DVB-T wird in der Schweiz abgeschaltet
21 Antworten7'761 AufrufeGestartet von smid ·
bearbeitet #1
Wir haben schon drüber gesprochen
Neue SRG Konzession
Ich finde das ist ein eigener Thread wert.
Ich verweise hier auf die Kollegen vom neuen Rundfunkforum
Grundsätzlich habe ich kein Problem damit. Wir haben es in der Schweiz halt versemmelt DVB-T als Alternative aufzubauen.
Es gibt immer noch Sat, daher sehe ich das jetzt nicht so schlimm, wie die Leute die mich gleich steinigen werden...
Neue SRG Konzession
Ich finde das ist ein eigener Thread wert.
Ich verweise hier auf die Kollegen vom neuen Rundfunkforum
Grundsätzlich habe ich kein Problem damit. Wir haben es in der Schweiz halt versemmelt DVB-T als Alternative aufzubauen.
Es gibt immer noch Sat, daher sehe ich das jetzt nicht so schlimm, wie die Leute die mich gleich steinigen werden...
magicfriend3'697 Beiträge
Ne. Das haben wir effektiv verbockt. Zudem wäre DVB-T2 schon länger einguführen gewesen. Der Schweiz geht es zu gut. Als Alternative braucht man es nicht mehr, da dieses Backup kaum verwendet wurde bzw wird.
olifaessler4'260 Beiträge
In Zeiten von all over ip finde ich es ehrlich gesagt eh überholt ganze Frequenzspektren nur zur Verbreitung einzelner Broadcasts zu verschwenden. Meiner Meinung nach könnte man sowohl auf DVB wie auf DAB verzichten. Die dafür eingesetzten Mittel sollten besser zur Erschliessung der letzten Ecken mit Breitbandinternet verwendet werden.
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Wrzlbrnft2'742 Beiträge
bearbeitet #4
Ich schrieb es im oben erwähnten Forum ja bereits.
Problematisch finde ich in diesem Zusammenhang vor allem die Aufhebung eines providerunabhängigen Zugangs zu den SRG-TV-Programmen abseits des Satelliten-Empfangs (und selbst der ist eigentlich nicht allein in den Händen der SRG, welche bei der Sat-Ausstrahlung immer noch von Eutelsat abhängig ist)
Als Workaround plädiere ich dafür, dass das BAKOM allen in der Schweiz tätigen Providern vorschreibt, die Web-Angebote aller Billag-(mit-)finanzierter Anbieter kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sei es einerseits über offene WLAN-Netze (z.B. von Swisscom, SBB, usw.), über welche ohne weitere Registrierung o.ä. auf diese Inhalte zugegriffen werden kann. Andererseits über spezielle Mobilfunk- oder Festnetz-Abos, welche explizit nur einen Zugriff auf o.g. Angebote erlaubt, übrige Internetangebote sowie Einbindungen von Inhalten dritter (z.B. YouTube oder Twitter) aber ausschliesst.
Das Interesse an letzteren Angeboten dürfte zwar extrem gering sein. Es geht hier aber ums Prinzip des Service Public und die Rücksichtnahme der Bedürfnisse von Minderheiten.
Als öffentlich finanziertes Angebot müssen alle Einwohner und Gäste in der Schweiz Zugriff auf die SRG-Angebote darauf haben, ohne dass dafür noch wiederkehrende zusätzliche finanzielle Aufwendungen seitens Konsumentinnen und Konsumenten an Dritte von Nöten sind.
Problematisch finde ich in diesem Zusammenhang vor allem die Aufhebung eines providerunabhängigen Zugangs zu den SRG-TV-Programmen abseits des Satelliten-Empfangs (und selbst der ist eigentlich nicht allein in den Händen der SRG, welche bei der Sat-Ausstrahlung immer noch von Eutelsat abhängig ist)
Als Workaround plädiere ich dafür, dass das BAKOM allen in der Schweiz tätigen Providern vorschreibt, die Web-Angebote aller Billag-(mit-)finanzierter Anbieter kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sei es einerseits über offene WLAN-Netze (z.B. von Swisscom, SBB, usw.), über welche ohne weitere Registrierung o.ä. auf diese Inhalte zugegriffen werden kann. Andererseits über spezielle Mobilfunk- oder Festnetz-Abos, welche explizit nur einen Zugriff auf o.g. Angebote erlaubt, übrige Internetangebote sowie Einbindungen von Inhalten dritter (z.B. YouTube oder Twitter) aber ausschliesst.
