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US-Serien: Markt in Europa schrumpft

11 Antworten1'738 AufrufeGestartet von Noel ·

NoelThemenstart3'777 Beiträge
#1
Die auch in Europa in der Krise stehenden Fernsehsender - weniger Zuschauer, weniger Werbeeinnahmen - werden demnächst ihre finanziellen Probleme als Einkäufer auch an die amerikanischen Produktionsstudios weiter geben müssen. Während es bei den Serieneinkäufen erste Abstriche geben wird, sind momentan aber vor allem Filmrechte unter Preisdruck. Vielleicht sind internationale Co-Produktionen ein Modell für die Zukunft.

weiter geht es hier...

Quelle: serienjunkies.de

mfg

dakis1'007 Beiträge
#2
Wenn das Material in Europa von den grossen Rechteverwertern nicht mehr abgenommen wird, verkaufen die Ketten das Zeug vielleicht direkt - was für den Kunden in Europa, der auf O-Ton steht, positiv sein könnte.

dakis

robi6'764 Beiträge
#3
Wenn das Material in Europa von den grossen Rechteverwertern nicht mehr abgenommen wird, verkaufen die Ketten das Zeug vielleicht direkt - was für den Kunden in Europa, der auf O-Ton steht, positiv sein könnte.
dakis
Normalerweise übernehmen die Rechteverwerter auch die Lokalisation (Synchronisation/Untertitel), was meiner Meinung nach eines der Hauptprobleme beim Direktvertrieb sein dürfte, es ist nicht leicht von Hollywood aus Synchronisationen in X verschiedene sprachen vorzunehmen. Und an den Originalversionen ist der Massenmarkt nicht interessiert.

Robi

Anubis875 Beiträge
#4
... Und an den Originalversionen ist der Massenmarkt nicht interessiert. Robi
das kommt ganz stark auf das land an. Deutschland muss ja selbst beim bayrischen und vielen anderen lokalen dialekten untertiteln, und in australien läuft stockinger in originalton mit englischen untertiteln.

dakis1'007 Beiträge
bearbeitet #5
Und an den Originalversionen ist der Massenmarkt nicht interessiert.
Robi
Das ist ein Märchen. Bei uns vielleicht nicht - die meisten EU Bürger (abgesehen vom deutschsprachigen Raum) bevorzugen O-Ton. Es verwundert auch nicht, dass weit über die Hälfte aller Stream-Anfragen bei Hulu & Co. (illegal, via Proxies) aus Europa stammen.

dakis

smid12'144 Beiträge
#6
Ich würde gerne mal wissen, ob es ein Zusammenhang "Englisch-Kentnisse" und "Anteil Synchros im TV/Kino" gibt.

robi6'764 Beiträge
#7
Das ist ein Märchen. Bei uns vielleicht nicht - die meisten EU Bürger (abgesehen vom deutschsprachigen Raum) bevorzugen O-Ton. Es verwundert auch nicht, dass weit über die Hälfte aller Streams bei Hulu & Co. (illegal, via Proxies) aus Europa stammen.
dakis
Das glaube ich dir nicht. Die Franzosen und Italiener zB. sind nicht gerade für ihre weltoffenheit in Sachen englisch bekannt. Die Spanier und Portugiesen ebenso. Lediglich in den Niederlanden, Luxenburg und in den skandinavischen Ländern kann man davon ausgehen, dass ein grosser Anteil der Bevölkerung mit englisch gut genug umgehen kann, um Originalversionen folgen zu können.

Ich habe ausdrücklich vom Massenmarkt geschrieben und nicht von der heute digital aktiven gesellschaftlichen Schicht. Und den Massenmarkt muss man anschauen, wen es um die Direktvermarktung von Content als Ablöse der etablierten Vertriebswege geht. Das heisst aber nicht, dass die Originalversinen nicht in absehbarer Zeit offiziell hier erhältlich sein können /emoticons/default_wink.png

Robi

dakis1'007 Beiträge
#8
Das glaube ich dir nicht. Die Franzosen und Italiener zB. sind nicht gerade für ihre weltoffenheit in Sachen englisch bekannt.
Ich habe ausdrücklich vom Massenmarkt geschrieben und nicht von der heute digital aktiven gesellschaftlichen Schicht. Und den Massenmarkt muss man anschauen, wen es um die Direktvermarktung von Content als Ablöse der etablierten Vertriebswege geht. Das heisst aber nicht, dass die Originalversinen nicht in absehbarer Zeit offiziell hier erhältlich sein können /emoticons/default_wink.png

Robi
Bei den Italienern hast Du vielleicht recht, bei den Franzosen könntest Du Dich täuschen. Aber nehmen wir mal nur die Niederlande, Luxemburg und die Skandinavischen Länder sowie das Vereinigte Königreich und Irland. Das macht dann zusammen Handgelenk mal Wikipedia 108 Millionen Einwohner. Da würde ich dann doch mal von einem Massenmarkt sprechen - immerhin ist das ungefähr soviel wie der gesamte deutschprachige Raum.

