EU-Fernsehrichtlinie vor der Verabschiedung
11 Antworten2'022 AufrufeGestartet von blue_chip ·
Hmmm ob das gut ist? Somit wird Pro7 & Co noch weniger atraktiv für mich...
Viel Zustimmung gab es gestern während der zweiten Lesung der neuen Fernsehrichtlinie im Europäischen Parlament. Medienkommissarin Viviane Reding und Parlamentsberichterstatterin Ruth Hieronimy (EPP/EVP) versicherten, dass mit ihr die rechte Balance zwischen einem Schutz der Verbraucher und mehr Flexibilität für Rundfunkunternehmen geschaffen werde. Lediglich Helga Trüpel kündigte für die Grünen an, dass sie die runderneuerte Richtlinie in der heutigen Abstimmung ablehnen werden. "Aus unserer Sicht ist die Öffnung der Richtlinie zu stark in Richtung Werbemarkt ausgefallen. Die Grünen wollen nicht mehr Werbung in Sportprogrammen und Spielfilmen", sagte Trüpel. Hieronymi hielt dem entgegen, es seien nicht die Werbezeiten ausgedehnt, aber flexiblere Regelungen geschaffen worden.
Die künftige "Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste" sieht vor, dass pro Stunde maximal 12 Minuten Werbung gesendet werden dürfen, bisher durfte sie nicht mehr als 15 Prozent des täglichen Programms ausmachen. Spielfilme, Nachrichtensendungen und Kindersendungen dürfen demnächst alle 30 Minuten unterbrochen werden. Bislang mussten zwischen Werbeblöcken 45 Programmminuten liegen. Die Kommission hatte dafür gestimmt, dass die Abstandsregeln für Werbeblöcke generell fallen. Inbesondere der zu 90 Prozent werbefinanzierte private Rundfunk hatte eine weitergehende Liberalisierung gefordert.
Künftig sind Produktplatzierungen in Serien, Spielfilmen, Sportsendungen und Unterhaltungsprogrammen erlaubt, in anderen Formaten, besonders Kinder- und Nachrichtenprogrammen dagegen verboten. Die Sender müssen deutlich darauf hinweisen, welche Firmen für die Platzierung von Produkten bezahlt haben. Die Werbeliberalisierung dient nach Aussage von Hieronymi dazu, dass "die traditionellen Rundfunkunternehmen auch in der Konkurrenz mit Wettbewerbern wie Google und anderen auch in Zukunft frei verfügbares Fernsehen anbieten können".
Quelle: heise online - EU-Fernsehrichtlinie vor der Verabschiedung
Greez
Viel Zustimmung gab es gestern während der zweiten Lesung der neuen Fernsehrichtlinie im Europäischen Parlament. Medienkommissarin Viviane Reding und Parlamentsberichterstatterin Ruth Hieronimy (EPP/EVP) versicherten, dass mit ihr die rechte Balance zwischen einem Schutz der Verbraucher und mehr Flexibilität für Rundfunkunternehmen geschaffen werde. Lediglich Helga Trüpel kündigte für die Grünen an, dass sie die runderneuerte Richtlinie in der heutigen Abstimmung ablehnen werden. "Aus unserer Sicht ist die Öffnung der Richtlinie zu stark in Richtung Werbemarkt ausgefallen. Die Grünen wollen nicht mehr Werbung in Sportprogrammen und Spielfilmen", sagte Trüpel. Hieronymi hielt dem entgegen, es seien nicht die Werbezeiten ausgedehnt, aber flexiblere Regelungen geschaffen worden.
Die künftige "Richtlinie für Audiovisuelle Mediendienste" sieht vor, dass pro Stunde maximal 12 Minuten Werbung gesendet werden dürfen, bisher durfte sie nicht mehr als 15 Prozent des täglichen Programms ausmachen. Spielfilme, Nachrichtensendungen und Kindersendungen dürfen demnächst alle 30 Minuten unterbrochen werden. Bislang mussten zwischen Werbeblöcken 45 Programmminuten liegen. Die Kommission hatte dafür gestimmt, dass die Abstandsregeln für Werbeblöcke generell fallen. Inbesondere der zu 90 Prozent werbefinanzierte private Rundfunk hatte eine weitergehende Liberalisierung gefordert.
Künftig sind Produktplatzierungen in Serien, Spielfilmen, Sportsendungen und Unterhaltungsprogrammen erlaubt, in anderen Formaten, besonders Kinder- und Nachrichtenprogrammen dagegen verboten. Die Sender müssen deutlich darauf hinweisen, welche Firmen für die Platzierung von Produkten bezahlt haben. Die Werbeliberalisierung dient nach Aussage von Hieronymi dazu, dass "die traditionellen Rundfunkunternehmen auch in der Konkurrenz mit Wettbewerbern wie Google und anderen auch in Zukunft frei verfügbares Fernsehen anbieten können".
