Weniger RAM - mehr tempo?
12 Antworten4'371 AufrufeGestartet von Punktmann ·
Diese frage beschäftigt mich seit einiger zeit: Immer wieder lese ich irgendwo, wenn man die volle RAM-kapazität der MaBo ausnützen will und zusätzliche riegel einsetzt (die korrekten, versteht sich), könne dadurch der rechner nicht schneller, sondern gar im gegenteil langsamer werden.
1. Stimmt das?
2. Falls ja, dann warum?
3. Falls ja, kann mans doch irgendwie organisieren, dass voll RAM auch voll tempo bedeutet?
Praktisch unabhängig davon hat sich bei mir kürzlich etwas ereignet, wodurch diese frage für mich wieder aktuell wurde
Bei meinem alten IBM PL300 (Pentium MMX) habe ich durch ein missgeschick bis auf weiteres einen der 3 RAM-steckplätze verloren, musste also von 320 MB auf 256 reduzieren (laut hersteller mit den 3 steckplätzen bis zu 384 MB möglich). Und da habe ich nicht schlecht gestaunt, die maschine läuft seit dem tatsächlich um einiges schneller als vorher :shock: . Die 3 168-polige EDO-riegel, die ich dort hatte, sind alle gleich 60 ns schnell. Kann mir jemand dieses phänomen erklären :?:
1. Stimmt das?
2. Falls ja, dann warum?
3. Falls ja, kann mans doch irgendwie organisieren, dass voll RAM auch voll tempo bedeutet?
Praktisch unabhängig davon hat sich bei mir kürzlich etwas ereignet, wodurch diese frage für mich wieder aktuell wurde
Bei meinem alten IBM PL300 (Pentium MMX) habe ich durch ein missgeschick bis auf weiteres einen der 3 RAM-steckplätze verloren, musste also von 320 MB auf 256 reduzieren (laut hersteller mit den 3 steckplätzen bis zu 384 MB möglich). Und da habe ich nicht schlecht gestaunt, die maschine läuft seit dem tatsächlich um einiges schneller als vorher :shock: . Die 3 168-polige EDO-riegel, die ich dort hatte, sind alle gleich 60 ns schnell. Kann mir jemand dieses phänomen erklären :?:
pableu40 Beiträge
Hm, dein PC tönt nach Windows 9x oder ME. Die hatten ein ziemlich verkorkstes Speicher-Management, könnte sein dass es deshalb mit weniger RAM besser funktioniert. Bei modernen Betriebssystemen sollte das IMHO nicht passieren.
nanocool324 Beiträge
Die Beggründung kann ich dir nicht liefern, aber mein MoBo drosselt den Speichertakt auch, wenn ich drei Riegel einsetze. Trotzdem ist es mit mehr Speicher noch schneller als mit vollgetakteten zwei Riegeln.
Nexus2k826 Beiträge
1. Stimmt das?Ja
2. Falls ja, dann warum?Vorallem wenn RAM Riegel unterschiedlicher Hersteller und Timings verwendet werden dann wählt das BIOS üblicherweise das langsamst mögliche Timing.
3. Falls ja, kann mans doch irgendwie organisieren, dass voll RAM auch voll tempo bedeutet?Im Idealfall bestückt man ein Mainboard immer mit RAM Riegel Päärchen gleicher Hersteller und Serie. Zumindest seit DDR aufgekommen ist, was bei deinem PC wohl noch nicht der Fall ist. Ermöglicht der Dual Channel Mode das gleichzeitige schreiben in 2 Riegel pro CPU Takt und so hat man theoretisch den doppelten Durchsatz. Wenn nun eine ungerade Anzahl RAM Riegel verwendet wird dann wird wieder der Single Channel Mode verwendet, was somit ein Schreiben in nur einen RAM Teil pro Takt erlaubt.
Und ja meines Wissens lief Windows 98/ME mit 256 MB RAM am Besten, wie pableu bererits korrekt erwähnte.
struy141320597981 Beiträge
Das wegen den Timings: Das stimmt zwar, dass gewisse Mainboards da bei Vollbestückung diese langsamer wählen, jedoch spürt man dies beim täglichen Arbeiten und beim Spielen nicht. Man findet es eigentlich nur mit einem Benchmark raus, dass etwas mehr Speed drin ist.
Das mit Dualchannel stimmt zwar so von Nexus auch, jedoch hat ein Board mit EDO Ram dieses noch bei weitem nicht.
Also kann es wirklich als einzige Ursache am Betriebssystem liegen, jegliche andere Änderungen würde man nicht wirklich bemerken.
Das mit Dualchannel stimmt zwar so von Nexus auch, jedoch hat ein Board mit EDO Ram dieses noch bei weitem nicht.
