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Routerzwang

40 Antworten10'434 AufrufeGestartet von dreael ·

Umfrage

Bist Du für freie Routerwahl?

  • Ja, sämtliche Provider sollen rechtlich verpflichtet werden, Zugangsdaten für SIP, PPPoE usw. auf Ve36 Stimmen · 78 %
  • Nein, ich finde es richtig, dass ein Anbieter durch Zulassung von nur ISP-eigener Hardware die störu8 Stimmen · 17 %
  • Spielt mir keine Rolle/Regelung ist mir egal2 Stimmen · 4 %
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Gelöschtes Mitglied 757
#21
Es macht es dem Provider natürlich einfacher, wenn er lediglich seine Einheitsbox anbieten muss.

Für den Business-Bereich muss in der Regel was anderes her.

Die Sunrise-Fritzbox betrachte ich persönlich als furchtbares Gerät und Sunrise schränkt die Möglichkeiten der Box zudem noch ein (IPv6, Firmwareupgrade). Ein Problem, das bei Provider-Routern garantiert auf uns zukommen wird. Man schaltet nur noch diese Funktionen frei, die der Provider auch supporten möchte.

doom2'266 Beiträge
#22
Und wie stellt ihr euch den Support vor? Was passiert ist doch klar. die Leute kaufen sich irgendein Gerät und wenn es dann nicht funktioniert, rufen sie den Provider an und verlangen Gratissupport.
Oh Gott, wie machen das nur all die SIP Provider die carrierunabhängig sind /emoticons/default_wink.png Die gibts schon seit Jahren und sind trotzdem dass sie mehr als 1 Gerät supporten müssen immer noch im Geschäft. Da die grosse Mehrheit der Kunden eh den Gratisrouter des Providers nimmt, schränkt das die Kunden welche Support brauchen schon mal ein (welcher n00b kauft sich ein Gerät wo er sich dann mit 100 SIP Optionen auseinandersetzen muss...), und den Rest kannst du vertraglich regeln (bei Problemen die durch den Kunden verursacht werden zahlt der Kunde. Swisscom könnte auch die gebräuchlichsten Geräte via TR69 automatisch konfigurieren - einfach den Zugriff nicht sperren so dass man wenn man es denn möchte darin rumfummeln kann). 
Security kriegst du z.B. hin indem du den Zugriff via SIP Clients nur aus dem Swisscom Netz gestattest. Wer im Ausland über seine Festnetzleitung telefonieren will, kann das mit io@home ja tun, oder macht eine VPN Verbindung auf den Router zuhause und geht via dort zum Swisscom SIP Server.

Warten wir mal ab obs die Deutschen auf die Reihe kriegen - wäre auf jeden Fall ein guter Motivator für die Leute in Bern.

doom2'266 Beiträge
#23
Habe gerade noch einen Post bei tuxone gefunden der zum Thema passt: http://www.tuxone.ch/2015/03/routerzwang-ein-rechtfertigung-lasst.html

Dachreiter80 Beiträge
bearbeitet #24
Ein weiteres Problem sind zurzeit die nomadischen Teilnehmer, die eine Notruf-Nummer anwählen müssen. Im privaten Netzwerk können diese Teilnehmer lokalisiert werden und der richtigen Regionen Notruf-Nummer zugeteilt werden. Mit den entsprechenden SIP Daten wäre das aus einem fremden Netz nicht mehr möglich. Was die Gesetzgebung (BAKOM) im Zusammenhang mit der Grundversorgung hier genau vorschreibt entzieht sich meinen Kenntnissen.

SIP Call sagt folgendes zu Notrufnummern,

Massgebend für die Weiterleitung von Anrufen auf Notrufnummern an die korrekte Notrufzentrale ist die eingetragene Post- leitzahl in Ihrem sipcall business-Konto. Sie können den Standort jederzeit online in Ihrem Benutzerkonto im Menüpunkt Kontoinformation/Abonnent ändern.Wenn keine Postleitzahl oder ein Standort im Ausland hinterlegt ist, wird der Anruf nicht, resp.an eine zentrale Notrufstelle weitergeleitet. Wenn Sie Ihre sipcall-Rufnummern an einem anderen Standort nutzen als im Benutzerkonto hinterlegt ist, empfehlen wir Ihnen dringend bei Anrufen auf Notrufnummern einen Festnetzanschluss oder ein Mobiltelefon zu verwenden. Mit Ihrer Unterschrift anerkennen Sie die Risiken, die bei nomadischer Nutzung der sipcall-Dienstleistung im Falle eines Notrufs bestehen.

In meinem Fall würde die Feuerwehr nach Gutenswil ausrücken........ mmmmmm da bin ich aber schon lange nicht mehr......

