SKS Medienmitteilung "BAKOM beschneidet Rechte der Fernsehliebhaber"
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Hi
vielleicht interessiert sich ein Cablecom-Kunde dafür. Reichlich spät wurde das durch SKS festgestellt...
Medienmitteilung: Ressorts Inland / Wirtschaft
Bern, 4. Mai 2010
SKS stellt Musterstellungnahme gegen die neueste Cablecomidee CI+ ins
Internet
BAKOM beschneidet Rechte der Fernsehliebhaber
Fernsehen wird in Zukunft nur noch im Zwangskorsett möglich sein:
Wer auf die lästige Set-Top-Box verzichten will, muss das System CI+
anwenden. Dieses ist äusserst konsumentenfeindlich: So können
bestimmte Sendungen gar nicht aufgenommen worden. Ebenso kann das
Spulen, z.B. bei Werbepausen, unterbunden werden. Cablecom will CI+
dieses Jahr als Alternative zur Set-Top-Box einführen, das BAKOM
lässt CI+ im Entwurf zur Aufhebung des Boxenzwangs zu. Die SKS
fordert die Fernsehliebhaber daher auf, beim BAKOM zu protestieren.
Auf konsumentenschutz.ch :: Startseite
ist eine Musterstellungnahme downloadbar, die ans BAKOM gesandt
werden kann. Denn bis am 10. Mai läuft die Vernehmlassung zum
BAKOM-Entwurf.
Der lästige Set-Top-Boxenzwang soll fallen. So will es eine
Gesetzesvorlage des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM). Und so hat
es Cablecom angekündigt auf den 1. Juni. Doch der Blick ins Detail
zeigt: Die Vorhaben von BAKOM und Cablecom führen in der Praxis kaum
zur Aufhebung des Boxenzwangs. Denn Cablecom setzt nicht auf den
international anerkannten Standard CI, der heute in praktisch allen
neu hergestellten Fernsehgeräten verwendet wird. Cablecom propagiert
CI+, zu dem noch praktisch keine Geräte auf dem Markt sind und das
nur ein Teil der Fernsehhersteller akzeptieren. Der
BAKOM-Gesetzesentwurf lässt dennoch CI+ zu.
Die SKS hat nach den Ankündigungen von Cablecom und BAKOM zahlreiche
Beschwerden erhalten. Konsumentinnen und Konsumenten haben sich in den
letzten Jahren einen CI-Fernseher gekauft. Absurd zu verlangen, dass
sie nun einen CI+-Fernseher kaufen sollen! Somit bleibt der Boxenzwang
bestehen – das alles mit dem Segen des BAKOM unter Missachtung der
überwiesenen abgeänderten Motion von SKS-Präsidentin und
Ständerätin Simonetta Sommaruga.
Wer jedoch ein CI+-Gerät im Laden findet, gibt die Herrschaft über
seinen Fernseher aus der Hand. Denn mit CI+ kann die Aufnahme von
einzelnen Sendungen untersagt werden! Ebenso soll das Spulen von
Werbungen unterdrückt werden. CI+ ist damit eine krasse Beschneidung
der Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten.
«Dass das BAKOM mit seinem Entwurf all diese Ideen von Cablecom
gutheisst, enttäuscht uns nach den Diskussionen der letzten zwei
Jahre sehr», hält Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS, fest.
«Nun müssen die Fernsehfreunde ihren Unmut beim BAKOM kundtun. Wir
fordern sie auf, beim BAKOM zu intervenieren.» Hierzu hat die SKS auf
ihrer Website <http://www.konsumentenschutz.ch>
eine kurze Musterstellungnahme gestellt, die ans BAKOM gesandt
werden kann. Denn bis am 10. Mai läuft die Vernehmlassungsfrist zum
BAKOM-Entwurf. Jede Bürgerin / jeder Bürger kann hierzu seine
Haltung einsenden! Jede Stimme zählt, denn das BAKOM muss endlich den
Fernsehalltag der Konsumentinnen und Konsumenten statt nur die
Interessen der Kabelnetzbetreiber berücksichtigen.
Weitere Informationen:
Sara Stalder, Geschäftsleiterin: 031 370 24 20 oder 078 710 27 13
Andreas Tschöpe, Leiter Politik und Wirtschaft: 031 370 24 26 oder
078 629 59 27
Stiftung für Konsumentenschutz, Monbijoustrasse 61, Postfach, 3000
Bern 23
Telefon 031 370 24 24, Fax 031 372 00 27, Bestellungen: Telefon 031
370 24 34
vielleicht interessiert sich ein Cablecom-Kunde dafür. Reichlich spät wurde das durch SKS festgestellt...
