Swisscom gegen Elektrizitätswerke
3 Antworten1'494 AufrufeGestartet von Puma27 ·
bearbeitet #1
Seit Oktober liefert sich das Telekomunternehmen Swisscom mit Elektrizitätswerken einen Wettlauf beim Aufbau eines Glasfasernetzes. Nur wenn die Swisscom ihr Kabel als erste in die Häuser zieht, kann sie von ihrer riesigen Kundenbasis profitieren.
In zahlreichen Strassenzügen der Stadt Zürich klaffen derzeit Löcher auf den Trottoirs. Sowohl das städtische Elektrizitätswerk (ewz) als auch die Swisscom sind dabei, neue Kabelstränge zu den Häusern zu ziehen. Dank den Glasfasern sollen die Haushalte und Unternehmen mit noch mehr Bandbreite versorgt werden.
Das ewz und die Swisscom bauen parallel zueinander je ein eigenes Datennetz auf. Grund dafür ist die Uneinigkeit darüber, wie andere Dienstleistungsanbieter auf das jeweilige Netz gelassen werden. Das ewz respektive die Elektrizitätswerke von anderen Städten verfolgen dabei eine andere Philosophie als die Swisscom.
So legen die Elektrizitätswerke eine Glasfaser in jeden Haushalt. Über diese eine Faser sollen Telekom- und Internetanbieter ihre Dienstleistungen zum Kunden bringen. Das Elektrizitätswerk stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung und wird dafür entschädigt.
Behinderung des Wettbewerbs
Für die Swisscom behindert dieses Modell den Wettbewerb, wie Konzernchef Carsten Schloter am Dienstag vor den Medien in Zürich erklärte. So wie bis zur Öffnung der letzten Meile Telekomanbieter nur jene Festnetzprodukte weiterverkaufen konnten, welche die Swisscom ihnen anbot, wäre dies auch auf dem Glasfasernetz der Fall.
Schloter plädierte daher für das «fibre suisse»-Modell, welches die Swisscom beim Aufbau ihres Glasfasernetzes verfolgt. Dabei zieht das grösste Telekommunikationsunternehmen der Schweiz jeweils gleich vier Glasfasern in jeden Haushalt. Einen behält sie für sich selbst, die drei weiteren bietet sie anderen Anbietern zum Kauf an.
Die Infrastruktur am Ende der Glasfasern unterhält jeder Anbieter selbst. «Die Elektronik ist der Schlüssel für den Service, welcher zum Kunden gelangt», erklärte Schloter.
Durch den Wettbewerb auf dieser Ebene sei eine kontinuierliche technologische Innovation gewährleistet. Zudem könnten sich die Anbieter durch unterschiedliche Angebote voneinander differenzieren.
Dominanz der Swisscom befürchtet
Bei den Elektrizitätswerken tönt es indes anders: Die Technologie auf Glasfasernetzen sei längst standardisiert, sagte Paolo Sebben, Geschäftsführer von openaxs, dem Verband der Elektrizitäsunternehmen zur Förderung von Breitbandnetzen, auf Anfrage.
Sebben befürchtet insbesondere, dass beim «swiss fibre»-Modell Swisscom aufgrund der bereits bestehenden Kundenbasis beim Festnetz zum dominierenden Anbieter auf dem Markt würde, wie das bereits beim Mobilfunkmarkt der Fall sei. «Für andere Anbieter wären Investitionen in die technische Infrastruktur dann ein Verlustgeschäft.»
Derzeit baut die Swisscom in den Städten Genf, Basel und Zürich ein Glasfasernetz auf, ab nächstem Jahr auch in Lausanne, Bern, St. Gallen und Freiburg. Bis Ende 2009 will Swisscom 100 000 Haushalte erreicht haben und bis in sieben Jahren ein Drittel der Schweizer Bevölkerung.
Angebot an Basel und Zürich
Auf einen Alleingang beim Bau des Netzes ist Swisscom allerdings nicht aus. Gemäss Schloter liefen Gespräche mit zahlreichen Stadtwerken über eine Kooperation.
Dem ewz und den Industriellen Werken Basel habe man zudem das Angebot gemacht, sich mit 120 respektive 58 Mio. Fr. am Bau ihrer Netze zu beteiligen, sagte Schloter weiter. Bedingung sei einzig, dass die Swisscom auf dem Netz eine eigene Glasfaser erhalte. Bis jetzt haben die beiden Werke der Swisscom noch nicht geantwortet.
Quelle:www.20minuten.ch: News von jetzt!
Kommentar:
Denn Kunden freut's!
Und wenn die EW so fortschrittlich sind, warum können sie dann nicht die normalen Netzwerkkomponeten verwenden wie die einer grossen Firma?