Das Interesse an letzteren Angeboten dürfte zwar extrem gering sein. Es geht hier aber ums Prinzip des Service Public und die Rücksichtnahme der Bedürfnisse von Minderheiten.
Als öffentlich finanziertes Angebot müssen alle Einwohner und Gäste in der Schweiz Zugriff auf die SRG-Angebote darauf haben, ohne dass dafür noch wiederkehrende zusätzliche finanzielle Aufwendungen seitens Konsumentinnen und Konsumenten an Dritte von Nöten sind.
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roman709'245 Beiträge
bearbeitet #5
Meiner Meinung nach könnte man sowohl auf DVB wie auf DAB verzichten.Bei DVB bin ich ja auch dieser Meinung. Wofür braucht man das denn noch? Vor allem auch wegen des in den meisten Regionen sehr eingeschränkten Angebots fristet es ein kümmerliches Dasein. Da gibt's meist bessere Alternativen. Sogar bei uns in Graubünden, wo Tele Rätia ein breites Angebot als Kabelersatz angeboten hat, wird dieses per Ende 2018 eingestellt.
Aber warum auf DAB verzichten? Kommt für mich nicht in Frage. Da muss sogar der Tunnelausbau noch weitergeführt werden. Das wird nicht nur stationär verwendet. Mobil ist es unerlässlich, auch im Auto, auch in Zukunft.
chaose245 Beiträge
Meiner Meinung nach könnte man sowohl auf DVB wie auf DAB verzichten.DAB braucht es weiter. Bei Millionen von Empfängern lässt sich die Bandbreite für Broadcast m.E. durchaus rechtfertigen, weil dann nicht Millionen einzelne Streams benötigt werden. Ausserdem ist der Empfang so providerunabhängig möglich.
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Gelöschtes Mitglied 757
Meiner Meinung nach könnte man sowohl auf DVB wie auf DAB verzichten.In den Kabelnetzen würde das derzeit wohl nur funktionieren wenn DVB durch Multicast ersetzt würde. Nur Sinn macht das bestimmt keinen.
patrick.l338 Beiträge
Mittlerweile wird übrigens bei den terrestrischen Signalen unter dem Senderlogo dauerhaft «DVB-T» einigeblendet. Dazu läuft ab und zu ein Laufband.
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Wrzlbrnft2'742 Beiträge
Meines Wissens wird bei ImproWare nach wie vor auch noch das DVB-T-Signal in SD als "Backup" eingespeist. In deren Kabelnetz im Speckgürtel von Basel dürfte der "DVB-T"-Schriftzug nun also auch auftauchen.
Philson28244 Beiträge
Kann ich bestätigen. Die Quelle der SD Version ist DVB-T.
Aber am 15. Januar werden die SD Versionen abgeschaltet bei der GGA Pratteln:
http://www.gga-pratteln.ch/index.php/11-aktuell/180-senderumschaltung-15-01-2019
Aber am 15. Januar werden die SD Versionen abgeschaltet bei der GGA Pratteln:
http://www.gga-pratteln.ch/index.php/11-aktuell/180-senderumschaltung-15-01-2019
smid12'144 Beiträge
olifaessler4'260 Beiträge
Es gefällt nicht allen
https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/Schweizer-wollen-Antennen-TV-abschalten-das-aergert-einen-Konstanzer;art372432,10072268
Tja, wenn die Oesterreicher DVB-T einstellen würden (oder via DVB-T2 verschlüsseln), dann würde ORF in der Schweiz auch duster
creep2'589 Beiträge
Es lebe die globalilsierte Welt, wo TV-Rechte schon bald für jedes Quartier einzeln vergeben werden.
Und wehe dem, der eine Sendung aus einem anderen Quartier illegal empfängt. Der kommt dann auf die Liste der Schurkenquartiere ?
