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Streaming & TV-Abos

Streaming-Vergleich Schweiz: sieben Dienste nebeneinander

Sieben Streamingdienste für Schweizer Haushalte nebeneinander: Preis, Auflösung, gleichzeitige Streams, Haushaltsregel und Katalog, jede Zahl belegt.

Redaktionnachgeführt 9 Min. Lesezeit

Fernseher im Wohnzimmer mit einer Reihe nebeneinanderliegender Streaming-Apps auf dem Startbildschirm, davor eine Fernbedienung

Vier Apps auf dem Fernseher, vier Abbuchungen im Monat — und der Film, den du am Samstag sehen wolltest, läuft auf keiner davon. Bevor ein fünfter Dienst dazukommt, hilft der nüchterne Blick auf das, was schon da ist. Dieser Streaming-Vergleich für die Schweiz stellt die sieben Dienste nebeneinander, die für einen Privathaushalt hier in Frage kommen — mit den Zahlen von den Seiten der Anbieter selbst, abgerufen am 21. August 2026.

Kurzantwort

  • Der Einstieg reicht von 0.00 bis 14.90 Franken im Monat. Play Suisse verlangt nichts, Paramount+ beginnt bei 7.90, Netflix erst bei 14.90 Franken. Stand August 2026, alle Beträge je Monat und ohne Mindestlaufzeit.
  • Vier gleichzeitige Streams gibt es bei Netflix, Disney+, Sky Show und Paramount+ — und zwar nur in der teuersten Stufe.
  • Ein Jahresabo führen nur Disney+ und Paramount+. Bei den übrigen fünf gibt es ausschliesslich Monatszahlungen.
  • Werbung steckt in fast jedem günstigen Einstieg. Der Sonderfall ist Prime Video: Dort gehört sie zum Abo, und die werbefreie Zusatzmitgliedschaft ist in der Schweiz nicht buchbar.
  • Play Suisse ist bereits bezahlt — über die Radio- und Fernsehabgabe von 335 Franken im Jahr je Privathaushalt.

Was die sieben Dienste im Streaming-Vergleich kosten

Alle Beträge sind Monatspreise in Franken, ohne Mindestlaufzeit und ohne Aktionsrabatt, Stand August 2026. Die Anbieter weisen die Mehrwertsteuer nicht getrennt aus; es sind Endpreise für Privatkundinnen und Privatkunden.

Diensttiefste Stufehöchste StufeJahresaboBild in der höchsten StufeStreams in der höchsten StufeWerbung in der tiefsten Stufe
Netflix14.9029.90keines4K (Ultra HD) mit HDR4keine
Disney+9.9023.40169.00 und 234.004K UHD mit HDR4ja
Prime Video9.999.99 (eine Stufe)keines ausgewiesenbis Ultra HD, je nach Gerätnicht ausgewiesenja
Apple TV10.9010.90 (eine Stufe)keines ausgewiesennicht ausgewiesennicht ausgewiesenkeine
Sky Show12.9024.90keinesbis 4K/UHD4Vorabwerbung beim Start
Paramount+7.9017.9071.00, 120.00 und 161.004K UHD mit HDR10 oder Dolby Vision4ja
Play Suisse0.000.00entfälltnicht ausgewiesennicht ausgewiesenkeine, Sponsoringhinweise möglich

Drei Zellen dieser Tabelle sind absichtlich leer geblieben. Apple staffelt sein Abo nicht und nennt für den Dienst weder eine Auflösung noch eine Zahl gleichzeitiger Streams; Amazon nennt Bildobergrenzen je Fernsehermarke, aber keine Streamzahl; die SRG macht zu beidem keine Angabe. Eine geschätzte Zahl wäre an diesen Stellen bequemer und falsch.

Zwei Beträge lohnen das Nachrechnen. Bei Netflix kostet Standard plus ein Zusatzmitglied zu 6.90 Franken zusammen 29.80 Franken — zehn Rappen unter Premium, aber mit zwei getrennten Konten statt vier Streams in 4K. Und bei Sky Show sinken die Beträge nach sechs zusammenhängenden Monaten mit aktivem Pass auf 10.90, 15.90 und 20.90 Franken; dieser Treuepreis ist nach einer Kündigung oder einer gescheiterten Abbuchung wieder weg.

Wo die Unterschiede bei Bild, Ton und Streams liegen

Der Preisunterschied zwischen der tiefsten und der höchsten Stufe kauft überall dasselbe Bündel: mehr Auflösung, mehr gleichzeitige Streams, besseren Ton und die Erlaubnis, Titel herunterzuladen.

