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Obligatorische Telefonumfrage - Wer nicht Auskunft gibt, bezahlt Busse

28 Antworten9'067 AufrufeGestartet von Noel ·

NoelThemenstart3'777 Beiträge
#1
Wo bisher "freiwillig" stand, steht jetzt "obligatorisch". Diese kleine Änderung in der "Bundesverordnung über die Durchführung von statistischen Erhebungen" hat einschneidende Konsequenzen: Erstmals hat der Bundesrat am 18. August die Teilnahme an einer Telefon-Umfrage der Bundesverwaltung für obligatorisch erklärt. Die neue Regelung ist seit 1. September in Kraft.

Wie der "K-Tipp" berichtet, gilt das Obligatorium erstmals für die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake). Bis Ende Jahr werden 35 000 zufällig ausgewählte Schweizer und Ausländer über ihre persönlichen Situation befragt: Der Bund interessiert sich unter anderem für den Arbeitsort, das Arbeitspensum, die Arbeitsbedingungen, die Entlöhnung und die familiären Verhältnisse. Durchgeführt wird die Umfrage durch das Luzerner Meinungsforschungsinstitut Link.

Durch die Änderung der Verordnung kann die Weigerung von Angerufenen an der Teilnahme zu finanziellen Konsequenzen führen. "Wer sich weigert, kann gebüsst werden", bestätigt Alain Vuille vom Bundesamt für Statistik die Recherche des "K-Tipp". Die Höhe der Busse beträgt maximal 10'000 Franken. Den Zwang zur Teilnahme begründet Vuille damit, nur so erhielten die Statistiker genaue Zahlen. Geplant sei, die Sake-Umfrage nächstes Jahr von 35000 auf über 125000 Personen auszuweiten.

Quelle: persoenlich.com

Das wird ja immer besser bei uns in der Schweiz, Wie lange wird es nun wohl gehen bis alle privaten Meinungsforschungsinstitute so auftreten als wären sie vom Bund beauftragt.

redbad448 Beiträge
#2
ich nehme ab sofort nur Anrufe die ich im Adressbuch gespeichert habe!! /emoticons/default_biggrin.png/emoticons/default_eek.png/emoticons/default_tongue.png

olifaessler4'260 Beiträge
bearbeitet #3
Das Thema wurde heute im 10 vor 10 behandelt. Lustig war, dass der Bericht genau nach dem Bericht zu Google Streetview kam, in welchem sich der Datenschutzbeauftragte echauffierte und vor's Bundesgericht gehen will, weil google Photos vom Oeffentlichen Raum offen zugänglich macht. Dann der Bericht über die staatlich verordnete und im Verweigerungsfall unter Busse gestellte Ausfrageaktion...

Bei google kann ich mein Bild wenigstens auf Anfrage hin löschen lassen...

smid12'144 Beiträge
bearbeitet #4
Also ich bin

85 Jahre alt

Hindu

Arbeite in einer Gärtnerei

Ich verdiene 50'000 pro Monat

Ich arbeite 2 Stunden pro Tag

Habe keinen TV

Irgendwie frag ich mich ja, wieso da keine Partei auf den Tisch haut.

borusse70127 Beiträge
#5
Habe vor kurzem noch an einer Umfrage teilgenommen. Alles in allem war es so gut eine Stunde, die in 3 Fragerunden durchgeführt wurde. Meine Frau hatte da keinen Nerv zu und hat am Telefon gesagt, sie habe kein Interesse und auch keine Zeit dafür. Sie haben dann aber fast täglich 2-3mal angerufen, da wir nicht mehr dran gegangen sind. Nach 2 Monaten sind wir dann doch noch mal dran gegangen und haben es in einem etwas verschräften Ton /emoticons/default_biggrin.png nochmals gesagt, dass meine Frau nicht will und seitdem ist Ruhe. War eine 031-Nummer.

Bei den ganzen Fragen war mir absolut nicht wohl, das muss ich zugeben! Da waren Fragen bei, wie: sind sie glücklich mit ihrer Frau, warum, warum nicht usw. Dazu noch die ganzen Fragen zu den finanziellen Verhältnissen. Ich finde, dass es da extrem übertrieben wurde und kann denn Sinn bei einzelnen Fragen nicht verstehen. Kam mir wie bei einem Verhör vor.