Medienmitteilung: Ressorts Inland / Wirtschaft
Bern, 4. Mai 2010
SKS stellt Musterstellungnahme gegen die neueste Cablecomidee CI+ ins
Internet
BAKOM beschneidet Rechte der Fernsehliebhaber
Fernsehen wird in Zukunft nur noch im Zwangskorsett möglich sein:
Wer auf die lästige Set-Top-Box verzichten will, muss das System CI+
anwenden. Dieses ist äusserst konsumentenfeindlich: So können
bestimmte Sendungen gar nicht aufgenommen worden. Ebenso kann das
Spulen, z.B. bei Werbepausen, unterbunden werden. Cablecom will CI+
dieses Jahr als Alternative zur Set-Top-Box einführen, das BAKOM
lässt CI+ im Entwurf zur Aufhebung des Boxenzwangs zu. Die SKS
fordert die Fernsehliebhaber daher auf, beim BAKOM zu protestieren.
Auf konsumentenschutz.ch :: Startseite
ist eine Musterstellungnahme downloadbar, die ans BAKOM gesandt
werden kann. Denn bis am 10. Mai läuft die Vernehmlassung zum
BAKOM-Entwurf.
Der lästige Set-Top-Boxenzwang soll fallen. So will es eine
Gesetzesvorlage des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM). Und so hat
es Cablecom angekündigt auf den 1. Juni. Doch der Blick ins Detail
zeigt: Die Vorhaben von BAKOM und Cablecom führen in der Praxis kaum
zur Aufhebung des Boxenzwangs. Denn Cablecom setzt nicht auf den
international anerkannten Standard CI, der heute in praktisch allen
neu hergestellten Fernsehgeräten verwendet wird. Cablecom propagiert
CI+, zu dem noch praktisch keine Geräte auf dem Markt sind und das
nur ein Teil der Fernsehhersteller akzeptieren. Der
BAKOM-Gesetzesentwurf lässt dennoch CI+ zu.
Die SKS hat nach den Ankündigungen von Cablecom und BAKOM zahlreiche
Beschwerden erhalten. Konsumentinnen und Konsumenten haben sich in den
letzten Jahren einen CI-Fernseher gekauft. Absurd zu verlangen, dass
sie nun einen CI+-Fernseher kaufen sollen! Somit bleibt der Boxenzwang
bestehen – das alles mit dem Segen des BAKOM unter Missachtung der
überwiesenen abgeänderten Motion von SKS-Präsidentin und
Ständerätin Simonetta Sommaruga.
Wer jedoch ein CI+-Gerät im Laden findet, gibt die Herrschaft über
seinen Fernseher aus der Hand. Denn mit CI+ kann die Aufnahme von
einzelnen Sendungen untersagt werden! Ebenso soll das Spulen von
Werbungen unterdrückt werden. CI+ ist damit eine krasse Beschneidung
der Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten.
«Dass das BAKOM mit seinem Entwurf all diese Ideen von Cablecom
gutheisst, enttäuscht uns nach den Diskussionen der letzten zwei
Jahre sehr», hält Sara Stalder, Geschäftsleiterin der SKS, fest.
«Nun müssen die Fernsehfreunde ihren Unmut beim BAKOM kundtun. Wir
fordern sie auf, beim BAKOM zu intervenieren.» Hierzu hat die SKS auf
ihrer Website <http://www.konsumentenschutz.ch>
eine kurze Musterstellungnahme gestellt, die ans BAKOM gesandt
werden kann. Denn bis am 10. Mai läuft die Vernehmlassungsfrist zum
BAKOM-Entwurf. Jede Bürgerin / jeder Bürger kann hierzu seine
Haltung einsenden! Jede Stimme zählt, denn das BAKOM muss endlich den
Fernsehalltag der Konsumentinnen und Konsumenten statt nur die
Interessen der Kabelnetzbetreiber berücksichtigen.
Weitere Informationen:
Sara Stalder, Geschäftsleiterin: 031 370 24 20 oder 078 710 27 13
Andreas Tschöpe, Leiter Politik und Wirtschaft: 031 370 24 26 oder
078 629 59 27
Stiftung für Konsumentenschutz, Monbijoustrasse 61, Postfach, 3000
Bern 23
Telefon 031 370 24 24, Fax 031 372 00 27, Bestellungen: Telefon 031
370 24 34
CHfish3'690 Beiträge
Ich habe eine angepasste Version erstellt, welche ich euch gerne zur Verfügung stelle:
Letzte Runde: Kampf dem Boxenzwang und CI+ | CHfish's wonderful world of technology
Letzte Runde: Kampf dem Boxenzwang und CI+ | CHfish's wonderful world of technology
Noel3'777 Beiträge
Ich habe eine angepasste Version erstellt, welche ich euch gerne zur Verfügung stelle:Letzte Runde: Kampf dem Boxenzwang und CI+ | CHfish's wonderful world of technologyDanke für diesen sehr gut formulierten Musterbrief. Ich habe ihn gleich ausgedruckt, unterschrieben und ins Couvert gesteckt!
