit für ein Album von Züri West 20.- zu zahlen, als für eins von Madonna, welche meine finanzielle Unterstützung nicht nötig hat, um weiter Musik zu machen.
Grundsätzlich muss man aber schon unterscheiden:
Gesetzlich ist der Download von Sharehostern,Torrent (ohne upload),... zwar legal, moralisch aber verwerflich.
Egal ob Filme, Serien, Musik, Bücher: Das Zeug muss produziert werden, was Geld kostet. Alles gratis zu wollen, ohne es in irgend einer Form (Geld, Werbung, Daten) zu finanzieren, ist einfach nicht richtig.
Beim Pricing, Verteilung und Verfügbarkeit werden von der Branche viele Fehler gemacht, keine Frage. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass man alles gratis einfordern darf. Man sollte viel eher die Diskussion führen, was ein fairer Preis für einen Song / Album ist. Ich bin z.B. viel eher bereit für ein Album von Züri West 20.- zu zahlen, als für eins von Madonna, welche meine finanzielle Unterstützung nicht nötig hat, um weiter Musik zu machen.
smid12'144 Beiträge
Ich hab moralisch kein Problem mir etwas zu laden, was ich nicht kaufen darf.
Ich bin es leid, über ein Jahr auf eine Serie zu warten oder gewisse Serien gar nicht zu sehen.
Über den "Ablasshandel" mit dem Teleclub Abo haben wir ja schon gesprochen. Ich denke, ich gebe sicher mehr für Content aus, als der Schitt.
Und mit solchen Aktionen muss ich mir mein "Ich kaufe CH Content" Prinzip nochmals überdenken.
Ich bin es leid, über ein Jahr auf eine Serie zu warten oder gewisse Serien gar nicht zu sehen.
Über den "Ablasshandel" mit dem Teleclub Abo haben wir ja schon gesprochen. Ich denke, ich gebe sicher mehr für Content aus, als der Schitt.
Und mit solchen Aktionen muss ich mir mein "Ich kaufe CH Content" Prinzip nochmals überdenken.
PlasmaP784 Beiträge
Niemand lädt in der Schweiz "gratis" Musik (oder Filme) runter. Dafür gibt es ja eben die Leerdatenträgervergütung. Ich zahle pro Musik-Stück also x-fach Gebühren (auf der Festplatte, auf der Backupfestplatte, der leeren CD, der leeren DVD, dem mp3-Player, auch auf dem HD-Rekorder etc etc.. Das scheint mir bei 99% der runtergeladenen Musik völlig ausreichend. Den Rest subventioniere ich bewusst mit einem CD-Kauf.
Gevatter197 Beiträge
zwar legal, moralisch aber verwerflich.
Wenn ich dran denke, dass ich mittlerweile bei jedem Datenträger, egal wofür ich den Speicherplatz benötige, eine Gebühr an die Suisa etc mitblechen darf, dann intressiert mich angebliche moralische Verwerflichkeit einen Feuchten offen gesagt. Als moralisch verwerflich möchte ich vielmehr bezeichnen, wenn sogenannte Künstler öffentlich Downloader einfach mal pauschal in die Illegalität abschieben (nennt sich üble Nachrede wenn man so will), oder wenn ich auf reine Datenträger Zwangsabgaben zahlen muss für irgendwelche Musiker, auch wenn ich damit nur die Datensammlung des örtlichen Schachvereins archivieren muss. Wie wenn ich beim Autokauf noch einen 1000er an die FIA geben müsste, weil man mit der Karre ja theoretisch auch ein Rennen fahren könnte.
Hört mir bitte auf mit "moralisch", moralisch verwerflich ist wenn ich der Oma im Tram meinen Platz nicht anbiete /emoticons/default_smile.png
Caracho442 Beiträge
Wenn ich dran denke, dass ich mittlerweile bei jedem Datenträger, egal wofür ich den Speicherplatz benötige, eine Gebühr an die Suisa etc mitblechen darf, dann intressiert mich angebliche moralische Verwerflichkeit einen Feuchten offen gesagtSehe ich ebenso, vieleicht sollten die lieben Künstler mal bei der Suisa anklopfen, die werden sich ihre Arbeit sicher gut bezahlen lassen, so das am Ende der Künstler nicht mehr viel bekommt.
discokrueger1'581 Beiträge
Niemand lädt in der Schweiz "gratis" Musik (oder Filme) runter. Dafür gibt es ja eben die Leerdatenträgervergütung. Ich zahle pro Musik-Stück also x-fach Gebühren (auf der Festplatte, auf der Backupfestplatte, der leeren CD, der leeren DVD, dem mp3-Player, auch auf dem HD-Rekorder etc etc.. Das scheint mir bei 99% der runtergeladenen Musik völlig ausreichend. Den Rest subventioniere ich bewusst mit einem CD-Kauf.Auf ne Festplatte, welche ich in meinem PC/NAS habe oder auf ne Speicherkarte, welche ich in mein Phone schiebe, zahle ich afaik keine Suisa-Gebühren.
