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Swisscom kämpft schon wieder mit einer Störung

43 Antworten12'961 AufrufeGestartet von PlasmaP ·

PlasmaPThemenstart784 Beiträge
#1
Bei der Swisscom gibt es erneut eine Störung [Wie schon letzte Woche während mehrerer Tage].

Derzeit sind die Dienste Smart Business Connect und Managed Communication beeinträchtigt, wie es auf der Swisscom-Website heisst. Es handle sich dabei um eine schweizweite Störung. Es sei noch unbekannt, wann sie behoben sein wird.

Ein Schelm wer denkt, die IP-Telefonie hätte irgendwas damit zu tun 😉

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tosci5'731 Beiträge
bearbeitet #2
Business Connect ist sowieso ein unsägliches Produkt und von "Smart" weit entfernt. Wir hatten BCON während vier Jahren ebenfalls im Einsatz. Das Backend ist eine Katastrophe, ein Swisscom-Partner muss erst einen Kurs besuchen, bevor er es verkaufen und managen darf. Stabilität war schon früher ein übles Thema, ich kenne Kunden, die mehrmals tagelang nicht telefonieren konnten. Vom Preis sprechen wir mal auch nicht...

Seit zwei Jahren setzen wir nun die VirtualPBX von iWay ein - das Ding kann alles, einfach zu bedienen, günstiger und bisher sehr stabil.

Lieber Gruss

Tosci

tosci5'731 Beiträge
bearbeitet #3
Screenshot_20180115-173504.png

könnte noch länger dauern...

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frantic2'985 Beiträge
bearbeitet #4
Das ist schon verkehrte Welt! Hätte man vor ein paar Jahren nicht geglaubt...

- Swisscom ist plötzlich gut mit TV.

- Dafür bekommen sie ihr ehemaliges Kerngeschäft Festnetz-Telefonie nicht mehr in den Griff.  😱

creep2'589 Beiträge
#5
Das ist schon verkehrte Welt! Hätte man vor ein paar Jahren nicht geglaubt...
 
- Swisscom ist plötzlich gut mit TV.
- Dafür bekommen sie ihr ehemaliges Kerngeschäft Festnetz-Telefonie nicht mehr in den Griff. [emoji33]
hat eben nichts mehr mit Festnetz zu tun. Ist heute alles IP und entsprechend anfällig.
Analoges Festnetz ging früher immer, auch bei Stromausfall oder wenn das Internet nicht ging.
Heute mit IP geht dann alles nicht mehr, kein Internet, kein TV, kein Telefon. Wenns schlecht läuft auch kein Mobile, wenn das über die gleichen gestörten Leitungen läuft. Schöne neue Welt.


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frantic2'985 Beiträge
bearbeitet #6
hat eben nichts mehr mit Festnetz zu tun. Ist heute alles IP und entsprechend anfällig.
Analoges Festnetz ging früher immer, auch bei Stromausfall oder wenn das Internet nicht ging.
 
Auch Swisscom spricht heute noch von Festnetz: Die neue Festnetztelefonie von Swisscom

Einfach um zu unterscheiden vom Mobilnetz.

Dass die Technik dahinter mehrfach gewechselt hat, ist schon klar. Von analog, zu digital (ISDN), zu All-IP. Hat halt jede Technologie ihre Vor- und Nachteile. Ich hatte früher bei Cablecom auch schon Totalausfälle von Internet, Telefon, TV + Radio. Noch ohne All-IP. Aber mit geht es wahrscheinlich schneller und einfacher, einen Ausfall zu produzieren...

BloodMagic1'089 Beiträge
#7
Also es ist nicht so, dass IP Telefonie ein Hexenwerk ist oder so. Was mich stört ist, dass unser Geld mit der 51% Beteiligung in dem Saftladen hängt. 

roku732'920 Beiträge
#8
Also es ist nicht so, dass IP Telefonie ein Hexenwerk ist oder so. Was mich stört ist, dass unser Geld mit der 51% Beteiligung in dem Saftladen hängt. 
Wenn die Swisscom ein Saftladen ist, dann gibt es aber noch viele andere Saft-Megastores.

doom2'266 Beiträge
#9
Auch Swisscom spricht heute noch von Festnetz: Die neue Festnetztelefonie von Swisscom