Also kann es wirklich als einzige Ursache am Betriebssystem liegen, jegliche andere Änderungen würde man nicht wirklich bemerken.
mabu4ch1 Beitrag
Hier noch ein weiterer Grund für die Performance-Unterschiede:
Die Mainboards die für die MMX CPU gebraucht wurden hatten die Einschränkung, dass der 2nd Level-Cache (war damals so im Bereich von 64-256 KByte) Speicher nur 256MB abdeckte. Speicherbereiche, die darüber liegen landen nie im Cache und müssen in jedem Fall direkt aus dem RAM gelesen werden. Das "Cachen" kann je nach Anwendung die Performance stark beeinflussen, insbesondere Windows profitiert davon stark. Direkte Zugriffe auf den Hauptspeicher bremsen die CPU aus.
Ich mag mich erinnern, dass ich damals nie über 256 MByte Speicher verwendet habe (alter Sack ich bin :wink: )
Gruss
Die Mainboards die für die MMX CPU gebraucht wurden hatten die Einschränkung, dass der 2nd Level-Cache (war damals so im Bereich von 64-256 KByte) Speicher nur 256MB abdeckte. Speicherbereiche, die darüber liegen landen nie im Cache und müssen in jedem Fall direkt aus dem RAM gelesen werden. Das "Cachen" kann je nach Anwendung die Performance stark beeinflussen, insbesondere Windows profitiert davon stark. Direkte Zugriffe auf den Hauptspeicher bremsen die CPU aus.
Ich mag mich erinnern, dass ich damals nie über 256 MByte Speicher verwendet habe (alter Sack ich bin :wink: )
Gruss
Punktmann372 Beiträge
Das klingt interessant, allerdings frage ich mich, obs bei den IBM-rechnern auch so ist. Der hat keine szsg. universelle MaBo, wie von Asus, GigaByte usw., diese ist speziell und nur für den einsatz in einem 300PL-rechner vorgesehen (PS/2-bauart); so würde es mich wundern, wenn sie schon steckplätze für 3 riegel à bis zu 128 MB darauf gemacht haben, dass sie dem nicht auch das cache 2 management angepasst hätten.
Paarweise bestückung von EDO war zwang bei den 72-poligen und kleineren (noch älteren) EDO riegeln, diese sind aber 168-polig (sockelgleich wie die meisten SDR, rein mechanisch austauschbar, in wirklichkeit jedoch nicht kompatibel), die auch als einzelstücke eingesetzt werden können.
Hm, dein PC tönt nach Windows 9x oder ME. Die hatten ein ziemlich verkorkstes Speicher-Management, könnte sein dass es deshalb mit weniger RAM besser funktioniert. Bei modernen Betriebssystemen sollte das IMHO nicht passieren.Ist W98SE und das soll mindestens bis 512 MB laufen, unter gewissen voraussetzungen gar bis 2 GB :? .
Die Beggründung kann ich dir nicht liefern, aber mein MoBo drosselt den Speichertakt auch, wenn ich drei Riegel einsetze. Trotzdem ist es mit mehr Speicher noch schneller als mit vollgetakteten zwei Riegeln.Was für ein rechner hast du?
Vorallem wenn RAM Riegel unterschiedlicher Hersteller und Timings verwendet werden dann wählt das BIOS üblicherweise das langsamst mögliche Timing.Die hersteller sind zwar nicht gleich (1x 128 MB IBM, 1x 128 MB unbekannt, 1x 64 MB NEC), aber wie gesagt, alle sind es 60 ns. Von dem her sollten sie sich also nicht gegenseitig ausbremsen.
Im Idealfall bestückt man ein Mainboard immer mit RAM Riegel Päärchen gleicher Hersteller und Serie. Zumindest seit DDR aufgekommen ist, was bei deinem PC wohl noch nicht der Fall ist. Ermöglicht der Dual Channel Mode das gleichzeitige schreiben in 2 Riegel pro CPU Takt und so hat man theoretisch den doppelten Durchsatz. Wenn nun eine ungerade Anzahl RAM Riegel verwendet wird dann wird wieder der Single Channel Mode verwendet, was somit ein Schreiben in nur einen RAM Teil pro Takt erlaubt.Das mit dem Dual Channel Mode betrifft wohl wirklich erst spätere modelle, EDO ist soviel ich weiss 2 generationen älter als DDR (dazwischern liegt noch SDR) und wie du andeutest auch nur wenn im konkreten fall das Dual Channel Mode unterstützt wird.
Und ja meines Wissens lief Windows 98/ME mit 256 MB RAM am Besten, wie pableu bererits korrekt erwähnte.