Und wenn man jetzt dazu gezwungen wird, nehme ich das Telefon besser gar nicht mehr ab.

dakis1'007 Beiträge
#6
Durch die Änderung der Verordnung kann die Weigerung von Angerufenen an der Teilnahme zu finanziellen Konsequenzen führen. "Wer sich weigert, kann gebüsst werden", bestätigt Alain Vuille vom Bundesamt für Statistik die Recherche des "K-Tipp". Die Höhe der Busse beträgt maximal 10'000 Franken. Den Zwang zur Teilnahme begründet Vuille damit, nur so erhielten die Statistiker genaue Zahlen. Geplant sei, die Sake-Umfrage nächstes Jahr von 35000 auf über 125000 Personen auszuweiten.
Der Bussenbetrag wurde übrigens im SDA Artikel inzwischen von 10'000 Fr. auf 70 Fr. korrigiert (ein klitzekleiner Unterschied 🙂

Für mich stellt sich die Frage: wird Lügen auch gebüsst? Falls ja: dann zahle ich halt die 70 Fr. Kommt überhaupt nicht in Frage, dass ich irgendwelchen Studis, die nebenbei bei privaten Meinungsumfragefirmen jobben, Auskunft über meinen Lohn gebe. Wäre ja noch schöner.

guy2000_ch266 Beiträge
#7
redbad: Hmm... ist Technisch wirklich möglich? Dann muss es wohl ein IDSN-Telefonapparat sein?

Alle: Wird es nur an Festnetz-Telefon befragt? Angaben ist nicht klar.

olifaessler4'260 Beiträge
#8
Ich werds wohl drauf ankommen lassen und wenn nötig die 70 Stutz zahlen. Aber uns erreichen die eh nie zu Hause. Und sollte es nach Feierabend klingeln, dann werde ich sicher nicht eine Stunde meines Abends mit dem Beantworten von Fragen verbringen. Dann wird die ganze Aktion noch von meinen Steuergeldern bezahlt? Wenn, dann würde ich an der Umfrage gegen einen Stundensatz von CHF 100.-- teilnehmen...

salathep52 Beiträge
#9
Ich frage mich wie das mit der Authorisation funktionieren soll.

roman709'245 Beiträge
#10
Wenn's auch wieder ein paar hundert Cumulus-Punkte gibt, wie sons bei den Online-Link-Umfragen, mache ich vielleicht sogar mit... /emoticons/default_wink.png

schnuerbel1'837 Beiträge
#11
redbad: Hmm... ist Technisch wirklich möglich? Dann muss es wohl ein IDSN-Telefonapparat sein?
Alle: Wird es nur an Festnetz-Telefon befragt? Angaben ist nicht klar.
Also Rufnummererkennung gibts ja nun wirklich bei jedem Analoganschluss dazu - technisch ist das mittlerweile ein Basisdienst (kann aber sein, dass man mal wieder für sowas bei der +com extra bezahlen muss).

Funktioniert auch via VoIP (Sipcall). Falls Dein Gerät das nicht unterstützt: Ab in den Mediamarkt und ein Analogtelefon mit Rufnummernanzeige (um die Fr. 20.-- rum) kaufen.

Die technische Filterung der Anrufe nach Adressbuch ist schon ein anderes Kapitel. Manuell (also nach Sichtung der Rufnummer) filtern ist jedoch nicht sehr aufwändig - es sei denn, die 250 Facebook-Freunde sind echte Freunde und rufen ab und zu an. Soviele Nummern kann man sich in der Tat nicht mehr merken. /emoticons/default_smile.png

Was mir aber mehr zu denken gibt, ist die Tatsache, dass nun alle möglichen Werbe- und Marketingumfragen ("Spam-Calls") damit drohen, dass man bei einer Nichtteilnahme am Gespräch eine Busse bezahlen müsse. Denn als Angerufener habe ich - zeitlich - keine Möglichkeit zu überprüfen, ob der Anruf vom Bund oder von einem Nepper her kommt.

readonly333 Beiträge
#12
Was mir aber mehr zu denken gibt, ist die Tatsache, dass nun alle möglichen Werbe- und Marketingumfragen ("Spam-Calls") damit drohen, dass man bei einer Nichtteilnahme am Gespräch eine Busse bezahlen müsse. Denn als Angerufener habe ich - zeitlich - keine Möglichkeit zu überprüfen, ob der Anruf vom Bund oder von einem Nepper her kommt.
Anrufe mit unterdrückter Rufnummer lehne ich schon länger ab. Da klingelts nicht mal mehr. Werbeanrufe sind quasi inexistent. /emoticons/default_biggrin.png

Ohne schriftliche Voranmeldung werde ich auch "dem Bund" keine Auskunft geben.

ro

robi6'764 Beiträge
#13
Anrufe mit unterdrückter Rufnummer lehne ich schon länger ab. Da klingelts nicht mal mehr. Werbeanrufe sind quasi inexistent. /emoticons/default_biggrin.png

*99# ist die Zauberformel dafür /emoticons/default_smile.png

So kommen nur noch die armen Heimwerkerinnen durch die von ihrem privaten Anschluss aus anrufen.

