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Internet mit 25 Gbit/s von Init7

62 Antworten18'809 AufrufeGestartet von millernet ·

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #41
Hier gibts noch unseren Helden "Fredy" im Digitec Podcast
Nein, nicht mein Held, aber bitte.

Hab mich förmlich durchgequält. Nur Audio, die selbstzufriedene optische Inszenierung ist nicht jedermanns Ding. 😉

Inhaltlich gibts IMO gar wenig her. Er erklärt dem Hansli, inklusive die beiden sich offenbar als "Nerds" begreifende Mikrofonhalter, die durch Ahnungslosigkeit glänzen, Internet und die Welt. Ein glänzender Verkäufer seiner selbst, kein Zweifel, dürfte hier anschaulich sein, wie er sich am liebsten selbst hört.

Über grössere Längen erstaunlich objektiv, um dann gegen Ende in der üblichen fatalen Eindimensionalität zu landen, "Swisscom ist schuld". Erklärungen dazu sind bekanntlich nicht nötig ... Das übliche anti-kapitalistische Geschwafel mit Linksspin gibt es umsonst dazu. 😀

Und, der Überbuchungsfaktor steigt. Ein Versprecher, eine Panne? Mindestens 100Gbit Anschluss an die POPs, wird präzisiert.

Und, DEIN Held millernet, bestätigt ausdrücklich, dass XGS-PON ein Mass der kommenden Dinge ist. Nimms zur Kenntnis. Wie "Kacke" du das auch immer findest.

2× hilfreich
magicfriend3'697 Beiträge
#42
Wo soll das alles hinführen? Privatanschlüsse mit 25 Gbit oder gar bald 100? Während die auf Kupfer mit g.fast oder schlimmer noch, Vectoring, mit 200 - 300 Mbits dahindümpeln? Also bevor sich die marketingstrategisch ins Abseits schiessen, sollten sie zuerst mal das gesamte Netz auf einen Standard von 1 Gbit bringen. Wenn nicht mit Kupfer, dann mit Glas für fast Jedermann. Aber da sind wir ja mal wieder in einem Rechtsstreit...

smid12'144 Beiträge
#43
Ich finde den Digitec Podcast einfach lustig. Die sind noch viel nerdiger als wir und fluchen auch noch mehr 🙂

BloodMagic1'089 Beiträge
#44
Wo soll das alles hinführen? Privatanschlüsse mit 25 Gbit oder gar bald 100? Während die auf Kupfer mit g.fast oder schlimmer noch, Vectoring, mit 200 - 300 Mbits dahindümpeln? Also bevor sich die marketingstrategisch ins Abseits schiessen, sollten sie zuerst mal das gesamte Netz auf einen Standard von 1 Gbit bringen. Wenn nicht mit Kupfer, dann mit Glas für fast Jedermann. Aber da sind wir ja mal wieder in einem Rechtsstreit...
Korrekt - vor allem find ichs immer wieder toll, dass man bei diversen Providern für 39 CHF Fiber 10 Gbit/s bekommt aber auf Kupfer das Maximum von +- 500 Mbit/s mehr kostet. Danke Swisscom!

millernet724 Beiträge
#45
Korrekt - vor allem find ichs immer wieder toll, dass man bei diversen Providern für 39 CHF Fiber 10 Gbit/s bekommt aber auf Kupfer das Maximum von +- 500 Mbit/s mehr kostet. Danke Swisscom!


