Sky DACH wird von RTL-Gruppe gekauft

magicfriend

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Ich sehe dem mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Vor allem da Sky über die gute Vernetzung mit allen anderen Ablegern in Europa bisher einen guten Job gemacht hat. Davon profitierte die kleine Schweiz stark. Zum Beispiel bei Sky Show mit den exklusiven Inhalten von HBO. Weiter im Sport mit der Bundesligaübertragung, wo man die Rechte nicht hatte mit dem Signal aus Italien. Wir können gespannt sein, welche Auswirkungen diese Loslösung in die RTL-Gruppe haben wird. Fakt ist: Sky DACH wurde zu einem Butterbrotpreis für EUR 150 Mio. verkauft. Dies da Sky die letzten Jahre nicht profitabel war. Man erwartet jetzt wieder die Rückkehr in die Gewinnzone. Das zeigt auch, wie hart umkämpft der Streamingmarkt ist, vor allem bei den Sportrechten.
 
Butterbrotpreis? Ich weiss nicht, ob ich ein Einzelfall bin, aber ich kenne immer weniger Leute, die noch viel in Pay-TV investieren. Hatten einige früher gleich mehrere Abos, haben sie allmählich zurückgefahren auf eines oder auch gar keines mehr. Etliche Leute, mich eingeschlossen, machen einen Kompromiss und abonnieren noch sporadisch. Z.B. für einen oder zwei Monate, wenn ein Streamer wieder genügend neue Inhalte hat oder während der Eishockey-Saison als Beispiele. Einige beklagen sich, dass sich die Landschaft "verzütterlet" hat, während früher (fast) alles, was sie wollten, bei einem Anbieter erhältlich war.
 
Solange ich mein QoQa Lebenslang Sky Show Abo für 9 Franken behalten kann bleib ich dabei. Viel mehr würde ich dafür nicht zahlen.
 
Die müssen selber wissen, wa sie tun. Und es stimmt, die vielen Anbieter, die zudem damit die Angebote verwässern und auch meist immer teurer werden, helfen dem Markt nicht. Bereits kann man weltweit feststellen: Die Angebote im rechtlichen schwarzen Bereich nehmen wieder stark zu.
 
Vielleicht könnte man die nächsten TV-Rechte ja auch so verkaufen, dass zB Sky die erste, und DAZN dann die zweite Halbzeit sendet.
Für Fussball oder Eishockey wäre auch ein Rotationsprinzip denkbar. Nach jedem Goal wechselt der Streamer. Das Problem ist doch, dass sonst stets derjenige mit den Rechten für die zweite Halbzeit das bessere Ende (Betonung auf Ende) in den Händen hält. Die Interessierten wollen nämlich meist das Endresultat und nicht den Halbzeitstand wissen / sehen.
 
Nun der nächste Schlag im Battle der Streaming-Anbieter. HBO Max kommt in die Schweiz laut Medienberichten:
Bedeutet dann - obwohl die ganz grossen Serien bei sky weiterhin zu sehen sind - aber dennoch eine grössere Reduktion des Katalogs. Habe zwar ein Abo mit grossem Rabatt mit lebenslanger Laufzeit. Aber langsam finde ich diese Fragmentierung des Marktes mit so vielen Anbietern einfach Kacke. Jeder will ein Stück vom Kuchen. Vor allem in der Schweiz kann das doch ummöglich profitabel sein.
 
Wahrlich mühsam, demnächst brauchst du nicht nur 8 Abos für Sport, sondern auch noch 12 Abos wenn du Unterhaltung konsumieren willst. Mal sehen wie lange es geht, bis das Kartenhaus zusammenbricht und der Markt wieder auf 2 bis max 3 Anbieter gesundschrumpft. Für mich als Kunden extrem mühsam, sprich bei mir führen solche Sachen schlichtweg zum Rückzug, da kündige ich auch Bestehendes, weils mir langsam zu blöd wird.
 
Der Faktor Schweiz wird wieder mal gnadenlos ausgenutzt.
Zum Vergleich (CH= Schweiz, DA= Deutschland-Österreich):
Basis: CH: CHF 9.90; DA. €5.99 / €6.99 ab 2027
Standard: CH: CHF 16.90; DA: €11.99 / €12.99 ab 2027
Premium: CH: CHF 23.90; DA: €16.99 / €17.99 ab 2027
Sport (add on): CH: CHF 7.-; DA: € 3.-
 
Ja die Marketing-Gurus von WB hatten wohl noch nicht auf dem Schirm, dass Netflix den Zuschlag erhält. Aber das ist auch nicht sicher. Die amerikanische Regierung soll das anscheinend gar nicht gut finden. Allenfalls muss Netflix da zurückkrebsen oder kann nur einen Teil übernehmen. Schlucken die WB mit allen Lizenzen, wäre Netflix ein absoluter Gigant. Auf jeden Fall geht es wieder in die gleiche Richtung, wie damals die Film- und Musikindustrie. Den Ausgang kennen wir alle.
 
Nächstes überschlagendes Ereignis rund um die WB Übernahme. Nun bietet Paramount mehr pro Aktie als Netzflix. Damit wäre auch die Regierung zufrieden, die es wegen markbeherrschender Stellung nicht gerne gesehen hätte, wenn Netflix die Übernahme vollzogen hätte. Ob es allerdings dabei bleibt?
 
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