Italo-Schweizer greifen Cablecom an
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Kampf um italienische Sender
Die Italiener-Gemeinde der Schweiz droht der Cablecom mit Kampfmassnahmen, weil diese in der Deutschschweiz die italienischen Sender RAI Uno und Canale 5 aus dem analogen Netz streichen will.
«Wir nehmen diese Geschäftspolitik nicht hin», sagte Guiliano Racioppi, der Koordinator der 17 Komitees der Italiener in der Schweiz, die mit 300'000 Personen die grösste Ausländergruppe im Land sind.
Petition zielt auf Gesetzeslücke
Am Freitagabend haben Vertreter dieser Komitees beschlossen, eine Onlinepetition zu lancieren. Der Ausländerbeirat der Stadt Zürich unterstützt die Aktion.
Die Petition ziele auf eine Gesetzeslücke, erklärt Racioppi. Denn einerseits gebe es das Recht auf Information, andererseits sei der Zugang zur Information nirgends geregelt. «Wir sind nicht gegen eine Digitalisierung. Aber Cablecom will auf dem Rücken fremdsprachiger Minderheiten ihre Umstellung finanzieren», vermutet Racioppi.
Die Cablecom dementiert aber: «Wir verschieben den Sender vom analogen in den digitalen Bereich, da dies im Netz den notwendigen Platz für den Ausbau der digitalen Dienste schafft.» In fünf Jahren werde das Fernsehen vollständig digitalisiert werden.
Vorladung bei Botschaften
Am Montag werden der Cablecom-Direktor für das Tessin und ein Cablecom-Geschäftsleitungsmitglied bei der italienischen Botschaft in Bern ein informelles Gespräch führen. Nächste Woche hat die Cablecom auch einen Termin bei der französischen Botschaft. Denn die französischen Sender TF1 und France 2 sollen im Juni gekappt werden. (pd/sprm)
tagesschau.sf.tv
www.cablecom.ch
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