Das ist genau, was Künzler mit der MaxFix-Garantie sagen will: Die Kosten des Anschlusses bemessen sich nicht nach der angebotenen Geschwindigkeit, sondern aus den Bau- und Bereitstellungskosten des Anschlusses selbst. Die Kosten von Swisscom sind für 100/300/500 oder 10'000 Mbit/s gleich. Bei G.fast sogar noch etwas höher, da mehr aktive Hardware verbaut ist, welche Strom benötigt. Bei XGS-PON kommen die hohen Initialkosten hinzu. Aus meiner Sicht sollten sich die Anbieter von diesem Geschwindigkeitswahnsinn lösen und an jedem Standort einfach das maximale Leistungsprofil bereitstellen. Ich kenne nur GGA-Maur, welche sich zu einem solchen Schritt durchringen konnte. Was nützen mir Service Profile von 10'000 Mbit/s, wenn mein Access Profil effektiv nur 100/32 oder 500/100 bringt? Eigentlich gar nichts. Dann kann ich gleich MaxFix machen oder zumindest mit 100 und 300 Mbit/s aufräumen und ein Kupfer- und Glasfaser-Access-Profil mit sinnvoller Preisgestaltung verkaufen. z.B Max Fix Kupfer für 70.- und MaxFix Glasfaser für 80.- Fr. 

Gelöschtes Mitglied 757
#46
Die Fixpreis-Abos haben aus meiner Sicht zwei Seiten. Klar ist schön, wenn man die maximal mögliche Leistung einer Technologie zu einem Fixpreis bekommt. Würde aber auch behaupten, dass das Prinzip mit einer früheren Technologie so nicht funktioniert hätte, da der Service nicht im Vergleich der Kapazität zugenommen hat.

Zudem ist ein solcher Ansatz für alle nicht interessant, die bisher weniger bezahlt haben. Ist wie bei den Autos, die einen wollen mehr Auto und zahlen auch mehr, andere setzen bewusst auf weniger Auto und kommen günstiger weg. Ein Einheitsauto wäre für den einen oder anderen zu teuer.

doom2'266 Beiträge
#47
Nun ja, Einheitsauto ist jetzt wohl der Falsche Vergleich. Je nachdem für was das Auto gebraucht wird macht etwas anderes Sinn (mal abgesehen von Form und Farbpräfetenzen - was es so bei Internet Abos gar nicht gibt).

Die beiden grössten Anbieter haben jeweils 3 Abogrössen. Denke mit dem Ziel die Leute in Richtung des Mittleren zu steuern (wieviele Prozent welches Abo haben wird ja nicht verraten). Wenn man da die 50.- von Salt fürs volle Package als Referenz nimmt, kann sich kaum einer beklagen beim One Size Fits All.

ich behaupte jetzt einfach mal der Preis fürs Low End Abo bei den beiden grossen ist das was ihnen reichen würde, die höheren Abos ist Kaufkraft abschöpfen. Und Swisscom hat gerade ne Aktion mit One Price Fits all 🤔

Gelöschtes Mitglied 757
#48
Ich finde den Vergleich gar nicht mal so schlecht. Dazu reduziere ich aber das Auto auf seinen eigentlichen Zweck, in einer bestimmten Zeit von A nach B zu kommen. Die Internetanbindung sorgt im Prinzip auch nur dafür dass die Daten schlussendlich von A nach B kommen.

Nahezu alle Autos könnten im Prinzip schneller fahren als es der Alltag zulässt. Der Datenalltag sieht in etwa ähnlich aus.

Mit anderen Worten, man kann egal welches Auto kaufen und kommt im Alltag zur gleichen Zeit an und man kann sich unterschiedliche Datenabos lösen und merkt oft keinen wirklichen Unterschied. Aber so Vergleiche kann man drehen und wenden wie man will. 😎

Kurz, der Salt-Preis von 49.- ist weiterhin toll. Wenn jemand vorher 20Fr. bezahlt hat und damit zufrieden war ist es trotzdem teuer. Das will ich sagen. Der Einheitspreis unabhängig von Technologie und Geschwindigkeit mag der Wahrheit entsprechen, trotzdem wird es für die Finanzschwachen oder Bescheidenen eher teurer.