Einfach um zu unterscheiden vom Mobilnetz.
Mit einem IMS im Hintergrund kann beides aber auf der gleichen Infrastruktur laufen. Wifi Calling und VoLTE ist auch nur IP Telefonie, und alle Anbieter wollen natürlich Geld sparen und nur noch eine statt zwei Infrastrukturen betreiben. Nur sind die Lösungen für Business Kunden etwas komplexer als die Lösungen für Privatkunden, das Eine kann also weiterlaufen während das Andere Macken macht. Ob das bei Swisscom der Fall ist weiss ich nicht - andere Anbieter haben die Umstellung auf IP Telefonie genutzt die Infrastruktur zu vereinheitlichen.

Ich war übrigens kürzlich mit einem Bekannten der als "Telefönler" arbeitet Essen und wir kamen auf SIP Trunks. Sie verbauen als Swisscom Partner mehrheitlich Swisscom Lösungen, aber je nach Kundenwunsch kommen auch andere Trunks zum Einsatz. Und seiner Erfahrung nach (bzw er ist Leiter Engineering.. gilt also für die ganze Equipe) ist dass die Swisscom Trunks öfters gestört sind als die Trunks anderer Business Anbieter (eine Aussage die ich jetzt schon von mehr als einem Systemintegrator gehört habe). 

An was das nun liegt ist schwer zu beurteilen und es bringt nix sich hier auf die Äste rauszulassen, aber Entscheidungsträger tun gut daran mal vom "mit Swisscom kann man nix falsch machen" abzukommen. Bei IBM ist das auch schon lange nicht mehr der Fall, Cisco eigentlich auch nicht mehr (oder zumindest teilweise) - die Zeiten wo ein Anbieter immer die Beste Lösung war sind vorbei.

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BloodMagic1'089 Beiträge
#10
Wenn die Swisscom ein Saftladen ist, dann gibt es aber noch viele andere Saft-Megastores.
Ich habe selber schon bei der Swisscom gearbeitet. Ich habe noch keine Firma gesehen wo so viel über "Mein Papa ist der und der darum werde ich jetzt Chef" und wo es weniger darum geht wie gut man ist sondern mehr wie lange man dort arbeitet. Ist halt eher ein Bundesbetrieb als Privatwirtschaft und wenn dann halt mal ein Grossausfall ist merkt man, dass man Sachen vernachlässigt hat und viel zu viele Mitläufer und viel zu wenig Spezialisten Knowhow hat.

magicfriend3'697 Beiträge
#11
Ich habe selber schon bei der Swisscom gearbeitet. Ich habe noch keine Firma gesehen wo so viel über "Mein Papa ist der und der darum werde ich jetzt Chef" und wo es weniger darum geht wie gut man ist sondern mehr wie lange man dort arbeitet. Ist halt eher ein Bundesbetrieb als Privatwirtschaft und wenn dann halt mal ein Grossausfall ist merkt man, dass man Sachen vernachlässigt hat und viel zu viele Mitläufer und viel zu wenig Spezialisten Knowhow hat.
Schätze deine Beiträge. Doch diese Meinung kann ich ganz und gar nicht teilen. Bin zwar auch schon ein paar Jahre nicht mehr dabei, kenne aber noch einige, die dort arbeiten und kann durchaus einschätzen, was geleistet wird. Swisscom und Bundesbetrieb? Sorry, dann hast du entweder in einer geschützten Werkstatt gearbeitet oder warst nicht bei der gleichen Firma. Mit "Papa-Bonus" und "du bist lange da und wirst nun Chef" hatte man allenfalls noch bis 2005 was am Hut. Doch die Zeiten sind lange vorbei. Habe selten eine Schweizer Firma erlebt, die so auf Shareholder Value aus und daher auch auf Produktivität getrimmt ist. Das nimmt mitunter groteske Züge an. Nicht zuletzt deswegen läuft nun einiges schief, da nicht mehr das Know-How vorhanden ist in der Fülle, das man für einen guten Service braucht. Swisscom macht vieles auch nicht mehr gut. Doch immer noch einiges weniger schlecht als andere.

