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Ständerat will Mobilfunkstrahlung nicht erhöhen

22 Antworten3'523 AufrufeGestartet von smid ·

smidThemenstart12'144 Beiträge
#1
Die Grenzwerte für Mobilfunkantennen sollen nicht angehoben werden. Der Ständerat hat sich nach intensiver Diskussion dagegen ausgesprochen. Das Thema bewegt: Noch nie hätten sie so viele Zuschriften aus der Bevölkerung erhalten, sagten viele Ratsmitglieder.

Am Ende war es ein knapper Entscheid: Der Ständerat lehnte den Vorstoss mit 20 zu 19 Stimmen bei 3 Enthaltungen ab. Die Motion ist damit erledigt. Der Nationalrat wollte den Bundesrat beauftragen, die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu revidieren. Aus seiner Sicht sind die Auflagen heute zu einschränkend.

Quelle
http://www.computerworld.ch/news/it-branche/artikel/staenderat-will-mobilfunkstrahlung-nicht-erhoehen-71382/

smid12'144 Beiträge
#2
Finde ich schade, habe ich aber leider erwartet. Ich selbst befürworte eine solche Erhöhung auf das Level der EU. Es ist jetzt ja nicht so, dass Italiener kränker wären als wir.

Spannend, wie fanatisch die Elektro“sensiblen“ mobilisiert haben. Die Tatsache, dass viele die Mails mit einem iPhone gesendet haben, sagt viel aus. Diese sollen doch konsequent sei und ihr Mobile abgeben.

doom2'266 Beiträge
#3
Man könnte es eigentlich einfach machen: Wer kein Handy besitzt darf sich dagegen aussprechen - die anderen tragen die grösste Strahlenquelle eh in der eigenen Tasche mit rum. Im iPhone Land Schweiz ist das oft noch das am stärksten strahlende Gerät dass überhaupt auf dem Markt erhältlich ist - und die Strahlenbelastung kommt grossteils vom eigenen Handy, nicht der Antenne.

frantic2'985 Beiträge
#4
...und die Strahlenbelastung kommt grossteils vom eigenen Handy, nicht der Antenne.
...und je schlechter der Empfang, umso mehr muss das Handy aufdrehen und Vollgas geben, strahlt also mehr! (Was man auch gut an der schlechteren Batterielaufleistung sehen kann.)

Eine bessere bzw. nähere Antenne könnte diese Situation verbessern.

AndreS658 Beiträge
bearbeitet #5
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Maxime948 Beiträge
bearbeitet #6
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smid12'144 Beiträge
#7
Die Grenzwerte sind nicht vergleichbar, weil nicht am selben Ort gemessen wird. 

Berücksichtigt man die Dämpfung der Gebäudehülle, so sind die Grenzwerte vergleichbar.

Die Motion war eine Mogelpackung (z.T. höhere Grenzwerte als in der EU) und verdiente es abgelehnt zu werden.

Ansonsten ist dies wieder einmal ein Thema, wo viele Beteiligten keinen Schimmer haben.
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Köbi411 Beiträge
#8
Bitte dein Mobile Abo stornieren!
Sorry, aber das ist das genau gleich kindische Niveau wie es einige Gegner haben. Es ging lediglich um Grenzwerte, keiner der Nein-Stimmenden hat sich generell gegen mobile Kommunikation ausgesprochen.
doom2'266 Beiträge
#9
@AndreS: sicher hast du eine Quelle neutraler Herkunft wo die Unterschiede der Strahlenmessung erläutert werden. Würdest du sie bitte mit uns teilen? Eine kurze Google Suche führt hier leider zu keinen Resultaten - dieses Argument findet man nur auf Seiten von Strahlencholerikern und die sind genauso mit Argwohn zu betrachten wie die Argumente der Netzbetreiber.

Snowman410'415 Beiträge
#10
Ach ja, die Hysteriker vom geschlossenen Club namens Ständerat. Ein sogenanntes Elitenproblem.
Wohnst du in der Nähe eines Sendermastest?

smid12'144 Beiträge
#11
Wohnst du in der Nähe eines Sendermastest?
Ich zumindest ja. Merke ich aber nur dadurch, dass ich im Keller noch 4G habe.

Guest
bearbeitet #12
Schade. Ein "Aufstocken" auf EU-Werte wäre dringend notwendig gewesen...