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magicfriend3'697 Beiträge
#49
Ich bin schon auch der Meinung, dass man für ein Produkt mehr bezahlt, wenn man mehr davon hat. Und bei einem Speed von 1 Gbit habe ich persönlich sicher mehr davon, als wenn ich jetzt nur 100 Mbit habe. Aber das ist sicher keine einfache Diskussion. Die Schweizer*innen sind es sich einfach gewohnt, je nach Speed mehr zu bezahlen. Nur habe ich ein Problem, wenn in der Nachbarstadt Glas zur Verfügung steht und man mit Salt oder Yallo CHF 39 bezahlt (notabene inklusive teilweise mit TV). Dann hat man garantiert über 1 Gbit und ich dümple mit g.fast bei 300 Mbit rum und bezahle bei einem der günstigsten Anbieter CHF 49. Die Schere tut sich immer mehr auf und das gilt es zu verhindern.

olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #50
Ich bin schon auch der Meinung, dass man für ein Produkt mehr bezahlt, wenn man mehr davon hat. Und bei einem Speed von 1 Gbit habe ich persönlich sicher mehr davon, als wenn ich jetzt nur 100 Mbit habe. Aber das ist sicher keine einfache Diskussion. Die Schweizer*innen sind es sich einfach gewohnt, je nach Speed mehr zu bezahlen. Nur habe ich ein Problem, wenn in der Nachbarstadt Glas zur Verfügung steht und man mit Salt oder Yallo CHF 39 bezahlt (notabene inklusive teilweise mit TV). Dann hat man garantiert über 1 Gbit und ich dümple mit g.fast bei 300 Mbit rum und bezahle bei einem der günstigsten Anbieter CHF 49. Die Schere tut sich immer mehr auf und das gilt es zu verhindern.
Einverstanden. Ob man 1GBit, 10GBit oder 25GBit Bandbreite hat dürfte für 99,99% der User keinen Unterschied machen. Interessanter sind die Unterschiede im unteren Segment, für die, welche gerne etwas sparen möchten und denen sagen wir 100Mbit genügen. Sinnvollerweise gäbe es 3 Profile: 5-10MBit (Am Besten im "Anschluss" inbegriffen) für den Video-Chat mit den Enkelkindern, etc. oder damit Mutter/Grosmutter mal 20Min auf dem iPad lesen mit der Familie chatten und deren Fotos anschauen können, dann 100Mbit für sparsamen Normaluser und 1GBit+ für den Poweruser. 

doom2'266 Beiträge
#51
Die Schweizer*innen sind es sich einfach gewohnt, je nach Speed mehr zu bezahlen.
Das ist jetzt aber sehr plakativ. Dinge verändern sich rasch im Telko Markt. Vor 20 Jahren wäre niemand auf die idee gekommen dass SMS mal quasi in jedem Abo drin sind. Dasselbe gilt für Voice Flatrates, Data Flatrates, Roaming Flatrates. Gewohnheiten ändern sich rasch. Klar gibt es Provider die bieten für 20-30 Stutz ein Internet Abo an, aber bleiben wir realistisch: was haben diese Provider für einen Marktanteil? Die Referenz im CH Markt sind Swisscom und Sunrise-UPC. Mit dem UPC/Sunrise Merger gibts nur noch gerade noch 2 Anbieter mit einem Marktanteil der nicht unter "irrelevant" läuft: Salt, und QL (nur regional). Davon haben 2 ein 3-stufiges Internet Portfolio mit den bekannten Tricks um die Leute zum gewünschten Abo zu steuern: das mittlere Abo hat ein massiv besseres Preis/Leistungsverhältnis als das Kleinste, also nehmen viele Leute unbewusst das teurere Abo weil sie denken damit einen besseren Deal zu bekommen. Wir hier im Forum sind da nicht relevant - wir wissen wieviel Bandbreite wir benötigen, aber der 08/15 User weiss das nicht. Klar würden die Sparfüchse grummeln (und die Power User jubeln) wenn es nur noch 1 Tier gäbe, aber die Mehrheit der Kunden würde das nicht betreffen, die haben eh schon das mittlere Abo (ich gehe davon aus dass Provider wenn sie nur noch 1 Abo hätten, den Preis des mittleren behalten würden damit sie finanziell möglichst keine Einbussen erleiden).

