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Tiefere Preise für die Mitbenützung des Swisscom-Netzes

8 Antworten1'167 AufrufeGestartet von Bänz ·

BänzThemenstart146 Beiträge
#1
https://www.comcom.admin.ch/comcom/de/home/dokumentation/medieninformationen.msg-id-73944.html

"Die Berechnungen beruhen erstmals auf der modernen Glasfaser-Technologie und nicht mehr auf den herkömmlichen Kupferkabeln. "

"Aufgrund von Anpassungen der Preise für die Kabelverlegung kommen die von der ComCom festgelegten Preise für entbündelte Kupferanschlussleitungen letztlich um 10-25% tiefer zu liegen, als von der Swisscom offeriert."

Also weniger Profit für Swisscom auf den Kupferkäbeli.

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tosci5'731 Beiträge
#2
Swisscom prüft Entbündelungs- und Interkonnektionspreise der ComCom

[SIZE=10pt]Bern, 12. Februar 2019[/SIZE]

[SIZE=16pt]Swisscom prüft Entbündelungs- und Interkonnektionspreise der ComCom[/SIZE]

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[SIZE=10.5pt]Die Eidg. Kommunikationskommission ComCom hat in ihren Teilverfügungen vom 11. Februar 2019 entschieden, die Netzzugangspreise für die Jahre 2013 bis 2016 weiter zu senken. Swisscom analysiert nun die Verfügungen und prüft, ob sie in strittigen Grundsatzfragen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden sollen.[/SIZE]

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[SIZE=10.5pt]Swisscom erbringt gemäss Art. 11 des Fernmeldegesetzes (FMG) Zugangsdienste für andere Fernmeldeanbieter in der Schweiz. Diese Dienste umfassen Interkonnektion, Mietleitungen, Teilnehmeranschlussleitungen, die Verrechnung des Teilnehmeran­schlusses, den Zugang zu Kabelkanalisationen und Kollokationsdienstleistungen. Die Bestimmung der Preise richtet sich grundsätzlich nach der gesetzlich vorgeschriebenen Methode der [/SIZE][SIZE=10.5pt]langfristigen[/SIZE][SIZE=10.5pt] [/SIZE]inkrementellen Kosten (LRIC). Die Berechnungsvorschriften wurden durch den Bundesrat in der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) per Mitte 2014 revidiert. Neu sind die Kosten von Netzen der nächsten Generation (Next Genera­tion Networks) massgeblich. Das Bundesverwaltungsgericht ordnete in einem Urteil von 2016 an, dass diese Anpassung rückwirkend und somit bereits für die Zeit ab 1. Januar 2013 berücksichtigt werden muss. Zudem stellte der Bundesrat die Kostenmethode zur Bewertung der Kabelkanalisationen in der revidierten FDV auf eine neue Grundlage.

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[SIZE=10.5pt]Tiefere Preise aufgrund neuer Verordnungsbestimmungen[/SIZE]

[SIZE=10.5pt]Swisscom hat die einzelnen Zugangspreise auf der Basis der Vorgaben von Bundesrat und Bundesverwaltungsgericht berechnet. Aufgrund dieser Vorgaben stellten sich etliche Grundsatzfragen. Die ComCom bestimmte für die Jahre 2013 bis 2016 mittels ihrer eigenen Kostenmodellierung tiefere Zugangspreise als Swisscom. Bei den Kabelkanalisationen gelangte die ComCom zum Schluss, dass die offerierten Preise korrekt berechnet sind. Die Preise für die Netzzusammenschaltung (Interkonnektion) führten zu durchschnittlichen Preissenkungen von rund 10%. In den weiteren Bereichen wie der Mitbenutzung von Räumlichkeiten (Kollokation) oder der Verrechnung des Teilnehmeranschlusses führte die Überprüfung der ComCom zu keinen oder nur geringen Anpassungen. Einzig für Mietleitungen resultieren aufgrund unterschiedlicher Annahmen und Berechnungsmodellen bei der komplexen Preisstruktur für Swisscom kaum nachvollziehbare Senkungen zwischen 65 und 80%.[/SIZE]

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[SIZE=10.5pt]Aufgrund der Risiken in den Verfahren hat Swisscom bereits Rückstellungen für die Jahre 2013 bis 2016 gebildet. Der finanzielle Ausblick von Swisscom für 2019 bleibt unverändert. [/SIZE]

[SIZE=10.5pt] [/SIZE]

[SIZE=10.5pt]Swisscom wird die umfangreichen Verfügungen der ComCom eingehend analysieren und eine Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht prüfen. [/SIZE]

[SIZE=10.5pt] [/SIZE]

[SIZE=10.5pt]Die gesamte Netzinfrastruktur von Swisscom steht anderen Telekommunikations­unternehmen mit oder ohne eigenen Netzen offen. Mittlerweile nutzen rund 563'000 Kunden anderer Telekommunikationsunternehmen mittels regulierter oder kom­merzieller Zugangsdienste die Netzinfrastruktur von Swisscom. Die Geschäftszahlen der Mitbewerber zeigen, dass sie ihren Endkunden mit diesen Vorleistungen – unabhängig davon, ob diese reguliert sind oder nicht – konkurrenzfähige Dienste offerieren können.[/SIZE]