Ich glaube auch nicht, dass Künstler die keine internationalen Superstars sind, von den rund 1.1 Rappen pro Album leben können, welche sie über diese Gebühr bekommen (64GB MP3-Player, Album mit 20 Songs).
Versteht mich nicht falsch, ich verurteile hier niemanden und viele bezahlen ja auch für das, was sie käuflich erwerben können. Ich wehre mich einfach gegen die "Ich will alles gratis-Mentalität", weil das auf lange Sicht nicht aufgeht.
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #14
@discokrueger:
Speicherkarte im iPhone = Tarif 4e http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4677&cHash=8526b2753d25278448f37171c5291b1d oder http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4541&cHash=d2224eff0ca59cd1af974b890abce3ee
Festplatten (egal ob extern oder intern):
Der "Nachweis" dürfte der SUISA nicht allzu schwer fallen.
Erstaunlich ist das auch unter dem Gesichtspunkt, dass "das höchste europäische Gericht pauschale Urheberrechtsgebühren auf leeren DVDs und MP3-Playern für illegal hält".
Steht hier: https://www.ktipp.ch/artikel/d/gebuehren-fuer-privatkopien-pauschalen-sind-illegal/
Speicherkarte im iPhone = Tarif 4e http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4677&cHash=8526b2753d25278448f37171c5291b1d oder http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4541&cHash=d2224eff0ca59cd1af974b890abce3ee
Festplatten (egal ob extern oder intern):
Die im Urheberrechtsgesetz geregelte Vergütung zugunsten der Kunstschaffenden wird seit 1992 pauschal auf jene Speichermedien erhoben, die zum Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken gebraucht werden. Das Parlament hat es bewusst so formuliert, dass das Gesetz unabhängig von der gerade aktuellen Technologie gilt. Zu Beginn waren dies Kassetten, heute eher CDs, Harddisk-Recorder oder MP3-Players. Grundsätzlich ist es so, dass jede neue Technologie zur privaten Speicherung von geschützter Musik, geschützten Filmen und Büchern vergütungspflichtig ist. Damit die Verwertungsgesellschaften eine Vergütung beantragen können, müssen sie jedoch zuerst nachweisen, dass die Medien zu diesem Zweck benutzt werden.Steht hier: http://www.swisscopyright.ch/de/fragen-und-antworten/privatkopie-und-leertraegerverguetung.html (Antwort auf 2. Frage)
Der "Nachweis" dürfte der SUISA nicht allzu schwer fallen.
Erstaunlich ist das auch unter dem Gesichtspunkt, dass "das höchste europäische Gericht pauschale Urheberrechtsgebühren auf leeren DVDs und MP3-Playern für illegal hält".
Steht hier: https://www.ktipp.ch/artikel/d/gebuehren-fuer-privatkopien-pauschalen-sind-illegal/
discokrueger1'581 Beiträge
bearbeitet #15
@discokrueger:Ich habe Speicherkarten gemeint, die ich in mein Android schieben kann.
Speicherkarte im iPhone = Tarif 4e http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4677&cHash=8526b2753d25278448f37171c5291b1d oder http://www.suisa.ch/de/kunden/tarifuebersicht/?tx_damdownloadcenter_pi1%5Bfile%5D=4541&cHash=d2224eff0ca59cd1af974b890abce3ee
Die Tarife wurden angepasst:
http://www.suisa.ch/fileadmin/user_upload/Downloads/Tarife/GT4f_Tarif_2013-2014.pdf
Ich finde die Abgabe auch bödsinnig, da die Einnahmen anders zustande kommen sollten. Ob es nun 1.1 oder 2 Rappen pro Album sind, macht am Schluss keinen Unterschied: kein Künstler kann davon leben und ich finde die mikrige Abgabe rechtfertigt es nicht, sich diese Inhalte gratis zu laden.