In zahlreichen Strassenzügen der Stadt Zürich klaffen derzeit Löcher auf den Trottoirs. Sowohl das städtische Elektrizitätswerk (ewz) als auch die Swisscom sind dabei, neue Kabelstränge zu den Häusern zu ziehen. Dank den Glasfasern sollen die Haushalte und Unternehmen mit noch mehr Bandbreite versorgt werden.
Das ewz und die Swisscom bauen parallel zueinander je ein eigenes Datennetz auf. Grund dafür ist die Uneinigkeit darüber, wie andere Dienstleistungsanbieter auf das jeweilige Netz gelassen werden. Das ewz respektive die Elektrizitätswerke von anderen Städten verfolgen dabei eine andere Philosophie als die Swisscom.
So legen die Elektrizitätswerke eine Glasfaser in jeden Haushalt. Über diese eine Faser sollen Telekom- und Internetanbieter ihre Dienstleistungen zum Kunden bringen. Das Elektrizitätswerk stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung und wird dafür entschädigt.
Behinderung des Wettbewerbs
Für die Swisscom behindert dieses Modell den Wettbewerb, wie Konzernchef Carsten Schloter am Dienstag vor den Medien in Zürich erklärte. So wie bis zur Öffnung der letzten Meile Telekomanbieter nur jene Festnetzprodukte weiterverkaufen konnten, welche die Swisscom ihnen anbot, wäre dies auch auf dem Glasfasernetz der Fall.
Schloter plädierte daher für das «fibre suisse»-Modell, welches die Swisscom beim Aufbau ihres Glasfasernetzes verfolgt. Dabei zieht das grösste Telekommunikationsunternehmen der Schweiz jeweils gleich vier Glasfasern in jeden Haushalt. Einen behält sie für sich selbst, die drei weiteren bietet sie anderen Anbietern zum Kauf an.
Die Infrastruktur am Ende der Glasfasern unterhält jeder Anbieter selbst. «Die Elektronik ist der Schlüssel für den Service, welcher zum Kunden gelangt», erklärte Schloter.
Durch den Wettbewerb auf dieser Ebene sei eine kontinuierliche technologische Innovation gewährleistet. Zudem könnten sich die Anbieter durch unterschiedliche Angebote voneinander differenzieren.
Dominanz der Swisscom befürchtet
Bei den Elektrizitätswerken tönt es indes anders: Die Technologie auf Glasfasernetzen sei längst standardisiert, sagte Paolo Sebben, Geschäftsführer von openaxs, dem Verband der Elektrizitäsunternehmen zur Förderung von Breitbandnetzen, auf Anfrage.
Sebben befürchtet insbesondere, dass beim «swiss fibre»-Modell Swisscom aufgrund der bereits bestehenden Kundenbasis beim Festnetz zum dominierenden Anbieter auf dem Markt würde, wie das bereits beim Mobilfunkmarkt der Fall sei. «Für andere Anbieter wären Investitionen in die technische Infrastruktur dann ein Verlustgeschäft.»
Derzeit baut die Swisscom in den Städten Genf, Basel und Zürich ein Glasfasernetz auf, ab nächstem Jahr auch in Lausanne, Bern, St. Gallen und Freiburg. Bis Ende 2009 will Swisscom 100 000 Haushalte erreicht haben und bis in sieben Jahren ein Drittel der Schweizer Bevölkerung.
Angebot an Basel und Zürich
Auf einen Alleingang beim Bau des Netzes ist Swisscom allerdings nicht aus. Gemäss Schloter liefen Gespräche mit zahlreichen Stadtwerken über eine Kooperation.
Dem ewz und den Industriellen Werken Basel habe man zudem das Angebot gemacht, sich mit 120 respektive 58 Mio. Fr. am Bau ihrer Netze zu beteiligen, sagte Schloter weiter. Bedingung sei einzig, dass die Swisscom auf dem Netz eine eigene Glasfaser erhalte. Bis jetzt haben die beiden Werke der Swisscom noch nicht geantwortet.
Quelle:www.20minuten.ch: News von jetzt!
Kommentar:
Denn Kunden freut's!
Und wenn die EW so fortschrittlich sind, warum können sie dann nicht die normalen Netzwerkkomponeten verwenden wie die einer grossen Firma?
CHfish3'690 Beiträge
und in Luzern passt mal wieder nichts, obwohl die Nachfrage (bei Unternehmen) vorhanden ist - EWL macht nicht viel und Swisscom hat keinen Konkurrenz-Zugszwang
cybi2'842 Beiträge
und aus diesem Grund denke ich wird zumindest in Luzern in den nächsten jahren die CC im internet Angebot die Nase vorn haben.
CHfish3'690 Beiträge
und aus diesem Grund denke ich wird zumindest in Luzern in den nächsten jahren die CC im internet Angebot die Nase vorn haben.jop... aber ich werd mal mit dem EWL Kontakt aufnehmen...
CHfish
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