Nur habe ich ein Problem, wenn in der Nachbarstadt Glas zur Verfügung steht und man mit Salt oder Yallo CHF 39 bezahlt (notabene inklusive teilweise mit TV). Dann hat man garantiert über 1 Gbit und ich dümple mit g.fast bei 300 Mbit rum und bezahle bei einem der günstigsten Anbieter CHF 49. Die Schere tut sich immer mehr auf und das gilt es zu verhindern.
Sind nicht die meisten Glasfaserausbauten Kooperationen? D.h. die Gemeinde/Kanton hat Geld in die Finger genommen. Das Swisscom mitmacht wo es für sie kommerziell Sinn macht, liegt auf der Hand, insbesondere wenn das Netz dann in einer Topologie gebaut wird, das der Swisscom entgegenkommt (also z.b. Terminierung der Fasern in der Swisscom Ortszentrale). Ein allgemeiner und fairer Ausbau der Breitbandabdeckung ist kein Auftrag den die Swissscom hat. Falls man das wünscht, müsste das auf politischem Weg geschehen. Der Bund ist ja Mehrheitsaktionär der Swisscom, d.h. er hätte es in der Hand der Swisscom andere Ziele zu setzen. Die Alternative sind weitere ortsgebundene Ausbauten mit Kooperation - da liegt es aber an den Bürgern da das Portemonnaie aufzumachen.

P.S. aktuelle BBCS Preisliste. Unterschied zwischen dem tiefsten Profil: 2/4mbit (22.-) und dem schnellsten Kopfer Profil (500/100 - 30.-) sind 8.-. Die Preise sind auch bei Swisscom fast dieselben unabhängig der Bandbreite. Die Leitung kostet nun mal gleichviel, egal wieviel drüber läuft. Und der Rest ist nur Peanuts im Vergleich dazu.

@olifaessler: dein 5-10mbit Abo kriegst du quasi nicht unter 30.-, da ist es nicht mehr weit zum Salt Abo wenn du es im Kombi nimmst. Und die Realität hat und schon fast eingeholt - Swisscom hat momentan eine Aktion: alles für 59.-. Sunrise hat immer wieder Aktionen (hab 45.- im Kopf), Wingo hat 49.- fürs Giga, Green ebenfalls, Yallo 39.- im Kombi, Iway 59.- Man sieht schon eine Tendenz: 60.- ist bereits teuer für ein Giga. Da braucht es das Middle Tier das sonst genau in der Preisspanne 60-70.- landet nicht mehr.

CHnuschti753 Beiträge
#52
Sind nicht die meisten Glasfaserausbauten Kooperationen? D.h. die Gemeinde/Kanton hat Geld in die Finger genommen. Das Swisscom mitmacht wo es für sie kommerziell Sinn macht, liegt auf der Hand, insbesondere wenn das Netz dann in einer Topologie gebaut wird, das der Swisscom entgegenkommt (also z.b. Terminierung der Fasern in der Swisscom Ortszentrale). Ein allgemeiner und fairer Ausbau der Breitbandabdeckung ist kein Auftrag den die Swissscom hat. Falls man das wünscht, müsste das auf politischem Weg geschehen. Der Bund ist ja Mehrheitsaktionär der Swisscom, d.h. er hätte es in der Hand der Swisscom andere Ziele zu setzen. Die Alternative sind weitere ortsgebundene Ausbauten mit Kooperation - da liegt es aber an den Bürgern da das Portemonnaie aufzumachen.


Würde ich unterschreiben.

Finde das Genöle um Swisscom diesbezüglich eben darum auch als etwas gar billig. Pflicht für Ausbau gibts nun mal nicht oder allenfalls am Rande im Rahmen der Grundversorgung. Und dass Swisscom jede Akrobatik anwendet, um seine Pfründe zu sichern, ist wohl stossend, legitim ist es allemal. Und, die vereinigte Bundesversammlung in seiner Mehrheit findet die Swisscom ja ausdrücklich ganz super toll -Künzlers Partei inbegriffen 😉 -, unterstützt letztlich die Abblock-Grundausrichtung gegen Drittanbieter, wenn die SC x Milliarden pro Jahr in das Budget reinspült. Da sind dann die Begleitumstände offenbar wurscht.
Der "nölende" User hat es in der Hand, in der eigenen Gemeinde ein Ausbau in Kooperation oder gar im Alleingang anzustossen. Kostet dann halt was.