Eine breite Kulturlandschaft, in welcher auch kleinere oder lokale Künstler neben dem Mainstream überleben können, kostet halt was. Gerade schweizer Bands wie Züri West, Patent Ochsner,...welche ich sehr schätze und kulturell für wichtig halte, gäbe es nicht, wären nicht viele Leute bereit, einen fairen Preis für deren Musik zu zahlen.
Steht hier: http://www.swisscopy...verguetung.html (Antwort auf 2. Frage)Dieser Nachweis wird der Suisa sehr schwer fallen. Bei den heutigen Speichergrössen wird nur ein Bruchteil der Kapazitäten für Musik verwendet, viele Festplatten in Firmen haben kein einziges MP3 gespeichert.
Der "Nachweis" dürfte der SUISA nicht allzu schwer fallen.
Ob der europäische Gerichtshof die Abgabe für illegal hält ist mir auch egal. Sie gehört abgeschafft, alleine darum, weil sie einen Rechtfertigungsgrund liefert alles quasi gratis zu konsumieren und so die Verhandlungsposition der Rechteinhaber schwächt.
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #16
Interessanter Ansatz:
Würde die geltenden Gesetze dementsprechend verschärft, müsste gleichzeitig die Leerdatenträger-Vergütung aufgehoben werden. Man dürfte schliesslich nichts mehr legal kopieren. Spätestens beim Vollzug solcher Gesetze wissen wir alle, wie das enden kann.
Erst wenn die Musikschaffenden endlich einsehen, dass man mit Verboten nichts erreicht, werden auch die ehrlichen Konsumenten einlenken. Solange die aber aktiv am Zahlen gehindert werden (Geoblocking, Dienste gar nicht zulassen, DVD-Regionencodes etc) hält sich meine Moral diesbezüglich in äusserst engen Grenzen.
Solange ausgerechnet das Vorstandsmitglied Bligg trotz der aktuellen Gesetzslage "König der Jahreshitparade" (2009) werden kann, empfinde ich die aktuellen Äusserungen gegen Swisscom extrem heuchlerisch.
P.S. Zur Präzisierung: Dein erwähnter Tarif 4f gilt nur für Speicher die in Tablets eingebaut sind oder zusammen mit solchen Geräten an die Konsumenten abgegeben werden. Der von mir aufgeführte Tarif 4e "für Chipkarten (Flashspeicher) und Harddiscs, die in Mobiltelefonen eingebaut sind oder zusammen mit solchen Geräten an die Konsumenten abgegeben werden".
Ob der europäische Gerichtshof die Abgabe für illegal hält ist mir auch egal. Sie gehört abgeschafft, alleine darum, weil sie einen Rechtfertigungsgrund liefert alles quasi gratis zu konsumieren und so die Verhandlungsposition der Rechteinhaber schwächt.Durch das kriminalisieren des (privaten) Downloads stärken die Musikschaffenden ihre Verhandlungsposition meiner Meinung nach höchstens vordergründig. Sie dürften dann wenigstens die aktuellen unwahren Argumente ("illegale Downloads") weiterverwenden.
Würde die geltenden Gesetze dementsprechend verschärft, müsste gleichzeitig die Leerdatenträger-Vergütung aufgehoben werden. Man dürfte schliesslich nichts mehr legal kopieren. Spätestens beim Vollzug solcher Gesetze wissen wir alle, wie das enden kann.
Erst wenn die Musikschaffenden endlich einsehen, dass man mit Verboten nichts erreicht, werden auch die ehrlichen Konsumenten einlenken. Solange die aber aktiv am Zahlen gehindert werden (Geoblocking, Dienste gar nicht zulassen, DVD-Regionencodes etc) hält sich meine Moral diesbezüglich in äusserst engen Grenzen.
Solange ausgerechnet das Vorstandsmitglied Bligg trotz der aktuellen Gesetzslage "König der Jahreshitparade" (2009) werden kann, empfinde ich die aktuellen Äusserungen gegen Swisscom extrem heuchlerisch.
P.S. Zur Präzisierung: Dein erwähnter Tarif 4f gilt nur für Speicher die in Tablets eingebaut sind oder zusammen mit solchen Geräten an die Konsumenten abgegeben werden. Der von mir aufgeführte Tarif 4e "für Chipkarten (Flashspeicher) und Harddiscs, die in Mobiltelefonen eingebaut sind oder zusammen mit solchen Geräten an die Konsumenten abgegeben werden".
micromag84646 Beiträge
bearbeitet #17
Wir haben zu Hause sogar 2 Spotify Premium Abos.. Bereitschaft für Content zu bezahlen ist also da. Was hat das mit illegal zu tun?
