SRF, eine geschützte Werkstatt, macht Werbung für Offshore-Sourcing
5 Antworten1'660 AufrufeGestartet von BusFahrer ·
(Disclaimer: ich bin System Engineer und bin/war direkt und indirekt vom Stellenabbau durch Offshoresourcing in Billiglohnländer betroffen)
SRF, welche mit Zwangsgebühren/Steuern, ihre geschützte Werkstatt finanziert, berichtet über "IT-Boom in Polen" in 10vor10. Im Beitrag werden Schweizer FIrmen gelobt, die Teile ihrer IT nach Polen auslagern. Im gesamten Beitrag gibt es kein einziges kritisches Wort darüber. Meiner Meinung nach ein Werbespot für Offshoresourcing in Billiglohn-Länder. Die Lohnschreiber animieren andere BWLer das Gleiche zu tun.
http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/video/it-boom-in-polen?id=79007a09-2a81-4fac-afd1-d41a3ab96b30
was meint ihr dazu?
SRF, welche mit Zwangsgebühren/Steuern, ihre geschützte Werkstatt finanziert, berichtet über "IT-Boom in Polen" in 10vor10. Im Beitrag werden Schweizer FIrmen gelobt, die Teile ihrer IT nach Polen auslagern. Im gesamten Beitrag gibt es kein einziges kritisches Wort darüber. Meiner Meinung nach ein Werbespot für Offshoresourcing in Billiglohn-Länder. Die Lohnschreiber animieren andere BWLer das Gleiche zu tun.
http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/video/it-boom-in-polen?id=79007a09-2a81-4fac-afd1-d41a3ab96b30
was meint ihr dazu?
Snowman410'415 Beiträge
Hat den Vorteil, dass die Polen nicht zu uns kommen.
schnuerbel1'837 Beiträge
bearbeitet #3
Ich verstehe Deine Situation. In meinen 15 Jahren in der IT als Systems Engineer oder Software Entwickler war ich bereits viermal durch Offshoring direkt betroffen und wechselte infolgedessen meine Stelle. Aber ehrlicherweise muss ich sagen: Momentan ist ein Stellenwechsel im IT-Bereich in der Schweiz nicht wirklich ein Problem.
Strenggenommen gibt es das eigentlich auch andersrum: Wenn z.B. Google in Zürich ein relativ grosser Arbeitgeber ist, so ist das letztendlich nichts anderes als Offshoring von amerikanischen IT-Arbeitsplätzen. Dies geschieht bei Google natürlich aus anderen Motivationsgründen als Geld. Aber im Grunde genommen bleibt es Offshoring.
SRF ist und bleibt unkritisch. Wenn ich dessen Infosendungen (Tagesschau, Rundschau, usw.) ansehe, so erhalte ich sehr oft den Eindruck, dass "lehrmeisterlich unterrichtend" berichtet wird. Man erklärt das Offensichtliche und hinterfragt nichts wirklich kritisch. Was also hast Du anderes von SRF erwartet? Es fehlt der Biss. Für wirklich kritische Berichte haben wir gottseidank die deutschen ÖR - sonst wären wir wirklich etwas naiv gestrickt hierzulande.
... und es gibt Leute, die sind noch viel schlechter dran als wir /emoticons/default_smile.png : Das nenne ich eine Reportage: https://www.youtube.com/watch?v=NfcKUwzbWpE. Denn hier geht das Spiel der Arbeitgeber noch einen Zacken weiter. Kreuzfahrtschiffe werden in afrikanischen Ländern registriert, um (auch europäische) Besatzungsmitglieder mit minimalen Löhnen abzuspeisen. Im gefilmten Fall des Undercover-Journalisten verdient er unterm Strich (inkl. Trinkgeld) 32 Pfund im Monat.... und das bei mehr als 70 Arbeitsstunden in der Woche.
Strenggenommen gibt es das eigentlich auch andersrum: Wenn z.B. Google in Zürich ein relativ grosser Arbeitgeber ist, so ist das letztendlich nichts anderes als Offshoring von amerikanischen IT-Arbeitsplätzen. Dies geschieht bei Google natürlich aus anderen Motivationsgründen als Geld. Aber im Grunde genommen bleibt es Offshoring.
SRF ist und bleibt unkritisch. Wenn ich dessen Infosendungen (Tagesschau, Rundschau, usw.) ansehe, so erhalte ich sehr oft den Eindruck, dass "lehrmeisterlich unterrichtend" berichtet wird. Man erklärt das Offensichtliche und hinterfragt nichts wirklich kritisch. Was also hast Du anderes von SRF erwartet? Es fehlt der Biss. Für wirklich kritische Berichte haben wir gottseidank die deutschen ÖR - sonst wären wir wirklich etwas naiv gestrickt hierzulande.
... und es gibt Leute, die sind noch viel schlechter dran als wir /emoticons/default_smile.png : Das nenne ich eine Reportage: https://www.youtube.com/watch?v=NfcKUwzbWpE. Denn hier geht das Spiel der Arbeitgeber noch einen Zacken weiter. Kreuzfahrtschiffe werden in afrikanischen Ländern registriert, um (auch europäische) Besatzungsmitglieder mit minimalen Löhnen abzuspeisen. Im gefilmten Fall des Undercover-Journalisten verdient er unterm Strich (inkl. Trinkgeld) 32 Pfund im Monat.... und das bei mehr als 70 Arbeitsstunden in der Woche.
texarkana1'539 Beiträge
...das ist nicht nur auf Kreuzfahrt Schiffen so.
... 1980-81 als ich das letzemal auf Frachtschiffen der Schweiz. Hochseeschiffahrt,
als Schiffs Elektriker gearbeitet hatte, waren auf dem Frachtschiff unter Panama Flagge
nur noch der Kapitän und die Offiziere Schweizer...
Der Rest waren Phillipinen ... etc.
... 1980-81 als ich das letzemal auf Frachtschiffen der Schweiz. Hochseeschiffahrt,
als Schiffs Elektriker gearbeitet hatte, waren auf dem Frachtschiff unter Panama Flagge
nur noch der Kapitän und die Offiziere Schweizer...
Der Rest waren Phillipinen ... etc.
anykey5'528 Beiträge
Aber jetzt mal ehrlich, als IT-Fachmann muss man sich doch in der aktuellen Situation keine Sorgen um einen Job machen, oder?
micromag84646 Beiträge
So ist es
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