Robi

Vialli288 Beiträge
#14
Ohne schriftliche Voranmeldung werde ich auch "dem Bund" keine Auskunft geben.
ro
Sehe ich auch so!!!!

Hey Leute, wenn jemand anruft und sagt, es seine eine Umfrage vom BfS, dann verlangt eine schriftliche Verfügung, gegen die Rechtsmittel ergriffen werden können. Bin gespannt wie diese aussehen.

@borusse70: Wer mehrmals anruft und nicht aufgibt (und vermutlich auch nicht fürs BfS tätig ist), der begeht Nötigung. Verlange das nächste mal den Vorgesetzten, teile ihm freundlich mit, dass er Euch umgehend aus der Umfrage rausnehmen muss, ansonsten Du rechtlich vorgehen müsstest. Wird dann trotzdem weitergemacht, dann empfehle ich Dir, einen Anwalt Deines Vertrauens einzusetzen und der Institution ein freundliches Briefchen zu schicken. Aber seriöse Institute nehmen Dich aus der Liste.

@Alle: Umfragen sind eigentlich schon recht wichtig. Wer Lust und Zeit soll auch mitmachen. Ich von meiner Seite her mache grundsätzlich nicht mit und werde es auch in Zukunft nicht machen. Und JA, lügen ist erlaubt! /emoticons/default_wink.png

blue_chip389 Beiträge
#15
ich denke es dürfte auch noch interessant sein, wenn jemand anderes (z.B. ein Kind) den Hörer abhebt und schnell wieder auflegt, weil Papa dem Kind ja gesagt hat, es darf nie an solchen Umfragen teilnehmen :/

Ich denke hier schiesst sich der Bund ganz gewaltig ins Knie, mit diesem "Zwang" hat er viele Fragen aufgeworfen - und der eh schon schwarzen Schafen im Geschäft eine Steilvorlage geliefert um noch mehr Geld reinzuwirtschaften /emoticons/default_sad.png

Greez

Rai 1730 Beiträge
#16
redbad: Hmm... ist Technisch wirklich möglich? Dann muss es wohl ein IDSN-Telefonapparat sein?
Musst nur einen Telefongerät mit "CLIP" haben. Guckst du hier: wikipedia.org/clip

domino285 Beiträge
bearbeitet #17
@Alle: Umfragen sind eigentlich schon recht wichtig. Wer Lust und Zeit soll auch mitmachen. Ich von meiner Seite her mache grundsätzlich nicht mit und werde es auch in Zukunft nicht machen. Und JA, lügen ist erlaubt! /emoticons/default_wink.png
wer hat schon lust und zeit???

jedes mal, egal bei welcher umfrage, heisst es: "10minuten"...

am schluss ist man 30min+ da dran...

also wenn so der brief aussehen soll, lache ich nur...

gleich mal paar kopien wo einwerfen ^^

20 Minuten Online - «Die Busse beträgt maximal 100 Franken» - Kreuz und Quer

anykey5'528 Beiträge
#18
Der Telefonsupport ist ja auch wahnnsinnig häufig besetzt...

robi6'764 Beiträge
#19
Immer noch besser als die frühere Volkszählung mit X-Seitigem Fragebogen etc.

Statistische Angaben haben in der Volkswirtschaft schon ihre Berechtîgung und sollten auch erhoben werden.

Ich würde deshalb nicht mit Freude aber trotzdem antworten.

Robi

anykey5'528 Beiträge
#20
Wenn man sieht wie das bfs sonst arbeitet, dann kann man keiner Umfrage die dieses Amt jemals gemacht hat, auch nur einen Augenblick Glauben schenken.

Bsp SECO-Statistik per E-Mail einliefern, Zitat Mitarbeiter bfs:

Liefern Sie die Dateien wie sie wollen, wir lesen die Daten dann schon ein.
Wer die Daten nicht kennt: Das ganze besteht aus einer Zahlenfolge wo dann Ausbildung, Lohnform, berufliche Stellung usw. einkodiert sind...

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