Ich denke, der Swisscom-Ausbau bis 2025, insbesondere jener des FTT-nicht-H, hat letztlich die Strategie, allfälligen Kooperationen den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist unter dem Strich wohl lukrativer für die Swisscom. Wenns denn "günstige" Kooperationen gibt bzw. diese "aufgezwungen" werden, nimmt man halt die als zweitbeste Option, um sich  Marktanteile zu sichern.

Der FTTH-aber-PM2P Ausbau, der bei der WEKO unter Beschuss ist, ist in dem Lichte nur "folgerichtig", aus Swisscom-Sicht.

Gelöschtes Mitglied 757
#53
Nur habe ich ein Problem, wenn in der Nachbarstadt Glas zur Verfügung steht und man mit Salt oder Yallo CHF 39 bezahlt (notabene inklusive teilweise mit TV). Dann hat man garantiert über 1 Gbit und ich dümple mit g.fast bei 300 Mbit rum und bezahle bei einem der günstigsten Anbieter CHF 49.
Ist vielleicht auch nicht ganz richtig sowas zu vergleichen. Klar, aus Sicht der Kundeschaft gehört sich das so, nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen könnte das "Äpfel mit Birnen vergleichen" sein. Schätze mal, dass das reine Glas eben einfach die günstigste Art der Anbindung ist. Nur eben der Schritt dorthin ist so teuer und will man umgekehrt als Kunde auf einer niederen Technologie wie ADSL2+ oder VDSL verbleiben um dann FTTH vielleicht etwas früher zu bekommen? Dann nehme ich doch lieber die 100MBit/s anstelle einer 40MBit/s Leitung.

doom2'266 Beiträge
#54
vor 48 Minuten schrieb Schlummi: Nur eben der Schritt dorthin ist so teuer und will man umgekehrt als Kunde auf einer niederen Technologie wie ADSL2+ oder VDSL verbleiben um dann FTTH vielleicht etwas früher zu bekommen? Dann nehme ich doch lieber die 100MBit/s anstelle einer 40MBit/s Leitung.
Das wird Swisscom auch nicht in ihrem G.Fast Ausbau stoppen - gibt immer irgendwelche die halt doch ein höheres Abo wollen. 

magicfriend3'697 Beiträge
#55
Ja, die BBCS-Preisliste ist aus der Sicht der Provider auch gegeben und fair. Der Preisunterschied ist marginal und für die Kunden würde es sich eigentlich nicht rechtfertigen, wenn man diesen Aufwand betrachtet, für mehr Bandbreite auch deutlich mehr zu verlangen. Viele Provider sind da auch schon sehr innovativ. Meiner gab mir laufend mehr Bandbreite für den gleichen Preis. Fair und zuvorkommend.

Kommen wir aber zurück zum Preiskampf mit den Glasfaseranschlüssen. Es ist für mich ein Wildwuchs. Kooperationen hin oder her. Glück hat, wer ein Glasfasernetz an seinem Wohnort hat und zudem den Provider noch frei wählen kann. So müsste es nämlich sein. Die Anschlüsse zu festen Preisen an andere Provider weiter zu geben. Es gibt aber noch sehr viele weisse Flecken auf der Schweizer Landkarte. Ich könnte Glas haben, jedoch wäre ich auf Gedeih und Verderb dem Angebot meines Energieversorgers ausgeliefert. whitelabel Lösung, die erst noch viel zu teuer ist. Gehe sogar so weit, dass auch UPC-Sunrise ihr Kabelnetz an interessierte Provider untervermieten müsste.