CHnuschti753 Beiträge
#3
Und noch eins auf die Kappe von Swisscom, diese muss Netz der Konkurrenz bis 80% billiger zur Verfügung stellen. Naja, das was ich seit 15 Jahre predige, die letzte Meile wurde ausgepresst bis zum geht nicht mehr, das verlegte Kupfer wurde inzwischen wohl mit Gold aufgewogen. 🙄

https://www.watson.ch/schweiz/digital/164590272-comcom-swisscom-muss-ihr-netz-der-konkurrenz-bis-zu-80-billiger-zur-verfuegung-stelle
https://www.blick.ch/news/wirtschaft/jetzt-schreitet-der-bund-ein-swisscom-hat-konkurrenz-bis-fuenf-mal-zu-viel-verrechnet-id15164498.html

roku732'920 Beiträge
#4
... und wieder ein Fall mehr, der sich über Jahre hinziehen wird. Wie viele sind es denn inzwischen schon?

creep2'589 Beiträge
#5
kein Problem, Swisscom baut dann einfach wieder ein paar hundert Stellen mehr ab, und schon ist die Dividende und die CEO Gage gesichert.

tosci5'731 Beiträge
#6
kein Problem, Swisscom baut dann einfach wieder ein paar hundert Stellen mehr ab, und schon ist die Dividende und die CEO Gage gesichert.


Man hat für diesen Case bereits Rückstellungen gemacht, hat also scheinbar keine direkten Auswirkungen mehr auf das Geschäftsergebnis...

Bänz146 Beiträge
#7
Also hat man bei Swisscom damit gerechnet, dass der Wucher irgendwann auffliegt.

Nimmt mich wunder, wo die sonst noch Rückstellungen gemacht haben.

CHnuschti753 Beiträge
bearbeitet #8
... und wieder ein Fall mehr, der sich über Jahre hinziehen wird. Wie viele sind es denn inzwischen schon?
Nun ja, man kann leicht den Überblick verlieren, wieviele Bussen, Nachzahlungen usw. usf. Swisscom infolge Comcom, Weko u.a.m tätigen musste. Ist zwar schon Jahre her, aber ich kam schon damals auf eine Ziffer über 1 Milliarde CHF, die die Swisscom insgesamt berappen musste oder wenigstens sollte. Aber im Verschleppen durch die Instanzen sind sie ja wahre Meister, in der Justiz wie in der Politik.

https://www.comcom.admin.ch/comcom/de/home/dokumentation/medieninformationen.msg-id-73944.html

Interessant an der Originalerklärung vom ComCom finde ich aber diese Passage:
"Bei der Berechnung dieser Preise stützt sich die ComCom nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsste, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde.
...
Entbündelung der letzten Meile
...
Für die Überprüfung der von Swisscom verlangten Preise für die Mitbenutzung ihrer Kupferleitungen, müssen dennoch zuerst die hypothetischen Kosten eines modernen Glasfasernetzes berechnet werden.
Um der im Vergleich zu Glasfasern geringeren Leistungsfähigkeit von entbündelten Kupferleitungen Rechnung zu tragen, müssen die hypothetischen Kosten eines aktuellen Glasfasernetzes anschliessend um einen gesetzlich vorgeschriebenen Korrekturfaktor reduziert werden."

Bin zwar unsicher in der Interpretation, klingt aber doch an, indirekt, dass die Glasfaser im Hausanschluss letztlich billiger als das Kupferkabel zu haben wäre. Da passt meiner Meinung nach der komische "Glasfaser"-Ausbau der "Swisscom-FTTH", nämlich "Fiber to the Hauswand", um dann noch ein Meter Kupferkabel zwischen Hauswand und Enduser zu legen. Soll angeblich günstiger sein. Sicher aber schliesst es die anderen Anbieter aus, die auch auf Kupfer anbieten wollen, diesen optimierten Zugang über Glasfaser aber nicht erhalten bzw. es sich nicht lohnt, da vor Ort auf den letzten Meter Hardware verbaut werden müsste. So behält die Swisscom ein Vorteil gegenüber den Bezügern der normalen letzten (entbündelten) "Kupfermeile". Wie ich schon woanders formuliert, klingt für mich nach dem letzten Gefecht, wo Swisscom diese letzte Meile (bzw. das Privileg diese zu besitzen) soweit noch auspresst, wie es und solange es nur geht. 🙄

doom2'266 Beiträge
#9
... und wieder ein Fall mehr, der sich über Jahre hinziehen wird. Wie viele sind es denn inzwischen schon?
Nicht genügend damit gewissen Leuten s füfi abegheit 😉  Das ist Business as Usual.

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