Paarweise bestückung von EDO war zwang bei den 72-poligen und kleineren (noch älteren) EDO riegeln, diese sind aber 168-polig (sockelgleich wie die meisten SDR, rein mechanisch austauschbar, in wirklichkeit jedoch nicht kompatibel), die auch als einzelstücke eingesetzt werden können.
Punktmann372 Beiträge
Zufällig habe ich hier jetzt in der liste diesen meinen uralten thread erblickt und dabei mich erinnert, dass ich vor ein paar monaten wahrscheinlich die lösung des rätsels gefunden habe.
Schon vor längerer zeit konnte ich eine intakte ersatz-mainboard ergattern, sodass ich wieder alle 3 RAM-sockel zur verfügung habe. Irgendwann danach habe ichs nochmals mit jenem zusätzlichen 64 MB riegel probiert und anfangs massive probleme gekriegt, schlimmer als damals, wo ich diesen thtread angelegt habe, wirklich häufige systemabstürze inkl. So habe ich als erste reaktion die kontakte dieses riegels sehr gründlich gereinigt und siehe da, seit dem läufts einwandfrei, sicher nicht schlechter als mit dem sagenumwobenen wert von 256 MB vorher. Subjektiv habe ich damals den eindruck gehabt, dass auch erwartungsgemäss etwas schneller (heute kann ich freilich nichts mehr darüber sagen, die beschleunigung war wieder nicht so massiv, dass man sich daran nicht vollständig gewöhnen und dies nicht mehr subjektiv wahrnehmen würde).
Nur eins iritiert mich dabei: Bei dieser RAM-gesamtgrösse (jetzt also 320 MB) ist heute das fysische RAM praktisch immer am anschlag, der swap-datei kommt eine grosse bedeutung zu. Und diese ist unter denselben umständen (im ruhezustand um die 350 MB) durch die RAM-vergrösserung um 64 MB bloss um 12 MB kleiner geworden. Da frage ich mich, wo gehen die restlichen 52 MB, also gut 80% der differenz, hin :?: :shock:
Schon vor längerer zeit konnte ich eine intakte ersatz-mainboard ergattern, sodass ich wieder alle 3 RAM-sockel zur verfügung habe. Irgendwann danach habe ichs nochmals mit jenem zusätzlichen 64 MB riegel probiert und anfangs massive probleme gekriegt, schlimmer als damals, wo ich diesen thtread angelegt habe, wirklich häufige systemabstürze inkl. So habe ich als erste reaktion die kontakte dieses riegels sehr gründlich gereinigt und siehe da, seit dem läufts einwandfrei, sicher nicht schlechter als mit dem sagenumwobenen wert von 256 MB vorher. Subjektiv habe ich damals den eindruck gehabt, dass auch erwartungsgemäss etwas schneller (heute kann ich freilich nichts mehr darüber sagen, die beschleunigung war wieder nicht so massiv, dass man sich daran nicht vollständig gewöhnen und dies nicht mehr subjektiv wahrnehmen würde).
Nur eins iritiert mich dabei: Bei dieser RAM-gesamtgrösse (jetzt also 320 MB) ist heute das fysische RAM praktisch immer am anschlag, der swap-datei kommt eine grosse bedeutung zu. Und diese ist unter denselben umständen (im ruhezustand um die 350 MB) durch die RAM-vergrösserung um 64 MB bloss um 12 MB kleiner geworden. Da frage ich mich, wo gehen die restlichen 52 MB, also gut 80% der differenz, hin :?: :shock:
Nexus2k826 Beiträge
Oft werden die Daten im RAM nicht direkt geleert wenn diese nicht mehr gebraucht werden. Wenn du also vergleichbare Zahlen haben möchtest müsstest du einmal mit 256 MB RAM starten und idealerweise die Auslagerungsdatei davor löschen und einmal mit 320 MB RAM Starten und vorher die Auslagerungsdatei löschen. Wenn du nach dem start irgendwelche Anwendungen startest, diese schliesst und dann erst vergleichst, sind die werte nicht mehr repräsentativ.
dreael322 Beiträge
Bei RAM-Umbauten eigentlich immer empfehlenswert: memtest86.org laufen lassen. Am besten mindestens 2-3 "Passed" lang laufen lassen, dabei sollte "Errors" bei 0 bleiben, sonst ist irgend etwas Unzuverlässiges im Spiel, welches sich dann als Windows-Abstürze äussern wird.
Zum Thema Performance: Meines Wissens gab es früher Motherboards/CPUs, wo der CPU-Cache nicht mehr den ganzen Adressraum bei gut ausgebautem RAM abgedeckt hat, so dass von daher Performance-Einbussen möglich sind.