Gnu336 Beiträge
Ich habe eine angepasste Version erstellt, welche ich euch gerne zur Verfügung stelle:Letzte Runde: Kampf dem Boxenzwang und CI+ | CHfish's wonderful world of technologyMerci für den Musterbrief. Habe ihn noch ein bisschen abgeändert und ergänzt. Werde ihn morgen als Eingeschrieben abschicken.
Gruss
Gnu
Meridion146 Beiträge
Ich habe eine angepasste Version erstellt, welche ich euch gerne zur Verfügung stelle:Letzte Runde: Kampf dem Boxenzwang und CI+ | CHfish's wonderful world of technologyMerci. Habe den Text für meinen Brief auch noch etwas angepasst.
CHfish3'690 Beiträge
Merci. Habe den Text für meinen Brief auch noch etwas angepasst.Nur soaus Neugier: Irgendwas, was ich an der Vorlage noch anpassen sollte?
Gruss
CHfish
Meridion146 Beiträge
Nur soaus Neugier: Irgendwas, was ich an der Vorlage noch anpassen sollte?Kleine Anpassung: "CI+ ist zudem ein System, das die Konsumentenrechte massiv einschränken kann."
Ich habe folgendes hinzugefügt, resp. angepasst:
"Des weitern erachte ich es als zeitgemäss, dass gemäss Gesetz mindestens die „Must Carry“ Sender unverschlüsselt übertragen werden sollten. Besser wäre jedoch, wenn die „Free To Air“ (FTA) Sender des Grundangebots eines Kabelnetzbetreibers unverschlüsselt übertragen würden. Normierte DVB-Zusatzdienste, wie z.B. EPG, können auch ohne Verschlüsselung übertragen und angezeigt werden. Von den Kabelnetzbetreibern wird zu Unrecht das Gegenteil behauptet."
Das könnte die genannte Regel der "100 Sender" ersetzen.
Icetiger877 Beiträge
Ja, CHfisch
Das Beispiel mit der Intergga hättest Du stehen lassen können. Das ist wohl der vorbildlichste Kabelnetzbetreiber im Bezug auf Digitalfernsehen: Ein DVB-C tauglicher Fernseher reicht um wirklich 127 digitale Sender zusehen. Da braucht es keine CI+ verseuchten DigiCards a la Cablecom.....
Das Beispiel mit der Intergga hättest Du stehen lassen können. Das ist wohl der vorbildlichste Kabelnetzbetreiber im Bezug auf Digitalfernsehen: Ein DVB-C tauglicher Fernseher reicht um wirklich 127 digitale Sender zusehen. Da braucht es keine CI+ verseuchten DigiCards a la Cablecom.....
engadget304 Beiträge
Gesetz mindestens die „Must Carry“ Sender unverschlüsselt übertragen werden sollten. Besser wäre jedoch, wenn die „Free To Air“ (FTA)Hi Meridion
Dank Must-carry - Wikipedia, the free encyclopedia weiss ich was Must Carry ist. Doch welche Sender sind das in der CH?
Freier Empfang ? Wikipedia "Free to Air" ist alles ausser Paytv?
Meridion146 Beiträge
Dank Must-carry - Wikipedia, the free encyclopedia weiss ich was Must Carry ist. Doch welche Sender sind das in der CH?Habe leider auch keine Liste gefunden. Das sind die analogen und digitalen Sender, welche die Kabelnetzbetreiber verbreiten müssen. 2007 waren das 25 analoge und 30 digitale Sender, hat Swisscable mal geschrieben.
Es macht meiner Ansicht keinerlei Sinn, die "Must Carry" Sender zu verschlüsseln, denn diese müssen ja sowieso alle Kabelnetzbetreiber verbreiten!
Freier Empfang ? Wikipedia "Free to Air" ist alles ausser Paytv?Ja, "Free To Air" heisst unverschlüsselt, also frei empfangbar. Darunter würden in diesem Kontext alle unverschlüsselt über Satellit oder terrestrisch empfangbaren Sender fallen, welche ein Kabelnetzbetreiber im Basispaket, das alle Kunden erhalten, verbreitet.
Ein generelles Verbot der Verschlüsselung von FTA-Sendern würde den Kabelnetzbetreibern weh tun, da frei empfangbare ausländische Sender nicht mehr in optionalen Zusatzpaketen verkauft werden könnten.
smid12'144 Beiträge
Irgendwie glaube ich ja, dass sich CC selbst "weh tut".
Aber RaiUno kann uns sicher was sagen, wie die Italiener momentan zum Thema stehen.
Aber RaiUno kann uns sicher was sagen, wie die Italiener momentan zum Thema stehen.
Seite 1 von 1 · 11 Beiträge in diesem Thema