Netflix würde ich für Filme/Serien auch abonnieren (oder VoD Flatrate bei Teleclub). Bis dann gibt es Uploaded.to...
Netflix würde ich für Filme/Serien auch abonnieren (oder VoD Flatrate bei Teleclub). Bis dann gibt es Uploaded.to...
sheimers422 Beiträge
Gerade schweizer Bands wie Züri West, Patent Ochsner,...welche ich sehr schätze und kulturell für wichtig halte, gäbe es nicht, wären nicht viele Leute bereit, einen fairen Preis für deren Musik zu zahlen.Die allermeisten Musiker können nicht vom Verkauf von Tonträgern leben. Wer davon leben will, muss jedes Jahr zehntausende Tonträger verkaufen. In der Schweiz gibt es viele tausend Berufsmusiker. Von denen können vielleicht zwanzig oder dreissig vom Verkauf ihrer Tonträgern leben. Alle anderen müssen täglich auftreten, Auftragsarbeiten anfertigen oder Musikunterricht erteilen. Man könnte den Verkauf von Musik auf Tonträgern oder kostenpflichtigen Downloads ganz einstellen, für 99.9% der Musiker würde das im Alltag gar nichts ändern. Ein Verbot der Downloads würde ein paar wenige Superstars noch reicher machen, die vielen anderen Musiker könnten immer noch nicht vom Verkauf der Tonträger leben.
discokrueger1'581 Beiträge
Erst wenn die Musikschaffenden endlich einsehen, dass man mit Verboten nichts erreicht, werden auch die ehrlichen Konsumenten einlenken. Solange die aber aktiv am Zahlen gehindert werden (Geoblocking, Dienste gar nicht zulassen, DVD-Regionencodes etc) hält sich meine Moral diesbezüglich in äusserst engen Grenzen.Das ist ja mehr oder weniger die Situation, welche wir heute in der Schweiz haben. Der Upload ist zwar verboten, bis jetzt wurden normale User aber auch dafür nicht rechtlich belangt. Solange es noch Leute gibt, die für die Musik zahlen können schweizer Künstler auch noch überleben. Ich befürchte jedoch, dass diese Spezies langsam am aussterben ist und die jüngeren Generationen viel weniger dazu bereit sind.
Bligg macht diese Aussagen ja in erster Linie als Vertreter schweizer Musiker. Ich mag ihn als Typ und seine Musik auch überhaupt nicht, aber das tut ja nix zur Sache.
Es gibt viele Varianten Künstler zu entschädigen, welche die richtige ist, ist Geschmakssache:
Ich z.B. wäre mit ner Kulturflatrate für 80.- pro Monat, bei welcher ich vielleicht noch über einen Teil des Betrages mitentscheiden könnte, an welche Kulturschaffende er geht, sehr zufrieden. Dies, da ich mir gewohnt bin für CD's, Videos, DVD's,... mindestens diesen Betrag pro Monat auszugeben. Vielen wäre dieser Betrag wohl zu hoch, da sie nicht soviel konsumieren oder sich von jung an gewohnt sind, alles gratis zu haben.
Ich hab schon bei der Zerschlagung von Napster gesagt, die Musikindustrie hätte Napster übernehmen und pro Song 20 Rappen verlangen sollen. Dann hätte sich niemand daran gewöhnt, alles gratis zu bekommen, sondern zu einem fairen Preis. Die MI war aber zu gierig und wir sehen ja, was dabei rausgekommen ist.
PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #20
Ich z.B. wäre mit ner Kulturflatrate für 80.- pro Monat, bei welcher ich vielleicht noch über einen Teil des Betrages mitentscheiden könnte, an welche Kulturschaffende er geht, sehr zufrieden.Grundsätzlich könnte ich mich mit einer solchen Kulturflatrate (z.B. pro Internet-Anschluss oder Haushalt) auch anfreunden.
Ich hätte aber zwei Bedingungen:
a ) Die erwähnte Leerdatenträger-Vergütung müsste dafür wegfallen
b ) Die Billag-Gebühr/Steuer für SRF müsste auf CHF 200 gesenkt werden, die Differenz zu den heutigen CHF 465 (=CHF 265) würde als Kulturflatrate verteilt.
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