Schon allein, weil man so SEHR VIELE Antennenstandorte hätte einsparen können, weil viele kleine Zellen durch eine einzige Antenne hätte abgedeckt werden können...

Andererseits nützen viele Antennen an der Grenze nichts:

als ich noch bei Salz war, war die "für mich zuständige Antenne" keine 600 Meter entfernt. Eine weitere (aber durch Häuser abgeschirmt) 700 Meter entfernt. Empfang hatte ich denoch nur von der 7 km entfernten Antenne aus Deutschland. Weil die Antennen hierzulande eine so dermassen lächerliche Abstrahlstärke haben...

Aber wir wissen ja alle seit 1986 aus Frankreich, das Strahlung schon aus Prinzip an der Landesgrenze anhällt und umkehrt...

Ich schliesse mich den "wer gegen Sendemasten ist, soll sein Handy wegschmeissen"-Fraktion an: was viele vergessen: die Leistung, die der Sendemast benötigt um das Signal an's Handy zu bekommen, muss - zumindest zum grossen Teil - auch das Handy aufbringen, um das Signal an den Handymast zu bekommen...

doom2'266 Beiträge
#13
Ich hab in 100m Radius ums Haus sogar 3 Antennen und trotzdem kein Empfang im Keller.


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olifaessler4'260 Beiträge
#14
 
Ich schliesse mich den "wer gegen Sendemasten ist, soll sein Handy wegschmeissen"-Fraktion an: was viele vergessen: die Leistung, die der Sendemast benötigt um das Signal an's Handy zu bekommen, muss - zumindest zum grossen Teil - auch das Handy aufbringen, um das Signal an den Handymast zu bekommen...
Oder anders gesagt, der grösste Anteil von Strahlung der eine Person ausgesetzt ist, geht nicht vom Mobilfunkmast, sondern vom Mobiltelefon aus. Und je niedriger die Grenzwerte beim Funkmast sind, desto mehr muss das Telefon mit höherer Sendeleistung kompensieren um die schlechte Verbindung zu halten.


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AndreS658 Beiträge
bearbeitet #15
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AndreS658 Beiträge
bearbeitet #16
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AndreS658 Beiträge
bearbeitet #17
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AndreS658 Beiträge
bearbeitet #18
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Guest
#19
Die Motion hatte eben nicht den Angleich an die ICNIRP-Grenzwert zum Ziel.[...]

Für den Benutzer haben übrigens zahlenmässig weniger Antennen keinen Vorteil. Ganz im Gegenteil, das Mobilfunktgerät hat nämlich auch eine limitierte Sendeleistung.


...und genau hier liegt doch der Hund begraben.

a) was nützt mir eine Antenne in <1km Entfernung, wenn diese durch die deutsche Antenne "überblendet" wird, und ich so WENN nur dank Roaming Netz hab?

b ) wäre hier jetzt eine Übernahme vom EU-Recht angebracht gewesen: gleich lange Spiesse. Man muss ja nicht immer übertreiben, aber hier wäre es jetzt seit langem mal angebracht gewesen. (vor allem in Grenzregionen, wo die Sendeleistung, aus Rücksichtsnahme zu den Nachbarländern noch geringer ist als im Inland!)

c) eine neue Antenne zu bauen dauert mal locker 5 Jahre, WENN das Ding dann genehmigt wird.

Kurz: mit der jetzigen Entscheidung/Lage sind alle Regionen ausserhalb der Aglomerationen wieder einmal aussen vor. Und warum? "Elektrosmooohooooooogg" (lesen mit weinerlichem Unterton) - und was hatten die Herren und Damen alles vor sich auf dem Tisch, im Ständerat? Notebooks mit WLAN, Bluetooh-Headsets, Tablets (sicher auch  mit WLAN) und teilweise mehrere Smartfones auf einmal...

...glaubst du, ich glaube nur ein Argument der "Ablehner"?

Ich bin sogar davon überzeugt, das einige (jüngere) SPler und Grüne das Argument der Sendemastleistung in den Abstimmungskampf um das Rahmenabkommen einfliessen lassen werden, vonwegen "endlich gleich lange Spiesse mit EU-Ländern, weil das weniger Antennen benötigt"?

texarkana1'539 Beiträge
bearbeitet #20
...oder man macht es so:

Als Baum getarnter Sendemast.

Bild 2 : auf dem Dach vom Spital in Interlaken,als Kamin getarnt.

Bild 3 : in Fürth DE...

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