BloodMagic1'089 Beiträge
#12
Schätze deine Beiträge. Doch diese Meinung kann ich ganz und gar nicht teilen. Bin zwar auch schon ein paar Jahre nicht mehr dabei, kenne aber noch einige, die dort arbeiten und kann durchaus einschätzen, was geleistet wird. Swisscom und Bundesbetrieb? Sorry, dann hast du entweder in einer geschützten Werkstatt gearbeitet oder warst nicht bei der gleichen Firma. Mit "Papa-Bonus" und "du bist lange da und wirst nun Chef" hatte man allenfalls noch bis 2005 was am Hut. Doch die Zeiten sind lange vorbei. Habe selten eine Schweizer Firma erlebt, die so auf Shareholder Value aus und daher auch auf Produktivität getrimmt ist. Das nimmt mitunter groteske Züge an. Nicht zuletzt deswegen läuft nun einiges schief, da nicht mehr das Know-How vorhanden ist in der Fülle, das man für einen guten Service braucht. Swisscom macht vieles auch nicht mehr gut. Doch immer noch einiges weniger schlecht als andere.
Ich gebe zu, dass es fast 10 Jahre her ist. Ich habe damals einfach erlebt wie dort extrem viele Leute noch ihre letzten 10 Jahre absitzen vor der Pensionierung. Viele hatten immer noch die Einstellung von einem Bundesbetrieb (wo sie ja auch herkamen) und befördert wurde wer connections hatte oder wer schon ewig dabei war. Das habe ich so extrem in der Privatwirtschaft nie mehr erlebt. Auch wie höheres Alter = mehr Lohn bedeutete und nicht mehr knowhow/value gleich mehr Lohn war habe ich so in der Privatwirtschaft, schon gar nicht in technologie Firmen nie mehr gesehen. Bei mir hiess es als 25 Jähriger immer: Du bist noch so jung, du kannst noch nicht so viel verdienen - komischerweise habe ich das bei keiner Station mehr gehört und habe einen Lohnsprung von fast 50% gemacht beim Wechsel. 

Das waren einfach extrem viel altbackene Einstellungen und passten kein bisschen zu einem technologie Konzern aus der Privatwirtschaft

PlasmaP784 Beiträge
bearbeitet #13
Ich glaube nicht, dass die Swisscom Entschädigungen auszahlt, wie Jean-Claude Frick Telecomexperte beim Vergleichsdienst Comparis im Interview verlangt:

Um das Vertrauen in die Internet-Telefonie der Swisscom wieder herzustellen, braucht es jetzt eine rasche und grosszügige Antwort. Die Swisscom muss die betroffenen Geschäftskunden entschädigen und ihnen aufzeigen, wie die Swisscom in Zukunft solche Probleme verhindern kann.
Quelle: http://www.20min.ch/finance/news/story/AT--Swisscom-hat-schon-wieder-Probleme-25185294

olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #14
Das waren einfach extrem viel altbackene Einstellungen und passten kein bisschen zu einem technologie Konzern aus der Privatwirtschaft


Also diese Zeiten sind definitiv vorbei. Ist ja schon möglich, dass dies bis vor 8-10 Jahren in gewissen Bereichen der Swisscom noch so war. Auch heute kann man den vergangenen Geist einer geschützten Werkstatt da und dort noch erahnen, oder meint zumindest spüren wo das eine oder andere her kommt. Ich komme ja aus einem anderen Umfeld und arbeite in einer spezialisierten Ecke der Swisscom, die jetzt nichts mit Netz oder Privatkundengeschäft zu tun hat. Bei uns ist das definitiv nicht so, dass man als Papasöhnchen oder Mamitöchterchen weiter kommt, als durch eigene Leistung. Und sich in einem geschützten Umfeld zu wähnen oder die Pension abzuwarten, da ist man ziemlich falsch gewickelt...

BloodMagic1'089 Beiträge
#15
Also diese Zeiten sind definitiv vorbei. Ist ja schon möglich, dass dies bis vor 8-10 Jahren in gewissen Bereichen der Swisscom noch so war. Auch heute kann man den vergangenen Geist einer geschützten Werkstatt da und dort noch erahnen, oder meint zumindest spüren wo das eine oder andere her kommt. Ich komme ja aus einem anderen Umfeld und arbeite in einer spezialisierten Ecke der Swisscom, die jetzt nichts mit Netz oder Privatkundengeschäft zu tun hat. Bei uns ist das definitiv nicht so, dass man als Papasöhnchen oder Mamitöchterchen weiter kommt, als durch eigene Leistung. Und sich in einem geschützten Umfeld zu wähnen oder die Pension abzuwarten, da ist man ziemlich falsch gewickelt...
Klingt irgendwie als ob du nicht bei der Swisscom in Bern arbeitest. Da war es massiv ausgeprägt. In Zürich wo ich auch ab und an war, kannte ich das Verhalten viel viel weniger