Dazu kommt noch gewisser Prozentsatz an O-Ton Geniessern im Deutschsprachigen Raum. Ich schätze das mal sehr konservativ (in der Schweiz sind es schon rein von den Expats her mehr) auf 5%. Das sind dann weitere 5 Millionen. Plus nochmals ca. 15 Millionen in der EU (in Polen sinds allerdings nochmals drastisch mehr, da läuft das meiste Material in O-Ton). Da wären wir konservativ geschätzt bei 130 Millionen EU Bürgern und Schweizern, die O-Ton wollen. Kein Massenmarkt?

dakis

robi6'764 Beiträge
#9
Kein Massenmarkt?
Yep, kein Massenmarkt - zumindest im Vergleich zu den Umsätzen, die mit den TV Stationen gemacht werden können. Und die werden recht "pissed off" reagieren auf die Direktvermarktung. Ob (resp. wann) das die Studios riskieren werden?

Robi

dakis1'007 Beiträge
#10
Yep, kein Massenmarkt - zumindest im Vergleich zu den Umsätzen, die mit den TV Stationen gemacht werden können. Und die werden recht "pissed off" reagieren auf die Direktvermarktung. Ob (resp. wann) das die Studios riskieren werden?
Ok, ab wann ist ein Markt denn Deiner Ansicht nach ein Massenmarkt? Die 130 Millionen sind immerhin 35% der US Bevölkerung und 20% mehr als der deutschsprachige Raum

Was verstehst Du unter TV-Stationen? Die Einkaufsgesellschaften in den einzelnen Ländern? Ich sagte ja oben: die Direktvermarktung wird dann ein Thema, wenn die Serien in Europa von den Einkaufsgesellschaften nicht mehr gekauft werden. Dann bricht der bisherige Markt nämlich zusammen und man wird neue Vertriebskanäle suchen. Die TV-Sender dürften da auch nicht "pissed off" sein, denn sie haben das Zeugs ja nicht mehr gekauft, daher der Wechsel bei der Vermarktungsstrategie. Der klare Verlierer ist natürlich im Endeffekt der Bürger, welcher der englischen (Welt-)Sprache nicht mächtig ist. Denn wenn die Sendungen nicht mehr synchronisiert übers Free-TV flimmern und die O-Ton Variante nicht verstanden wird, sieht's düster aus. Aber es gibt ja genügend Verfechter der deutschen "Qualitätsproduktionen", dann sollen die sich halt frei nach dem Motto "Deutsche, esst deutsche Ananas" auf diese beschränken :-/

dakis

robi6'764 Beiträge
#11
Denn wenn die Sendungen nicht mehr synchronisiert übers Free-TV flimmern und die O-Ton Variante nicht verstanden wird, sieht's düster aus.
Ob sich eine Serie, die nicht im (sprachregionalen) TV läuft direkt verkaufen lässt? Ich glaube eher nicht. Eine Serie muss zuerst gesellschaftlich zu einem Thema werden, bevor sich die Leute aufraffen sie zu schauen. Insofern werden die Studios immer irgendwie auf die TV Stationen (Einkaufsgenossenschaften) angewiesen sein.

Robi

dakis1'007 Beiträge
#12
Ob sich eine Serie, die nicht im (sprachregionalen) TV läuft direkt verkaufen lässt? Ich glaube eher nicht. Eine Serie muss zuerst gesellschaftlich zu einem Thema werden, bevor sich die Leute aufraffen sie zu schauen. Insofern werden die Studios immer irgendwie auf die TV Stationen (Einkaufsgenossenschaften) angewiesen sein.
Es gibt auch Ausnahmen - die Serie "Sanctuary" z.B. lief zuerst nur im Web und wurde ein Jahr später erst zur "echten" TV-Serie. Und legte einen absoluten Traumstart hin. Auch im Web lassen sich Serien sehr gut vermarkten.

Die Fernsehlandschaft wird sich über die nächsten paar Jahre drastisch verändern. Ich denke, die Tage der normalen "Glotze" sind ohnehin gezählt. Die Zukunft gehört VoD (vor allem auch übers Internet) - daher haben direkt vermaktete Produkte im Moment vielleicht noch keinen massiven Impact, aber in 2-3 Jahren wird das ganz anders aussehen.

dakis

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