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Gelöschtes Mitglied 757
#56
Das wird Swisscom auch nicht in ihrem G.Fast Ausbau stoppen
und das ist auch gut so. Sonst bin ich alt und grau bis ich zügiges Internet bekommen habe. 😉

millernet724 Beiträge
#57
@magicfriend Du hast Luxusprobleme und gemäss meinen schwammigen Erinnerungen die Auswahl zwischen UPC, Swisscom BBCS und "Energieversorger", vermutlich mit Quickline. Quickline ist eine ware Mafia 😆 Dort wird teilweise noch GPON gebaut und keinerlei Kooperationsmodelle eingegangen. Gewisse Energieversorger oder Kabelnetzbetreiber sind allerdings schlauer und lassen zumindest 3 - 4 andere Provider aufs Netz.

Wir sprechen in diesem Forum von typisch schweizerischen Luxusproblemen. Statt sich über den guten Ausbau zu freuen, wird gemotzt, gejammert und geklagt. Der Breitbandausbau hat in der Schweiz einen sehr guten Stand und wir zählen zu den an den besten vernetzten Ländern weltweit (https://www.comcom.admin.ch/comcom/de/home/dokumentation/zahlen-und-fakten/breitbandmarkt/breitband-uebertragungsraten.html   ) : 

image.png

Und dies trotz vergleichsweise geringem FTTH Ausbau von knapp 30 -40% (je nach Quelle).

Die Marktsituation wird in einem Artikel der NZZ gut beschrieben (https://www.nzz.ch/technologie/ftth-ausbau-in-der-schweiz-drueckt-auf-preise-ld.1584811 ) : 

  • Infrastrukturmonopol in Hemberg (Klasse 3, Kupfernetz resp. "BBCS only"): Im Dorfkern gibt es die maximalen 100 Mbit/s für 55 Franken im Monat. Am günstigsten geht dies mit einem Angebot von Sunrise via Swisscom-Infrastruktur.
  • Duopol in Olten (Klasse 2, Kabel & Kupfernetz): In der Solothurner Kleinstadt sind dank dem UPC-Kabelnetz Übertragungsraten bis zu 1000 Mbit/s möglich. Wem 99 Franken im Monat zu viel sind, für den gibt es eine Alternative. Swisscom hat in Olten mancherorts die Glasfaser bis kurz vor die Gebäude gezogen («fiber to the street», FTTS). Dort ist eine Download-Rate von rund 500 Mbit/s möglich, was mit einem Sunrise-Abo monatlich 75 Franken kostet.
  • Wettbewerb in Visp (Klasse 1, Kabel-, Kupfer- und Glasfasernetz): In der Walliser Gemeinde kommt neben Sunrise, Swisscom und UPC plötzlich Salt ins Spiel. Der kleinste Mobilfunkanbieter des Landes bietet Festnetz-Internet ausschliesslich via FTTH an. Deshalb ist das Angebot mit einem Kampfpreis von knapp 50 Franken in Hemberg und Olten nicht verfügbar. Die Konsequenz: Visper surfen um den Faktor 50 schneller als Hemberger und zahlen dafür sogar etwas weniger.


Somit rate ich zu mehr Zufriedenheit im Leben, Konzentration und Fokus auf das Wesentliche:

  • Was nützen heute (nein nicht Morgen oder Übermorgen, heute) Geschwindigkeiten jenseits der 500 - 1000 Mbit/s? Ein G.fast- oder DOCSIS-Anschluss mit 300 - 1000 Mbit/s reicht bei weitem aus. Ein Rechenzentrum betreiben zu Hause nur wenige. 