Und wehe dem, der eine Sendung aus einem anderen Quartier illegal empfängt. Der kommt dann auf die Liste der Schurkenquartiere ?
f1-tom2'494 Beiträge
Ich kenne die Rechtslage in Deutschland nicht. Hier ist klar dass alles was über Sat oder DVB-T auf nationalem Boden empfangen werden kann auch in die Kabelnetze usw. eingespiesen werden darf. Egal ob es dem Sender gefällt oder nicht. (Beispiel BBC) Wenn die Programme der SRG bis jetzt aber auf deutscher Seite rund um den Bodensee (incl. Livesport?) in den Kabelnetzen gezeigt werden durfte sehe ich keinen Grund wieso das nicht auch in Zukunft möglich sein sollte. Der SRG dürfte das sowieso grundsätzlich egal sein. Wenn jemand etwas dagegen hatt dann die Rechteinhaber z.B. für Champions League, Formel 1 usw. Die hätten aber bestimmt schon länger etwas dagegen unternommen und nicht erst jetzt. Rein durch die geographische Nähe wäre es richtig die Programme dort anbieten zu dürfen. Ev. wird es ja eine Lösung geben. Vielleicht halt eine mit Blackscreen während gewissen Sendungen.
roman709'245 Beiträge
Ich kenne die Rechtslage in Deutschland nicht. Hier ist klar dass alles was über Sat oder DVB-T auf nationalem Boden empfangen werden kann auch in die Kabelnetze usw. eingespiesen werden darf. Egal ob es dem Sender gefällt oder nicht. (Beispiel BBC) Wenn die Programme der SRG bis jetzt aber auf deutscher Seite rund um den Bodensee (incl. Livesport?) in den Kabelnetzen gezeigt werden durfte sehe ich keinen Grund wieso das nicht auch in Zukunft möglich sein sollte.Deutschland ist in der EU und muss sich da ans EU-Recht halten. Ein Sender darf nur dort eingespeist werden, wo er auch unverschlüsselt oder legal empfangen werden darf. Es darf dann auch nur dort eingespeist werden, wo es mit normalem Antennenaufwand zu empfangen ist. Für die SRG-Programme ist also nur in den Grenzgebieten Süddeutschlands ein legales Einspeisen möglich. D.h. mit der Deaktivierung von DVB-T entfällt die letzte legale Empfangsmöglichkeit für Deutschland. Abkommen, die das regeln sind möglich. In der Schweiz ist es ein bisschen liberaler. Da darf ein Sender der irgendwo auf Landesgebiet legal empfangen werden kann, im ganzen Land eingespeist werden, z.B. wie beim ORF. Der ist bei uns allerdings auch auf der Kippe. Der darf nur noch eingespeist werden, da er im Südtirol (Italien) noch unverschlüsselt gesendet wird und im Münstertal noch empfangen werden kann. Die Swisscom hat dort beim Zollgebäude einmal eine Empfangsstation erstellt.
Der ORF ist in Deutschland - soviel ich weiss - passé. Dort gab es schon Probleme, als er noch unverschlüsselt über DVB-T gesendet wurde. In München musste er mal aus dem Kabel genommen werden, da die Instanzen zum Schluss kamen, dass der Empfang nicht mit normalem sondern nur mit erhöhtem Aufwand möglich war. Auslöser waren deutsche Privatsender. Die haben zeitgleich zum ORF Free TV Premieren von Filmen gesendet und auf dem ORF kamen die werbefrei, sodass sie nicht mehr genug Werbung verkaufen konnten.
Also ein langwieriges und leidliches Thema.
Wrzlbrnft2'742 Beiträge
bearbeitet #16
Mit EU-Recht hat das nur am Rande zu tun. In Nordschweden wird auch der dänische Rundfunk eingespeist, der über Satellit nur verschlüsselt empfangbar ist. In Österreich wiederum ist SRF ebenfalls landesweit in HD im Kabel zu sehen. Hier wird es entsprechende Verträge mit Urheberrechtsabgeltungen geben.
Auch in Bayern werden die ORF-Programme wieder an mehr Orten eingespeist als auch schon. In Rosenheim gar in HD: https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/rosenheim-komro-bietet-sofort-orf-programme-hd-qualitaet-ohne-mehrkosten-9599858.html
Für den süddeutschen Raum sollte sich beim SRF mit etwas gutem Willen auf beiden Seiten auch eine Lösung finden lassen.
