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DSL-Verbindung wird sehr regelmässig getrennt

24 Antworten7'700 AufrufeGestartet von mcpoulet23 ·

mcpoulet2310 Beiträge
#21
@Bänz Nicht wie erhofft. Die Verbindung war schneller, von 360/50 auf 430/80, die Dämpfung ging von 18 auf 16 runter, aber es hat immer noch die Unterbrüche gegeben. Ich hab jetzt bei green für eine Überprüfung Ihres Teils angefragt.

julius888 Beiträge
#22
@Bänz Nicht wie erhofft. Die Verbindung war schneller, von 360/50 auf 430/80, die Dämpfung ging von 18 auf 16 runter, aber es hat immer noch die Unterbrüche gegeben. Ich hab jetzt bei green für eine Überprüfung Ihres Teils angefragt.
Hallo

Nun die g.fast Thematik ist sehr komplex! Im Frequenzbereich von bis zu 212 MHz können verschiedene Kriterien zu einer instabilen Verbindung führen. Hier meine Erfahrungen als Telekommunikationsspezialist:

-PowerLine -> diese können g.fast Anschlüsse negativ beeinflussen. Wir haben die Erfahrungen gemacht, dass auch ein PowerLine bei einem Nachbarn unerwünschte Unterbrüche generieren kann. Dies, weil die Stromleitungen wie Antennen wirken und die Frequenzen von g.fast negativ beeinflussen.

-ungeschirmte Hausinstallation -> gerade in Mehrfamilienhäusern verlaufen die uralten I51 bzw I83 Drähte in den Steigzonen über mehrere Stockwerke im gleichen Rohr. Teilweise sind diese Rohre ziemlich gefüllt. Durch die hohen Übertragungsfrequenzen können sich die Leitungen gegenseitig beeinflussen. Hier schafft ein abgeschirmtes U72 1x2 Kabel ab UP bis Steckdose Abhilfe. Bridge Taps sind durch diese Massnahme ebenfalls Geschichte. Bridge Taps generell sind nicht zu empfehlen... Anzumerken ist, dass der Hausanschlusskasten auch entsprechend den PTT Vorgaben/Swisscom Vorgaben korrekt geerdet wurde. Hin und wieder treffen wir falsch oder gar nicht geerdete Hausanschlusskästen vor. Hier müsste zuerst eine korrekte Erdung sichergestellt werden bevor man geschirmte Kabel anschliesst.

-alte TT83 Dosen -> ihre Tage sind gezählt. Oftmals sind die Kontakte oxydiert oder "abgenutzt". Des Weiteren besteht hin und wieder Gefahr, dass die TT83 Adapter nicht sauber verarbeitet sind und somit der Kontakt nicht sauber gewährleistet ist. Auch alte Weckerbrücken sind Gift für g.fast Anschlüsse.

-elektrische Geräte -> dimmbare Lampen oder alte elektrische Geräte könnten im besagten Frequenzbereich ebenfalls unschöne Unterbrüche generieren. Hier könnte man testeshalber diverse Lampen/Geräte ausstecken und nach und nach wieder anschliessen. Verursacht ein solches Gerät die Unterbrüche, dann sind diese relativ schnell wieder vorhanden und lokalisierbar.

Ich würde oben genannte Punkte in die Eingrenzung miteinbeziehen. 

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Bänz146 Beiträge
#23
Anzumerken ist, dass der Hausanschlusskasten auch entsprechend den PTT Vorgaben/Swisscom Vorgaben korrekt geerdet wurde. Hin und wieder treffen wir falsch oder gar nicht geerdete Hausanschlusskästen vor. Hier müsste zuerst eine korrekte Erdung sichergestellt werden bevor man geschirmte Kabel anschliesst.
Ein Kommentar dazu von einem anderen Kommunikationsspezialisten 😉 Viele Powerline-Adapter senden auch auf PE (Schutzleiter). Dann hat man den Mist auch auf der Erdung. Powerline gehört grundsätzlich verbannt.

julius888 Beiträge
#24
Ein Kommentar dazu von einem anderen Kommunikationsspezialisten 😉 Viele Powerline-Adapter senden auch auf PE (Schutzleiter). Dann hat man den Mist auch auf der Erdung. Powerline gehört grundsätzlich verbannt.
Genau 😉 das ist gerade in g.fast Netzen elementar. Eigentlich ist die Grundsatzidee von PowerLine ganz fein. In der Praxis jedoch je länger je mehr unbrauchbar.

Ich bin nach wie vor der Ansicht, lieber in eine Netzwerkverkabelung und gute WLAN Access Points/Repeater investieren als mit PowerLine ein Pseudo Netzwerk aufzubauen.

Hinzu kommt, dass mit PowerLine, zumindest meinen Erfahrungen nach, selten bis nie der versprochene und hoch angepriesene Speed erreicht wird. Im Labor mag das sehr wohl so sein. 

mcpoulet2310 Beiträge
#25
Danke für die vielen Ratschläge.

Seit meiner Anfrage, die Leitung zu überprüfen, ist die Verbindung stabil. Keine Ahnung warum, ob sie das Signal über 2 Wochen kalibrieren mussten oder so, jedenfalls läuft es jetzt ununterbrochen. Die Anfrage konnte ich zum Glück noch zurückziehen, bevor sie jemanden geschickt haben.

- Der TT83 sieht schon nicht mehr ganz neu aus, aber solange es funktioniert, lasse ich es besser so - never change a running system xD

- PowerLine gibt es hier vermutlich nicht, da es ein alter Wohnblock mit vorwiegend "technisch unbegabten" Anwohnern ist

- Die Kabel verlaufen alle parallel bis in die oberste Wohnung, das konnte ich aber als Problem ausschliessen, als beim Verteiler dasselbe Problem war

Solange es so bleibt, rühr ich also nichts mehr an....falls es sich wieder verschlechtert, werde ich endgültig die Leitungen überprüfen lassen und/oder die Hausinstallation erneuern.

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