  • Netflix: 720p mit einem Stream, 1080p mit zwei, 4K mit HDR und vier Streams. Downloads auf 1, 2 oder 6 Geräte.
  • Disney+: 1080p in beiden Standardstufen mit je zwei Streams, 4K UHD mit HDR und vier Streams in Premium. Die Werbestufe erlaubt keine Downloads.
  • Sky Show: 1080p in Stereo bei Light und Standard, erst Premium bringt 4K/UHD und 5.1-Ton. Light erlaubt einen Stream und keine Downloads, Standard zwei Streams und zwei Geräte, Premium vier Streams und zehn Geräte.
  • Paramount+: Full HD mit einem Stream in der Basisstufe, zwei in Standard, vier in Premium samt 4K UHD. Herunterladen darf nur, wer eine werbefreie Stufe hat.
  • Prime Video: Amazon nennt für Fernseher von Sony, Samsung und weiteren Marken «bis zu» Ultra HD im Bild und bis 5.1 oder Dolby Atmos im Ton — mit dem Zusatz, dass Funktionen je Modell abweichen.

Für die Bandbreite heisst das: Netflix nennt in seinen Nutzungsbedingungen 15.0 Mbit/s je Stream für 4K. Vier solche Streams sind 60 Mbit/s allein für einen Dienst, zusätzlich zu allem anderen am Anschluss.

Was die Anbieter zum Haushalt sagen — und was sie offenlassen

Hier klaffen die Angaben am weitesten auseinander, und das ist selbst eine Information.

  • Netflix ist am ausführlichsten: Ein Konto ist für einen Haushalt gedacht, wer nicht dort wohnt, braucht einen Zusatzmitgliedsplatz für 6.90 Franken im Monat. Standard erlaubt einen, Premium zwei, Basis keinen.
  • Apple nennt die Familienfreigabe: bis zu sechs Personen teilen sich ein Abo.
  • Sky Show beschreibt keine Haushaltsregel, dafür eine Gebietsregel — der Dienst wird ausschliesslich in der Schweiz und in Liechtenstein angeboten.
  • Play Suisse verlangt ein Benutzerkonto und knüpft den Zugang aus dem EU-Raum an Wohnsitz in der Schweiz und eine Schweizer Mobiltelefonnummer.
  • Disney+, Prime Video und Paramount+ führen in ihren Schweizer Abo-Auswahlen keine Haushaltsregel auf. Bei Disney+ steht sie auf einer eigenen Seite zum Teilen des Abos, bei den anderen beiden in den Nutzungsbedingungen — geprüft gehört sie dort, nicht in einer Tabelle wie dieser.

Welcher Katalog welche Frage beantwortet

Der Preis entscheidet selten, der Bestand fast immer. Vier Muster lassen sich unterscheiden:

  1. Grosser Mischkatalog. Netflix führt Filme, Serien und Games in einem Abo. Disney+ wirbt auf der Schweizer Seite mit «Blockbuster-Filmen, brandneuen Serien und exklusiven Show-Highlights». Für Haushalte, in denen mehrere Personen sehr Verschiedenes sehen wollen, ist das die passende Bauart.
  2. Reiner Eigenkatalog. Apple TV enthält nach Apples eigener Beschreibung ausschliesslich Apple Originals, immer werbefrei, mit neuen Titeln mittwochs und freitags. Wer zwei Serien im Jahr sieht, zahlt hier zwei bis drei Monate statt zwölf.
  3. Zugekaufter Premiumbestand. Sky Show bringt in allen drei Pässen Serien von HBO und Sky Originals; die Kinofilme des Sky Cinema-Katalogs gibt es erst im Premium-Pass. Wer wegen der Filme kommt, landet zwingend bei der teuersten Stufe.
  4. Schweizer Bestand. Play Suisse führt nach Angaben der SRG mehr als 3’000 Titel aus allen vier Sprachregionen, in der Originalsprache mit Untertiteln in Deutsch, Französisch und Italienisch. Diese Sprachtiefe hat kein internationaler Katalog.

Prime Video steht quer zu diesen vier: Das Abo ist der günstigste Teil, daneben stehen Zusatzkanäle als eigene, kostenpflichtige Abos sowie Titel zum Leihen und Kaufen. Wer die Monatsrechnung schätzen will, zählt diese Posten mit.

Was heisst das für dich

Zähl zuerst, wie viele Bildschirme im Haushalt gleichzeitig laufen — bei einem einzigen Stream sind Sky Show Light und Paramount+ Basis am Abend blockiert, egal wie tief ihr Preis ist. Prüf zweitens, ob überhaupt ein Gerät im Haus 4K und HDR darstellt; sonst zahlst du in jeder höchsten Stufe für etwas, das nicht ankommt. Schau drittens nach, ob Play Suisse deinen Bedarf an Schweizer Stoff bereits deckt, bevor du einen weiteren Dienst verlängerst — bezahlt hast du ihn ohnehin. Und wenn du bei einem Dienst länger als sechs Monate bleiben willst, rechne mit dem Jahresabo oder dem Treuepreis statt mit dem Einstiegsbetrag.

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Quellen

Streaming-Vergleich Schweiz: sieben Dienste nebeneinander · Digi-TV.ch