Quelle: heise online - EU-Fernsehrichtlinie vor der Verabschiedung
Greez
smid12'144 Beiträge
Die können 59 Minuten Werbung haben pro Stunde - für etwas habe ich TC /emoticons/default_wink.png
Snowman410'415 Beiträge
Du sagst es - Ist eine Stärkung des Pay TV und nicht der normalen Privaten.
Dany280 Beiträge
45 Minuten zwischen zwei Werbeblöcken? Und wieso kann man dann 42-Minuten-Serien 2 mal mit Werbung unterbrechen? Das ist ja heute schon so. Und bei Spielfilmen kommen in 90 Minuten Netto auch 3 Blöcke, so alle 22 Minuten einer.
Aber mit dem Recorder interessiert das praktisch nicht. Spuuuuuuhl.
Aber mit dem Recorder interessiert das praktisch nicht. Spuuuuuuhl.
roman709'245 Beiträge
Dann muss ich halt die Skip-Taste bei Bluewin TV ein paar mal mehr drücken, bis ich weitersehen kann.
Cooldown510 Beiträge
Beinhaltet das Product Placement neu die Möglichkeit von Werbeüberblendungen ohne Programmunterbrechung? Aus meiner Sicht müsste dieser Schritt vollzogen werden. Herkömmliche Unterbrecherwerbung wird irgendwann verschwinden und ggf durch zwangsverordnete (= nicht überspringbare) Werbung ersetzt, wie man sie vom Internet Tv her kennt.
swizz_weasel173 Beiträge
Beinhaltet das Product Placement neu die Möglichkeit von Werbeüberblendungen ohne Programmunterbrechung? Aus meiner Sicht müsste dieser Schritt vollzogen werden. Herkömmliche Unterbrecherwerbung wird irgendwann verschwinden und ggf durch zwangsverordnete (= nicht überspringbare) Werbung ersetzt, wie man sie vom Internet Tv her kennt."Product Placement" bedeutet, dass in einer Serie, einem Film oder was auch immer, ein jeweiliges Produkt sichtbar plaziert werden darf. Das hat nichts mit Programmunterbrechung zu tun.
Beispiel: Wenn Beni Thurnheer während dem Benissimo plötzlich gut erkennbar ein RedBull in der Hand hält und vielleicht sogar von Zeit zu Zeit daran nippt, dann wird das vermutlich Product Placement sein /emoticons/default_biggrin.png (wenn du es genauer wissen möchtest, dann musst du dir den Abspann vom Benissimo etwas genauer betrachten, da müsste der Sponsor dann aufgeführt sein).
Aber soweit ich weiss, war das ja auch jetzt schon so...?
CHfish3'690 Beiträge
Also nicht alle Sendunge bringen Product Placement in den Abspann!
Franz Fischlin und die Flasche | digichris.info /emoticons/default_wink.png
Franz Fischlin und die Flasche | digichris.info /emoticons/default_wink.png
Cooldown510 Beiträge
"Product Placement" bedeutet, dass in einer Serie, einem Film oder was auch immer, ein jeweiliges Produkt sichtbar plaziert werden darf. Das hat nichts mit Programmunterbrechung zu tun.Von Unterbrecherwerbung rede ich oben ja gar nicht. Ich will wissen ob sie unter PP auch Werbeeinblendungen (...überblendung war wohl unklar formuliert) verstehen, ohne das ein Programm unterbrochen wird. Solche Einblendungen bei laufendem Programm darf man im Deutschen Privatfernsehen bis jetzt nur für Programmhinweise verwenden, jedoch nicht für Produktewerbung. Eine Ausnahme bildet das von dir erwähnte Sponsoring.
Die Frage stellt sich drum schon, wie lange sich klassische Unterbrecherwerbung noch halten kann im Zeitalter von Digitalrekordern.
sparky336 Beiträge
pp ist programmintegrierte werbung. wurde in de auch geduldet wenns in ausländischen firmen vorkam wie z.b. 007 mit aston martin.
wie lange? na, das wird schon noch jahre so weiter gehen.
wie lange? na, das wird schon noch jahre so weiter gehen.
Cooldown510 Beiträge
okay - danke... hab mich gefragt wie weit sie den Begriff PP schon gedehnt haben /emoticons/default_smile.png
Also immer noch keine Werbeeinblendungen möglich ausser Sponsoring? Die leben ja ganz schön in der Vergangenheit /emoticons/default_wink.png Dem digi-tv Zuschauer ist das natürlich noch so recht
Also immer noch keine Werbeeinblendungen möglich ausser Sponsoring? Die leben ja ganz schön in der Vergangenheit /emoticons/default_wink.png Dem digi-tv Zuschauer ist das natürlich noch so recht
sparky336 Beiträge
in der tat ist die eu nicht so freizügig wie die ch, aber die einzelnen länder müssen nicht das recht übernehmen exakt so wie es steht.
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