    Wenn diese Bandbreiten tatsächlich häufig genutzt würden, dann wäre das Kabelnetz ständig am Anschlag und bei UPC und Co. würde die Hütte brennen. In Kabelnetze sind Überbuchungsraten von 1:50 - 1:100 noch gang und gäbe. Kabelnetze sind historische Gewächse aus den 70er - 80er Jahren, als die GGA's wie Pilze aus dem Boden schossen. Praktisch jede Gemeinde hatte ihre eigene Antennengenossenschaft, welche ein Kabelnetz erstellt hat. Aus diesem Grund sind Kabelnetze sehr inhomogen und teilweise sehr teuer in Wartung, Unterhalt und weiterem Ausbau. Da ist ein Glasfaserausbau lohnender, da der Schritt zu FTTB sowieso unumgänglich wird. 

[*]Es gibt noch andere Prioritäten im Leben als eine schnelle Internetverbindung, welche fast nie genutzt wird. Die Diskussionen erinnern teilweise fast an den Ferrari fürs Wochenende. Unnütz, laut, anachronistisch, teuer im Unterhalt, aber man braucht ihn unbedingt in der Garage. 

[*]Persönliches Glück, Gesundheit und Zufriedenheit definieren sich nicht nur durch eine möglichst gute Fest- und Mobilnetzabdeckung mit Fantasiegeschwindigkeiten, welche für ein kleines Rechenzentrum ausreichen würden. 

[*]Heute profitiere ich von bester 4G und bald 5G Abdeckung mit Geschwindigkeiten von 250 - 1000 Mbit/s. Hat praktisch jeder dabei in der Hosentasche. Natürlich Shared Medium und Glasfaser, aber ich glaube, dass ich die Welt von WLAN weg bewegt in Richtung always on, always connected mit 5G. Besonders in abgelegenen Gegenden wird 5G mit FWA (fixed wireless access) eine tragende Rolle spielen. 

[*]Wie bereits im vorhergehenden Absatz angesprochen: Wir brauchen Bandbreite in der Fläche. Noch heute gibt es Orte, wo man kaum 5 Mbit/s über Kupfer hinbekommt. Glasfaser und Kabelnetze sind keine vorhanden und werden es vermutlich auch nie sein. Damit wir keinen digitalen Graben schaffen, ist eine gute 5G Abdeckung besonders auf dem spärlich besiedelten Land Pflicht. Trotz always on, always connected sollte man das "Abschalten" resp. digital detox nicht vergessen. Psychische Gesundheit resp. "mental health" ist das Trendwort der Stunde und hat im letzten Jahr besonders gelitten. Digital ist nicht alles. Unsere reale Welt ist analog. 

[*]Fast jeder Haushalt hat mindestens die Wahl zwischen Swisscom BBCS, einem Kabelanbieter oder eines der vielen Angeboten übers Mobilnetz.

[*]Wir haben einen funktionierenden Wettbewerb (zu "Swisscom's Gnaden") bei gleichzeitig hohen Bandbreiten und minimalen staatlichen Subventionen! In anderen Ländern werden Milliarden von Steuergeldern in Mobil- und Festnetzausbau gebuttert, bis vor kurzem fast ausschliesslich für VDSL2 und Vectoring. Seit zufrieden und dankbar für die hohe Qualität und Geschwindigkeit der Schweizer Netze, was natürlich auch seinen Preis hat. Aber Hand aufs Herz: Heute kriegt man bei Wingo für 1 Gbit/s per Glasfaser resp. 500 Mbit/s per G.fast / FTTS für 45.- Fr. / Mt. (49 - 5 Fr. Dauerpromotion, welche praktisch ständig immer wieder vorkommt) oder bei Green, iWay und Teleboy liegt man preislich auf ähnlichem Niveau. 45.- Fr. sind für den typischen Schweizer wenig Geld. Wenn man es mit Deutschland vergleicht, ist es sogar recht günstig für die gebotene Bandbreite. Wer sich gerne mit Rumänen, Portugiesen und Co. vergleicht: Geht mal für deren Löhne arbeiten, dann wisst ihr auch, warum deren Internet etwas weniger kostet. Trotzdem ist diese Preisschlacht für den weiteren Festnetzausbau nicht gerade förderlich. Für 39.90 resp. 49.90 Fr. / Mt. baut dir niemand eine Glasfaser bis in die Wohnung, auch Salt nicht. Diese Investitionen kann sich die Swisscom (noch) leisten, weil weiterhin viele Kunden bereit sind, >100.- Fr. / Mt. für Swisscom TV und Internet hinzublättern. 