Tux0ne59 Beiträge
#25
Nomadische Nutzung ist kein Grund zu Routerzwang.

Swisscom bietet mit io@home auch die Möglichkeit IP Telefonie nomadisch zu nutzen. Zudem besteht die Möglichkeit das ein Kunde zB. ein Rousseau 10 an einem anderen Stao betreibt. Theoretisch oder praktisch ist in diesem Moment egal.

Rechtlich sieht das so aus:

2.3.4 Spezielle Bestimmungen für die Internet-Telefonie (VoIP) Anbieterinnen von VoIP-Telefoniediensten (Telefonie über das Internet-Protokoll) sind verpflichtet, ihren Kundinnen und Kunden den Zugang zu den Notrufdiensten zu ermöglichen. Mit der derzeitigen VoIP-Technologie ist die korrekte Leitweglenkung der Notrufe und die Standortidentifikation nur bei Anrufen von dem im Kundenvertrag bezeichneten Hauptstandort aus gewährleistet. Bei der so genannten nomadischen Nutzung können die Kundinnen und Kunden ihr Gerät jedoch an einen anderen Ort bringen und es an einem beliebigen Breitband-Internetanschluss betreiben. Bei dieser nomadischen Nutzung kann die VoIP-Anbieterin den Standort des Anschlusses nicht ermitteln und die korrekte Leitweglenkung von Notrufen nicht garantieren. Auch bei nomadischer Nutzung sind VoIP-Telefonieanbieterinnen jedoch berechtigt, alle Notrufe über die im Anhang definierten RoutingNummern weiterzuleiten. Massgeblich für die Wahl der Routing-Nummer ist der im Kundenvertrag bezeichnete Hauptstandort.

Bei nomadischer Nutzung müssen VoIP-Telefonieanbieterinnen, die sich auf diese Ausnahmeregelung berufen, im Rahmen des Kundenvertrages Folgendes sicherstellen:

 Die Kundinnen und Kunden sind über die Einschränkungen bei nomadischer Nutzung zu informieren;

 Die Kundinnen und Kunden haben ausdrücklich und beweisbar zu bestätigen, dass sie diese Einschränkungen zur Kenntnis genommen haben;

 Die Kundinnen und Kunden sind darauf aufmerksam zu machen, dass für Notrufe wenn immer möglich ein dazu geeigneteres Kommunikationsmittel verwendet werden soll.

SR 784.101.113/1.3 8 / 16

http://www.bakom.admin.ch/org/grundlagen/00563/00564/00658/index.html?lang=de

Swisscom löst dies bei der Aktivierung des Anschlusses, dem Pairing oder über die AGB's bereits. Der Kunde wird da bezüglich der nomadischen Nutzung informiert und muss dies akzeptieren. Egal ob er die nomadische Nutzung jetzt bereits verwenden kann oder nicht.

dreael322 Beiträge
bearbeitet #26
Inzwischen wird es um uns herum in der EU offiziell mit der freien Routerwahl:

http://www.computerworld.ch/news/kommunikation/artikel/eu-plant-routerfreiheit-68308/

=> Damit müssen die ISPs unserer Nachbarn aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich + übrige EU bei Bedarf die Zugangsdaten für den SIP-Account bei VoIP, PPPoE-Einwahl usw. herausgeben.

Zur Info:

dreael@laborpc1:~$ whois routerzwang.ch
We do not have an entry in our database matching your query.

dreael@laborpc1:~$ whois routerwahl.ch
We do not have an entry in our database matching your query.

dreael@laborpc1:~$ whois freie-routerwahl.ch
We do not have an entry in our database matching your query.

dreael@laborpc1:~$ _

=> da müsste man sich direkt überlegen, eine Website www.routerwahl.ch aus dem Boden zu stampfen mit Unterschriftensammlung...

frantic2'985 Beiträge
#27
In D kommt jetzt ein entsprechender Gesetztesentwurf.

Bundesregierung: Der Router gehört nicht zum Netz des Providers

http://winfuture.de/news,88443.html

Quu
#28
*UPDATE* Der Bundestag hat einstimmig die Abschaffung des Routerzwangs in DE beschlossen.

 http://business.chip.de/news/FritzBox-fuer-alle-Bundestag-kippt-den-Routerzwang_85270636.html

 Ein Wichtiger Schritt, hoffe CH wird da bald auch so frei sein.  😉

cybi2'842 Beiträge
#29
Das dauert bestimmt noch ewig.

world-in-union182 Beiträge
#30
Das dauert bestimmt noch ewig.


[OT: Genauso, wie bei den Roaming-Gebühren.]

creep2'589 Beiträge
#31
die Hotlines freuen sich sicher schon auf all die Dumpfbacken die den selbstgekauften Router dann nicht zum laufen bringen und gratis Support verlangen.

frantic2'985 Beiträge
#32
Das heiss ja nicht, dass man einen eigenen Router haben muss.