Zum Thema Performance: Meines Wissens gab es früher Motherboards/CPUs, wo der CPU-Cache nicht mehr den ganzen Adressraum bei gut ausgebautem RAM abgedeckt hat, so dass von daher Performance-Einbussen möglich sind.
Punktmann372 Beiträge
Bei RAM-Umbauten eigentlich immer empfehlenswert: memtest86.org laufen lassen.Vermutlich still leise und unbemerkt gestorben. Da wird nur diese domäne zum kauf angeboten :x :?
dreael322 Beiträge
Punktmann372 Beiträge
Oft werden die Daten im RAM nicht direkt geleert wenn diese nicht mehr gebraucht werden. Wenn du also vergleichbare Zahlen haben möchtest müsstest du einmal mit 256 MB RAM starten und idealerweise die Auslagerungsdatei davor löschen und einmal mit 320 MB RAM Starten und vorher die Auslagerungsdatei löschen. Wenn du nach dem start irgendwelche Anwendungen startest, diese schliesst und dann erst vergleichst, sind die werte nicht mehr repräsentativ.So habe ich diesen versuch heute gemacht (nachdem ich mir zuvor das löschen der swap-datei noch im DOS ins autoexec eingebaut habe) und am ende habe ich sogar die swap-datei beidesmal in genau der gleichen grösse gekriegt, egal ob mit 256 oder 320 MB RAM.

(Diese 320 MB werden wohl korrekt erkannt.)
Bei RAM-Umbauten eigentlich immer empfehlenswert: memtest86.org laufen lassen.
Wikipedia:http://de.wikipedia.org/wiki/Memtest86Danke, jetzt weiss ich worums geht.
Ein Memtest-Durchlauf („Pass“) kann je nach CPU-Geschwindigkeit und Speichergröße mehrere Stunden dauern. Insgesamt werden neun verschiedene Tests durchgeführt.Da frage ich mich allerdings nach den effektiven kosten eines solchen peanuts-umbaus wie des einsetzen eines zusätzlichen RAM-riegels. Mal von der installation des ganzen zeugs abgesehen, wenn die anlage dann erst noch deswegen stunden lang nicht gebraucht werden kann (vorausgesetzt kein fehler wird gefunden). Im moment sehe ich bei mir leider kein zeitfenster, wann ich sowas durchführen könnte (mit allen vorbereitungen und auswertung danach, nachdem ichs geschafft habe, mich in dieser mir bislang unbekannten materie zurechtzufinden).
Aufgrund der Arbeitsweise von Memtest müssen gefundene Defekte nicht zwangsläufig einen defekten Arbeitsspeicher bedeuten. Es kann sich auch um einen Defekt der CPU oder des Mainboards handeln, wobei der Arbeitsspeicher die bei weitem häufigste Fehlerquelle darstellt.
Ich frage mich freilich, ob mit disen 9 tests nicht etwas übertrieben wird. Zumindest bei MS-DOS basierten maschienen wird beim start standardmässig ein RAM-test durchgeführt, der durch sein verzögern des bootens uu. recht auf den nerv treten kann und da wird vermutlich nur 1x getestet (dabei geht er um einigesschneller als 1/9 von "mehreren Stunden"). Klar, dass so ein einfacher test nicht das gleiche ist, was dann im echten betrieb über die anlage läuft. Jedoch störungen, wo man ua. defektes RAM in verdacht ziehen könnte, habe ich bei praktisch allen rechnern am laufenden band gehabt, mit den ich je längerfristig zu tun gehabt habe und es waren in den gut 31 jahren nicht nur 2 oder 3. Und wollte man jedes mal sicherheit haben und darum einen solchen test machen, käme man wirklich nicht sehr weit. Einen ähnlich zeitraubenden festplattenoberflächentest, der ähnlich die vermeintliche sicherheit über den zustand des teils aufzeigen sollte, macht man aus verständlichen gründen auch nur in ausnahrnefällen. Auch denke ich da an die angelegenheit von sicherem löschen der festplattenI. Nach der paranoiden NSA-methode (oder so ähnlich) muss man 7x löschen, jedesmal auf eine andere art, eine angelegenheit uu. von mehreren tagen (vor allem wenn zufallszahlen anstatt sie einem rauschengenerator zu entnehmen mit einem aufwändigen algorithmus berechnet werden). Dabei habe ich mal eine aussage eines renomierten datenretters gelesen, macht man nur 1 durchlauf mit zb. alles mit 1 beschreiben, und nimmt man die platte danach in seinem labor auseinander, wenn man viel glück hat, man weiss, was man sucht und wo es zu suchen ist, findet man möglicherweise fragmente, die höchstens aussagen, ja, hier wars, mehr nicht; irgendeine nur ein bisschen aussagekräftige rekonstruktion der daten ist so gut wie unmöglich.
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