[*]Swisscom hat bis heute solide und volkswirtschaftlich wertvolle Ausbauziele realisiert, ohne Milliarden Subventionen aus unserem Steuersubstrat:

  • bis 2021 alle Gemeinden mit Technologiemix aus FTTH/FTTS/FTTB/FTTC erschlossen.

    Ziel: 80% der Wohnungen und Geschäfte mit mindestens 80 Mbit/s zu erschliessen.

[*]Mit einem Technologiemix geht es auch weiter: https://www.swisscom.ch/de/about/news/2020/02/06-netzausbaustrategie-von-swisscom.html  (50 - 60% der Wohnungen und Geschäfte mit Glasfaser zu erschliessen, VDSL2 only Micro-CAN's durch G.fast taugliche CAN's zu ersetzen, Ausbau 5G Netz, launch Internet Booster 5G (steht da zwar nicht, aber man kanns im Forum nachlesen: https://community.swisscom.ch/t5/Router-Hardware/Internet-Booster-5G-Fastmile/m-p/670648#M35064 ) 


[*]Was bringen die ganzen Diskussionen in diesem Forum und das ständige Gemotze und Geblöke nach mehr Bandbreite. Ihr könnt nichts daran ändern! Die Swisscom verlegt für Nerds wie uns keinen Meter mehr Glasfaser. Denn selbst Nerds brauchen keine 10 - 25 Gbit/s. Andere haben Sportwagen oder Motorräder, wir 10 Gbit/s fähige Router und Switches, Homeserver etc. welche mit substanziellem Stromverbrauch durch ihre Abwärme unsere halbe Wohnung heizen können. Wir sollten eine Selbsthilfegruppe zur Bewältigung unserer Probleme gründen. 😅  

[*]Was in ein paar Jahren ist und was wir dann brauchen, wissen wir nicht. Heute haben die meisten, nicht alle, aber die Mehrheit mehr als genügend Bandbreite von verschiedenen Anbietern zu einem guten Preis zur Verfügung. Dies wird auch für die kommenden Jahre ausreichen. 



In nomine Patris et Filii, et Spiritus Sancti. Geniesst den analogen Sommer. Amen. 

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AndreS658 Beiträge
#58
Die Swisscom verlegt für Nerds wie uns keinen Meter mehr Glasfaser.


Doch, das macht die Swisscom: https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/abos-tarife/inone-home/internet/glasfaser/ftthondemand.html

magicfriend3'697 Beiträge
#59
@millernet: Klar habe ich ein Luxusproblem. Und mir ist auch bewusst, dass andere noch viel weniger Auswahl und Bandbreite haben, als ich. Aber hier geht es mir klar um das Prinzip. Man reguliert, jedoch nicht bei allen Netzen gleich. Man spricht von Ausbau, tut dies aber nicht überall gleich. Bin ein sehr liberal denkender Mensch und da würde Regulierung eigentlich nichts zu suchen haben. Bin mir aber überhaupt nicht mehr sicher, ob dies nicht bitter nötig wäre.

Wo ich hingegen mit dir einig bin ist die Tatsache, dass Speed aktuell überbewertet wird. Für die meisten Haushalte würden wohl sogar schon 300 Mbit locker ausreichen. Für Downloads geht es dann halt länger. Auch ich muss mich da wohl hinterfragen...

millernet724 Beiträge
#60
Doch, das macht die Swisscom: https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/abos-tarife/inone-home/internet/glasfaser/ftthondemand.html
..... ohne erhebliche Zusatzkosten (5'000 - 10'000 Fr. , nach oben offen...) Hätte vielleicht noch erwähnt werden müssen. Auch UPC oder Sunrise verlegen für dich Fiber inkl. Bautrupp, aber zu vollen Kosten. 

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