Auch in Bayern werden die ORF-Programme wieder an mehr Orten eingespeist als auch schon. In Rosenheim gar in HD: https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/rosenheim-komro-bietet-sofort-orf-programme-hd-qualitaet-ohne-mehrkosten-9599858.html
Für den süddeutschen Raum sollte sich beim SRF mit etwas gutem Willen auf beiden Seiten auch eine Lösung finden lassen.
roman709'245 Beiträge
Mit EU-Recht hat das nur am Rande zu tun. In Nordschweden wird auch der dänische Rundfunk eingespeist, der über Satellit nur verschlüsselt empfangbar ist. In Österreich wiederum ist SRF ebenfalls landesweit in HD im Kabel zu sehen. Hier wird es entsprechende Verträge mit Urheberrechtsabgeltungen geben.Das sind schon Vorgaben für die gesamte EU. Und du schreibst und ich schon geschrieben habe, ist es mit entsprechenden Verträgen ja kein Problem. Obwohl die HD-Verbreitung der SRF-Programme wohl nicht ganz geklärt ist aber vielleicht kein Kläger vorhanden ist.
Auch in Bayern werden die ORF-Programme wieder an mehr Orten eingespeist als auch schon. In Rosenheim gar in HD: https://www.rosenheim24.de/rosenheim/rosenheim-stadt/rosenheim-ort43270/rosenheim-komro-bietet-sofort-orf-programme-hd-qualitaet-ohne-mehrkosten-9599858.htmlIn Bayern hat's auch immer wieder Abschaltungen (z.B. München) und wieder Aufschaltungen im Kabel gegeben. Je nach Prozessausgang. Habe das in den letzten Jahren nicht detailliert verfolgt. Ist München immer noch ORF-frei? Es gab ja auch immer wieder Diskussionen darüber, wieviel Aufwand "mit normalem Antennenaufwand" denn ist.
Für den süddeutschen Raum sollte sich beim SRF mit etwas gutem Willen auf beiden Seiten auch eine Lösung finden lassen.Das wäre sicher nicht Aufgabe des SRF, da vorzupreschen. Mit Österreich gibt es ja Verträge, wenn auch noch aus Analog-Zeiten.
creep2'589 Beiträge
Sollte ORF HD in der Schweiz einmal nicht mehr empfangbar sein, weil z.B. im Südtirol auch verschlüsselt wird, dann werde ich definitiv auch auf die Suche nach einem "illegalen" IPTV Anbieter gehen.
Die Rechtemafia treibt ja mit ihren abstrusen Praktiken die Leute richtiggehend in die Hände solcher Anbieter.
Die Rechtemafia treibt ja mit ihren abstrusen Praktiken die Leute richtiggehend in die Hände solcher Anbieter.
smid12'144 Beiträge
Es gab ja gerade in der Westschweiz Anbieter, die DVB-T im Kabel hatten. Das machte damals sicher Sinn, weil Fernseher mit integriertem DVB-T durchaus verbreitet waren.
Ein Anbieter zieht jetzt den Stecker
https://www.tvtservices.ch/dvb-c
Ob es in Lausanne noch DVB-T im Kabel gibt, weiss ich nicht
Ein Anbieter zieht jetzt den Stecker
https://www.tvtservices.ch/dvb-c
Ob es in Lausanne noch DVB-T im Kabel gibt, weiss ich nicht
Markus1'750 Beiträge
Ob es in Lausanne noch DVB-T im Kabel gibt, weiss ich nichtNach Vollausbau des Glasfasernetzes wird dort das TV-Kabelnetz nach meiner Schätzung abgeschaltet (Eventuell ist das bereits geschehen). DVB-C nutzt die Kapazitäten im Kabelnetz weitaus effektiver als DVB-T. Zur Vermeidung der Störungseinflüsse via terrestrischen Verbreitung hat ein TV-Programm via DVB-T weitaus mehr Platz in der Bandbreite zur Verfügung als via DVB-C.
Gruss Markus
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