olifaessler4'260 Beiträge
#16
Klingt irgendwie als ob du nicht bei der Swisscom in Bern arbeitest. Da war es massiv ausgeprägt. In Zürich wo ich auch ab und an war, kannte ich das Verhalten viel viel weniger
Kommt wahrscheinlich vor allem auch drauf an in welcher Geschäftseinheit du bist. Da gibt es schon noch rechte Unterschiede, und ja in gewissen Bereichen in Bern könnte man manchmal meinen es tickt noch allles wie vor 10-20 Jahren. Ist wohl auch eine Generationenfrage. Aber heute weht an den meisten Orten schon lang ein anderer Wind.


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PlasmaP784 Beiträge
#17
Heureka: Swisscom findet den Fehler

...Swisscom teilt heute Mittwoch mit, man habe die Ursache für die Probleme gefunden. "Ein Fehler in der Lieferantensoftware," heisst es in einer Pressemitteilung. Wer der Lieferant der Software ist, teilt Swisscom nicht mit.

Letzten Herbst teilte der US-Software-Hersteller Broadsoft mit, Swisscom erweitere Smart Business Connect mit Software aus seinem Haus. Ob die Erweiterungen von Broadsoft – künftig übrigens eine Cisco-Tochter – bereits in der VoiP-Lösung von Swisscom eingebaut ist oder allenfalls sogar die Ursache der Probleme sind, weiss man nicht. Swisscom-Sprecher Armin Schädeli wollte darüber keine Auskunft geben.

Kulanz: Swisscom-Kunden sollen sich melden
Swisscom verspricht betroffenen Kunden "Kulanz". Gemäss Schädeli sollen sich Kunden, die von den Ausfällen betroffen sind, und in deren Verträge keine Entschädigungen bei Service-Unterbrüchen festgelegt sind, beim Swisscom-Support melden. Es wird sich also lohnen, allfällige Umsatzausfälle und ähnliche Unbille wegen des Swisscom'schen VoiP-Desasters zu reklamieren.

Quelle und vollständiger Artikel samt Video mit Swisscom Infrastruktur-Chef Heinz Herren:

http://www.inside-it.ch/articles/49940

PlasmaP784 Beiträge
#18
Da man die eigenen Beiträge in diesem Forum anscheinend nach einer gewissen Zeit nicht mehr editieren kann, hier die Korrektur von Swisscom-Sprecher Armin Schädeli:

Betroffene Kunden müssen sich nicht bei Swisscom melden. Swisscom werde in Bezug auf Kulanz auf die Kunden zugehen.

Das wurde im oben verlinkten inside-it.ch-Artikel heute hinzugefügt.

schnuerbel1'837 Beiträge
bearbeitet #19
@frantic und @creep bringens eigentlich auf den Punkt:

Vor der Umstellung auf IP-Telefonie hätte die Swisscom analysieren müssen, welche Verfügbarkeit sie für Internet-Dienstleistungen erbringen kann. 99.5% mag i.O. sein für Deppen-Bluewin-Internet. Aber das genügt einfach nicht für Telefonie. Hier sind 4- oder 5-Niner gefragt (Ausfall < 1h pro Jahr) - und das waren wir uns eigentlich von der non-IP-Telefonie seitens Swisscom gewöhnt.

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tosci5'731 Beiträge
#20
Da man die eigenen Beiträge in diesem Forum anscheinend nach einer gewissen Zeit nicht mehr editieren kann (...)
Und das ist auch richtig so: Denn sonst könntest Du jahrealte Beiträge editieren und behaupten, Du hättest das ja schon immer so gesagt. Weiter könnten Threads völlig unsinnig werden, weil man den Text mit ein paar Pünktchen "löschen" könnte - alles schon erlebt. Also lasse bitte solche unterschwelligen Vorwürfe gegenüber uns als Forumsbetreiber einfach sein.

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