Es heisst nur, dass man einen eigenen Router haben darf!

Also werden die persönlichen Rechte des kleinen Kunden gegenüber den grossen Konzernen geschützt, welche am liebsten einen gläsernen Kunden hätten, selbst aber möglichst nichts über ihre Machenschaften bekannt geben wollen. Für mich grundsätzlich eine gute Sache!

o.s.t.495 Beiträge
bearbeitet #33
die Hotlines freuen sich sicher schon auf all die Dumpfbacken die den selbstgekauften Router dann nicht zum laufen bringen und gratis Support verlangen.


kein Problem - 98% der 0815 Kunden nehmen eh den Providerrouter. Die anderen 2% der "Superuser" oder was die auch immer sind - erklären sich klar damit einverstanden, dass kein Support seitens Provider geleistet wird....

Gaaaaaaanz wichtig einfach:

Die Provider MUESSEN alle notwendigen Zugansdaten (SIP Credentials, Einwählparameter usw.) klar bekanntgeben, damit alternative Router entsprechend konfiguriert und alle Services genutzt werden können. Ferner muss der Kunde die Haftung übernehmen, falls durch Sicherheitslücken auf Fremdroutern Schaden entsteht (Telefoniemissbrauch durch gehakte SIP-daten z.B.)

Snowman410'415 Beiträge
#34
Wieso sollen die Provider wegen 2% Superuser diesen Aufwand treiben?

cybi2'842 Beiträge
#35
Weil es das Gesetz irgend wann mal verlangt. Ganz einfach.

roman709'245 Beiträge
#36
Jetzt nicht, dass ich dagegen bin, aber wenn jeweils für nur 2 % ein neues Gesetz gemacht würde, müsste man noch tausende von ähnlichen Bestimmungen für alle erdenklichen Bereiche schaffen und umsetzen.

Schlussendlich wird es gemacht, wenn eine Lobby etwas durchbekommt, unabhängig davon, ob 99% oder 1 % betroffen sind.

Die hier genannten 2 % sind ja auch nur eine aus der Luft gegriffene Zahl. Könnte vielleicht stimmen - muss aber nicht.

Tux0ne59 Beiträge
#37
Ich begrüsse die Entscheidungen aus Deutschland sehr.

Es soll auch unser Ziel sein.

Der Wunsch nach offenen Schnittstellen ist eigentlich völlig klar. Jeder soll die Geräte einsetzen können die er sich wünscht.

Falls man dazu technisch nicht in der Lage ist, so greift man halt auf das CPE des Provider zu. Das war schon immer so. Es sind im übrigen auch nicht die technisch versierten User welche die Hotline belasten. Es sind meist eben die Kunden mit CPE, welche das Gefühl haben ihr Provider sei für das ganze Netzwerk zuständig. Was ich aus deren Sicht sogar irgendwie verstehe. Denn wenn ich ein Gerät habe welches für das Netzwerk zuständig ist und ich auf diesem ja eigentlich auch gar nichts einstellen kann, so muss dieses Gerät der Schuldige sein... 🙂

Aus Kundensicht gibt es keinen Grund gegen die Öffnung der Schnittstellen. Das ist ein MUSS für jeden, welcher seinen Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze hat.

Tux0ne59 Beiträge
#38
Jetzt nicht, dass ich dagegen bin, aber wenn jeweils für nur 2 % ein neues Gesetz gemacht würde, müsste man noch tausende von ähnlichen Bestimmungen für alle erdenklichen Bereiche schaffen und umsetzen.

Schlussendlich wird es gemacht, wenn eine Lobby etwas durchbekommt, unabhängig davon, ob 99% oder 1 % betroffen sind.

Die hier genannten 2 % sind ja auch nur eine aus der Luft gegriffene Zahl. Könnte vielleicht stimmen - muss aber nicht.


Vor allem sind solche Zahlen absolut aus dem Kontext gegriffen.

Stimmen diese Zahlen bei einem Provider wie init 7 wo du auf Fiber bezüglich Endgerät nur Empfehlungen hast? Oder sind solche Zahlen nicht verständlich, wenn du als Kunde gar keine andere Wahl hast, weil es dir technisch gar nicht möglich ist und die restlichen 2% demnach zur elitären Spitze gehören?

roman709'245 Beiträge
#39
@Tux0ne Ja. stimmt.

o.s.t.495 Beiträge
#40
Ja, die 98% der 0815 User und demzufolge 2% "Superuser" (oder was auch immer) habe ich einfach mal aus der Luft gegriffen. könnten auch 80/20, oder 90/10%  sein....

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